DEP0006707DA - Verfahren zur Polymerisation von Vinychlorid - Google Patents

Verfahren zur Polymerisation von Vinychlorid

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DEP0006707DA
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Germany
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polymerization
vinyl chloride
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emulsifiers
uniform
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English (en)
Inventor
Herbert Dr. Reinecke
Alfred Dr. Treibs
Original Assignee
Consortium für elektrochemische Industrie GmbH, München
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Description

Die Polymerisation des Vinylchlorids wird in der Technik stets in Gegenwart von Wasser vorgenommen. Dabei werden Emulgatoren verwendet, nicht allein um Emulsionen zu erzielen, sondern auch, wenn man nur Suspensionen des Polyvinylchlorids zu erhalten wünscht. Die Gewinnung stets gleichmäßiger Suspensionen, die immer dieselben technologischen Eigenschaften aufweisen: gleich gute Abtrennungsfähigkeit, Trockenfähigkeit, konstantes Schüttgewicht, gleich gute thermische Stabilität, immer gleich bleibende Aufnahmefähigkeit für Weichmacher, gleichbleibende Plastizierbedingungen usw. ist dabei bisher nicht erreichbar. Trotz großer Erfahrung beherrscht man die Verfahrensmaßnahmen nicht so sicher, daß stets eine gleichartige Emulsion oder eine gleichmäßige Suspension, dazu gleiche Molekulargrößenverteilung im Polymerisat vorliegen. Diesen Übelständen suchte man durch Reinigung und Vorbehandlung des Vinylchlorids zu begegnen, jedoch mit sehr unsicherer Wirkung.
Die Ungleichmäßigkeit der verschiedenen Chargen zwingt dazu, je nach Ausfall Mischungen herzustellen, um auf diese Weise gleichmäßigere Verkaufsprodukte liefern zu können. Man ist sogar genötigt, manchmal Polymerisate durch Vermahlung erst verarbeitungsfähig zu machen.
Es wurde nun gefunden, daß man viel gleichmäßigere Polyvinylchloride, die die oben gekennzeichneten Abweichungen der einzelnen Chargen nicht oder in sehr viel geringerem Maße aufweisen, erhält, wenn man Sorge trägt, daß während des Polymerisationsprozesses die Mischung nicht an Emulgator verarmt oder dessen völlig ermangelt. Überraschenderweise wurde festgestellt, daß Emulgatoren beim Polymerisationsprozeß durch das Polymerisat gebunden werden können, auch wenn man dies nach dem bisherigen Stand der Kenntnisse und nur nach der Formel dieser Verbindung in keiner Weise voraussehen konnte. Weil die
Wirksamkeit der Emulgatoren durch ihre Bindung vernichtet oder verändert wird, sind die Polymerisationsbedingungen dann anders als zu Anfang. In der wäßrigen Phase läßt sich nun eine Verarmung oder ein gänzliches Fehlen an Emulgator feststellen, infolge dessen der Verteilungszustand des Polyvinylchlorids sich verschlechtert. Die Ursache des schwankenden Verhaltens mag in der wechselnden Beschaffenheit des verwendeten Vinylchlorids liegen, denn bekanntlich ist die Reaktionsfähigkeit der Vinylverbindungen in hohem Grad von ihrer Reinheit und der Art von Beimischungen abhängig. Daher verhält sich auch ein von einer partiellen Polymerisation zurückgewonnenes Vinylchlorid in der Regel anders als ein noch nicht eingesetztes Produkt.
Besonders erfolgt die Bindung des Emulgators bei Verwendung wasserlöslicher Perverbindungen als Katalysatoren der Polymerisation.
Die Aufrechterhaltung der geeigneten Emulgatorkonzentration kann in beliebiger Weise erfolgen. Durch genügend große Überschüsse an vorgelegtem Emulgator, beispielsweise Polyvinylalkohol und ausreichender Menge Katalysator, z.B. Benzoperoxyd, gewinne man gleichmäßige Polymerisate. Die Menge ist im einzelnen abhängig vom Reinigungsprozeß des Vinylchlorids, der Reaktionsführung, wie Temperatur usw. Durch Ausfällen mittels Alkohol, gegebenenfalls nach vorhergehenden Konzentrieren soll sich noch unveränderter Polyvinylalkohol in der wäßrigen Phase nachweisen lassen. Entsprechend prüft man bei Verwendung anderer Emulgatoren. Durch Versuche läßt sich leicht die nötige Menge ermitteln. Eine andere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, den verbrauchten Emulgator von Zeit zur Zeit durch Neuzugabe zu ersetzen. Man kann auch einen kontinuierlichen Zusatz in sehr kleiner Menge vornehmen. Auch mit kontinuierlicher oder halbkontinuierlicher Beschickung lassen sich diese Maßnahmen kombinieren. Vor allem gewinnt die Polymerisation an Sicherheit, wenn die anorganischen Perverbindungen Verwendung finden, die zumeist durch viel geringeren Preis und dabei höheren Persauerstoffgehalt gegenüber den organischen Perverbindungen ausgezeichnet sind. Das Verfahren kann auch bei Mischpolymerisationen Anwendung finden.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid mittels Perverbindungen in Gegenwart von Wasser und Emulgatoren, dadurch gekennzeichnet, daß ein ausreichender Gehalt des Raktionsgemisches an Emulgator während der ganzen Polymerisation aufrechterhalten wird.

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