DE436809C - Verfahren und Vorrichtung zum Ausstossen von Formlingen bei Hohlsteinstampfmaschinen mit senkrecht beweglichem Formrahmen und feststehenden Kernen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Ausstossen von Formlingen bei Hohlsteinstampfmaschinen mit senkrecht beweglichem Formrahmen und feststehenden Kernen

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DE436809C
DE436809C DEP44385D DEP0044385D DE436809C DE 436809 C DE436809 C DE 436809C DE P44385 D DEP44385 D DE P44385D DE P0044385 D DEP0044385 D DE P0044385D DE 436809 C DE436809 C DE 436809C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B13/00Feeding the unshaped material to moulds or apparatus for producing shaped articles; Discharging shaped articles from such moulds or apparatus
    • B28B13/04Discharging the shaped articles
    • B28B13/06Removing the shaped articles from moulds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds, Cores, Or Mandrels (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Ausstoßen von Formlingen bei Hohlsteinstampfmaschinen mit senkrecht beweglichem Formrahmen und feststehenden Kernen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausstoßen von Formlingen bei Hohlsteinstampfmaschinen mit senkrecht beweglichem Formrahmen und feststehenden Kernen sowie eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.
  • Bei den Stampfmascbinen der besagten Art geschieht das Ausstoßen der fertigen Formlinge aus der Form vielfach so, daß diese vorerst in der Form ruhend von den feststehenden Kernen abgestreift und sodann unter zweckentsprechendem Umkippen des Formrahmens und Entgegenführen desselben gegen die festgestellte Stampfvorrichtung auf ein auf den Kernen aufruhendes Trockenbrett ausgeformt werden. Das Ausstoßen der Formlinge erfolgt demnach in entgegengesetztem Sinne zu dem Einfüllen des Formgutes, bzw. der Formling tritt durch dieselbe öffnung des Formrahmens, durch welche das Formgut eingefüllt wurde, wieder aus der Form aus. Das hierzu erforderliche Kippen des Formrahmens zeitigt aber namhafte Nachteile, unter welchen insbesondere die große Zusammensturzgefahr des Formlings beim Kippen sowie auch die hierdurch bedingte Verlangsamung des Arbeitsvorgangs zu erwähnen sind. Außerdem macht das Kippen des Formrahmerf.s eine große Anzahl zeitraubender Handhabungen erforderlich und ist daher umständlich und kostspielig.
  • Durch die Erfindung werden nun die Mängel der bekannten Ausstoßverfahren behoben. Das Wesen der Erfindung besteht dabei darin, daß der Formling nicht wie bisher durch die Einfiillöffnung, sondern durch die dieser gegenüberliegende öffnung des Formrahmens ausgestoßen wird, wodurch insbesondere ein Kippen der Form vermieden wird. Erreicht wird dieses Ziel durch eine zweckentsprechende Gestaltung des senkrecht beweglichen Formrahmens, welcher einen in wagerechtem Felde schwingenden, an einer, Ecke federnd aufgehängten und ruckartig abziehbaren Boden und nach unten gegeneinander geneigte Innenwände besitzt und mit seitlichen Führungsarmen stufenweise auf die Nocken zweier zwischen den Ständerfüßen angeordneter Auslösehebel aufgesetzt werden kann.
  • Der Boden dient beim Stampfen des Formlings als Unterlage und kann in wagerechter Ebene so ausschwingen, daß er nach dem Anheben des Formrahmens leicht aus dem Bereich des Formlings gebracht werden kann, so daß letzterer in der Folge freischwebend im Formrahmen ruht. In dieser Stellung verhüten dann die nach- unten gegeneinander geneigten Innenwände des Formrahmens ein versehentliches Herausgleiten der Formlinge aus der Form. Ferner bezweckt die keilförmige Gestaltung der Rahmeninnenwände und die dadurch sich ergebende Verkleinerung der unteren Austrittsöffnung des Formrahmens im Verhältnis zur oberen Einfiillöffnung eine nochmalige feste Zusammenpressung des noch plastischen Formlings beim Ausstoßen und eine Erhöhung seiner Gleichmäßigkeit.
