DEP0004598DA - Plattenspielautomat - Google Patents
PlattenspielautomatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Plattenspielautomaten für das aufeinanderfolgende doppelseitige Abspielen eines in einem Behälter untergebrachten Schallplattenvorrates in unendlicher Folge. Es sind Plattenspieler bekannt, bei denen ein Plattenvorrat nacheinander abgespielt werden kann, allerdings nur auf einer Seite. Nach dem Abspielen des Vorrats wird der Plattenstoss umgedreht, sodass auch die Rückseiten nacheinander abgespielt werden können. Wenn der Stoss durchgespielt ist, muss er wieder umgedreht werden, worauf das Abspielen der Vorderseiten von neuem möglich ist.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, mehrere Schallplatten doppelseitig und aufeinanderfolgend selbsttätig abzuspielen. Derartige Vorschläge sehen mehr oder weniger verwickelte Einrichtungen zum Greifen, Wenden und Ablegen der Platten vor, wobei sich insbesondere nachteilig bemerkbar gemacht hat, dass ein oder mehrere besondere Antriebsmotoren für den Greif-, Wende- und Ablegemechanismus angeordnet werden müssen, und dass nach dem Durchspielen eines bestimmten Plattenvorrates die Apparatur ausser Tätigkeit gesetzt werden muss, um das Spiel wiederholen zu können. Ausserdem sind die bekannten Einrichtungen sehr empfindlich bei der Verwendung nicht vollkommen ebener oder ungleichmässig starker Schallplatten.
Demgegenüber liegt liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Plattenspielautomaten zu schaffen, der in unendlicher Folge einen Plattenvorrat von drei bis dreißig oder noch mehr Stück in gleichbleibender Reihenfolge doppelseitig, d. h. die Rückseite gleich im Anschluß an die Vorderseite, immer wieder abspielt, sodass nach Belieben Spielprogramme für mehrere Stunden möglich sind, die sich ständig wiederholen können, und zwar mit möglichst einfachen Antriebsvorrichtungen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass ein Vorratsbehälter mit einer automatischen Festhalte- und Auslösevorrichtung für die Platten und ein Hebelpaar für das Wenden bezw. Ablegen der Platten vorgesehen sind, wobei sämtliche Arbeitsvorgänge über vom Plattenteller-Antriebsmotor zeitweilig in Umdrehung ver-
setzte Kurvenscheiben ablaufen. Dabei empfiehlt sich als werkmäßige Weiterbildung der Empfindung, dass nach dem Abspielen einer Platte durch die normale Bewegung des Tonarms mittels einer vom Plattenteller-Antriebsmotor angetriebenen Steuerwelle eine Kommandowelle zeitweilig in Bewegung gesetzt wird, auf der Kurvenscheiben für den wechselseitigen Bewegungsablauf der Plattenwende- und -ablegeeinrichtung sowie der Plattenauslöseeinrichtung vorgesehen sind. Zweckmäßig greift ein mit Greifern vorgesehenes Hebelpaar in Abhängigkeit von den auf der Kommandowelle vorgesehenen Kurvenscheiben nach dem Abspielen der ersten Plattenseite die Platte, hebt sie an, wendet sie um 180°, legt sie auf den Plattenteller und gibt sie wieder frei, greift die Platte nach dem Abspielen der zweiten Plattenseite wieder, hebt sie an, wendet sie und legt sie in den Vorratsbehälter ab, während die nächste Platte im Behälter ausgelöst wird und auf einer schiefen Ebene durch ihr Eigengewicht auf den Plattenteller gleitet. Im Vorratsbehälter befindliche Schallplatten werden auf diese Weise in unendlicher Folge vollständig automatisch beiderseits, in dem nach dem Abspielen einer Plattenseite die Platte gewendet und nach Abspielen der zweiten Seite in den Vorratsbehälter zurückgelegt wird. Dabei gleitet gleichzeitig die nächste Schallplatte auf einer schiefen Ebene ohne Kraftbedarf durch ihr Eigengewicht auf den Plattenteller. Als Kraftquelle für den Betrieb des Plattenspielers dient lediglich der Plattenteller-Antriebsmotor, ohne dass zusätzliche Motoren erforderlich werden. Außer dem Plattenteller wird vom Motor die Steuerwelle angetrieben, die die Kommandowelle zeitweilig einschaltet, in Umdrehung versetzt und wieder ausschaltet.
