DEP0005584DA - Fadentrichter-Führung bei hängenden Spinnzentrifugen - Google Patents
Fadentrichter-Führung bei hängenden SpinnzentrifugenInfo
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Description
J'adentriehter-Bihrung bei hängenden Spinnzentrifugen, tomuAe1 ffdüfr-to
Hir. Heinrich Hampel Ober hausen /HhId-
Bei hängenden Spinnzentrifugen jjflegt man den erzeugten Faden dem am unteren Wellenende angebrachten Spinntopf durch
eine zentrale Bohrung in der senkrecht stehenden Zentrifugenwelle zuzuführen. Hierbei muss das iadentrichterrohr innerhalb
der Wellenbohrung auf- und abgeführt werden. Das in diessm Fall besonders lange Tad-ent rieht err ohr hängt mit seinem oberen
Ende in der Changiervorrichtung, während an seinem unteren Ende der durchlaufende Faden einen seitlichen 2ug ausübt. JEs lässt
sich unter diesen Umständen nicht vermeiden, dass zwischen der ahfanell rotierenden wellen-Innenwandung und dem l&ötentriehter
Berührungen auftreten.
Sobald der Fadentriehter an die schnellrotierende Wellen-Innenfläche anstösst, führt er nicht nur unerwünschte Schwingungen
aus? sondern aufgrund der hohen Zentrifugalkraft bleibt er an der Innenwand der Wellenbohrung SOgarnklebenM. EierlDei
treten Sei'bungswid-erstände auf r die den Energieverbrauch der Zentrifuge wesentlich erhöhen.
Die Berührung zwischen Padentriohter und Hohliwellen-Innenwandung erschwert auss«rdem eine geordnete Changierbewegung und
führt leicht zum Brucn des meist aus Glas bestehenden Faden— trichters.
Weitere Schwierigkeiten entstehen bei Spinnzentrifugen, denen der Paden durch die hohle Antriebswelle zuläuft, am oberen
Wellenende. Hier ist eine besonders gute Abdichtung des Motor— genäuses erforderlich., da andernfalls der Antriebsmotor durch
eintretende Flüssigkeiten {Spinnbad, Spritzwasser usts,. ) in kürzester 2eit zersxört wird.
Durch eine Stopfbüchse lässt sieh dieses Ziel nicht erreichen. Auch bei sorgfältigster Betriebsüberwachung gewährleistet sie
keine unter allen Umständen sichere Abdichtung, insbesondere man berücksichtigt, dass eine Kunstseiden-Spinnerei meist
meHrexe tausend Äentrifugen umfasst* Ausserdem ist zu beachten, dass eine dacht angesogene Stopfbüchse bei den infrage kommenden
Drehzahlen (8000 - 12 000 TJpm) untragbar hohe Reibungsverluste verursacht.
Mb wurde gefunden, dass man in überraschenderweise unter Fortfall aller Beibiangsverluste sowohl eine sichere Führung
des iFadentrichter® erreicht, als auch, jedes Eindringen von !Flüssigkeiten oder Staub in das Motorinnere Termeidet, wenn
innerhalb d-er «feXlenbohrung ein feststehendes Schutzrohr angeordnet ist, das sich an der Rotation nicht beteiligt. Zu diesem
jiweek wird -der Zentrifugenmotor durch eine abnehmbare Haube abgeschlossen, die in ihrem Innern einen angegossenen Hohransatz
tragt, der in der Rotationsachse der Zentrifugenwelle liegt. In diesen Rohrstutzen wird das stillstehende Schutzrohr eingesetzt,
wobei das obere .Bohrende bis über eine$ Ringwulsi; reichen kann» der auf der Motorhaube angeordnet ist, während das untere
Rohrende bis fast in den Spinntopf hineinragt.
Xn der Zeichnung ist die JBrfmdung an Hand eines üusfünrungsbeispieles d&rgfeetelli;. JJs handeXt sich um einen vertikalen
Längs schnitt, der durch die .Antriebs we XIe der hängenden Spinnzentrifuge verläuft.
Das Antriebssystem der Zentrifuge besteht aus dem Motorgehäuse 1 und der unterge^auten lagerhülse 2» Im Gehäuse 1 ist
der Stator 3 des Antriebsmotors untergebracht* während die Lager hülse 2 die "beiden XugeXXager 4 und 5 enthalt» Xn diesen
Kugellagern dreht sich die Hohlwelle 6, die an ihrem oberen Ea.de den So-cor 7 tragt. An ihrem unteren Snde ist eine Scheibe 8
angebracht, auf welche der Spinntopf 9 von unten her aufgesetzt «irä, wobei z,B. einaöÄnappende Jedem in der üblichen Seise
fur seine JNbsthaitung Borgen^.
JDie obere Deckflsche des Motorgehäuses 1 besitzt eine zentrale Öffnung, an der aussen eine ringförmige Wulst Io und innen
ein Rohrstutzen 11 angebracht ist- In den Rohrstutzen 11 ist stramm sitzend ein Rohr 12 eingeschoben, dessen obere Umbdrdelung
X3 der Ringwulst Xo dicht anliegt. Auf diese Weise erhalt das stiXXsteilende Schutzrohr 12 einen sicheren Halt und
kann daher mit der scimellrotier enden Innenwandung der Hohlwelle 6 nicht in Berührung kommen. Die Cmbördelung 13 ist mit
korrosionsfesten Massen, z.B. mit Kunstharzlösungen auf die ringförmige Wulst Io so fest aufgekittet, dass von oben her
keine Flüssigkeit in das läotorinnere eindringen und dort z.B.
oder Lagerstellen zerstöret kann» Die dichte Einki~ttung des Schufczrohres 12 "verhindert beim ^entrifugenzwirnen von
verstreckten Baumwoll-, »7oll— Oder Jutevorgarnen auch das Eindringen von Staub in das Motorgehäuse.
