DEP0012561DA - Verfahren zur Herstellung eines Thymolesters - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Thymolesters

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DEP0012561DA
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DE
Germany
Prior art keywords
thymol
derivative
formula
ester
preparation
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Otto Dr. Zima
Fritz Dr. v. Werder
Original Assignee
Fa. F. Merck, Darmstadt
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Description

Verfahren zur Herstellung eines^ ghymolestere.
Es sind zahlreiche Verbindungen zur Bekämpfung der menschlichen Oxyuriasis vorgeschlagen wordea8 denen der Nachteil entweder einer verhältnismässxg grossen Tosizität für den Patienten/ oder einer unsicheren Wirksamkeit gegenüber den Parasiten anhaftet. Diese Nachteile werden vermieden bei Verwendung dee nach der Erfindung hergestellteni bisher unbekannten N-lsoamyl-oarbaminsäurethymol@®t@rs* Dieser Ester besitzt eine ausgesprochen vermifuge Wirksamkeit gegenüber Qxyuren bei ausgezeichneter Verträglichkeit, die seine gefahrlose Anwendung in der Kinderpraxis ermöglicht« Die Maus verträgt 6 g/kg reaktionsloe, höher® Dose können mengenmässig nicht verabfolgt werden= Ähnlich ist es bei der Ratte, dem Meerschweinchen und der Katze, die 3 g/kg reaktionslos vertragen. Beim erwachsenen Menschen werden 3 mal 2 g tägli'oh ohne Beschwerden vertragen» Bei starkem Oxyurenbefall macht sich ein überaus lästiger Juckreiz bemerkbar j und es ist ein besonderer Vorzug d©s N»Isoamyl~ earbaminsäur®#thymolesters, dass er, in therapeutischer Dosis verabreicht, den unangenehmen Juckreiz schlagartig zum Verschwinden bringt»
Die vorliegende Erfindung besteht hiernach darin» ©in Isoamylderivat der Formel (CH^)2 s GH-CH2-GHg-X mit einem Abkömmling des Thymols der Formel Y-O-O^qH15 sur Reaktion zu bringen* wobei X und I so gewählt werden,,, dass bei der Umsetzung die Säureamidgruppierang -NH-GO- (mit dem Stickstoff ^m Isoamylrest) entsteht« I und I sind also solche reaktionsfähige^Gruppen und die in Rede stehend® Reaktion ist eine solch®, wie sie für die Herstellung von anderen N-sabstituierten Garbaminsäureestern bekannt sind β Speziell kann man z.B« das gewünschte Produkt da-
duroli gewinnen, dass man Isoamylamin mi ti leicht spalt baren Estern des Thymols umsetzt» Vorzugsweise verwendet man dabei den Chlorameisensäure^thymolester oder den Kohlensäureester des Thymols« Bei der Umsetzung von Isoamylamin mit Chlor aine is ensaure#thymoX ester kann man in einem indifferenten organischen Lösungsmittel oder in wässerigem Medium bei Gegenwart von Lauge arbeiten» Im letztgenannten Falle geht man vorteilhaft von wasserlös liehen Salzen des Xsoamy!amins? ZoB* vom Chlorhydrat aus. Ausserdem sind nach dem Gesagten z.B» folgende Umsetzungen durchführbarg
Umsetzung von Isoamyl-isocyanat mit Thymol, Umsetzung von Isobutylacetamid zuerst mit Halogen und dann mit Thymolnatrium bzw» Thymol, Einwirkung von Isocapronsäureazid auf Tiiymols Umsetzung von Isoamylhalogenid mit Carbaminsäure t&y»aL ester*
N-Isoamyl/carbaminsäure^thymolester von der .Formel
CI
GH9-MH-CO-O
ist eine farblose kristallisierte Substanz vom Schmelzpunkt 57° $9 die in Wasser praktisch unlöslich ist (Löslichkeit in Wasser bei Zimmertemperatur kleiner als 1 ι 50 000). Behandelt man das Präparat mit normaler methylalkoholischer Lauge bei 40°? so sind nach 30 Tagen etwa 86 $ verseift.
Beispiele
I9) In eine lösung von 780 g laoamylamin in 4 liter abso» latern Aether wird unter Rühren and Kühlung mit Eiswasser ein® Lösung von 904- g Chlorameisensäurethymolestex· in 4a5 Liter absolut©a Aether langsam eingetragen. Pas Ganze wird eine Stande ©» Rückfluss gekocht and nactk d@m Erkalten duroh filtration vom ausgeschiedenen Isoamylamin= ohlorhydrat befreit. Das FiItrat wird eingedampft and der siebald kristallisierende Rückstand aas einem Volumteil niedrig siedendem P@trolaetb.er umkristallisierte Aasbeates 850 g farblos® Nadeln vom Schmelzpunkt 57°»
2») 2s, 12 kg Ghlorameisensäurethymolestei1 werden in einer Löeong Yon I924 kg Isoamylaminohlorhydrat in 2,48 Liter warmem Wasser suspendiert. unter lebhaftem Rühren wird im Verlauf einer Viertelstunde ein® Lösung von 880 g üatriumhydroxyd in 2,64 Liter lasser zug@geb@ns während das Heaktionsgefäss mit fli@ssen.d@m Wasser gekühlt wird. Bei einer Anfangstemperatur von 35° steigt dia !Dempgra™ tur dee Reaktionsgemisches auf etwa 55°0 Nach beendetes1 B@aktion wird unter lebhaftem lührea auf 15° abgekühlt, das fast geworden® Reaktionsprodukt wird abgesaugt; verkleinert? gut mit Wasser gewaschen und an der Luft getrocknet ο Das Rohprodukt wird aus einem Volumteil niedrig siedendem Petroläthar umkristallisiert« Ausbeut®I -2,1 kg, Schmelzpunkt 57°*

