DEP0007318DA - Vorrichtung zum Herstellen von Steinen, insbesondere Hohlsteinen. - Google Patents

Vorrichtung zum Herstellen von Steinen, insbesondere Hohlsteinen.

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DEP0007318DA
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English (en)
Inventor
Josef Seibert
Original Assignee
Seibert, Josef, München
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Description

Vorrichtungen zum Herstellen von Steinen, insbesondere Hohlsteinen sind bekannt, bei denen eine Metallform, gegebenenfalls mit Kernstücken, in Vibration versetzt wird, um eine Verdichtung des Steinmaterials zu erzielen. Solche Vorrichtungen bestanden meist aus schweren, stationären Maschinen, von der die hergestellten Formlinge abbefördert und an anderer Stelle auf Unterlagsbrettern zum Trocknen abgestellt werden mussten. Es war auch bekannt, die Form zum Lösen des Steines ebenfalls in Vibration zu versetzen. Bei den bekannten Verfahren bestand aber der grosse Nachteil, dass der Oberteil, insbesondere die Oberkante des Steines sich bei der Lösung aus der Form wieder auflockerte, wodurch insbesondere unscharfe Kanten entstanden und die Steine im allgemeinen unansehnlich oder unbrauchbar wurden.
Durch das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung werden diese Nachteile beseitigt. Es wird eine einfache und verhältnismässig leichte Vorrichtung geschaffen, die gestattet, in einem Absetzverfahren auf einer beliebigen, ebenen Bodenfläche zweckmässig ohne weitere Unterlage Steine herzustellen und an der Herstellungsstelle zum Trocknen zu belassen, wobei besondere
Vorkehrungen getroffen sind, um auch das Oberteil des Steines beim Lösen aus der Form in gut verdichteten Zustand zu halten.
Die Erfindung ist in den anliegenden Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht. Es stellt dar:
Fig. 1 eine Aufsicht auf einen Hohlstein, wie er beispielsweise durch das Verfahren nach der Erfindung hergestellt werden kann,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II - II der Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 4 eine Vorderansicht derselben.
In der Zeichnung bedeutet a einen Hohlstein mit Hohlräumen b, c, d. Die Hohlräume d sind dabei durch einen Mittelsteg e voneinander getrennt, c ist ein den Stein völlig durchsetzender Hohlraum.
In der Zeichnung bedeuten ferner 1 einen Rahmen und 2 Räder, durch die ein fahrbares Gestell mit seitlichen Tragarmen 3, 4, 5 und einem Tragrahmen 6 gebildet ist. 7 ist eine Metallform mit Kernstücken 8, 9, 10. Die Kernstücke 8 durchsetzen die Form vollständig, die Kernstücke 9 sind im Oberteil und die Kernstücke 10 im Unterteil der Form angeordnet. 11 sind Druckglieder, z.B. Druckleisten, die geeignet sind, auf die Oberfläche des Füllgutes in der Form zwischen den einzelnen Hohlräumen einen Druck auszuüben.
Erfindungsgemäss sind sowohl die Form 7 als auch die Druckleisten 11 heb- und senkbar geführt, in dem Fahrgestell 1, 2 gelagert. Dafür sind an den Seiten des Fahrgestells Seilzüge 12 angeordnet, deren eines Ende 12a an dem Tragarm 5 und dessen anderes Ende 12b an einem Hubrahmen 13 angebracht ist. Die Seilzüge sind über Rollen 14 und ein Hubgestell 15 mit den Seitenwänden 16 der
Form 7 verbunden. 17 sind Führungen, an denen die Form bei der Auf- und Abwärtsbewegung geführt ist. Der Hubrahmen 13 ist bei 18 an dem Tragrahmen 6 schwenkbar gelagert.
Die Druckleisten 11 sind durch Streben 19 und Querstücke 20 mit einem Schwingrahmen 21 verbunden, der bei 22 am Fahrgestell schwenkbar gelagert und dadurch in seiner Bewegung geführt ist. Durch diese Anordnung kann die Form 7 bei Verschwenken des Hubrahmens 13 in Richtung der Pfeile A - B Bewegungen in Richtungen der Pfeile C - D ausführen. Bei Verschwenken des Schwingrahmens 21 in Richtung der Pfeile E - F bewegen sich die Druckleisten 11 in Richtung der Pfeile G - H.