  • Das Ausstoßen selbst erfolgt in drei Abschnitten, zu welchem Zwecke auch der Formrahmen stufenweise angehoben werden kann. Im ersten Abschnitt wird der Formling in der Form ruhend in bekannter Weise von dem festen Kerne abgestreift, was durch Anheben des Formrahmens mittels eines Pedalantriebes und Aufsetzen desselben auf die Nocken von Auslösehebeln geschieht; unterhalb des Rahmens wird dabei ein Trockenbrett auf die Kerne geschoben. Es erfolgt sodann das seitliche Ausschwingen des Bodens zum Zwecke, die untere Öffnung des Formrahmens freizulegen. Beim Ausschwingen wird der Boden gleichzeitig mittels einer in der Folge noch näher beschriebenen Vorrichtung ruckartig vom Formling abgezogen. Endlich erfolgt das Ausstoßen des Formlings durch die der Einfüllöffnung entgegengesetzte Öffnung des Formrahmens, indem der Formrahmen erneut angehoben, der Formling aber durch die auf ihm ruhende und festgestellte Stampfvorrichtung an einer weiteren Hubbewegung verhindert wird.
  • Die Zeichnungen veranschaulichen eine gemäß der Erfindung eingerichtete Hohlsteinstampfmaschine, und zwar zeigt: Abb. i einen Längsschnitt, Abb. 2 einen Querschnitt durch die Stampfmaschine und Abb.3 bis 5 verschiedene Einzelteile in vergrößertem Maßstabe.
  • In diesen Abbildungen bezeichnet i den Arbeitstisch der Maschine, 2 zwei versteifte Lagerböcke, 3 eine Aussparung im Arbeitstisch zur Aufnahme des Kernteiles 4; 5 ist der Formkasten mit nach unten gegeneinander geneigten Innenwandungen und zwei seitlichen Führungsarmen 6, 6'; 7, 7' sind zwei Schienenpaare, zwischen welchen die Arme 6, 6' geführt sind, und 8 bezeichnet den abnehmbaren Boden des Formkastens.
  • Die nach unten gegeneinander geneigten Innenwände des Formkastens bezwecken, ein nicht beabsichtigtes Herausgleiten der Formlinge aus der Form bei seitlich ausgeschwungenem Boden zu verhüten, und außerdem gewährleistet die hieraus sich ergebende Verkleinerung der unteren Austrittsöffnung des Formrahmens eine nochmalige feste Zusammenpressung des noch plastischen Formlings beim Ausstoßen. Zur Befestigung des Bodens 8 am Formkasten 5 besitzt letzterer an seiner vorderen Längswand ein Auge 9. Ein gleiches Auge 1o ist auch am Boden 8 angebracht und durch beide Augen ist ein Drehzapfen i i gesteckt, dessen Kopf in einer zylindrischen Aussparung des Auges i o geführt ist. Eine ebenfalls in dieser Aussparung lagernde Druckfeder 13, welche sich einerends gegen, den Zapfenfuß und anderenends gegen die beim Übergang von der Aussparung zur Zapfenbohrung entstehende Schulter abstützt, sucht dabei beständig die Berührung zwischen den beiden Augen 9 und io bzw. zwischen Formkasten 5 und Boden 8 zu erhalten, gegebenenfalls läßt dieselbe aber auch eine senkrechte Verschiebung des Auges io gegenüber dem Zapfen i i zu. Um diese senkrechte Verschiebung zu ermöglichen, ist am oberen Auge 9 ein halbkreisförmiger Vorsprung 12 vorgesehen, welcher bei der Lage des Bodens 8 in der Verschlußstellung in eine entsprechend gestaltete Aussparung des unteren Auges io eingreift. Es erhellt nun ohne weiteres, daß beim horizontalen Ausschwingen des Bodens um den Drehzapfen i i der Vorsprung des oberen Auges aus der Aussparung des unteren Auges heraustritt und dadurch eine Abwärtsbewegung des unteren Auges io bzw. des Bodens 8 bewirkt. In geschlossenem Zustande ist der Boden 8 mittels eines seinem Drehpunkt diagonal gegenüberliegenden Hackens 14 in einer Öse 15 des Formkastens 6 befestigt. Zu seiner Betätigung besitzt er ferner noch einen seitlichen Handgriff 16.
