DEP0009461DA - Herstellung von Magnesit - Google Patents

Herstellung von Magnesit

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DEP0009461DA
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Germany
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decanting
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magnesite
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Hans Güsten
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Description

Für die Herstellung von Magnesit aus Chlormagnesium und Dolomit oder ähnlichen Ausgangsstoffen hat man Anlagen erstellt, bei denen in Fällkesseln oder dergl. Chlorcalciumlauge mit dem Chlormagnesium zusammengebracht und gemischt und dann der verhältnismässig dickflüssige Brei durch Fördermittel in Filteranlagen gebracht wird, in welchen die Lauge in mehreren Stufen hintereinander abgepresst wird. Zwischen den einzelnen Filterstufen erfolgt das Dekantieren des Magnesitbreies.
Diese Anlagen liefern ein Magnesit, der noch mehrere Prozent Chlorcalcium enthält und daher für manche Zwecke, insbesondere für die Verwendung als Kunststein oder als Bodenbelag ungeeignet ist. Auch macht die Handhabung des dickflüssigen Breies nicht unerhebliche Schwierigkeiten.
Gemäss der Erfindung wird das Verfahren zur Herstellung von Magnesit in mehreren Stufen durchgeführt, und zwar wird die erste Verfahrensstufe, in welcher die Umsetzung der Chlorcalciumlauge und des Dolomits erfolgt, durch Zugabe von reichlichen Wassermengen so betrieben, dass ein Dünnschlamm entsteht, in der zweiten Stufe erfolgt das Dekantieren ohne vorheriges oder gleichzeitiges Abpressen und erst nachdem durch Dekantieren das Chlorcalcium weitgehend ausgewaschen ist, findet das Abpressen statt, welches dann im wesentlichen nur noch der Entfernung des Wassers und nicht wie bisher der Lauge dient. Das Verfahren wird in flachen Dekantierungsbecken ausgeführt, welche die Gewähr für die weitgehende Auswaschung der Chlorcalciumlösung bietet. Gemäss der weiteren Ausbildung der Erfindung wird die gesamte Anlage derart erstellt, dass der Dünnschlamm von einer Verfahrensstufe zur anderen im natürlichen Gefälle fliesst. Die Dekantierbecken werden in solcher Zahl vorgesehen, dass sie wechselweise beschickt werden können, sodass insgesamt gesehen mit einer durchlaufenden Herstellung des
Magnesits gearbeitet werden kann.
Weitere zusätzliche Erfindungsgedanken werden anhand der Zeichnung erörtert. Diese zeigt in
Abb. 1 das Schema einer Anlage in Seitenansicht,
Abb. 2 einen Grundriss dazu.
Mit Hilfe einer Leitung 1 wird in die Fällkessel 2 stark verdünnte Chlormagnesiumlauge eingeführt. Durch Kübel 3 mit Hilfe der Laufkatze 4 oder in sonst geeigneter Form wird dann gemahlener, gebrannte Dolomit oder Magnesiumkalk zugegeben. Die Flüssigkeit im Behälter 2 wird mit Hilfe von Pressluft in dauernder Bewegung gehalten. Die Luft wird durch die Leitung 5 zugeführt. Nach der Umsetzung fliesst das Material durch natürliches Gefälle, beispielsweise durch die Rinne 6 in die Dekantierbecken 7. In diesen setzt sich ein grosser Teil des gewonnenen Magnesiumhydroxyds in Form eines dünnen Schlammes ab. Das darüber stehende Calcium-Chlorid wird abgesaugt, und zwar sind die Absaugdüsen 8 auf Schwimmer 9 gesetzt. Nach der erstmaligen Absaugung wird durch die Wasser-Rückstrahler 10 Wasser in erforderlicher Menge zugeführt, das gleichzeitig den abgesetzten Dünnschlamm wieder aufrührt und damit die Chlor-Calciumlauge ausspült. Auch diese dünne Flüssigkeit wird nach erfolgter Dekantierung wieder abgezogen und das Verfahren kann mehrfach wiederholt werden.
Nach der Dekantierung fliesst der gereinigte Magnesiadünnschlamm durch natürliches Gefälle in Leitungen 11 zu den Presssammelbecken 12. Aus diesen wird der Schlamm entnommen und in die hydraulischen Pressen 13 gebracht, in denen das Wasser schnell und einfach entfernt wird, sodass ein fester Magnesit-Kuchen entsteht.
Alle Schwierigkeiten der Behandlung von dickflüssigem Magnesitbrei sind umgangen. Das Verfahren arbeitet verhältnismässig schnell, sodass das Abpressen in den hydraulischen Pressen 13 viel weniger Zeit in Anspruch nimmt als irgendwelches Absieben oder Abfiltern.
Um in dieser Anlage laufend arbeiten zu können, ist es zweckmässig, die Dekantierbecken in zwei Gruppen zu unterteilen, von denen die eine Gruppe aus den Fällkesseln gefüllt wird, während in der zweiten Gruppe die Dekantierung bereits vor sich geht, während nach der Umschaltung in der ersten Beckengruppe die Dekantierung vorgenommen wird und in der zweiten Gruppe der Dünnschlamm abgezogen und neue Magnesia aus den Fällkesseln eingeführt wird. Entsprechend diesen beiden Gruppen sind auch zwei Sammelbehälter 12 vorgesehen und schliesslich werden soviel hydraulische Pressen aufgestellt, dass eine zeitliche Übereinstimmung der verschiedenen Verfahrensstufen erzielt wird.
Mit diesem durchlaufenden Betrieb ist auch die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens gegeben. Darüber hinaus zeichnet sich die Anlage durch einen einfachen Aufbau sowohl insgesamt als auch in den einzelnen Verfahrensstufen aus, insbesondere sind alle komplizierten Maschinen oder Geräte vermieden worden. Selbst die hydraulischen Pressen können besonders einfach ausgeführt werden. Beispielsweise wird in der dargestellten Anlage von Druckwassererzeugern gänzlich abgesehen, vielmehr sind die Pressen so aufgebaut, dass sie unmittelbar an ein Wasserleitungsnetz bei 14 angeschlossen werden und mit dem verhältnismässig geringen Wasserleitungsdruck betrieben werden können. Trotz der Einfachheit der Anlage wird nicht nur schnell gearbeitet, sondern auch ein sauberes Endprodukt erhalten, da das Dekantieren in den flachen, breiten Becken 7 besonders wirksam durchgeführt werden kann.

Claims (5)

1) Verfahren zur Herstellung von Magnesit aus Magnesiumchloridlaugen und Dolomit oder ähnlichen Ausgangsstoffen dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Verfahrensstufe die Umsetzung in bekannter Weise erfolgt, in der zweiten Stufe das gebildete Magnesiumhydroxyd von der Lauge durch Dekantieren getrennt und in der dritten Stufe das Wasser abgepresst wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1) dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Stufe mit soviel Wasserzusatz gearbeitet wird, dass das Umsetzungsprodukt in Form eines Dünnschlammes anfällt und durch natürliche Gefälle in die Dekantierungsbecken geführt werden kann.
3) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1) und 2) bestehend aus einem Fällkessel (1), flachen Dekantierungsbecken (7), Sammelbecken (12) und Pressen (13).
4) Vorrichtung nach Anspruch 3) dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Behälter durch Leitungen mit natürlichem Gefälle verbunden sind.
5) Vorrichtung nach Anspruch 3) gekennzeichnet durch mehrere parallel und wechselweise beschickbaren Dekantierbecken.

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