DEP0009878DA - Verfahren zur Herstellung heller und geruchsarmer Sulfonierungsprodukte aus Schwelölen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung heller und geruchsarmer Sulfonierungsprodukte aus SchwelölenInfo
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Description
Sehramberg, den 27»September 1948
I A S - Ölsohiefer-I1or3chungs--G.m,b.H.# IHOMMERK in tÖEITEMBEB«
zur Herstellung heller und geruchsarmey Sulfonierungsprociukte aus Schwelölen
Bei der Sulfonierung von schwefelhaltigen und/oäer aauerstoffhaltigen Schwelölen aus ölschiefer? Braunkohle und dgl. erhält
man Produkte» die meist eine dunkle färbung und einen eigentümlichen Geruch besitzen« Letzterer lässt sich zwar durch Erhitzen
im Vakuum unter Durchleiten von Dampf teilweise entfernen. (Patent 118 452)j für die Verwendung aber als Bets- und Waschmittel
ist die dunkle farbe der a.B» aus Schieferölen hergestellten Sulfonate unangenehm, sodass diese Produkte trotz ihrer
sonst guten Eigenschaften nur im beschränkten Umfang Verwendung finden (Klatschko, Chemisches Zentralblatt 1937 I 4156). Die Irager des Geruches sind offenbar Schwefel- und/oder Sauerstoffverbindungen
oder deren als "Sulfone" bezeichnete^kondensations» produkte, deren Verbleib in als Heilmittel zu verwendenden SuI-fonaten
erwünscht ist. Man hat deshalb vorgeschlagen, zwecks Herstellung heller und zu pharmazeutischen Zwecken bestimmter Sulfonate
eine vorsichtige Raffination der Ausgangsöle so vorzunehmen» dass die Hauptmenge der Schwefelverbindungen in dem Öl bleibt/und
dann die Raffinate schonend zu aulf©nieren (Patent 624 317)* Hierbei wurden z.B. Steinkohlen-, Braunkohlen oder Sohieferteerdesitlllate
mit starker natronlauge und 4o - 75^-iger Schwefelsäure sowie !!eicherde derart behandelt, dass der Schwefelgehalt der Öle praktisch gleich blieb oder sogar im Kaffihat
noch angereichert war.
ψ&χιη für Waschmittel ö*dgl» bestimmte Sulfonate hergestellt
werden sollen» so müssen diese der Anforderung genügen, nicht nur hell, sondern auch angenehm riechend oder zumindest in Beziig
auf den Serueh neutral zu sein* Es ergibt sich somit die Aufgabe, aua schwefel- und/oder sauersffcoffhaltigen ölen diese
Verbindungen möglichst vollständig zu entfernen, ohne die Menge der für die Umwandlung in Sulfonsäuren wertvollen Olefine, Aromaten
etOe au vermindernβ
Bs wurde nun gefunden, dass man in technisch leicht durchführbarer Weise diese Trennung vornehmen kann, wenn man die Destillate
der genannten Teeröle mit einer genügenden Menge einer stärkeren Schwefelsäure so behandelt, dass die Schwefel- und/
oder Sauerstoffverbindungen von der Säure gelöst werden, aber noch keine Sulfonierung stattfindet. Hierzu ist im Allgemeinen
eine Schwefelsäure von mehr als 75 $ und weniger als 90 $ Sehalt geeignet, praktisch meist eine 8o-85$-ige Säure, Bs ist
möglich, unter Kühlung.wie auch bei massig erhöhter Temperatur die Extraktion durchzuführen« Bei gewöhnlicher wie auch bei erhöhter
!Temperatur erfolgt gleichzeitig mit der Extraktion auch eine bereits merkliche Polymerisation von Olefinen u«dgl.$ diese
Umwandlung widct sich für den vorliegenden Zweck günstig aus, da aus den so entstehenden und im laffinat verbleibenden höher»
molekularen Di- und Polymeren Sulfonsäuren mit noch wertvolleren Seifeneigenschaften als aus den von Katur aus im öl vorhandenen
Sohlenwasserstoffen gebildet werden«
