DE636130C - Zufuehrung der Schleuderfluessigkeit unter Druck zu einer mit der festen Zufuehrungsleitung mittels Dichtung angeschlossenen Schleudertrommel - Google Patents
Zufuehrung der Schleuderfluessigkeit unter Druck zu einer mit der festen Zufuehrungsleitung mittels Dichtung angeschlossenen SchleudertrommelInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B04B11/00—Feeding, charging, or discharging bowls
- B04B11/02—Continuous feeding or discharging; Control arrangements therefor
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Zuführung des Schleudergutes unter Druck zu einer
mit der festen Zuführungsleitung mittels Dichtung angeschlossenen Schleudertrommel.
Eine solche Dichtung ist außerordentlich schwierig herzustellen und in Ordnung zu
halten wegen der auftretenden Schwingungen der Trommel und der sehr großen Geschwindigkeit,
mit der sich die Trommelspindel dreht. Wird der Durchmesser der Spindel
groß gemacht, so wächst ihre Umfangsgeschwindigkeit an der Dichtungsstelle, wodurch
die Dichtung stark abgenutzt wird. Macht man den Durchmesser der Spindel dagegen klein, so wächst der Druck des
Schleudergutes in der Spindel und dadurch auch der auf der Dichtung lastende Druck.
Diese Nachteile sollen durch die Erfindung dadurch beseitigt werden, daß das Mundstück
des festen Zuleitungsrohres düsenartig verengt und das an der Trommel sitzende Zuleitungsrohr
diffusorartig erweitert ist. Dadurch wird die Druckenergie beim Eintritt in das umlaufende Zuleitungsrohr in Geschwindigkeitsenergie
überführt, die im erweiterten Teil des Zuleitungsrohres wieder in
Druckenergie übergeht. Es ist nunmehr infolge der großen Strömungsgeschwindigkeit
möglich, dem Zuleitungsrohr einen geringen Durchmesser zu geben, so daß die Gleitgeschwindigkeit
an der Dichtungsfläche ebenfalls nur klein wird, andererseits ist aber auch der Druck an der Dichtung verkleinert,
da die Druckenergie der Schleuderflüssigkeit bei der Dichtungsstelle in Geschwindigkeitsenergie
überführt ist.
Die Zuführung der Schleuderfiüssigkeit durch Düsen in einem freien Strahl ist zwar
bei Schleudermaschinen mit offenen Abläufen bereits bekannt. Hier tritt jedoch der Flüssigkeitsstrahl
in den leeren mittleren Raum der Schleudertrommel ein. Eine solche Anordnung ist aber nicht bei geschlossenen
Schleudermaschinen anwendbar, bei denen im Einleitungsraum der Trommel ein mehr
oder weniger großer Gegendruck herrscht.
Die Düse kann erfindungsgemäß so bemessen sein, daß an der Dichtung ein Unterdruck
entsteht. Um dabei aber ein Eindringen von Falschluft zu verhindern, ist erfindungsgemäß
außerhalb der Dichtung ein Behälter für eine Sperrflüssigkeit vorgesehen, die durch
den von der Düse erzeugten Unterdruck durch die Dichtung hindurchgesaugt wird,
wobei der Flüssigkeitsstand in dem Behälter vorzugsweise durch Regelmittel, wie Schwimmer
o. dgl., aufrechterhalten wird.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen in einigen Ausführungsbeispielen dargestellt.
< Es zeigen
Abb. ι die Schleudergutzuführung mit einer in das Zulaufrohr hineinragenden Düse,
686130
Abb. 2 die Zuführung mit einer vor dem Zulaufrohr endenden Düse und
Abb. 3 die Zulaufanordnung mit einem SperrfLüssigkeitsbehälter. _.*,.-!
Die hohle Trommelspindel ι ist an ihr^m;
unteren Ende zu einem Zapfen 2 kleineren* Durchmessers zusammengezogen. Der Zapfen
2 ist von einem Dichtungsraum 3 umgeben, der mittels einer Dichtung 4 gegen den
Zapfen 2 abgedichtet ist. Die Dichtung 4 kann verschiedener Art sein, wird jedoch vorzugsweise
als eine nachgiebige Manschettenpackung von bei geschlossener Flüssigkeitszuleitung zu Schleudermaschinen üblicher
Ausbildung ausgeführt. Die Flüssigkeit wird durch das düsenartige Mundstück 5 zugeführt,
das sich durch den Raum 3 erstreckt, sowie weiter durch den Hohlraum des Zapfens 2,
zweckmäßig bis zur Erweiterung des Hohlraumes oberhalb des Zapfens.
Indem man die Flüssigkeit unter ausreichend hohen Druck setzt, kann eine große
Flüssigkeitsmenge in der Zeiteinheit durch das Mundstück trotz dessen kleinen Quer-Schnitts
zugeführt werden und, da die Abmessungen des Zapfens 2 von denen des
Mundstückes abhängen, kann auch der Zapfen 2 einen kleinen Durchmesser erhalten.