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    I9) Verfahren zur Herstellung eines Thymolestere* dadurch gekennzeichnet, dass man ein Isoamylderivat der Formel (GH,)2 ■ CH-OH2=GHg=I mit einem Abkömmling des Thymols der Formt! Y-O-G10H1, aur Reaktion bringt, wobei 1 und I so gewählt werden? dass bei der Ums et sang die Säureamidgruppierung -BH-CO- (mit dem Stickstoff am Isoamylrest) entsteht ;>
    2«) Verfahren zur Herstellung eines Thymolesterg, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Isoamy!derivat der Formel (CHa)2 β GH-OH2-CH2-I mit einem Abkömmling des Shymols der Formel Y-Q-CiqH}* 2ar Seak^ion bringt, wobei I und Ϊ solche Gruppen sindj wie sie für die Herstellung anderer !»substituierter Carbaminsäureester in bekannten Verfahren Terwendung finden»
    3») Verfahren nach Anspruch 1 u= 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Xsoamylamin auf leicht spaltbare Ester des Shymcüa vorzugsweise auf den Kohlensäureester bzw» den Chi«-- ameisensäureester^ einwirken lässt«
    4«) Verfahren nach Anspruch 1 α· 2, dadurch gekennzeichnets dass man Isoemylisocyanat mit Thymol umsetzt.
    5») Verfahren nach Anspruch 1 u° 29 dadurch gekennzeichnet^ dass man Isobutylacetsmid zuerst mit Halogen und dann mit fhymal-Hatriom oder Thymol züx Umsetzung bringt.
    6») Verfahren nach Anspruch 1 α. 2, dadurch gekennzeichnet9 dass man Isocapronsäureaiid auf Thymol einwirken lässt«
    7») Verfahren nach Anspruch 1 12.0 2 9 dad arch gekennseichss t9dass man Isoamylhalogenid mit Carbaminsäurethymolester um« setst«
    8«,) N~IsQamyl=üarbaminsäure~ihyiao!es"fcer vöii der !formel
    CH,
    CH
    eine farblo.se kristallisierte Substanz P die bei etwa 57 C scisinilzt, in Wasser praktisch unlöslich ist and bei der alkalischen Verseifung Xsoamyiamin und Thymol (nefcim Kohlensäure) liefert.

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