Die Einleitung dieser sämtlichen Arbeitsvorgänge erfolgt zweckmäßig durch die Bewegung des Tonarms nach dem Abspielen einer Schallplattenseite. Zu diesem Zweck kann der Tonarm nach dem Abspielen einer Platte durch Entlanggleiten eines Kurvenlineals an einen Bolzen angehoben werden, wobei er selbsttätig durch sein Eigengewicht in die Grundstellung zurückgleitet und dabei die Tätigkeit der Kommandowelle auslöst. Der Vorgang spielt sich dann wie folgt ab:
Zunächst erstmaliges Aufsetzen des Tonarms; darauf Abspielen der Platte; danach Anheben des Tonarms bis zu einem Anschlag; dadurch Greifen und Wenden der Platte durch ein Hebelpaar, das mit Greifern die Platte greift, anhebt, wendet, auflegt und wieder freigibt, wobei die Auf- und Abwärtsbewegung des Hebelpaares ohne einen zweiten Antriebsmotor
rhytmisch durch eine Kurvenscheibe gesteuert wird; darauf automatisches Aufsetzen des Tonarms und Abspielen der Plattenrückseite;schließlich erneutes Greifen der Platte durch das Hebelpaar und Ablegen derselben in den Vorratsbehälter, während gleichzeitig die unterste Platte des Vorratsbehälters freigegeben wird und auf den Plattenteller gleitet, wobei das Hebelpaar in seine Grundstellung zurückgelangt und der Tonarm wieder automatisch aufsetzt. Dieser Vorgang wiederholt sich in unendlicher Folge, bis die Apparatur abgeschaltet wird. Der zum Durchspielen gelangende Plattenvorrat richtet sich dabei lediglich nach der Größe des Vorratsbehälters und ist im übrigen nach oben unbeschränkt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind nachstehend anhand des in der Zeichnung dargestellten schematischen Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 einen Plattenspieler mit elektromotorischen Antrieb und elektrischem Tonabnehmer von der Seite gesehen,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Antriebsteile in schematischer Darstellung,
Fig. 3 und 4 im Schnitt und Draufsicht die Einrichtung zum Anheben und Wenden der Schallplatte,
Fig. 5 und 6 die Einrichtung zum Anheben und Rückführen des Tonabnehmers in die Ausgangsstellung in Draufsicht und von der Seite gesehen,
Fig. 7 eine Draufsicht auf den Plattenbehälter mit der selbsttätigen Abgabeeinrichtung einer neuen Schallplatte,
Fig. 8 eine Teilansicht des Plattenbehälters in größerem Maßstab und
Fig. 9 eine Draufsicht hierzu.
Ein im Gehäuse 1 des Plattenspielers eingebauter Elektromotor 2
treibt in bekannter Weise mittels der Welle 3 den Plattenteller 4 an. Der Antrieb für die Einrichtung zur selbsttätigen Bedienung des Plattenspielers erfolgt durch eine vom Motor rechtwiNKlig zu der Welle 3 abgezweigte Welle 5, die über ein Schneckengetriebe 6 und 7 eine Kurvenwelle 8 zeitweilig in Umdrehung versetzt. Hierzu dient eine Klauenkupplung 9, deren Schaltbewegung von dem Tonabnehmer nach Ablauf einer Schallplatte gesteuert wird. Ein mehrarmiger Hebel 10 (Fig. 2), der bei 11 an der Gehäuseplatte drehbar gelagert ist, steht mit dem einen Arm mit einer auf der Kurbelwelle 8 befestigten Kurvenscheibe 12 in Fühlung, während der andere Arm bis zu dem Tonabnehmer 13 sich erstreckt. Ein im Drehpunkt 11 abgewinkelter Arm 14 trägt einen Stift 14', der einen um den Drehpunkt 15 schwenkbaren Kupplungshebel 16 stößt. Ein am Hebel 16 befestigter Stift 17 steht mit der geteilten Welle 5 in Verbindung, sodass durch eine Verschiebung derselben die Klauenkupplung 9 betätigt wird. Ein an dem Hebel 16 angelenkter Arm 19 steht mit einer auf der Kurbelwelle 8 befestigten Kurvenscheibe 18 in Fühlung, die den Hebel 16 wieder in die Ausgangsstellung zurückführt und dadurch die Klauenkupplung löst. In den Endlagen wird der Hebel 16 durch ein federnd beiderseitig abgeschrägten Ende des Hebels anliegende Raste 20 gesichert.