  • Das Anheben des Formkastens erfolgt in bekannter Weise durch einen Pedalantrieb. Derselbe besteht in der Hauptsache aus in Stützen i9 schwingbaren Armen 20, welche unter Vermittelung eines Gestänges 21 mit einem auf der Welle 22 gelagerten Hauptpedal 23 verbunden sind. An der gleichen Welle greift auch ein mit den Armen 2o verbundenes Hilfspedal 24 an, welches beim Hub des Formkastens zur Unterstützung des Hauptpedales mitbetätigt wird. An den Schenkelenden der Arme 2o sind zwei Hebel i7; 17' artgelenkt, welche mit Nocken 18 unter die Arme 6 des Formkastens greifen. Zwei einerseits an den Armen 20 und anderseits an den Hebeln 17, 17' angreifende Federn 17R besorgen die selbsttätige Rückführung des Pedaltriebes in seine Ausgangsstellung.
  • Wesentlich beim Anheben des Formkastens ist, daß dasselbe stufenweise erfolgt. Deshalb sind zwischen den Schienenpaaren 7, 7' Auslösehebel 26 angeordnet. Diese besitzen Nocken 25 zur Lagerung der Führungsarme 6, 6', und sie schwingen um Drehzapfen 27. Ihre unteren Enden sind etwas nach innen abgebogen, während ihre oberen Enden 28 stark gekrümmt und in Gabeln 29 drehbar sind, deren Stiel 30 in beweglichen Führungsplättchen 31 (Abb. 4) gleiten. Auf die Gabeln 29 wirken Druckfedern 32, so daß die Auslösehebel 26 sowohl in der in Abb. i ausgezogenen als auch in der punktierten Stellung verharren können.
  • Vervollständigt wird die Maschine durch eine ausgewuchtete Stampfeinrichtung, bestehend aus dem Stampfer 33, den Führungsrollen 34, den Führungsstangen 35 mit Traverse 36, den Verbindungsstücken 37 und zwei zweiarmigen Hebeln 38, an deren kurzen Schenkeln die zur Auswuchtung der Stampfvorrichtung nötigen Spiralfedern 39 hängen. Zur Verhütung seitlicher Ausschläge sind diese Federn zwischen Tellern 40 und 43 (Abb.3) gelagert und durch Zugstangen 41 und 44 in ihrer zentralen Lage erhalten. Für die Feststellung der Stampfeinrichtung ist an dem Rahmen der Maschine noch eine Strebe 45 angelenkt, in deren unteres Ende eine Stellschraube eingelassen ist, durch welche die Gesamtlänge der Strebe beliebig geregelt werden kann. Zum Feststellen der Stampfer in Tiefstellung genügt es nun, die Strebe so einzustellen, daß der Kopf ihrer Stellschraube sich gegen die obere Verbindungsplatte der Stampfer abstützt.
