DEP0005099DA - Couchartiges Sitz- und Liegemöbel - Google Patents

Couchartiges Sitz- und Liegemöbel

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DEP0005099DA
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furniture
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Georg Heckmann
Original Assignee
Heckmann, Georg, Immenstadt
Publication date

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Description

Die heutigen meist sehr gedrängten Wohnverhältnisse verlangen Wohnungseinrichtungen, die wenig Platz beanspruchen. Es werden daher die einzelnen Einrichtungsgegenstände tunlichst so durchgebildet, daß sie sich für mehrere Zwecke verwenden lassen.
Dem trägt die Erfindung auf dem Gebiete der Sitz- und Liegemöbel Rechnung. Sie betrifft ein couchartiges Möbel, das im wesentlichen gekennzeichnet ist durch eine quer zu seiner Längsrichtung mehrgeteilte, vorzugsweise dreigeteilte Ausführungsform, deren Endteile wegnehmbar und als selbständige Sitze verwendbar sind, und deren breiter gehaltenes Mittelteil seitlich angelenkte Klappen aufweist, die nach Entfernen der Endteile in die Sitzebene hochgeklappt und hier festgestellt werden können. Das Mittelteil ist auch allein benutzbar. Es steht auch für diesen Fall unter Schutz.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung wiedergegeben, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung des Möbels in der Grundform,
Fig. 2 die Seitenansicht des Rückenpolsters nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Längsschnitt des Möbels nach der Linie A-B in Fig. 4,
Fig. 4 die zugehörige Draufsicht mit Teilschnittansicht nach der Linie C-D in Fig. 3,
Fig. 5 die Vorderansicht eines Endteiles,
Fig. 6 einen waagerechten Schnitt dieses Endteiles nach der Linie E-F in Fig. 5 und
Fig. 7 eine Zusammenstellung der beiden Endteile mit einem Zwischenstück.
Das in Fig. 1 in seiner Grundform dargestellte, ungefähr couchgroße Möbel besteht, wie ersichtlich, aus drei Teilen, nämlich dem breiteren Mittelteil a und den beiden schmaleren Endteilen b, die lose aneinandergefügt sind, aber auch lösbar miteinander verbunden sein können. Im allgemeinen empfiehlt es sich, die Teilung so zu wählen, daß das Mittelteil etwa drei- bis viermal länger ist als jedes der Endteile. Auf der Sitzfläche befindet sich ein ein- oder mehrteiliges Polster c, das sich über ihre ganze Länge und Breite erstreckt. Außerdem sieht man zweckmäßig ein Rückenpolster d vor, das lose an die Wand angelehnt wird. Dieses Polster wird mit Vorteil so ausgeführt, daß es entlang seiner großen Mittellinie einen füllungsfreien oder füllungsschwachen Streifen aufweist, um den es, wie Fig. 2 erkennen läßt, zusammengefaltet werden kann. In dieser Form kommt es als Rückenpolster zur Anwendung. Sein weiterer Zweck wird später erörtert.
In der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise zusammengestellt, eignet sich das Möbel als sofaartiger Mehrfachsitz für durchschnittlich vier Personen oder als couchartige Liegestatt und ferner als Bettstelle. Die Endteile und das Mittelteil können aber auch voneinander getrennt und dann in beliebiger Aufstellung als selbständige Sitze verwendet werden.
Das Mittelteil a ist in den Fig. 3 und 4 gesondert veranschaulicht. Es hat ein vierwandiges, den Innenraum f truhenartig umschließendes Gestell e, mit dem er gewissermaßen fußlos auf dem Boden aufsitzt. In dieses Gestell ist mit Spiel ein Sprungrahmen g irgend einer bekannten oder neuartigen Bauart herausnehmbar eingesetzt, der auf den an der Vorder- und Rückwand des Gestelles befestigten Klötzchen h aufliegt. Er schneidet oben mit dem Rand des Gestelles e gleich ab. In Bodennähe des Innenraumes f, der zur Aufbewahrung der Betten dient, befindet sich ein Lattenrost i. Ein dichterer Abschluß ist unten entbehrlich, da die Gestellwände ohnedies bis auf den Boden reichen und die Betten schon dadurch vor Verstauben geschützt sind. Der Raum f läßt sich außerdem zur Unterbringung eines Reserverahmens k von der gleichen Bauart und Größe wie der Rahmen g verwenden. Um ihn in schräger Stellung bequem einführen zu können, sind an den Stirnwänden des Gestelles keine Aufliegeklötzchen h angebracht und die an der Vorder- und Rückwand vorgesehenen entsprechend kurz bemessen. Auf die Aufgabe des Reservesprungsrahmens k wird noch zurückgekommen.
