DEP0005745DA - Mechanische, z. B. durch einen Elektromotor oder von Hand angetriebene Presse, insbesondere Excenter- oder Handspindelpresse - Google Patents

Mechanische, z. B. durch einen Elektromotor oder von Hand angetriebene Presse, insbesondere Excenter- oder Handspindelpresse

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DEP0005745DA
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English (en)
Inventor
Kurt F. Schlenker
Original Assignee
Kurt F. Schlenker, Eßlingen/Neckar
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Description

^ -^j1Cl)I 14.3«1947
Kurt ge Schlenker? Ingenieur für ^ Esslingen a<,Nae Ottilienplatz 10
5ESS52i.iSSi!£S25!äere^ aaa-^tasizenL kleiner
Die Erfindung betrifft eine Presse insbesondere zum Stanzen kleiner Werkstücke mit zur Führung des Stössels dienenden Säulen«
Es ist eine alte Erfahrung der Stanzereiteehniks dass die Lebensdauer eines Schnittwerkzeuges wesentlich davon abhängt* wie genau der Schneidspalt * das ist also das je nach Werk» stoff und Blechstärke zu bemessende Spiel zwischen Schnittstempel und Schnittplatte9 entlang der ganzen Schnittfigur eingehalten wird« Diese Erfahrung führte zu der förderung nach genauer aelsialer führung des Stempels gegenüber der Schnittplatteβ
If
Diese Führungsgenauigkeit wird bei den bekannt eat Pressen, wegen des insbesondere nach längerem Gebrauch auftretenden Spiels in der Stösselführung nicht erreichte Bei einständrigen Pressen ist die Führungsgenauigkeit zudem durch das Auf«» federn des Pressenkörpers beeinträchtigte Aus diesem Grunde war man bisher gezwungen9 die erforderliche Führungsgenauigkeit durch besondere Massnahmen in den Werkzeugen herbeizuführen.» Da auch die handgefertigten Plattenführungen, deren Genauigkeit von der Geschicklichkeit des Werkzeugmachers abhängt, die vorgenannten Bedingungen nur unvollkommen erfüllen, werden in letzter Zeit vielfach geaormte Schnittgestelle mit Säulenführungea verwendet«
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, die oben erörterte Führungsgenauigkeit des Stössels an der Presse selbst herbeizuführen und gleichzeitig eine einfache und leichte Bauart der Pressezu erzielen« Zu diesem Zweck weist die Exzenter^peeee gemäss der Erfindung zylindrische Säulen auf, die die alleinigen. Mittel sind, die gleichzeitig zur führung des Stössels und zum Tragen des Getriebes dienen«. Die Achse
des Stössels fällt zweckmässlg mit der Schwerpunktsachse der Flächen zusammen* die durch die gemeinsamen Senkrechten auf den Achsen der Säulen begrenzt werden«
Während bei den bekannt em/Pressen im al !gemeinen prismatische Stösselführungen benutzt wurden* deren genaue Herstellung Schwierigkeiten macht und die sich verhältnismässig leicht abnutzen* hat die Säulenführung gemäss der Erfindung runde * maschinell leicht zu bearbeitende Formen, deren genaue Abmessungen einwandfrei bestimmt und überwacht werden können« Während Schwalbenschwanaführangen durch Schaben von Hand hergestellt werden müssen* können zylindrische Flächen geschliffen und daher viel genauer hergestellt werden« Bei diesen wird praktisch die gesamte Führungsfläche zu einer tragenden Fläche j sodass der Flächendruck auf die Führungsteile klein und damit die Abnutzung gering bleibt« Da der Stösseldruck im Flächenschwerpunkt der Führung liegt* treten bei sachgemäss gebauten Werkzeugen nur sehr kleine seitliche Drücke auf * die den Yerschleiss der Führungsteile nicht merklich beeinflussen.» Bei der Säulenführung bildet sich ausserdem ein ringsherum geschlossener Ölfilm« Daher wird die Gefahr des Fressens auf jeden Fall vermieden im Gegensatz zu Prismen·» führungen* bei welchen der Ölfilm durch seitlichen Druck herausgepresst werden kann? sodass Flüssigkeitsreibung in Grenzreibung zwischen Stössel und Führung übergeht«.