  • Das Einfüllen und Stampfen der Stampfmassen geschieht in der Folge in der allgemeinen üblichen Weise, während das Ausstoßen der fertigen Formlinge und deren Umlagerung auf die Trockenbretter wie folgt bewerkstelligt wird: Es wird zunächst der Formling, in der Form ruhend, durch Anheben des, Formkastens und des Formbodens von den feststehenden Kernen abgestreift und sodann der Kasten 5 mit seinen seitlichen Führungsarmen 6, 6' auf das erste Nockenpaar der Auslösehebel 26 aufgesetzt. Hierauf wird ein Trockenbrett unter den Formkasten geschoben, derart, daß es auf den Kernen q. aufliegt. Der Boden 8 wird sodann in wagerechter Ebene ausgeschwenkt, so daß der Formkasten mit dem Preßling auf dem Brett zu ruhen kommt. Es erfolgt nun das Ausstoßen der Formlinge in bekannter Weise durch. Entgegenführen des Formkastens gegen die in Tiefstellung festgelegten Stampfer 33, wobei dann die Formlinge auf das Trockenbrett ausgestoßen werden. Der Kasten wird bei diesem Arbeitsvorgang auf das zweite Nockenpaar der Auslösehebel 26 aufgesetzt. Hiernach wird das Trockenbrett samt den darauf lagernden Formlingen entfernt. Die Zurückführung des Kastens in seine Anfangsstellung geschieht nun nach dem Lösen der Stampfeinrichtung und Schließen des Bodens durch abermaliges Anheben des Kastens 5, derart, daß dessen Führungsarme 6 an dem stark gekrümmten Ende 28 der Auslösehebel entlangschleifen, wodurch diese letzteren zur Seite gestoßen werden. Sobald nun die senkrechte Stellung der Führungsgabeln 29 überschritten ist, schnellen die Auslösehebel 26 infolge des Federdruckes der Feder 32 in die in Abb. i punktiert dargestellte Lage. Der Formkasten wird alsdann auf die Nocken 18, 18 der Hebel 17, 17' niedergelassen und fällt nach Ausklinken dieser Hebel ungehindert auf den Tisch zurück. Hierbei schleifen seine Führungsarme 6 über die schräg nach unten abgebogenen Enden der Auslö ehebeI 26 und drücken dieselben selbsttätig in ihre Ursprungsstellung zurück.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Ausstoßen von Formlingen bei Hohlsteinstampfmaschinen mit senkrecht beweglichem Formrahmen und feststehenden Kernen, dadurch gekennzeichnet, daß der auf dem entfernbaren Formboden aufruhende, zunächst in bekannter Weise durch teilweises Anheben des Formrahmens von den Kernen abgestreifte Formling nach dem seitlichen Ausschwingen des Formbodens unter erneutem Anheben des Formrahmens durch die der Füllöffnung gegenüberliegende Öffnung des Formrahmens aus diesem ausgestoßen wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der heb- und senkbare Formrahmen (5) nach unten gegeneinander geneigte Innenwände sowie einen seitlich ausschwingbaren einseitig aufgehängten und sich bei seinem seitlichen Ausschwingen gleichzeitig etwas senkenden Boden (8) besitzt und mittels seitlicher Führungsarme (6, 6') stufenweise auf die Nocken von zwei seitlich zwischen den Ständerfüßen angeordneten Auslösehebeln (26) aufgesetzt werden kann.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Formrahmen (5) an einer Ecke ein Auge (9) zur Aufnahme eines. Drehzapfens (ii) für den schwingbaren Boden (8) aufweist, wobei dieser Boden mittels eines gleichen Auges (io) federnd am Drehzapfen (ii) aufgehängt ist, während das obere Auge (9) auf seiner Berührungsfläche mit dem unteren Auge (io) einen halbkreisförmigen Vorsprung (i2) besitzt, welcher bei geschlossenem Boden in eine entsprechende Aussparung des unteren Auges einspringt. q.. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum stufenweisen Absetzen des Formrahmens (5) zwischen den Ständerfüßen der Stampfmaschine um Achsen (ä7) schwingbare Nockenhebel (26) angeordnet sind, deren untere Enden nach innen eingebogen und deren obere Enden (28) stark ,gekrümmt und an verschieb- -und schwingbare, in achsialer Richtung federnde Gabeln (29) angelenkt sind.
DEP44385D Verfahren und Vorrichtung zum Ausstossen von Formlingen bei Hohlsteinstampfmaschinen mit senkrecht beweglichem Formrahmen und feststehenden Kernen Expired DE436809C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6894416B1 (en) 1996-05-29 2005-05-17 Abb Ab Hydro-generator plant

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US6894416B1 (en) 1996-05-29 2005-05-17 Abb Ab Hydro-generator plant

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