Bei der beispielsweise gezeigten Hohlsteinform, die im Innern des Steines a waagerechte Querrippen e aufweist, kann die Form 7 mit ihren Kernstücken nicht ohne weiteres in Richtung des Pfeiles C gehoben werden, sondern es ist dazu folgende Anordnung getroffen. Nur die Kernstücke 8 und 9 sind heb- und senkbar eingerichtet, z.B. mit der Wandung der Form 7 verbunden. Die Kernstücke 10 sind dagegen in Richtung der Pfeile I - K verschiebbar angeordnet. Dazu sind diese Kernstücke an Schienen 23 befestigt und diese können durch einen Schwenkrahmen 24, der Bewegungen in Richtung der Pfeile L - M ausführen kann, aus der Form zurückgezogen odre in diese eingeführt werden. 25 sind die Drehpunkte dieses Rahmens an den Seitenwänden der Form 7, 26 sind Führungen für die Schienen 23. 27 ist eine Wanne, die vorteilhaft in Höhe der Oberkante 28 der eigentlichen Steinform angesetzt ist. 29 sind Vibratoren, die zweckmässig unter der Wanne untergebracht und mit der Form 7 verbunden sind.
Die Druckleisten 11 sind erfindungsgemäss bestimmt, beim Lösen der Form von dem fertigen Stein durch Heben der Form in Richtung des Pfeiles C als Widerlager zu dienen und bis zum völligen Austreten des Steines aus der Form den Oberteil des Steines unter Druck zu halten. Dazu ist folgende Vorkehrung getroffen. Wenn nach Füllen der Form und Verdichten des Füllgutes durch die Vibratoren der Schwingrahmen 21 in Richtung des Pfeiles B gesenkt wird, schnappt sein Teil 21a in eine federnde Haltevorrichtung 30 mit Haltehaken 31 ein. Letzterer ist bei 32 angelenkt, steht unter Wirkung einer Zugfeder 33 und besitzt eine Schrägfläche 34. In der Haltevorrichtung 30 sind Stössel 35 mit Kopf 36 angeordnet, die unter der Wirkung einer Druckfeder stehen. Diese Stössel werden beim Senken des Teiles 21a niedergedrückt. Fig. 1 zeigt in strichpunktierten Linien den Schwingrahmen 21 in gesenkter Lage. Sobald nun beim Heben der Form 7 in Richtung des Pfeiles C die Kante 38 der Form oder ein beliebiges Anschlagstück auf die Schrägfläche 34 aufläuft, wird der Haltehaken 31 in Richtung des Pfeiles C abgedrängt und gibt den Schwingrahmen 21 frei. Die Anordnung ist nun so getroffen, dass dies ungefähr in dem Augenblick stattfindet, in dem die Oberkante des Steines die Unterkante der Form verlässt. In diesem Augenblick wird ferner durch den Stössel 35 der Schwingrahmen 21 ein kleines Stück angehoben und es wird dadurch die Sicherheit gegeben, dass die Druckleisten 11 völlig von der Oberkante des Steines gelöst sind und beim Verfahren des Fahrgestelles diese Oberkante nicht beschädigen können.
Bei einer besonderen Ausführungsform können an den Tragarmen 5 Führungsglieder, z.B. Führungsrollen 39 angebracht sein, um das am Hubrahmen 13 befestigte Ende des Seilzuges 12 in jeder Höhenstellung der Form parallel zum anderen festen Ende des Seilzuges und lotrecht zu halten.
Für die Bewegung der Kernstücke 10 kann auf jeder Seite der Form ein besonderer Schwenkbügel oder -hebel 24 vorgesehen sein. Bei der gezeichneten, besonders zweckmässigen Ausführungsform sind die Schienen 23 über Drehpunkte 40, Doppelhebel 41 und Lenker 42 untereinander zwangsläufig verbunden.
Um beim jedesmaligen Versetzen die Bewegung des Fahrgestells auf das absolut nötige Mass zu beschränken und dadurch an Raum für den Trockenplatz zu sparen, kann erfindungsgemäss für das gleichmässige Versetzen der Form, z.B. ein Anschlag an den Rädern des Fahrgestells ein besonderes Messrad oder dgl. vorgesehen sein, das nach Zurücklegen einer bestimmten, einstellbaren Strecke Signal gibt oder die Räder verriegelt.
Die Unterkante der Form wird für den Füllvorgang so eingestellt, dass sie nur einen ganz geringen Abstand, z.B. wenige Millimeter von der Bodenfläche aufweist.