Ein von dem Tonabnehmer nach Ablauf einer Schallplatte radial zur Platte verschiebbarer Arm 21, der in bekannter Weise bei gewöhnlichen Plattenspielern das Triebwerk abstellt, wird bei dem vorliegenden Plattenspieler dazu benutzt, das Einrücken der Kupplung 9 durch den Hebel 10 einzuleiten. Zu diesem Zweck ist auf dem Hebel 10 ein Zahn 22 befestigt, der in der ausgekuppelten Stellung auf einer unter Federspannung stehenden Klinke 24 aufliegt. An dem verschiebbaren Arm 21 ist ein Stift 25 vorgesehen, der bei der Verschiebung die Klinke 24 ausschwenkr den Zahn 22 freigibt, sodass der Hebel 10 unter der Wirkung einer Feder 10' in die Schaltstellung nach Fig. 2 schwingt.
Das Anheben des Tonabnehmers und die Zurückführung in die Ausgangsstellung erfolgt gleichzeitig mit der Schaltbewegung des Hebels 10 durch ein am Ende desselben angebrachtes Kurvenstück 26, das bei der Schaltlage (Fig. 2) einen excentrisch zum Drehpunkt des Tonabnehmers liegenden Kreisbogen bildet. Der Hebel drückt mit der Kurve 26 gegen einen am Tonabnehmer befestigten abwärts gerichteten
Bolzen 27 und hebt diesen an, wie in Fig. 5 und 6 mit strichpunktierten Linien angedeutet. Infolge der Schräglage gleitet der Tonabnehmer mit dem Bolzen an der Kurve entlang, sodass der Tonabnehmer wieder in die Ausgangslage gelangt und die Schallplatte zum Abheben frei wird.
Das Heranführen des Tonabnehmers zur Anlaufrille der Schallplatte erfolgt durch eine Zugstange 63 mittels der Kurvenscheibe 64. Die Stange besitzt eine durch Schrauben 65 verstellbare Leiste mit Mitnehmer 66, der den Tonabnehmer an den Bolzen 27 bei einer Verschiebung mitnimmt. Mittels einer Feineinstellschraube 67 kann der Zeitpunkt des Spielbeginns genauestens reguliert werden.
Zum Erfassen und Abheben der Schallplatte S sind seitlich vom Plattenteller je ein Hebelarm 28 und 28' auf einer gemeinsamen Welle 29 in Lagern 30 drehbar angeordnet. Die Hebelarme sind auf ihren Befestigungsstellen auf der Welle außerdem noch um Zapfen 31 in seitlicher Richtung schwenkbar. Duch belförmige Greifer 32, die an den Enden der Hebelarme drehbar gelagert sind und an den Schallplattenrand zur Anlage kommen, kann die Platte durch Anpressen festgehalten werden.
