DEP0011749DA - Bildtonfilmmaschine - Google Patents
BildtonfilmmaschineInfo
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Description
Es ist bekannt, Bildtonfilmmaschinen mit Tongeräten verschiedener Art auszurüsten. Besonders in der Anfangszeit des Tonfilms sind die Tongeräte auch als leicht anbaubare bauliche Einheiten hergestellt worden.
Die Erfindung besteht darin, daß die Bildtonfilmmaschine außer mit einer Tonabtastvorrichtung für Lichttonfilm mit einer Tonabtastvorrichtung für Magnettonband ausgerüstet ist. Nicht nur Tonabtastvorrichtungen für Lichttonfilm, sondern auch Tonabtastvorrichtungen für Magnettonband sind an sich bekannt. An Kinomaschinen werden jedoch Geräte für Magnettonband bisher nicht verwendet. Durch die Ausrüstung der Kinomaschine mit beiden Abtastgeräten wird nicht nur der Vorteil erzielt, daß die Maschine auch dann verwendbar ist, wenn Bildtonfilme mit magnetischer Tonschrift auf den Markt kommen werden, sondern es wird vor allem möglich, Schallbänder, die magnetisch beschriftet sind, mit der Kinomaschine abzuspielen.
Es sind Ausführungsformen möglich, bei denen die beiden Tonabtastvorrichtungen je für sich bauliche Einheiten darstellen. Bei anderen Ausführungsformen sind die beiden Tonabtastvorrichtungen an demselben Tongerät, vorzugsweise an derselben, gegebenenfalls mit einer Schwungmasse gekuppelten Tontrommel (Schwungbahn) angebracht. In weiterer Erfindung sind die Tongeräte für sich allein antreibbar, das Magnettongerät vorzugsweise schneller als im Zusammenwirken mit dem Bildwerfer. Hierdurch wird das Abspielen
auch solcher magnetischer Schallbänder möglich, die für den Durchgang größerer Längen je Zeiteinheit an der Tonabtaststelle eingerichtet sind, als sie für Kinofilme wegen der festgelegten Bildzahl und -Größe in Betracht kommen.
Weitere neue und fortschrittliche Merkmale von erfinderischer Bedeutung ergeben sich aus der Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung und den Ansprüchen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel.
An einer Montagefläche des Triebwerkgehäuses 1 der Kinomaschine ist die Vorwickelrolle 2 gelagert, der der Film 3 zwischen den Leitrollen 4 und 5 hindurch zugeführt wird. Eine an einem unter Federwirkung stehenden Hebel 6 angebrachte Andrückrolle 7 hält den Film in Anlage an der Vorwickelrolle 2. Nach dem Verlassen dieser Rolle bildet der Film die Schleife 8, bevor er in die Filmführung 9 gelangt. Zwischen einem Kondensor 10 und der Filmführung 9 ist eine Verkleidung 11 angebracht. Auf der anderen Seite der Filmführung befindet sich die Führung 12 mit der Stellschraube 13 für das Objektiv 14. Nach dem Durchgang durch die Filmführung gelangt der Film zwischen zwei Leitrollen 15 und 16 hindurch auf die Schaltrolle 17, die z.B. von einem Malteserkreuzgetriebe aus absatzweise angetrieben wird. Durch eine an dem unter Federwirkung stehenden Hebel 18 gelagerte Andrückrolle 19 wird der Film in Anlage an die Schaltrolle 17 gehalten. Nach dem Verlassen der Schaltrolle bildet er die untere Filmschleife 20. Er wird dann zwischen zwei Leitrollen 40 und 41 hindurchgeführt und gelangt auf die Nachwickelrolle 21, an der er durch eine Andrückrolle 22 in Anlage gehalten wird. Unterhalb der Nachwickelrolle 21 sind im Gehäuse 1 zwei Tongeräte angeflanscht, ein Tongerät 23 für Lichtabtastung und ein Tongerät 24 für Magnetabtastung. Das Lichttongerät 23 kann in beliebiger an sich bekannter Weise ausgebildet sein. Es enthält z.B. eine Leitrolle 25, eine Schwungbahn 26, eine Leitrolle 27 und ein Gehäuse 28 für eine Tonlampe mit der Optik 29. Die Fotozelle kann innerhalb der Schwungbahn 26 untergebracht sein. Die Leitrollen 25 und 27 oder eine von ihnen können auf unter Federwirkung stehenden Hebeln (Filmspannhebel) gelagert sein.