Claims (11)

1) Vorrichtung zum Herstellen von Steinen, insbesondere Hohlsteinen durch Rütteln, dadurch gekennzeichnet, dass eine Form mit Rütteleinrichtung anhebbar in einem Gestell, z. B. Fahrgestell gelagert ist sowie Druckglieder angeordnet sind, um den Formling während der Ausschalung und zweckmässig auch während der Formgebung belasten zu können.
2) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem fahrbaren Gestell (1, 2) sowohl die Form als auch auf die Oberkante des Steines wirkende Druckglieder z.B. Druckleisten heb- und senkbar geführt, gelagert sind.
3) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einem schwenkbaren Rahmen am Fahrgestell angebrachte Druckleisten (11) beim Füllen der Form in gehobener Stellung frei über der Oberkante der Form stehen, für die Entfernung des Steines aus der Form aber in der Druckstellung verriegelbar sind.
4) Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hubvorrichtung z.B. Hubrahmen (13) vorgesehen ist, durch die nach der Fertigung des Steines in der Form letztere abgezogen wird und eine Verriegelung für die Druckleisten (11) vorgesehen ist, die ungefähr bei Verlassen des Steines durch die Form gelöst wird.
5) Vorrichtung nach Anspruch 2 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass Halteglieder (30) mit federnden Haltebacken (31) derart angeordnet sind, daß sie beim Senken der Druckleisten in einen Bewegungsteil einschnappen und die Druckleisten in der Arbeitsstellung halten, beim heben der Form aber durch Anschlagteile (38) an der Form ausgeklinkt werden und die Druckleisten mittels z.B. federnder Stössel (36 - 37) vom Formling abheben.
6) Vorrichtung nach Anspruch 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Form (7) in dem Fahrgestell (1, 2) mittels übersetzender Seilzüge (12) an einem Hubrahmen (13) aufgehängt und an Führungsgliedern (17) geführt ist.
7) Vorrichtung nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß das am Hubrahmen (13) befestigte Ende der Seilzüge z.B. durch Führungsrollen (39) an dem Tragarm (5) in jeder Höhenstellung der Form parallel zum anderen, festen Ende der Seilzüge und lotrecht gehalten ist.
8) Vorrichtung nach Anspruch 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wanne (279 zur Aufnahme des überschüssigen Füllgutes und vorteilhaft in Höhe der Oberkante (28) der eigentlichen Steinform angesetzt ist.
9) Vorrichtung nach Anspruch 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass für Steine mit durch Zwischenrippen geteilten Hohlräumen Kernstücke (10) in der Form vorgesehen sind, die seitlich aus der Form entfernbar sind.
10) Vorrichtung nach Anspruch 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Form ein Schwenkbügel (24) vorgesehen ist, der auf die durch eine Hebelanordnung (40-42) miteinander verbundenen und dadurch gegenläufig gesteuerten Kernstücke (10) wirkt.
11) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass für das gleichmässige Versetzen der Form eine Vorrichtung, z.B. Anschlag an den Rädern des Fahrgestells, ein besonderes Messrad oder dgl. angeordnet ist, die nach Zurücklegen einer bestimmten, einstellbaren Strecke durch das Fahrgestell Signal gibt oder die Räder verriegelt.

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