An die oberen Ecken des Mittelteiles a sind stirnseitig die Klappen 1 mittels der Drehzapfen m angelenkt. Anstelle der Drehzapfen können auch andere geeignete Mittel treten. Die Klappen l lassen sich bis zur Waagerechten oder darüber hinaus hochschwenken und dann feststellen. Zum Feststellen dienen die mittels der Scharniere n am Gestell e befestigten doppelflügelartigen Stützen o, die herausgeschwenkt werden können. Jeder Flügel hat schwenkseitig einen Fortsatz p, der bis oder fast bis zum Boden reicht und in der Gebrauchsstellung als Stützfuß wirkt. Fig. 3 zeigt die rechte der beiden Klappen und ihre Stützen in der Gebrauchsstellung, die linke in der eingezogenen Stellung, in der die Stützen o hinter der Klappe l liegen, also von dieser verdeckt werden. Außerdem ist die Gebrauchsstellung der letzteren gestrichelt angedeutet.
Mittels der Klappen l läßt sich die Sitzbreite des Mittelteiles a den jeweiligen Bedürfnissen anpassen, indem man entweder beide oder nur eine oder keine Klappe waagerecht stellt. Außerdem stehen in diesen Fällen die Endteile b als Hocker zur Verfügung. Mit beiden Klappen in der Gebrauchsstellung stellt das Mittelteil ferner eine Liegestatt dar, die durch Verwendung der in seinem Innenraum f befindlichen Betten zu einem vollständigen Bett ergänzt werden kann. Wie daraus zu erkennen, bildet das Mittelteil auch für sich, also ohne die Endteile, ein völlig gebrauchsfähiges Mehrzweckmöbel, so daß auf die Endteile von vorneherein verzichtet werden kann.
Die Einzelheiten der Endteile b ergeben sich aus den Fig. 5 und 6. Demgemäß haben sie im wesentlichen die Form eines Kästchens, das sich nebenbei auch zur Aufbewahrung von Wäsche oder anderen Gegenständen des Haushaltes verwenden läßt. Beide Endteile sind im übrigen so ausgebildet, daß sie sich mit einem Zwischenstück, wozu der im Innenraum f des Mittelteiles a befindliche Reservesprungrahmen k benutzt wird, zu einer couchbreiten Sitzgelegenheit oder zu einer Bettstelle vereinigen lassen. Als Auflager für den Sprungrahmen k können, wie Fig. 7 zeigt, die Türchenflügel q der Endteile in geöffneter Stellung dienen. Sie weisen aus diesem Grunde, ähnlich den schon erwähnten Stützen o, Fußfortsätze r auf. An ihrem oberen Rande sind außerdem Bohrungen vorgesehen, in die die Sicherungszapfen s des Sprungrahmens passen. Falls die in den Endteilen aufbewahrten Gegenstände vor Verstauben zu schützen sind, kann zwischen die Scharniere der geöffneten Türchen eine Sperrholzplatte oder ein anderer Abschluß eingesetzt werden. Eine weitere Möglichkeit, den Zutritt von Staub zu verhindern, besteht darin, nicht die Türchenflügel als Auflager für das
Zwischenstück zu verwenden, sondern hierfür an der gegenüberliegenden Breitseite der Endteile, also auf Seiten der Kästchenrückwand, besondere beiklappbare Stützen anzubringen, so daß die Türchen auch im besprochenen Falle geschlossen bleiben.
Für vorerwähnte Zusammenstellung findet ferner das Rückenpolster nach den Fig. 1 und 2, jetzt aufgefaltet, als Sitz- bzw. Liegepolster Anwendung. Es ist so groß, daß es die Sitz- oder Liegefläche ganz bedeckt.
Die neue Bauart zeichnet sich also durch den erheblichen Vorteil aus, daß sie aus der nur wenig Platz beanspruchenden Grundform mit verhältnismäßig einfachen Mitteln in zwei couchbreite Sitzmöbel oder zwei vollständige Bettstellen verwandelt werden kann. Daneben bietet sie die Möglichkeit zu vielfältigen Kombinationen, von denen außer den schon angeführten auch noch die Zusammenstellung der einzelnen Teile zu einem Ecksofa zu erwähnen ist. Hierzu braucht man nur die beiden Endteile nebeneinander senkrecht an das Mittelteil anzufügen. Will man ein größeres Ecksofa haben, so kann man die mit dem Zwischenstück in der schon erörterten Weise vereinigten Endteile senkrecht an das Mittelteil ansetzen, wobei dieser je nach Bedarf durch Waagerechtstellen seiner seitlichen Klappen verbreitert werden kann.