Das Schutzrohr 12 bes^t-eht aus korrosionsfestem Metall, zj. aua säurefestem Stan! oder aus Aluminiumlegierungen, die dem zur
Anwendung kommenden Spinnverfahren, angepasst sind. Statt dessen kann man auch ein gelochtes Blechrohr aus Aluminium, Messing
oder ähnlichen Metallen verwenden, das allseits jnit einem chemikalienfesten Überzug aus Kunstharzen versehen ist.
Im Schutzrohr 12 kann der in der Changier vorrichtung 14 hängende Padentrienter 15 unbeeinflusst von der Eotation der Zentrifugenwelle
betriebssicher und schwingungsfrei auf- und abgeführt werden. Flüssigkeiten, öie auf die Motorhaube aufspritzen oder
am JTadentriohter herablaufen? fliessen am unteren Ende des Schutzrohres 12 in den Spinntopf 9 ab, ohne dass sie in das
Motorinnere eintreten können.
Zur weiteren Erhöhung d*r Betriebssicherheit 1st die Bohrung der Hohlwelle 6 an üirem unteren iinde 16 etwas weiter gehalten
als oben. Auf diese ^eise werden Flus-sigkeitsanteile» die aus dem Spinntopf in die Wellenbohrung spritzen, "bei der Rotation
nacn unten abgeschleudert und an einer Aufwärtswanderung zum oberen Ende der Hohlwelle gehindert. Auch durch die Bohrung der
Hohlwelle 6 können also keine Flüssigkeitsanteile in das Motorinnere gelangen,
Ausserd-em Jcann auf das obere Zeilenende ein üing 17 aus filz, Gummi oder anderen geeigneten Dichtungsstoffen aufgesetzt werden.
Der Dichtungsring 17 legt sicn. gegen eine am Stutzen 11 angebrachte Zylinderflaehe 18. 2weckmässig bildet man den Dichtungsring
derart aus, dass er sion während der fiotation durch Zentrifugalkräfte etwas weitet und dabei von der Dichtungsflache 18 abhebt,
um durch seine eigene elastizität die Dichtungsflache 18 nur beim Stillstand der Zentrifuge fest zu umscniiessen. Auf diese Weise
vermeidet man unnötige -Reibungswiderstandes erzielt aber beim Zentrifugenstillstand trotzdem einen dienten Abschluss des Motor-Innenraumes·.
Wahrend der fiotation hält die bereits erwähnte konische Erweiterung 16 der nellenbohrung schädliche Gase und
Dämpfe dem Innenraum des Motorgehäuses fern.
Bei hangenden Spinnzentrifugen sind bereits innerhalb der antreibenden Hohlwelle liegende 3?utterrohre bekannt, vgl. z.B.
amerikanische Patentschrift 1 999 o48 und deutsehe Patentschrift
586.JL85. Diese Schutzrohre rotieren jedoch gleichlaufena mit der .Zentrifugenwelle, was besonders deutlich aus der deutschen
Patentschrift 536.18^ hervorgeht. In Ihnen icann der Fadentrichter also nicht leiehtbeweglioh «auf- und abgehen, da er dauernd unter
dem .einfluss von Zentrifugalkräften steht- Auch die Abdichtung des Motorgenäuses gegen spritzende Flüssigkeiten können mitrotierende
Jchutzrohre nicht bewirken. Die erschütterungsfreie Spinntrichter-JTuhrung und sichere Abdichtung des Motorgehäuses
gegen Jpntaflussigiceiten und Staub gewährXeistet erst ein erfjjidungsgemäss innerhalb der HonJ-welle feststehend, d.h.
nicht mitrotierend angeordnetes Schutzrohr.
Claims (2)
1. Fadentriehter-JFührung bei hangenden dpinnzentrifugen, denen der Faden durch die noale Antriebswelle zuläuft, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem üohr des Fadentrichters (15) und der Innenwandung der honien An tr IeTi si? eile (6) ein feststehende β ^
d.h. Jiieht jnitrotierendes Schutz- und Führungsrohr (12) angebracht is*t.
2. Vorrichtung jaach ^uaspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alas Führungsrohr (12) in eanen Rohrstutzen (11) eingesetzt ist,
der an der Deckfläehe der Motorhaube (1) sitzt, una mit einer an s-einem oberen iinde vorgesehenen Umböraelung (13) eine auf
der Motorhaube (1) vorn-andene ringförmige iYulst (Io) überdeckt.
3· Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung der antreibenden Hohlwelle (6) an ihrem unteren
Ende einen nach unten grosser-werdenden Durchmesser aufweist.
4· '!""'f'Ti röpr*! Vorrichtung nach Anspruch 1—3, dadurch gekennzeichnet,
dass das -obere Ende der Hohlwelle (6) einen Dicntungsring (17) tragt, der .sich mindestens während des Zentrifugen-Stillstandes
gegen eine Dicntungsflache (18) legt, die an dem das Schutz- und Fiinrungsrohr (12) haltenden äohratutzen
(11) angebracht ist.
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