Auf der Welle 29 ist ein Zahnrad 35 befestigt, das mittels einer Zahnstange 34 von einer Kurvennutscheibe 33 gedreht werden kann und damit ein Heben und Senken der Hebelarme 28, 28' bewirkt. Die seitliche Bewegung der Hebel erfolgt durch Konen 35' und 35'', die auf der Welle 29 längsverschiebbar angeordnet sind. An den Hebeln 28, 28' befestigte Arme 36 stehen mit den Konen in Berührung, sodass auf die Arme durch Verschieben der Konen ein Druck ausgeübt werden kann, womit eine Anpressung der Greifer 32 an die Schallplatte bewirkt wird. Mit dem Konus 35' ist eine Scheibe 37 verbunden, um die ein um einen Drehzapfen 39 verschwenkbarer doppelarmiger Hebel 40 einwirkt, der durch Nocken 41 von der Kurvenscheibe 33 aus betätigt wird. Die beiden Konen sind durch ein Verbindungsstück 38 miteinander gekuppelt, und eine Feder 42 sorgt dafür, dass die Scheibe 37 dauernd mit dem Hebel 40 in Fühlung bleibt.
Das Wenden der Schallplatte nach em Abspielen einer Seite erfolgt dadurch, dass bei der Aufwärtsbewegung der Hebelarme 28, 28' ein Anschlag in die Bahn eines der Greifer 32 gebracht wird, wodurch die Greifer mit der Schallplatte (Fig. 3) verschwenkt werden. Ein Arm 44
ist um einen Zapfen 43 drehbar gelagert und trägt an seinem freien Ende einen Stift 44. Durch eine Zahnstange 46 wird von einer Nockenscheibe 48 auf der Welle 8 ein mit dem Arm 44 gekuppeltes Zahnrad 47 gedreht und dadurch der in der Ruhelage versenkt liegende Arm 44 aufgerichtet. Durch Anschlagen eines an einem Greifer 32 befestigten Armes 45 gegen den Stift 44' werden die Greifer mit der Schallplatte verschwenkt (Fig. 4) und Arme 44 durch Zahnstange 46 und Feder 46' wieder in die Ausgangsstellung gebracht, sodass nach der Abwärtsbewegung der Hebelarme 28, 28' die Schallplatte gewendet auf dem Plattenteller abgelegt wird.
Ein Schallplattenbehälter 49 ohne Boden ist auf einem Gestell 50 in einer zum Plattenteller geneigten Lage auf dem Gehäuse 1 oberhalb der Kurvenwelle 8 angeordnet. An der unteren Seite sind um den Behälter verteilt vier als doppelarmige Hebel ausgebildete Klinken 51 um Zapfen 52 drehbar gelagert. Die Klinken sind an den Enden mit AbwiNKlungen 53 und 54 versehen, von denen die letztere um die Dicke einer Schallplatte gegenüber der ersteren erhöht liegt (Fig. 8). Je zwei Klinken sind mit einem um einen Zapfen 55 drehbaren doppelarmigen Hebel 56 verbunden, derart, dass durch eine Schwenkbewegung des Hebels 56 die Klinken ebenfalls verschwenkt werden und die Ansätze 53, 54 wechselartig unter dem Schallplattenstapel zu liegen kommen. Dabei dient der Ansatz 53 als Auflage für die unterste Platte 53 des Stapels, während bei dem Wechsel des Ansatz 54 sich zwischen der untersten und der nächst darüber liegenden Platte einschiebt und den Plattenstapel stützt. Bei dem Wechsel wird der unteren Platte die Auflage entzogen, sodass sie frei nach unten auf eine auf Schienen 57 gebildeten Gleitbahn abfällt, von wo sie auf den Plattenteller 4 gelangt. Durch Anschläge 58 (Fig. 1) wird die Platte abgefangen und in die richtige Lage auf dem Plattenteller gebracht.
Der Antrieb für die Klinken 51 erfolgt mittels der Kurvennut 59 über Hebel 60, 61, die mit dem Hebel 56 in Verbindung stehen. Der Antrieb wird auf das zweite Klinkenpaar durch die Schubstangen 62 übertragen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist wie folgt:
Nach Einschalten des Antriebsmotors 2 bleibt dieser während der gesamten Spieldauer in Tätigkeit. Während des Abspielens einer Schallplatte befinden sich die Hebelarme 28, 28' mit ihren Greifern in der
seitlich ausgeschwenkten Lage, bei der die Platte nicht berührt wird. Die Kupplung 9 ist außer Eingriff mit der laufenden Welle 5. Der Hebel 10 befindet sich dabei in der Lage, bei der die Klinke 24 den Zahn 22 festhält.