!Die Säulen selbst sind so bemessen und angeordnet* dass sie nur auf Zug beansprucht werden und nicht nur eine einwandfreie Führung des Stössels gewahrleisten* sondern* indem sie gleichzeitig zum Tragen des Getriebes dienen* auch den bisher üblichen schweren Pressenkörper ersetzen« Hierdurch kommt eine verhältnismässig leichte Bauart zustande* bei welcher der Schnittdruck keinerlei Achsenverschiebung im Werkzeug infolge Auffederns des Pressenkörpers hervorrufen kann* wie dies bei einständrigen Pressen sonst der Fall ist*
Di© Bohrungen der Führungshülsen und die Bohrung zur Aufnahme des Werkzeugspannzapfens können in einer Aufspannung bearbeitet werden* und hieraus ergibt sich eine unveränderliche
Achsenparallelität dieser Bohrungen* Die Führungsgenauigkeit bleibt auf eine lange Betriebs ze it hinaus noch erhart es.* auch wenn die Triebwerksteile schon einen betriebsbedingten Versohleiss aufweisen«
Die Anforderungen an die Führungsgenauigkeit sind insbesondere bei kleinen Werkstücken aus dünnem Blech sehr hoch* daher ist die neue Fresse vorwiegend zur Fertigung solcher kleinen Teile geeignet» Um die Fresse der Art,der Beschaffenheit und den Abmessungen des Werkstoffes und den Erfordernissen und Möglichkeiten der Werkzeuge anpassen zu können* ist zwischen Antrieb und Schwungrad zweekmässig ein Wechselgetriebe mit stufenloser oder Stufenschaltung vorgesehen^ durch welches die Zahl de"r Hübe in der Zeiteinheit in bestimmten Grenzen eingestellt werden kann*
Bei der neuen Presse können fast in allen Fällen sogenannte Freischnitt-Werkzeuge verwendet werden* das sind Werkzeuge? die nur aus einem Stempel mit dem Einspannzapfen und einer Schnittplatte bestehen« Infolge der sich hieraus ergebenden Ersparnis an !führung splat ten oder sonstigen JPührungselementen an den Schnittwerkzeugen werden die Kosten für die Werkzeuge für die neue Presse wesentlich geringer» Auch ist deren Bauzeit erheblich kürzer» Schliesslich ist auch die Brauchbarkeit der Werkzeuge nicht mehr in so hohem Masse von der Geschicklichkeit des Werkzeugmachers abhängig wie bisherο Die Billigkeit und Einfachheit der erforderlichen Werkzeuge ißt so erheblich? dass auch schon bei kleinen Stückzahlen der herzustellenden Teile mit solchen unter Umständen ungehärteten Werkzeugen wirtschaftlich gearbeitet werden kann«
Vorteilhaft sind drei Säulen vorgesehen deren Achsen durch die Ecken eines gleichseitigen Breiecks hindurchgehen» Die Verwendung von drei Säulen hat den Vorteil? dass die Sicherheit besteht* dass der beim Stanzen auftretende Zug von den drei Säulen gleichmässig aufgenommen wird* während es ZöB* bei vier Säulen erfahrungsgemäßs nahezu unmöglich istf sie so genau zu bemessen* dass sie alle vier gemeinsam zu gleichem Anteil die Last tragen«
Es sind bereits Eurbelpressen bekannt geworden^ deren Stössel an vier mit dem Formtisch starr verbundenen Säulen geführt wird β In diesem Fall dienen jedoch die Säulen nicht anmittelbar zur Führung des St8ssels„ sondern hierfür werden wie üblich prismatische Führungen verwendet.» Je zwei von den vier Säulen sind durch diese Stössel führungen starr miteinander verbunden* und diese können auf den Säulen unter Zuhilfenahme von Klemm» schrauben nach oben und unten verstellt werden« In diesem Fall dienen die Säulen also lediglich als Fressengestelle und als Höhenverstellmittel* dagegen nicht, wie bei der vorliegenden Erfindung 9 gleichzeitig auch als Stösselführung*