Der verhältnismäßig hohe Druck, der für Zuleitung der Flüssigkeit erforderlich sein kann,
ist beim Durchströmen durch das Mundstück in üblicher Weise in Geschwindigkeit umgewandelt worden, die ihrerseits wieder in
Drück verwandelt wird, wenn die Flüssigkeit in den weiteren Querschnitt oberhalb des
Mundstückes austritt. Der bei diesen Umwandlungen auftretende Verlust ist gewöhnlich
nicht so groß, daß er von Bedeutung ist. Auf der anderen Seite wird der Vorteil gewonnen,
daß der Druck im Raum 3 nicht groß wird, so daß die Dichtung 4 keinem größeren Druck zu widerstehen braucht.
Ein Nachteil der Ausführungsform nach Abb. ι besteht darin, daß infolge der Wand-♦5
stärke und des Spielraumes der innere Durchmesser des Mundstückes S wesentlich kleiner
sein muß als der des Zapfens 2, so daß eine bedeutende Erhöhung des Druckes erforderlich
ist, um die nötige Schleudergutmenge der Trommel zuzuführen.
Dieser Nachteil kann mittels der Ausführungsform
nach- Abb. 2 beseitigt werden. Bei dieser Anordnung tritt das Mundstück S
nicht in den Zapfen 2 ein, sondern endet ein kurzes Stück vor der Zapfenmündung. Der
Durchmesser des Mundstückes 5 kann dabei etwas kleiner oder mit Rücksicht auf die Zusammenziehung
des Flüssigkeitsstrahles ge-■ gebenenfalls sogar etwas größer gehalten
werden als der innere Durchmesser des Zapfens 2. Die Flüssigkeit verläßt das Mundstück
5 in freiem Strahl und dringt als solcher in den Zapfen 2 ein. Der Druck im Raum 3
kann in diesem Falle sogar niedriger sein 'als der für das Durchströmen der Flüssigkeit
,ifürch die Trommel erforderliche Druck, wo-.jctiirch
die Dichtung 4 weiter entlastet wird. ■ :'*Ζ Gibt man dem Mundstück 5 solche Abmessungen,
daß die ganze Druckenergie der Flüssigkeit in Geschwindigkeitsenergie umgesetzt wird, so ist es möglich, im Spielraum
zwischen der umlaufenden Welle und dem Mundstück einen Druck zu bewirken, der niedriger ist als der atmosphärische Druck.
Dieser Umstand ist von besonderer Bedeutung in den Fällen, in denen Flüssigkeiten behandelt
werden, für die es schwer ist, haltbare weiche Dichtungsmittel vorzusehen. Das ist
bei Schleudermaschinen der Fall, die für die Reinigung von Transformatorenöl, für Raffinierung
von Schmieröl usw. angewandt werden sollen. Bei Behandlung derartiger Stoffe kann man manschettenförmige Dichtungsmittel
aus Gummi, die sich' bei Behandlung von Milch als geeignet erwiesen haben, nicht
gut anwenden. Mit einer Zuführungseinrichtung nach der Erfindung ist es jedoch möglich,
einen gewissen Spielraum zwischen dem Dichtungsmittel und der Spindel zuzulassen,
da ja bei Unterdruck in der Kammer 3 ein Auslecken von Flüssigkeit durch die Dichtungsstelle
nicht befürchtet zu werden braucht. Um aber ein Eindringen von Luft in den Fällen, in denen dies nicht zulässig ist, zu
verhindern, ist es zweckmäßig, über der Dichtung 4 einen Flüssigkeitsbehälter 6 anzubringen,
von dem eine Sperrflüssigkeit durch den Spielraum zwischen dem Dichtungsmittel und
der Spindel in den Raum 3 eingesaugt wird. Es ist dabei zweckmäßig, Flüssigkeit derselben
Art zu verwenden, die in der Schleudermaschine behandelt wird. Um sicher zu
sein, daß Flüssigkeit in dem Behälter 6 vorhanden ist, wird vorzugsweise ein Regler,
beispielsweise ein Schwimmer 7 mit Ventilkegel 8, vorgesehen, der die Flüssigkeitszufuhr
aus dem Rohr 10 zum Behälter sicherstellt.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Zuführung der Schleuderflüssigkeit unter Druck zu einer mit der festen Zuführungsleitung mittels Dichtung angeschlossenen Schleudertrommel, dadurch gekennzeichnet, daß das Mundstück des festen Zuleitungsrohres (5) düsenartig verengt und das an der Trommel sitzende Zuleitungsrohr (1) diffusorartig erweitert ist, so daß sich der Druck der Flüssigkeit in der Düse in lebendige Kraft und in dem Diffusor wieder in Druck umwandelt unddie Dichtung (4) somit ganz oder teilweise entlastet wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse so bemessen ist, daß an der Dichtung (4) ein Unterdruck entsteht.
- 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen ί und 2, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb der Dichtung (4) ein Behälter (6) für eine Sperrflüssigkeit vorgesehen ist, t0 die durch den von der Düse erzeugten Unterdruck durch die Dichtung (4) hindurchgesaugt wird, wobei der Flüssigkeitsstand in dem Behälter (6) vorzugsweise durch Regelmittel, wie Schwimmer (7) o. dgl., aufrechterhalten wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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