Das Magnettongerät enthält z.B. den Rollen 25 und 27 entsprechende, gegebenenfalls auf Filmspannhebeln gelagerte Leitrollen 30,
31, eine der Schwungbahn 26 entsprechende Schwungbahn 32 und eine elektromagnetische Abtastvorrichtung 33. Die Teile der Tongeräte können auch unmittelbar am Gehäuse 1 angebracht sein; die Umrißlinien der Flanschplatten der Tongeräte sind deshalb in Fig. 1 nur gestrichelt. Der Film kann wahlweise durch das Lichttongerät 23 (ausgezogen eingezeichnet) oder durch das Magnettongerät 24 (gestrichelt eingezeichnet) geführt werden. Nach dem Verlassen der Tongeräte gelangt der Film auf eine zweite Nachwickelrolle 34, die bei dem beschriebenen Beispiel, je nachdem, aus welchem Tongerät der Film kommt, in entgegengesetzten Richtungen antreibbar ist, in Richtung des Pfeiles 35, wenn der Film aus dem Magnettongerät 24 kommt und in Richtung des Pfeiles 36, wenn der Film aus dem Lichttongerät 23 kommt. Von der Nachwickelrolle 34 wird der Film zwischen zwei Leitrollen 37, 38 hindurch schließlich der Aufwickelspule zugeführt.
Die Flanschplatten der Tongeräte 23, 24 sind zweckmäßig mit Paßmitteln ausgerüstet, die ihre richtige Lage am Maschinengehäuse bestimmen, so daß die Tongeräte leicht angebracht und leicht weggenommen, gegebenenfalls also leicht ausgewechselt werden können. Vorteilhaft sind die Tongeräte für sich allein antreibbar; gleichzeitig ist der Bildteil abschaltbar eingerichtet, so daß bei abgeschaltetem Bildteil reiner Schallfilm durch das Gerät geleitet und abgetastet werden kann, sei es im Bildtongerät, sei es im Magnettongerät. Wenn zu diesem Zweck die Schaltrolle 17 vom Antrieb abkuppelbar ist, können die Schleifen 8 und 20 auf besonders angeordneten, nicht gezeichneten Leitrollen abgefangen werden. Die Filmführung wird dann zweckmäßig geöffnet, um unnötige Abnutzung des Schallfilms zu vermeiden. Auch sind Ausführungsformen möglich, bei denen am Gehäuse 1 Mittel zum Befestigen von Schallfilmvorratsspulen angebracht sind, von denen aus der Film dann, z.B. zwischen den Leitrollen 40 und 41 hindurch, unmittelbar einem Tongerät zugeleitet werden kann, ohne erst durch den Bildteil hindurchlaufen zu müssen. In diesem Falle genügt es, wenn der Antrieb der Vorwickelrolle und der Schaltrolle des Bildteils abschaltbar ist. Das Magnettongerät 24 ist gegebenenfalls für sich allein schneller antreibbar als im Zusammenwirken mit dem Bildwerfer, gegebenenfalls in mehreren Geschwindigkeitsstufen.
Anstelle der gesonderten Tongeräte 23, 24 kann auch ein einziges, für beide Abtastarten geeignetes Tongerät vorgesehen sein, wie es in Fig. 2 angedeutet ist. In diesem Falle hat die Tontrommel 39 einen so großen Durchmesser, daß sich an ihrem Umfange sowohl die Lichttonabtastvorrichtung 28, 29 als auch die Magnettonabtastvorrichtung 33 unterbringen lassen. Die Tontrommel 32 des Magnettongerätes 24 und die Tontrommel 39 des für beide Abtastarten geeigneten Tongerätes bestehen zweckmäßig aus nicht magnetisierbarem Werkstoff.
Anstelle von Tongeräten mit umlaufenden Tontrommeln können auch Tongeräte mit Abtastung an feststehenden Führungsmittel verwendet werden.
Claims (7)
1) Bildtonfilmmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine außer mit einer Tonabtastvorrichtung für Lichttonfilm mit einer Tonabtastvorrichtung für Magnettonband ausgerüstet ist.
2) Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Tonabtastvorrichtungen je für sich bauliche Einheiten darstellen, die vorzugsweise hinter eine am Bildwerfergehäuse angebrachten, für beide Abtastvorrichtungen gemeinsamen Zuführungsrolle (21) angeordnet sind.
3) Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Tonabtastvorrichtungen zu einer leicht anbaubaren und leicht entfernbaren baulichen Einheit zusammengefaßt, vorzugsweise an einer gemeinsamen, gegebenenfalls mit einer Schwungmasse gekuppelten Tontrommel (Schwungbahn) angebracht sind.
4) Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Tongerät bzw. die Tongeräte an das Maschinengehäuse anflanschbar ausgebildet und gegebenenfalls mit Paßmitteln ausgerüstet sind, die ihre richtige Lage am Maschinengehäuse bestimmen.
5) Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tongeräte, insbesondere das Magnettongerät, für sich allein antreibbar sind, derart, daß bei abgeschaltetem Bildteil reiner Schallfilm durch das Gerät geleitet und abgetastet werden kann.
6) Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Magnettongerät für sich allein schneller antreibbar ist, als im Zusammenwirken mit dem Bildwerfer, gegebenenfalls in mehreren Geschwindigkeitsstufen.
7) Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine aus nicht magnetisierbarem Werkstoff bestehende Filmführung an der Tonabtaststelle, z.B. Tontrommel.
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