Bei doppelarmigeii Exzenterpressen ist es auclt schon bekannt f an der zwischen den Seitenständern geführten Stösselplatte zwei Brücken anzuordnen* die zusätzlich an je zwei Säulen geführt sind« Auch in diesem Fall werden wiederum prismatische Führungen verwendet und die Säulenführungen werden nur als zusätzliche Führungen benutzt» Ausserdem bilden die Säulen hier nicht gleichzeitig! wie bei der ?e^@gai« Erfindung^ das Gestell»
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellte Abbel zeigt eine Exzenterpresse gemäss der Er-» findung? mit der in der üblichen Weise gearbeitet werden kannf in einer Torderansicht · In Abb»2 ist ein Zwillings stan zautomat dargestellt, bei dem die Erfindung ebenfalls verwendet wird* und Abb»3 zeigt schliesslich wiederum in Yorderansicht eine Handspindelpresse unter Verwendung der Erfindung»
In Abbel erfolgt der Antrieb der Exzenterpresse von dem Elektromotor 1 aus» Dieser treibt über einen Riementrieb mit einem Wechselgetriebe la mit stufenloser oder Stufenschaltung das Hiemen- und Schwungrad 2 an« Auf der Welle des Schwungrades 2 sitzt die Exzenterwelle 3* die die Pleuelstange 4 antreibt« An der Pleuelstange 4 ist der Stössel 5 angelenkte der in seinem unteren Teil aus zwei aufeinander befestigten dreiarmigen kongruenten Blöcken 6 besteht,, die an ihren Enden
Dipl.-Ing. Walter Scherrmann Patentanwalt
Bankkonten: Südwestbank Filiale Esslingen Württ. Landessparkasse Stuttgart Nr. 8145
Postscheckkonto: Stuttgart 62451 Drahtwort: Patentschutz Esslingenneckar
i) Esslingen (Neckar), 29 «11. 50
Fabrikstrasse 9 Fernruf Stuttgart 16539
Sm/D.
Kurt
Sohlender
(einzufügen zwischen Seite 4<> letzte Zeile %i) und Seite 5, Zeile 1)
·.···*.··· wie 'bei der
pöe-n Erfindung, das Gestell«
Ss sind schliesslioh auch schon hydraulische Pressen bekannt geworden, 'bei denen der mit dem hydraulischen Kolben in Verbindung stehende Stössel an zwei Säulen geführt ist, die gleichzeitig auch, als Ir'iger für den hydraulischen Antrieb dienen. Derartige Tressen werden jedoch im allgemeinen nicht zum Stanzen verwendet* Die vorliegende Erfindung Desteht demgegenüber darin, diese Säulenbauart gerade für mechanisch angetriebene Pressen, also Exzenterpressen und Handspindelpresse**., die zum Stanzen verwendet xve r den, anzuwenden *
In der Zeichnung sind ·■
Hülsen 7 tragen© Die [Führungshülsen 7 sind auf den drei Säulen 8 gleitend gelagert 9 die ihrerseits so angeordnet sind* dass ihre Achsen, durch die Ecken eines senkrecht au ihnen liegenden gleichzeitigen Dreiecks hindurcagehen9 während die Achse des Stössels 5 durch den Schwerpunkt dieses Dreiecks geht* Die Säulen und das futter der Hülsen 7 sind geschliffen und sind in ihren Abmessungen mit grösster Passgenauigkeit aufeinander abgestimmte