33s ist zwar bekannt, dass man durch Behandeln von schwefelhaltigen. Braunkohlenteerdsatilaten mit grossen Mengen Schwefelsäure
steigender Konzentration (60 bis 9o$) Schwefel- und Sauerstoffverbindungen extrahieren und zugleich die öle polymerisieren kann (Buhemann* Zeitsohr, fΦ„ angewandte Chemie
S, 75 £f). Aue dieser Veröffentlichung war aber nicht zu ent-
nehme», dass man in durchaus wirtschaftlicher und wirksamer Weise mit weit geringeren Mengen -von Schwefelsäure der genannten Konzentration * nämlich etwa 5 his 15 Vol^jdie Räffi-
nation der Destillate wiirde durchführen können· In der genannten Yeröffentlichung ist auch nicht die Erkenntnis offenbart,
dass man die Raffinate unmittelbar - ohne Zwischendestillation - mit Hilfe von kräftig wirkenden =SaIfonierungsmitteln,
wie konzentrierter Schwefelsäure, Oleum, Chlorsulfonsäure u.dgl. in Sulfonsäuren von wertvollen Nats-e Dispergier-,
Emulgier- und Waschmitteleigenschaften umwandeln kann»
Die hei der Extraktion anfallenden Lösungen der Schwefelverbindungen kann man mit Wasser verdünnen und so in an sieh bekannter
Weise ölige Produkte mit hohem Schwefelgehalt gewinnen» die man nach geeigneter !Reinigung, z.B. durch Destillation,
Bleieherde u.dgl» au technischen Zwecken wie auch als Heilmittel verwenden kann. 2u letzterer Verwendung ist eine Emulsion
bzw. Lösung der Öle in dem SuIfοnat der Raffinat© mit Torteil brauchbar, wobei man den Schwefelgehalt in gewünschter
Höhe einstellen kann, lan kann auch die Extraktlösung unmittelbar, z.B« in einer Kolonne, mit Dampf ausblasen und so die
reinen Öle abtreiben, sodass man eine sur Extraktion neuer Ölmengen noch genügend konzentrierte Säure wiedergewinnt.
Beispiel! Ein aus württembergiöohem Schieferöl gewonnenes Leichtöl der ungefähren Siedegrenzen 14o - 25o^ wird - gegebenenfalls
nach Entfernen der Phenole und Basen mit Lauge bssw« fäure - mit § bis 15 YQl$ einer 79-84 $-igen Schwefelsäure
einige Zeit kräftig verrührt, dann die sich Scharf abgegrenzt absetzende Säurelösung abgesogen und das raffinierte Ol unmittelbar
mit konzentrierter Schwefelsäure oder Oleum sulfoniert. Das in üblicher Weise aufgearbeitete Seaktionegemisoh liefert nach
letttralisation ein in konzentrierter Lösung noch goldgelb durch-
Claims (2)
1) Verfahren zur Herstellung heller und geruchsarmer SuIfQ-nierungsprodukte aus Sehwelölen, dadurch gekennzeichnet^ dass
man die - gegebenenfalls von Phenolen und Basen befreiten -Destillate mit 5 bis So Vq1$ einer etwa 75-9o^-igen Schwefelsäure
- $e nach Stärke der Säure gegebenenfalls unter kräftiger Kühlung - zunächst von Schwefel - und/oder Sauerstoffverbindungen
befreit und nach Abtrennung der S&urelösung das raffinierte öl unmittelbar mit kräftig wirkenden SuIfonierungsmittelia .wie konzentrierter
Schwefelsäure, Oleum, Chlorsulfonsäure oder sogenannten "Hochsulfonierungsmltteln" in Sulfonsäuren überführt und erforderlichenfalls
die bei der Eaffination abgetrennten Schwefelverbindungen in an sich bekannter Welse durch Yerdünnen der Säurelö·»
sung abscheidet und nach Reinigung mit Hilfe der erhaltenen Sulfonsäuren oder deren Balze In Emulsionen oder Lösungen überführt.
2) ferfahren nach Anspruch lf dadurch gekennzeichnet, dass man di©
bei der Raffination abgetrennte SäurHsösung unmittelbar durch Einleiten von Dampf bei erhöhter $em%ratur von flüchtigen ölen befreit
und die Säure zur Extraktion neuer ölmengen wiederverwendet«
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