DEP0006715DA - Verfahren und Vorrichtung zur Heißluftsterilisation - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Heißluftsterilisation

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DEP0006715DA
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DE
Germany
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air
sterilization room
sterilization
room
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Expired
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English (en)
Inventor
Franz Dr. Düsseldorf Gruß
Original Assignee
Elektro-Werke Dr. Gruß, Düsseldorf
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Description

Bei der Sterilisation mit Heißluft treten zuweilen Schwierigkeiten auf, die den Arzt bewegen können, lieber bei der alten Methode der Naß-Sterilisation zu bleiben und damit auf die wesentlichen Vorteile einer Trocken-Sterilisation zwischen 100-200° zu verzichten. Der Grund für die aufgetauchten Unsicherheiten liegt im System der bisherigen Heißluftsterilisation. Eine im Sterilisierraum stehende unbewegte oder nur durch Wirbelwirkung bewegte Heißluft gleicht sich in ihren Temperaturen nicht aus, so dass teils viel zu heiße, teils wesentlich zu kalte Wärmezonen entstehen. Selbst bei untragbar langen Anheizzeiten bleibt der erforderliche Wärmeausgleich aus und ist die erforderliche gleichmässige genaue Temperaturhaltung des Gesamtraumes nicht möglich. Die an Anzeigeinstrumenten abzulesende Temperatur ist daher niemals die echte Temperatur des Gesamtraumes, sondern meistens eine ungefähre mittlere Temperatur. Es kann daher vorkommen, dass während des Sterilisiervorganges, z.B. gegen Hitze empfindliche Instrumente, wie Spritzen usw. in zu heißen Temperaturzonen liegen und Schaden leiden können, während andere Instrumente einer für die Sterilisation ungenügenden Wärmegradzahl ausgesetzt sind. Durch die stehende oder nur durch Wirbelbildung bewegte Heißluft findet ausserdem eine äusserst träge Durchdringung des Sterilisiergutes statt, so dass besonders bei kompakten Massen eine restlose Sterilisation unter Umständen überhaupt nicht eintreten wird.
Um diese Zustände auszuschalten und eine sichere, gleichmässig regulierbare Temperatur zu garantieren, wurde ein neues Heißluft-Kreislauf-Sterilisations-Verfahren ausgearbeitet. Dieses System arbeitet mit einem dauernden Kreislauf der Heißluft im Sterilisierraum, und zwar mit der in diesem Raum befindlichen, d.h. ohne jede Zufuhr frischer oder vorgewärmter Luft. Die im Sterilisierraum befindliche Luft wird über eine Heizquelle, die ausserhalb des Sterilisierraumes liegt, ständig umgewälzt. Hierdurch ist eine gleichmässige und genau regulierbare Temperaturerhöhung bzw. Senkung im Entkeimungsraum möglich.
Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung ist also dadurch gekennzeichnet, dass die im Sterilisationsraum befindliche Luft ohne Zufuhr von Frischluft durch ein Gebläse im ständigen Umlauf und durch eine regulierbare Heizung auf einer bestimmten Temperatur gehalten wird, wobei Gebläse und Heizung ausserhalb des Sterilisationsraumes angebracht sind.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird in der beiliegenden Zeichnung gezeigt. Um den Sterilisationsraum möglichst gleichmässig mit der heissen Luft zu durchdringen und um die Temperatur im Sterilisationsraum möglichst konstant zu halten, wird die Luft auf kurzem Wege durch den Sterilisationsraum geführt. Je länger der Weg der Luft ist, umso leichter können Stauungen und Unregelmässigkeiten im Luftstrom eintreten. Ausserdem sind die Luftzuführungs- und Luftabzugskanäle, wie aus der Zeichnung ersichtlich, derart angeordnet, dass die Luft möglichst gleichmässig in den Sterilisationsraum eingeführt und auch möglichst gleichmässig aus dem Sterilisationsraum abgezogen wird.

Claims (4)

1.) Verfahren zur Sterilisation von medizinischen Geräten, Instrumenten, Verbandstoffen u.dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die im Entkeimungsraum befindliche Luft ohne Zufuhr von Frischluft durch ein Gebläse im ständigen Umlauf und durch eine regulierbare Heizung auf einer bestimmten Temperatur gehalten wird, wobei Gebläse und Heizung ausserhalb des Sterilisationsraumes angebracht sind.
2.) Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlauf der Luft durch mindestens je einen Luftzuführungs- und Luftabführungskanal derart gestaltet ist, dass die Luft auf kurzem Wege durch den Sterilisationsraum läuft und möglichst gleichmässig verteilt in den Sterilisationsraum eingeführt und in gleicher Weise aus dem Sterilisationsraum abgeführt wird.
3.) Vorrichtung zur Ausführung der Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch ein Gebläse und eine regulierbare Heizung, die ausserhalb des Sterilisationsraumes angebracht sind, sowie durch mindestens je einen Luftzuführungs- und Luftabführungskanal, die derart angeordnet sind, dass die im Entkeimungsraum befindliche Luft ohne Zufuhr von Frischluft im ständigen Umlauf und auf einer bestimmten Temperatur gehalten werden kann.
4.) Vorrichtung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftführungskanäle derart angeordnet sind, dass die Luft auf kurzem Wege durch den Sterilisationsraum läuft und möglichst gleichmässig verteilt in den Sterilisationsraum eingeführt und in gleicher Weise aus dem Sterilisationsraum abgeführt wird.

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