Die Welle 9* auf der das Kiemen- und Schwungrad 2f die nicht dargestellte Kupplung und das Exzentergetriebe sitzen? ist auf dem Kopfstück 10 gelagert 9 das von den Säulen 8 getragen wird φ
Beim Laufen, der Presse wird der Stössel 5 durch die Pleuelstange 4 auf- und abbewegt, wobei er durch die Hülsen 7 von den Säulen 8 genauestens geführt wird* Ein in den Stössel 5 eingespannter Stempel hat infolgedessen bereits eine einwandfreie Führung9 deren Genauigkeit die der bekannten Säulenführung sgestelIe weit übertrifftf sodass es sich erübrigt, im Werkzeug selbst noch besondere Führungselemente vorzusehen©
Die Säulen 8 und die Führungshülsen 7 sowie die Sxzenter- und Pleuellager sind so angeordnetf dass Me aas dem Exzentertrieb herrührenden seitlichen Kräfte auf den Stössel 5 von den Säulen 8 aufgenommen werden9 ohne dass diese sich unter Beeinträchtigung der Eührungsgenauigkeit durchbiegen«.
Bei dem in Abb»2 dargestellten Zwil lings Stanzautomat sind zwei Exzenterpressen zu einer Zwillingsmaschine vereinigt worden^ Die Fressen werden von einem gemeinsamen Elektromotor 1 angetrieben und können einzeln und gemeinsam in Betrieb gesetzt werden« Die einzelnen Teile entsprechen denjenigen an der Exzenterpresse nach Abbel und sind mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet«
In Abb*3 ist schliesaLich eine Handspindelpresse dargestellt bei der ebenfalls der Stössel 5 mit den Hülsen 7 yon den in den Ecken eines gleichseitigen Breiecks angeordneten Säulen 8 geführt ist* Der Handantrieb erfolgt in bekannter Weise mittels des Handhebels 11 und des Schwungbalkens 12«
Mit einer solchen Handspindelpresse kann der Werkzeugmacher die Stanzwerkzeuge herstellen.«» Ba die Handspindelpresse die gleiche Art und Genauigkeit der Führung und die gleichen Aufspannelemente besitzt wie die entsprechenden Exzenterpressen* ergibt sich* dass die mit ihrer Hilfe gefertigten Werkzeuge auf den erfindungsgemäss ausgebildeten Exzenterpressen und Stanzautomaten einwandfrei arbeiten*
Bie wQ^ULasmäA Erfindung kann ausser für Pressen ohne weiteres auch für ähnlich wirkende laschinen zoB* Sutenstossmaschinen und l?@i!maschineη verwendet werden«

Claims (1)

  1. :,/·„ a_ - -j ,ζ, J) ■
    Pat entansprüehe
    f f
    Ι«)/Presse insbesondere^zum Stanzen kleiner Werkstücke mit / /
    zur Führung des Stössels dienenden Säulen* dadurch gekennzeichnet 9 dass die Säulen (Θ) die alleinigen Mittel sind* die gleichzeitig zur Führung des Stössels (5) und zum Tragen des Getriebes dienen«
    2·) Presse nach Anspruch I9 dadurch gekennzeichnet9 dass die Achse des Stössels (5) mit der Schwerpunktsachse_der !Flächen zusammenfällt; die durch, die gemeinsamen Senk«3 rechten auf den Achsen der Säulen (8) begrenzt werden»
    3o) Presse nach Anspruch 2» dadurch gekennzeichnet! dass drei Säulen (8) vorgesehen sind* deren Achsen, durch die Ecken eines senkrecht zu ihnen liegenden gleichseitigen Dreiecks hindurchgehenβ
    4«) Presse nach Anspruch 1 oder folgenden9 gekennzeichnet durch ein Wechselgetriebe mit stufenloser oder Stufenschaltung«

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