DEP0006179DA - An die Dreschmaschine angebaute Strohpresse mit Fördertrommel - Google Patents
An die Dreschmaschine angebaute Strohpresse mit FördertrommelInfo
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Description
Die bisher hergestellten Strohpressen mit Schwingkolben sind so gebaut worden, daß die Anbringung an einer normalen Dreschmaschine mit normalen Achsabstand nicht möglich war. Sollte die Strohpresse an der Dreschmaschine angebaut werden, so waren Verlängerungen der Dreschmaschine und des Achsabstandes erforderlich, an denen dann die Presse befestigt wurde.
Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, an neuen Dreschmaschinen normaler Bauart, ebenso wie an bereits in Betrieb befindlichen Maschinen nachträglich eine Strohpresse leicht anbauen zu können, wobei die gesamte Länge der Dreschmaschine mit der angebauten Strohpresse nicht vergrößert werden soll.
Die Erfindung besteht darin, daß die ortsfest angebrachte oder fahrbare Strohpresse in den Raum unter dem Langstrohschüttler der Dreschmaschine und vor dem Kurzstrohsieb untergebaut bzw. untergeschoben ist.
Dabei ist es ferner neu, daß die mit umlaufenden Zinken versehene Fördertrommel kurz vor bzw. unter dem Langstrohschüttler angeordnet ist und daß sich an diese Fördertrommel ein nach hinten laufender Kanal anschließt, der eine nach unten gerichtete Abkröpfung aufweist und der in den unter der Dreschmaschine liegenden Preßkanal mündet, in welchem der Preßkolben arbeitet.
Die Erfindung erzielt sowohl eine gedrängte Bauart der Schwingkolbenpresse als auch, da die Strohpresse unter dem Langstrohschüttler angeordnet ist, eine erhebliche Verkürzung der Dreschmaschine.
Die gedrängte Bauart der Strohpresse wird besonders durch die Art der Ausbildung der Fördertrommel erzielt, die mit umlaufenden Mitnehmerzinken versehen ist, deren Hub durch Verstellung des Kurbelradius in Bezug auf ihren auf das einzuführende Dreschgut einwirkenden Wirkungsumfang einstellbar ist.
Von Vorteil ist es bei der Fördertrommel, daß der Mantel mit mehreren vertieft eingewalzten Rillen versehen ist, worin Ableiter angebracht sind, unter denen sich das zu fördernde Stroh von der Fördertrommel löst und das Wickeln des Strohes verhindert. In diesen eingewalzten Rillen liegen auch die Messer der Schneideeinrichtung.
Schließlich erreicht die neue Bauart die vereinfachte Zuführung des Kurzstrohes durch eine zwischen dem Preßkanal und dem Kurzstrohsieb liegende feststehende Ablaufrutsche.
Ferner besteht die Möglichkeit, das Stroh bei stillgesetzter Strohpresse über diese hinweg unmittelbar vom Langstrohschüttler nach hinten abzugeben.
Die Erfindung läßt sich in verschiedener Weise ausführen. Sie ist in der Zeichnung in einer Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt
Abb. 1 die schematische Anordnung der Strohpresse an der Dreschmaschine.
Abb. 2 zeigt die Ausbildung der Fördertrommel.
Erfindungsgemäß ist an der normalen Dreschmaschine a mit normalem Achsabstand und dem Radpaar b die ortsfest angebrachte oder fahrbare Strohpresse c unter den Langstrohschüttler e vor dem Kurzstrohsieb untergebaut bzw. untergeschoben. Die Strohpresse c liegt insbesondere mit ihrem Preßkanal f und dem Preßkolben g im wesentlichen unter dem vorderen Teile der Dreschmaschine a. Die so unmittelbar unter der normalen Dreschmaschine am vorderen Ende untergebaute Strohpresse besitzt kurz vor und unter dem Langstrohschüttler e eine Fördertrommel h mit umlaufenden Zinken i. Der Mantel der Fördertrommel h ist mit mehreren vertieft eingewalzten Rillen w versehen, worin Ableiter x angebracht sind, unter denen sich das zu fördernde Stroh von der Fördertrommel löst und das Wickeln des Strohes verhindert wird. In diesen eingewalzten Rillen w liegen auch die Messer v der Schneideinrichtung.