Nach dem Abspielen der Platte, bei dem der Tonabnehmer 13 zur Mitte der Platte geführt wird und dabei die Stange 21 radial verschiebt, wird durch den Stift 25 die Klinke 24 gedreht und gibt den Zahn 22 frei, sodass der Hebel 10 unter der Wirkung der Feder 10' um den Drehpunkt 11 schwingt. Das Kurvenstück 26 stößt dabei auf den Bolzen 27 am Tonabnehmer und hebt diesen von der Platte ab (Fig. 6). Der Tonabnehmer gleitet durch sein Eigengewicht infolge der Schräglage in die Ausgangsstellung zurück. Gleichzeitig wurden durch das Ausschwingen des Hebels 10 durch den Arm 14 der Kupplungshebel 16 mitgenommen. Dieser rückt die Klauenkupplung 9 ein, und die Welle 8 mit den Kurvenscheiben wird durch die Welle 5 in Umdrehung versetzt. Ein Nocken 41 auf der Kurvenscheibe 33 dreht den Hebel 40 und verschiebt dadurch die Konen 35' und 35'' auf der Welle 29, wodurch die seitlich des Plattentellers liegenden Hebelarme 28, 28' die Greifer 32 an den Rand der Schallplatte pressen. Von der Kurvennut der Scheibe 33 wird die Zahnstange 34 verschoben und durch das Zahnrad 35 die Welle 29 mit den Hebelarmen 28, 28' gedreht.
Gleichzeitig wurde auch die Zahnstange 46 durch den Nocken 48 verschoben, die den Hebel 44 aus der waagerechten Lage in die senkrechte dreht (Stellung I in Fig. 1). Bei dem Anheben der Hebelarme 28, 28' stößt der Arm 45 gegen den Stift 44', sodass die Greifer 32 mit der Platte um ihren Drehpunkt am Hebelarm 28, 28' gedreht werden. Die Kurvennut 33 ist so geformt, dass die Hebelarme 28, 28' aus der Stellung I wieder in die Grundstellung zurückgeführt werden, wodurch die Platte gewendet ist; dabei springt der Arm 44 durch die Feder 46' kurz nach dem Einsetzen der Rückbewegung in die Ausgangsstellung zurück.
Nach dem Aufsetzen der Platte werden die Greifer 32 von dem Plattenrand bgehoben,s durch die Verschiebung der Konen 35', 35'' erfolgt. Von der Kurvenscheibe 64 wurde mittels der Stange 63 durch den Anschlag 66 der Tonabnehmer 13 auf die Platte geführt und dabei durch die Kurve 26, die excentrisch zum Drehpunkt des Tonabnehmers verläuft, durch Schrägstellung angehoben. Der Hebel 10 schwingt
durch die Kurvenscheibe 12 um seinen Drehpunkt 11, Zahn 22 gleitet an der Klinke 24 entlang und hält den Hebel in der äußersten Stellung seiner Drehbewegung fest. Gleichzeitig hiermit wird durch die Kurvenscheibe 18 mittels der Stange 19 der Kupplungshebel 16 betätigt, der die Kupplung 9 auslöst und die Welle 8 stillegt.
Nach dem Abspielen der gewendeten Platte wiederholt sich im wesentlichen der beschriebene Vorgang. Da die Platte aber nunmehr in den Behälter 49 abgelegt wird, ist die Kurvennut 33 so geformt, dass die Hebelarme 28, 28' einen größeren Kreisbogen beschreiben, der bis zur Mitte des Behälters reicht (Stellung II, Fig. 1). Bei dieser Bewegung wird der Arm 44, der das Wenden der Platte herbeiführte, nicht betätigt. Bei der Aufwärtsbewegung der Hebelarme 28, 28' stößt die Platte S gegen die vordere Kante des Plattenbehälters, sodass die Platte sich umlegt und nach dem Freigeben der Greifer in den Behälter fällt.
