DEP0009036DA - Relaisanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents

Relaisanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen

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DEP0009036DA
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DE
Germany
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relay
systems
currents
bridge
particular telephone
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Expired
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English (en)
Inventor
Artur Flad
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Relaisanordnung für Fernmeldeanlagen, in denen zur Aufnahme von Signalströmen Wechselstromrelais Verwendung finden. Diese Relais müssen häufig über Leitungen gesteuert werden, über die auch andere Wechselströme, z.B. die Sprechströme un Fernsprechanlagen, fliessen. Bei einer Anordnung dieser Signalrelais in Brücke zu den Leitungsadern besteht aber die Gefahr einer zu grossen Ableitung für die Sprechströme. Um dies zu verhindern, wurden solche Relais in bekannten Anordnungen dieser Art entweder nur zu einem bestimmten Zeitpunkt an die Übertragungsleitung angeschaltet oder für die Dauer des Gesprächs von den Leitungen abgeschaltet. Das erforderte aber den Aufwand zusätzlicher Steuereinrichtungen. Andererseits ist jedoch eine solche zeitweise An- oder Abschaltung dort nicht anwendbar, so die Signalrelais auch während des Gespräches jederzeit empfangsbereit sein müssen.
Man hat daher in anderen bekannten Anlagen den zum Empfang der Signalströme dienenden Relais eine Spezialausbildung gegeben, die ihnen eine verhältnismässig hohe Dämpfung verleihen. Dies wirkt sich jedoch auf die Empfindlichkeit der Relais und damit auf die Reichweite der Signalströme sehr hemmend aus.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Relaisanordnung zu schaffen, in der für Signalzwecke normale Relais Verwendung finden können, die dauernd an der gemeinsamen Übertragungsleitung liegen und trotzdem für die Wechselströme geringerer Spannung praktisch keine Dämpfung bewirken. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass einem normalen, in Brücke zu den Übertragungsleitungen angeordneten Relais parallel liegende Gleichrichter entgegengesetzter Sperrichtung vorgeschaltet sind, welche für niedrige Spannungen einen sehr hohen, für grössere Spannungen einen geringen Widerstand besitzen.
Die Erfindung geht dabei von der bekannten Charakteristik der Gleichrichter aus, deren Widerstand bei schwachen Strömen sehr hoch, bei starken Strömen dagegen um ein Vielfaches geringer ist. Die Anordnung nach der Erfindung hat den Vorteil, dass weder zusätzliche Schalteinrichtungen zur an- bzw. Abschaltung der Signalempfangs- relais erforderlich sind und diese Relais keine Spezialausbildung zu erhalten brauchen, sich vielmehr bezüglich des Brückenwiderstandes selbsttätig den verschiedenartigen Strömen (z.B. Signalstrom einerseits und Sprechstrom andererseits anpassen.
Die Fig. 1 zeigt unter Fortlassung aller für den Erfindungsgegenstand unwesentlichen Einrichtungen und Stromkreise ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. In Fig. 2 ist die bekannte Charakteristik der Trockengleichrichter, die den Widerstand der Gleichrichter in Abhängigkeit von der angelegten Klemmenspannung zeigt, dargestellt.
Mit a und b sind in Fig. 1 die beiden Andern einer Übertragungsleitung, z.B. einer Fernsprechleitung, bezeichnet, über welche sowohl Sprechströme als auch Signalströme verlaufen. R ist das Signalempfangsrelais, das als normales Wechselstromrelais ausgebildet ist. Dem Relais sind zwei Trockengleichrichter verschiedener Sperrichtung G 1 und G 2 vorgeschaltet, die unter sich parallel liegen. Die gesamte Anordnung ist zusammen mit einem Kondensator K, der zur Sperrung von über die Leitungsadern fliessenden Gleichströmen dient, in Brücke zu den Adern a und b geschaltet. Beim Eintreffen der Signalwechselströme, die eine verhältnismässig hohe Spannung besitzen, wird die eine Halbwelle über den Gleichrichter G 1 und die andere über den Gleichrichter G 2 dem Relais R zugeführt. Da die Gleichrichter bei einer hohen Spannung einen niedrigen Widerstand besitzen, wie aus der Charakteristik der Fig. 2 ersichtlich, erhält das Relais einen genügend starken Strom, um seinen Anker anziehen zu können. Es betätigt dann in bekannter, in Fig. 1 nicht dargestellter Weise ein Anrufzeichen oder gibt, falls es als Stromstossübertragungsrelais dient, die aufgenommenen Stromstösse an eine Empfangseinrichtung oder über eine andere Leitung weiter.
Treffen dagegen Sprechströme über die Leitungsadern a und b ein, so beträgt der Brückenwiderstand für diese Ströme, die bekanntlich eine sher geringe Spannung besitzen, einige zehntausend Ohm, so dass praktisch keine Ableitung oder Dämpfung für die Sprechströme eintritt. Das Relais R wird infolge des hohen Brückenwiderstandes ebenfalls nicht beeinflusst.
Auch in Anlagen mit Verstärkerbetrieb wirkt sich die Anordnung nach der Erfindung insofern besonders günstig aus, als der Brückenwiderstand für die in derartiger Anlagen erforderliche Leitungsnachbildung unberücksichtigt bleiben kann.
Durch die Erfindung wird daher eine sehr einfache, nur einen geringen Raumbedarf erfordernde Relaisanordnung geschaffen. Die Trockengleichrichter werden dabei zweckmässig in an sich bekannter Weise mit dem Relais zusammengebaut, indem die Gleichrichterscheiben beispielsweise mit auf den Relaiskern geschoben werden. Die Anordnung nach der Erfindung hat aber auch gegenüber dem Bekannten den Vorteil, erheblicher Ersparnis an Herstellungskosten und Material.
Das Relais kann besonders vorteilhaft als Anrufrelais von Fernleitungen oder Stromstossübertragungsrelais in Fernsprechanlagen Verwendung finden. Die Erfindung ist jedoch auf diese Anwendung nicht beschränkt. Sie kann vielmehr in allen Fernmelde- und ähnlichen Signalanlagen zur Anwendung gelangen, in denen ein Signalrelais praktisch keine Dämpfung für andere über die gleiche Leitung zu übertragende Wechselströme aufweisen darf oder nur auf Ströme bestimmter Stärke, aber nicht auf andere Wechselströme geringerer Spannung ansprechen soll.

Claims (2)

1. Relaisanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass einem normalen in Brücke zu den Übertragungsleitungen (a, b) angeordneten Relais (R) parallel liegende Gleichrichter (G 1, G 2) entgegengesetzter Sperrichtung vorgeschaltet sind, welche für niedrige Spannungen (z.B. Sprechströme) einen sehr hohen, für grössere Spannungen (Signalströme) einen geringen Widerstand besitzen.
2. Relaisanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Brücke zu den Adern (a, b) der Übertragungsleitung ein Kondensator (K) eingeschaltet ist, welcher eine Beeinflussung des Relais (R) durch über die Leitungsadern (a, b) fliessende Gleichströme verhindert.

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