DEP0009447DA - Verfahren zur magnetischen Tonaufzeichnung - Google Patents

Verfahren zur magnetischen Tonaufzeichnung

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English (en)
Inventor
Werner Dr. Puhlmann
Original Assignee
Blaupunkt-Werke GmbH, Zweigniederlassung Darmstadt, Darmstadt
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Description

Zur Aufzeichnung akustischer Vorgänge werden vielfach magnetische Lautschriftträger in Band- oder Plattenform benutzt, deren magnetische Eigenschaften durch Magnetköpfe beeinflusst werden.
Dier Aufzeichnungsträger wird dicht an den Magnetköpfen vorbeigeführt, die mit einem Spalt zur Ausbildung des Magnetfeldes versehen sind. Der Löschkopf dient dabei zur Herstellung eines gleichmässigen Ausgangszustandes vor Beginn Der Aufzeichnung, der Sprechkopf zur Aufbringung der akustischen Schwingungen und der Hörkopf zur Abnahme und Wiedergabe der aufgezeichneten Schwingungen.
Es ist bekannt, bei derartigen Einrichtungen zwei Tonspuren unmittelbar nebeneinander aufzuzeichnen, um nach Art eines Gegentaktverfahrens die Störungen z.B. durch Ungleichmässigkeiten des Bandmaterials oder durch Fremdfelder herabzusetzen. Es ist ferner bekannt, dass die obere Frequenzgrenze bei der Aufzeichnung von Schwingungen im wesentlichen dadurch bedingt ist, dass die Entmagnetisierungswirkung bei steigender Frequenz immer stärker wird, weil das Verhältnis von Länge zu Querschnitt der einzelnen bei der Aufzeichnung entstehenden Magnetstrecken immer ungünstiger wird.
Gemäss der Erfindung wird der Magnetkopf und zwar insbesondere der Sprech- und/oder Hörkopf derart unterteilt, dass mehr als zwei getrennte Tonspuren gleichzeitig nebeneinander aufgezeichnet werden. Die parallelen Tonspuren, die von ein- und demselben akustischen Vorgang herrühren, können dabei im Gegentakt aufgebracht werden, d.h. die entstehenden Magnetstrecken haben entgegengesetzte Polarität. Es ist aber auch möglich, die Tonwechselströme mit gleicher Polarität aufzuzeichnen und nur das Vormagnetisierungsfeld, das zweckmässig ein Wechselfeld von Überhörfrequenz ist, bei den verschiedenen Spuren abwechselnd mit entgegengesetzter Polarität einwirken zu lassen.
Bei einer derartigen unterteilten Aufzeichnung ist das Verhältnis von Länge zu Querschnitt der Magnetstrecken günstiger, als bei einer nicht unterteilten Spur. Der Entmagnetisierungsfaktor wird herabgesetzt und die Frequenzgrenze nach oben erweitert.
Über die bisher bei Gegentaktverfahren erzielte Störbefreiung hinaus ergibt sich bei der hier angegebenen Gegentaktaufzeichnung noch die weitere neuartige Wirkung, dass der störende Kopiereffekt verkleinert wird. Bei normaler Aufzeichnung entsteht leicht durch das Übergreifen des Magnetfeldes auf die benachbarten Bandwindungen eine Art Übersprechen, die auch als Kopiereffekt oder Echo bezeichnet wird. Dieser Fehler wird durch mehrfache Unterteilung der Tonspur herabgesetzt, wenn die Aufzeichnung abwechselnd im Gegentakt erfolgt, das sich die Magnetfelder schon in geringem Abstand vom Aufzeichnungsträger im wesentlichen aufheben.
In der Figur ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Ein Magnettonband 1 üblicher Ausführung wird an einem Sprechkopf 2 vorbeigeführt, der abwechselnd aus einzelnen Segmenten aufgebaut ist. Die einzelnen Segmente bestehen aus Eisenlamellen, die voneinander durch Isolierzwischenlagen getrennt sind. Jedes Segment besteht aus einem bügelförmigen Teil 3 und einem geraden Teil 4, zwischen denen der Luftspalt liegt, in dem sich das Magnetfeld ausbildet. Die Spalte der einzelnen Segmente sind so zueinander ausgerichtet, dass sie in einer Geraden liegen. Jedes zweite Segment ist gegen die Nachbarsegmente so versetzt, dass die bügelförmigen Teile einmal auf der einen Seite und dann auf der anderen Seite des Spaltes liegen. Sie werden gemeinsam von zwei Spulen 5 umfasst, wobei zweckmässig die beiden Spulen durch gegenphasig verlaufende Ströme gespeist werden. Bei der Tonaufzeichnung mit Hilfe eines derartigen Sprechkopfes entstehen auf dem Tonband in dem dargestellten Beispiel 6 Tonspuren nebeneinander in kleinem Abstand, wie dies durch die gestrichelten Linien 6 angedeutet ist.
Um den Kopiereffekt möglichst weitgehend zu beseitigen, werden nach dem dargestellten Beispiel die Tonwechselströme im Gegentakt zugeführt, während das Vormagnetisierungsfeld den beiden Spulen im Gleichtakt zugeleitet wird. Die Abtastung erfolgt dann mit einem ebenfalls geteilten Hörkopf, in dessen Ausgangswicklung sich die Ströme des Hörbereichs addieren, während sich die vom Vormagnetisierungsfeld herrührenden Frequenzkomponenten gegenseitig aufheben.
Will man mit einem ungeteilten Hörkopf arbeiten, so ist es zweckmässig, die Aufzeichnung der akustischen Schwingungen im Gleichtakt vorzunehmen und nur die zur Vormagnetisierung benutzte Hochfrequenz im Gegentakt zu schalten.
Das Verfahren ist nicht an die beschriebende Ausführung des Sprechkopfes gebunden. Die Unterteilung kann auch in anderer Weise durchgeführt werden, indem z.B. die verschiedenen Tonspuren auf verschiedenen Seiten des Aufzeichnungsträgers aufgebracht werden oder indem eine Versetzung der einzelnen Spalte in Längsrichtung des Aufzeichnungsträgers erfolgt.

Claims (6)

1. Verfahren zur magnetischen Tonaufzeichnung auf band- oder plattenförmige Aufzeichnungsträger, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe eines unterteilten Magnetkopfes mehr als zwei getrennte nebeneinander liegende Tonspuren der gleichen Tonaufzeichnung gleichzeitig aufgezeichnet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetisierungsrichtungen der nebeneinander liegenden Tonspuren abwechselnd entgegengesetzt sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetisierungsrichtung der Tonfrequenzen gleich, dagegen die der Vormagnetisierung abwechselnd entgegengesetzt sind.
4. Anordnung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprech- und/oder Hörkopf aus zwei Gruppen von abwechselnd angeordneten Segmenten besteht.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Segmente durch ein unmagnetisches, zweckmässig isolierendes Material voneinander getrennt sind.
6. Verfahren zur Wiedergabe magnetischer Tonaufzeichnungen, die nach dem Verfahren des Anspruches 1 bis 3 hergestellt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die gleichzeitig aufgezeichneten Tonspuren gleichzeitig mittels eines Hörkopfes abgehört werden, in dessen Ausgangswicklung sich die Ströme des Hörbereichs addieren, während sich die vom Vormagnetisierungsfeld herrührenden Komponenten gegenseitig aufheben.

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