Während dieses Vorganges wurden durch die Kurvennut 59 über die Hebel 60, 61 und 56 die Klinken 51 verschwenkt. Dabei wurden die Zähne 54 zwischen der untersten und der zunächst darüber liegenden Platte des Stapels eingeschoben und die Zähne 53 von der untersten Platte entfernt, sodass die letztere auf die Schienen 57 fällt und auf den Plattenteller 4 gleitet.
Die Hebelarme 28, 28' wurden wieder in die Grundstellung zurückgeschwungen und der Vorgang des Aufsetzens des Tonabnehmers wiederholt sich in der vorgeschriebenen Weise.
Claims (12)
1.) Plattenspielautomat für das aufeinanderfolgende doppelseitige Abspielen eines in einem Behälter untergebrachten Schallplattenvorrats in unendlicher Folge, dadurch gekennzeichnet, dass Vorratsbehälter (49) eine automatische Festhalte- und Auslösevorrichtung (51) für die Platten (S) und ein Hebelpaar (28, 28') für das Wenden bezw. Ablegen der Platten vorgesehen sind, wobei sämtliche Arbeitsvorgänge über vom Plattenteller-Antriebsmotor (2) zeitweilig in Umdrehung versetzte Kurvenscheiben (12, 18, 33, 59, 64) ablaufen.
2.) Plattenspielautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Abspielen einer Platte durch die normale Bewegung des Tonarms (13) mittels einer vom Plattenteller-Antriebsmotor (2) angetriebenen Steuerwelle (5) eine Kommandowelle (8) zeitweilig in Bewegung gesetzt wird, auf der Kurvenscheiben (12, 18, 33, 59, 64) für den wechselseitigen Bewegungsablauf der Plattenwende- und -ablegeeinrichtung sowie der Plattenauslöseeinrichtung vorgesehen sind.
3.) Plattenspielautomat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit Greifern (32) vorgesehenes Hebelpaar (28, 28') in Abhängigkeit von den auf der Kommandowelle (8) vorgesehenen Kurvenscheiben nach dem Abspielen der ersten Plattenseite die Platte greift, anhebt, wendet, auflegt und wieder freigibt, nach dem Abspielen der zweiten Plattenseite die Platte greift, anhebt, wendet und in den Vorratsbehälter ablegt, während die nächste Platte im Behälter (49) ausgelöst wird und auf einer schiefen Ebene (57) durch ihr Eigengewicht auf den Plattenteller (4) gleitet.
4.) Plattenspielautomat nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach Abspielen einer Platte der Tonarm (13) durch Entlanggleiten eines Kurvenlineals (26) an einem Bolzen (27) angehoben wird und selbsttätig durch Eigengewicht in die Grundstellung zurückgleitet, wobei die Tätigkeit der Kommandowelle (8) ausgelöst wird.
5.) Plattenspielautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der nach dem Abspielen zur Mitte der Platte geführte Tonarm (13) eine Stange (21) radial verschiebt, an der ein Stift (25) angeordnet ist, der mit einer Klinke (24) zusammenwirkt, die an einem mehrarmigen vorzugsweise dreiarmigen Winkelhebel (10, 14) einen Zahn (22) freigibt, wodurch die Bewegung des unter Wirkung einer feder (10') stehenden Hebels (10 ausgelöst wird, dessen Verlängerung als Kurvenlineal (26) ausgebildet ist.
