DEP0010913DA - Elektrokrampfgerät - Google Patents
ElektrokrampfgerätInfo
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Description
Bei der Behandlung von Gemütskrankheiten mit Elektrokrampfgeräten wird durch den Schädel des Patienten ein Wechselstromstoß geleitet, der bei genügender Dosierung zur sofortigen Bewußtlosigkeit führt und einen epileptischen Krampfanfall auslöst. Zur Vermeidung von chirurgischen Zwischenfällen ist es erwünscht, die Behandlungsdosis möglichst wenig über dem Schwellwert zu halten, der zur Krampfauslösung erforderlich ist. Dieser Schwellwert ist aber von Patient zu Patient verschieden und zeigt auch bei ein und demselben Patienten bis jetzt noch ungeklärte Schwankungen.
Zur Einstellung der Dosis werden im Behandlungsgerät Behandlungsdauer und Stromstärke auf verschiedene Werte eingestellt. Diese Einstellung erlaubt jedoch keine zuverlässigen Rückschlüsse auf die tatsächlich zur Anwendung gekommene Dosis, das diese leicht infolge von Fehlern im Gerät und im Behandlungskreis sowie von Schwankungen der Betriebsspannung Abweichungen von den eingestellten Werten aufweist.
Erfindungsgemäß lassen sich alle diese Unsicherheiten dadurch unter Kontrolle halten, daß das Krampfgerät mit einer Einrichtung zur Messung und nachträglichen Ablesung der tatsächlichen Behandlungsdosis versehen wird. Vorteilhaft wird das Produkt von Behandlungsstrom und Behandlungszeit als Maß der angewendeten Dosis benutzt und zur Anzeige gebracht. Hierzu kann man die Spitzenspannung an einem Kondensator messen, der über einen Ladewiderstand einem vom Behandlungsstrom durchflossenen Widerstand parallel liegt.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Das dargestellte Elektrokrampfgerät besteht im wesentlichen aus einer Wechselspannungsquelle, die mit Hilfe eines Zeitschalters an den Behandlungskreis geschaltet wird; ferner aus einer Meßeinrichtung zur Feststellung der jeweils angewandten Dosis.
Durch eine Drucktaste 1 wird der Zeitschalter 2 betätigt, der in bekannter Weise aus einer Röhrenkippschaltung bestehen kann, und der ein Relais 3 mit seinen Kontakten 3a und 3d für eine einstellbar lange zeit in seiner Arbeitsstellung hält. Der Kontakt 3a liegt im Patientenstromkreis.
Die Messung der angewandten Dosis erfolgt in der Weise, daß das Produkt aus Behandlungsstrom und Behandlungszeit gemessen und durch ein Röhrenvoltmeter 4 zur Anzeige gebracht wird. Zu diesem Zweck wird der an Vorwiderständen 5, 6 im Patientenkreis auftretende Wechselspannungsabfall durch einen Doppelweggleichrichter 7 gleichgerichtet und auf das Meßgerät gegeben. Am Doppelweggleichrichter tritt eine dem Behandlungsstrom entsprechende Spannung auf, die durch den Relaiskontakt 3d auf das Dosismeßgerät gegeben wird. Der Meß- oder Haltekondensator 8 des Röhrenvoltmeters ist vor dem Fließen des Behandlungsstromes durch den Kontakt 9a eines Umschlagrelais 9 über einen Widerstand 10 kurzgeschlossen. Bei Beginn der Stromflußzeit im Patientenkreis wird über einen Kondensator 11 ein kurzer Stromstoß durch das Relais 9 geschickt und dadurch der Kurzschluß des Kondensators 8 aufgehoben. Es wird dann von der am Doppelweggleichrichter abgenommenen, vom Patientenstrom abhängigen Spannung allmählich aufgeladen, bis das Relais 3 am Ende der Behandlungsdauer abfällt. Seine Spannung ist dann ein Maß für die angewandte Dosis und wird am Röhrenvoltmeter zur Anzeige gebracht. Die Anzeige wird durch den Haltekondensator 8 über die Dauer des Stromimpulses hinaus aufrechterhalten.
Das Relais 9 wird durch einen Kippkreis mit Kondensator 12, Ladewiderstand 13 und Glimmröhre 14 nach einer fest einstellbaren zeit wieder in seine alte Stellung zurückgebracht. Dadurch wird der Meßkondensator 8 entladen und die Anzeige der Dosis zum Verschwinden gebracht.
Die gemessene Dosis kann auch zur Bestimmung des Kopfwiderstandes benutzt werden, indem sie durch Einschalten eines Widerstandes 15 an Stelle des Kopfwiderstandes mit der dann auftretenden Dosisanzeige verglichen wird. Andererseits kann die Einschal-
tung des Widerstandes 15 zur Sicherung und Kontrolle der Dosisanzeige dienen.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt. Insbesondere kann die Kontrolle der Dosis auch auf andere Weise, z.B. statt durch Messung des Produktes von Behandlungsstrom und Stromflußzeit durch Einzelmessung dieser beiden Größen oder durch Aufschreiben des Behandlungsimpulses geschehen.
Claims (5)
1.) Elektrokrampfgerät, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Messung und nachträglichen Ablesung der zur Anwendung kommenden elektrischen Dosis.
2.) Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt aus Stromstärke und Stromflußzeit als Maß der angewandten Dosis benutzt und zur Anzeige gebracht wird.
3.) Gerät nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Kondensator, der während der Stromflußzeit auf eine von Stromstärke und Stromflußzeit abhängige Spannung aufgeladen wird, die als Maß für die Dosis benutzt und bleibend, d.h. über die Dauer der Schockwirkung hinaus, vorzugsweise durch ein Röhrenvoltmeter zur Anzeige gebracht wird.
4.) Gerät nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine die Dosis aufzeichnende Schreibeinrichtung.
5.) Gerät nach Anspruch 1 - 4, gekennzeichnet durch einen an Stelle des Kopfwiderstandes einschaltbaren Vergleichswiderstand zur Feststellung der Größe des Kopfwiderstandes durch Vergleich der Dosisanzeigen.
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