Claims (13)

1. Couchartiges Sitz- und Liegemöbel, gekennzeichnet durch eine quer zu seiner Längsrichtung mehrgeteilte, vorzugsweise dreigeteilte Ausführungsform, deren Endteile (b) wegnehmbar und als selbständige Sitze verwendbar sind und deren breiter gehaltenes ebenfalls für sich verwendbares Mittelteil (a) seitlich angelenkte Klappen (l) aufweist, die nach Entfernen der Endteile (b) in die Sitzebene hochgeklappt und hier festgestellt werden können.
2. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in das Mittelteil (a) als sitztragendes Element ein Sprungrahmen (g) herausnehmbar eingesetzt ist.
3. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Feststellung der Klappen (l) in ihrer Gebrauchsstellung je zwei an die Stirnseiten des Mittelteiles (a) senkrecht angelenkte, herausschwenkbare Stützen (o) vorgesehen sind.
4. Möbel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (o) der Klappen (l) doppelflügelartig ausgebildet sind.
5. Möbel nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (o) im eingezogenen Zustand hinter den herabgelassenen Klappen (l) liegen.
6. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum (f) des Mittelteiles (a) zur Aufbewahrung von Betten dient.
7. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Endteile (b) mit einem Zwischenstück, vorzugsweise einem Sprungrahmen (k), zu einem Mehrfachsitz oder einer Liegestatt ergänzbar sind (Fig. 7).
8. Möbel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß an den Endteilen (b) herausschwenkbare Stützen vorgesehen sind, die sich, herausgeschwenkt, als Auflager für das Zwischenstück (k) eignen.
9. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endteile (b) als zur Aufnahme von Haushaltsachen geeignete Kästchen ausgebildet sind.
10. Möbel nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die kästchenförmigen Endteile (b) doppelflügelige Türchen aufweisen, deren Flügel (q) in geöffneter Stellung als Auflager für das Zwischenstück (k) verwendbar sind.
11. Möbel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (q) der Türchen bis oder fast bis auf den Boden reichende Fortsätze (r) haben, die in der Gebrauchsstellung der Flügel (q) als Fuß wirken.
12. Möbel nach den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (k) im Innenraum (f) des Mittelteiles (a) unterbringbar ist.
13. Möbel nach den Ansprüchen 1 und 7, gekennzeichnet durch ein mit einem füllungsfreien oder füllungsschwachen Mittelstreifen versehenes, um ihn zusammenfaltbares Polster (d), das gefaltet als Rückenpolster, entfaltet als Liegepolster verwendbar ist.

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