DEP0007949DA - Antrieb für Schwingsiebe - Google Patents
Antrieb für SchwingsiebeInfo
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Description
Bei den meisten Freischwingersieben erteilt man dem Sieb eine kreisende Bewegung, indem auf das Siebgestell eine Unwuchtscheibe einwirkt. Dabei muß das Sieb eine gewisse Neigung erhalten, um den Ablauf des Siebgutes sicherzustellen und ein Festsetzen desselben in den Maschen zu verhüten.
Es ist auch bekannt, Sieben eine hin- und hergehende nichtdrehende Bewegung zu erteilen. Wenn diese Bewegung unter einem gewissen Winkel gegen die Siebebene verläuft, so findet auch bei waagerechter Anordnung des Siebes eine Bewegung des Gutes in der Längsrichtung des Siebes statt, und zwar wird das bei der jedesmaligen Abwärtsschwingung des Siebes zum freien Fall kommende Gut von der aufwärtsgerichteten Schwingung erfaßt und in der Richtung der waagerechten Komponente der schräg aufwärts gerichteten Bewegung allmählich zum Siebende befördert.
Das Ziel der Erfindung ist ein Antrieb für Schwingsiebe, bei dem diese eine lineare Schwingbewegung ausführen. Es sind bereits Antriebe vorhanden, bei denen eine solche Bewegung durch zwei Schwunggewichte erzeugt wird, die auf das Siebgestell einwirken und gegenläufig bewegt werden. Die Schwungmassen heben sich auf, wenn sich sich aufeinander zu bewegen oder voneinander weg bewegen. Sie addieren sich, wenn beide sich in der gleichen Richtung bewegen. Für das Funktionieren eines solchen Antriebes ist eine dauernde Phasengleichheit der Bewegung der Schwungmassen Voraussetzung. Diese kann man nur erreichen, wenn die Antriebswellen der beiden Schwungmassen durch Zahnräder miteinander verbunden sind. Bei den hohen Tourenzahlen, die für solche Antriebe
in Frage kommen, müssen die Zahnräder in einem mit Oel gefüllten Getriebekasten laufen; auch wäre eine sehr umständliche Einrichtung erforderlich, um den Winkel, den die Bewegungsrichtung des Siebes mit der Siebebene bildet, zu verändern.
Der Schwingsiebantrieb gemäß der Erfindung erzeugt die lineare Schwingbewegung durch das Kreisen einer Unwuchtscheibe, jedoch sind die konstruktiven Mittel bedeutend einfacher und weniger dem Verschleiß unterworfen. Die kreisende Unwuchtscheibe ist nämlich auf einen Schwenkarm gelagert, der in seinem Drehpunkt am Siebe angreift. Der Schwenkarm stützt sich außerdem in seiner Schwenkrichtung über eine Feder gegen das Sieb ab. Durch die Feder werden die von der Unwuchtscheibe in der Schwenkrichtung auf den Schwenkarm ausgeübten Impulse zum größten Teil aufgenommen, so daß im wesentlichen nur die Impulse in der Längsrichtung des Schwenkarmes übrig bleiben, die dem Sieb eine lineare Schwingbewegung erteilen. Der Vektor dieser Schwingbewegung fällt offenbar mit der Längsrichtung des Schwenkarmes zusammen; durch Drehung des Schwenkarmes um seinen Drehpunkt kann der Winkel des Vektors mit der Siebebene verändert werden. Eine solche Veränderung bietet kein großen Schwierigkeiten; es bracht nur das Widerlager der Feder verstellbar am Siebgestell befestigt zu sein, indem es etwa in Schlitzen des Siebgestelles geführt ist, die Teile von Kreisen um die Drehachse des Schwenkarmes bilden.
Nähere Einzelheiten der Erfindung sind aus der anliegenden Zeichnung erkennbar, auf der
Abb. 1 einen Längsschnitt durch die Siebeinrichtung mit dem neuen Antrieb entsprechend I - I von Abb. 2 darstellt;
Abb. 2 ist ein Grundriß,
Abb. 3 eine Ansicht entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Siebgutes entsprechend III - III von Abb. 1.
Abb. 4 ist eine Einzelheit (der Schwenkarm) von Abb. 1 in größerem Maßstabe.
Die Siebeinrichtung ist von einer EiNKleidung 1 umgeben. An dem Tragbalken 2 ist an den vier Stangen 3 der Tragrahmen 4 aufgehängt, gegen den sich die Federpaare 5 abstützen.
Auf diesen ruhen die Konsolen 6, die außen an den Seitenwänden 7 des Siebgestelles befestigt sind. In dieses sind die Siebbleche 8 eingespannt. 9 ist der Gutzulauf.
Der Antrieb der Siebe erfolgt über die Schwenkarme 10, die mittels der Welle 11 in den Siebwänden 7 des Gestelles gelagert sind. Die Welle 11 braucht nicht durchzugehen, es würde auch genügen, die Schwenkarme in feststehenden, an den Seitenwänden befindlichen Lagern zu halten. Am freien Ende der Schwenkarme 10 ist in Kugellagern 14 die Welle 12 gelagert, auf de die Unwuchtscheiben 13 und die Riemenscheibe 15 sitzen, die mittels des Keilriemens 16 von dem Elektromotor 17 in Umdrehung versetzt wird.
Abgestützt gegen ein kastenförmiges, an den Seitenwänden 7 sitzendes Widerlager 18 greifen an einer Seite der Schwenkarme die Druckfedern 19 an. Die Widerlager 18 sind in Schlitzen 20 geführt (vgl. Abb. 4, in der zur Verdeutlichung die Druckfedern fortgelassen sind); die Schlitze bilden Teile von Kreisbögen um den Drehpunkt des Schwenkarmes 10.
Von den durch die Unwuchtscheibe auf den Schwenkarm ausgeübten Impulsen werden die Komponenten, die in der Schwenkrichtung des Schwenkarmes liegen, zum größten Teil durch die Druckfedern 19 aufgenommen. Auf das Siebgestell wirken daher im wesentlichen nur die Bewegungsimpulse, die in der Längsrichtung des Schwenkarmes hervorgerufen werden. Bei der Darstellung der Abb. 1 wird das Sieb also in einer Periode zunächst von links oben nach rechts unten bewegt, dann von recht unten nach links oben zurückgeführt. In der zweiten Halbperiode der Schwingung wird das zum Schweben gekommene Gut vom Sieb erfaßt und nach links zum Gutaustrag hin befördert. Beim Verschieben des Widerlagers 18 in den Schlitzen 20 kann der Schwenkarm 10 steiler oder flacher gestellt und dadurch die Aufenthaltszeit des Gutes auf dem Sieb verkürzt oder verlängert werden.
Claims (2)
1.) Antrieb für Schwingsiebe mit einer durch kreisende Unwuchtscheiben erzeugten linearen Schwingbewegung, dadurch gekennzeichnet, daß die Unwuchtscheibe (13) auf einem am Sieb gelagerten Schwenkarm (10) angeordnet ist, der sich außerdem in seiner Schwenkrichtung über eine Feder (19) gegen das Sieb abstützt.
2.) Antrieb für Schwingsiebe, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager (18) der Feder (19) derart verstellbar am Siebgestell (7) befestigt ist, daß der Schwenkarm (10) verschiedene Winkelstellungen zur Ebene des Siebes (8) einnehmen kann.
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