An diese Fördertrommel h bzw. deren Förderkanal k schließt sich ein nach hinten laufender Kanal l an, der weiter hinten unter der Dreschmaschine eine nach unten gerichtete Abkröpfung m aufweist und in den Preßkanal f mündet, in dem der unter der Dreschmaschine liegende Preßkolben g arbeitet, der in bekannter Weise am Schwinghebel n aufgehängt ist und durch Pleuelstangen o o.dgl. seinen Antrieb erhält. In bekannter Weise greift in den nach vorne und oben gerichteten Preßkanal f, aus dem die gepreßten Strohballen heraustreten, die Bindevorrichtung p ein. Die Anbaupresse ist unter der Dreschmaschine mit den Trägern c(sub)1 an der Fahrachse a(sub)1 und mit den Trägern c(sub)2 an der Dreschmaschine a befestigt. In gleicher Weise ist nach Anbringung der Fahrvorrichtung y und nach Entfernen der Träger c(sub)1 und c(sub)2 die Strohpresse fahrbar.
An den Preßkanalboden ist nach hinten zu eine unter dem Kurzstrohsieb d liegende, feststehende Ablaufrutsche q angeschlossen.
Über der Fördertrommel h kann ein unter den Langstrohschüttler e fassender Ablaufboden r angebracht werden, so daß die Fördertrommel abgedeckt wird.
Die Fördertrommel ist so ausgebildet, daß sie für jede Dreschmaschinenleistung einstellbar ist. Ist also die Leistung einer Dreschmaschine beispielsweise 10 Zentner, so wird die Fördertrommel entsprechend für diese Leistung eingestellt. Zu diesem Zwecke sind die Mitnehmerzinken entsprechend einstellbar, und zwar dadurch, daß der Hub der Mitnehmerzinken i durch Verstellung des Kurbelradius der Antriebskurbel t, wozu beispielsweise die Kurbel t auf einer verstellbaren und feststellbaren Schiene s sitzt, verändert werden kann. Gegebenenfalls können auch die Mitnehmerzinken durch Verstellbarkeit der Antriebshebel u einstellbar sein.
Durch diese Ausbildung wird es ermöglicht, den Zinken-Wirkungsumfang so zu verstellen, daß die Zinken lediglich am oberen Kreisumfang etwa nur soweit eingezogen werden, daß sie nicht aus dem Trommelumfang herausschlagen.
Würde diese zweite Einstellung nicht angewandt werden, so wäre zwar auch der Wirkungsumfang der Mitnehmerzinken einstellbar; man müßte aber in Kauf nehmen, daß die Zinken auch am unteren Umfang zeitweise heraustreten. Gegebenenfalls können auch Einstellmittel vorgesehen sein, durch welche von der Außenseite der Fördertrommel eine Verstellung des Hubes der Förderzinken ermöglicht wird.
Claims (6)
1. An die Dreschmaschine angebaute Strohpresse mit Fördertrommel, dadurch gekennzeichnet, daß die ortsfest angebrachte oder fahrbare Strohpresse in den Raum unter dem Langstrohschüttler (e) der Dreschmaschine und vor dem Kurzstrohsieb (d) untergebaut bzw. untergeschoben ist.
2. Strohpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit umlaufenden Zinken (i) versehene Fördertrommel (h) kurz vor bzw. unter dem Langstrohschüttler (e) angeordnet ist und daß sich an diese Fördertrommel ein nach hinten laufender Kanal (l) anschließt, der eine nach unten gerichtete Abkröpfung (m) aufweist und der in den unter der Dreschmaschine liegenden Preßkanal (f) mündet, in welchem der Preßkolben (g) arbeitet.
3. Strohpresse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub der mit der Fördertrommel (h) umlaufenden Mitnehmerzinken (i) durch Verstellung des Kurbelradius in Bezug auf ihren auf das einzuführende Dreschgut einwirkenden Wirkungsumfang einstellbar ist.
4. Strohpresse nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördertrommel (h) mit mehreren vertieft eingewalzten Rillen (w) versehen ist, worin Ableiter (x) angebracht sind, die das zu fördernde Stroh von der Trommel lösen und das Wickeln desselben verhindern, und daß in die eingewalzten Rillen (w) auch die Messer (v) der Schneideinrichtung einfassen.
5. Strohpresse nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Preßkanal (f) nach hinten eine unter dem Kurzstrohsieb (d) liegende, feststehende Ablaufrutsche (q) angeschlossen ist.
6. Strohpresse nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördertrommel (h) durch einen unter den Langstrohschüttler (e) fassenden Ablaufboden (r) abdeckbar ist.
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