6.) Plattenspielautomat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mehrarmige Winkelhebel (10, 14) nach Freigabe des Zahnes (22) um seinen Drehpunkt (11) schwingt, wobei der abgewinkelte Arm (14) mittels eines Stiftes (14') einen Kupplungshebel (16) mitnimmt, der eine in der Steuerwelle (5) angeordneten Kupplung (9) einrückt, wodurch über ein Getriebe (7) die Kommandowelle (8) in Umdrehung versetzt wird, bis eine Kurvenscheibe (18) über einen am Kupplungshebel (16) angelenkten Arm (19) die Kupplung (9) wieder ausrückt.
7.) Plattenspielautomat nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das vorzugsweise mit Ausgleichsgewichten versehene, die Platten haltende Hebelpaar (28, 28') auf den Enden einer Welle (29) angeordnet ist, auf der gleichzeitig Konen (35', 35'') verschiebbar gelagert sind, die mit an den Hebeln (28, 28') befestigten Spreizarmen (36) zusammenwirken, wobei die Drehung der Welle (29) durch eine auf der Kommandowelle (8) befestigte Kuvennutscheibe (33) erfolgt, die eine Zahnstange (34) verschiebt, die ein Zahnrad (35) auf der Welle (29) antreibt, während Nocken (41) an der Kurvennutscheibe (33) über einen Hebel (40) und eine Scheibe (37) die Konen (35', 35'') betätigt.
8.) Plattenspielautomat nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Nockenscheibe (48) eine Zahnstange (46) verschoben wird, die einen Hebel (44) aus der waagerechten in die senkrechte Lage schwenkt, wobei ein Stift (44') beim Anheben der Plattenhalte-Hebel (28, 28') einen Anschlag für einen am Greifer (32) angebrachten Arm (45) bildet, wodurch die Greifer (32) mit der Platte um ihren Drehpunkt am Hebelarm (28, 28') gedreht werden.
9.) Plattenspielautomat nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenhalte-Hebel (28, 28') nach der ersten Plattenwendung gesteuert von der ersten Kurvennutscheibe (33) in ihre Ausgangsstellung zurückkehren, wobei der Hebel (44) durch eine Feder (46') in seine Ausgangsstellung zurückspringt, die Konen (35', 35'') in ihre Ausgangsstellung zurückgeschoben und die Greifer (32) vom Plattenrand entfernt werden.
10.) Plattenspielautomat nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenhalte-Hebel (28, 28') gesteuert von der Kurvennutscheibe (33) bei jeder zweiten Aufwärtsbewegung einen größeren Kreisbogen beschreiben, wobei die von den Greifern (32) erfasste Platte gegen einen Anschlag am Vorratsbehälter (49) trifft und die umgelegte Platte nach Freigabe durch Verschieben der Konen (35', 35'') im Behälter abgelegt wird.
11.) Plattenspielautomat nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kurvenscheibe (64) mittels einer Stange (63) und darauf verschiebbarem Anschlag (66), der mit dem am Tonarm angeordneten Bolzen (27) gegebenenfalls unter Feineinstellung (67) zusammenarbeitet, den Tonarm (13) zum Spielbeginn auf die Platte führt, der durch das excentrisch zum Drehkreis des Tonarms (13) verlaufende Kurvenlineal (26) angehoben wird, während der Winkelhebel (10) unter Einwirkung einer Kurvenscheibe (12) um seinen Drehpunkt (11) zurückschwigt,hn n der Klinke (24) entlang gleitet und den Hebel (10) in seiner Ausgangsstellung festhält.
12.) Plattenspielautomaten nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass am Vorratsbehälter (49) Klinken (51) mit um Plattenstärke in der Höhe verschieden angeordneten Zähnen (53, 54) vorgesehen sind, die von einer Kurvenscheibe (59) über Hebel (60, 61) und Gestänge (56, 62) um Festpunkte (52) verschwenkt werden, wobei die oberen Zähne (54) zwischen die beiden untersten Zähne (53) die unterste Platte freigeben, die über eine schiefe Ebene (57) auf den Plattenteller (4) gleitet, wo Anschläge (58) ihre richtige Lage sichern, und nach Rückschwenken der Klinken (51) die unteren Zähne (53) die nunmehr unterste Platte festhalten.
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