DEP0004066BA - Versatzeinrichtung für Nadelbetten von Flachstrickmaschinen - Google Patents

Versatzeinrichtung für Nadelbetten von Flachstrickmaschinen

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DEP0004066BA
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Wilhelm Dipl.-Ing. Hadam
Erich Hammer
Original Assignee
Universal Maschinenfabrik GmbH, Abtsgmünd
Publication date

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Description

Gegenstand der Erfindung ist eine sogenannte Versatzeinrichtung für Flachstrickmaschinen. Derartige Vorrichtungen dienen bekanntlich dazu, die Nadelbetten der Maschinen um ein gewisses Maß gegeneinander zu verschieben, weil hierdurch bestimmte Strickmuster erzeugt werden können.
Es ist, abgesehen von gewissen Ausnahmen, z.B. bei Links-Links-Maschinen allgemein üblich, das zu versetzende Nadelbett, in der Regel das hintere, an einer drehbaren Schrägkurve (nach Art eines Gewindeganges) angreifen zu lassen, wobei die Bewegung der Kurve durch einen Hebel bewirkt wird, der im wesentlichen unterhalb der Nadelbetten zu vertikaler Ebene verschwenkt wird.
Erfahrungsgemäß ist diese Art der Steuerung sehr mühevoll, weil dem Stricker Bewegungen, die nicht in der Lauf-Richtung des von ihm betätigten Schlittens verlaufen, unbequem sind, insbesondere dann, wenn sich der Versatzhebel an der (linken) Stirnseite der Maschine befindet, sodass sich der Stricker bücken bzw. ziemlich weit unter die Maschine greifen muss. Wird andererseits bei langen Maschinen der Versatz mittels einer durchgehenden Welle innerhalb (der linken Hälfte) des Nadelraumes betätigt, so steht dem Stricker bei Bewegung des Versatzhebels in vertikaler Ebene ein sehr begrenzter Winkel zur Verfügung, der nach oben durch die Schlittenführung und nach unten
Durch die Strickware behindert wird. Der Versatz kann deshalb auf diese Art nur über drei bis fünf Nadeln erfolgen.
Die Erfindung bezweckt, diesem Mißstand abzuhelfen. Dies geschieht dadurch, dass die Verschiebung des Nadelbettes über ein Zwischenglied durch einen an der Maschinenvorderseite in vorzugsweise horizontaler Ebene verschwenkbaren Schalthebel erfolgt.
Durch eine derartige Anordnung gelangt der Schalthebel in eine sehr praktische Lage, indem er in normaler Arbeitshöhe über das Maschinengestell an den Arbeitsplatz vorragt, also leicht zu erfassen und zu betätigen ist. Seine Bewegung nach links oder rechts fügt sich arbeitstechnisch gechickt in die Strickbewegungen ein, wobei der Schwenkwinkel und damit das Nass des Versatzes nicht unerwünscht behindert wird.
Ein weiterer, großer Vorteil der neuen Anordnung besteht darin, dass sich zwischen Nadelversatz und Hebelbewegung ein günstiges Übersetzungsverhältnis herstellen lässt, sodass eine besonders feinfühlige Versatzsteuerung, d.h. ein genaues Einstellen der durch Kugelrasten o.dgl. bestimmten Versatzstufen möglich ist.
Für das Zusammenarbeiten des erfindungsgemäß angeordneten Schalthebels mit dem zu verschiebenen Nadelbett ergeben sich verschiedenen Wege, die zum Teil durch die Art der Zwischengetriebe bestimmt sind und entweder eine indirekte Bewegungsübertragung mittels hebelbetätigter Kurvenstücke oder aber die direkte Bewegungsübertragung durch ein System doppelarmiger Hebel o.dgl. vorsehen. Jede diese Arten ist wahlweise für den Versatz des hinteren oder vorderen Nadelbettes verwendbar.
Wenn beispielsweise das Nadelbett wie eingangs angegeben an einer Kurvensteuerscheibe (Versatzkurve) angreift, so kann man als Schalthebel einen Winkelhebel o.dgl. verwenden, der im Bereich seines Scheitelpunktes um eine senkrechte Achse drehbar gelagert ist und dessen eines Ende gelenkig mit der
Kurbel der Versatzkurve gekuppelt ist. Diese Kupplung kann mit großem Vorteil durch einen Lenker bewerkstelligt werden, der an den Enden mit Kugelgelenken versehen ist und einerseits am Ende des Schalthebels, andererseits an der Kurbel der Versatzkurve angreift.
Eine sehr einfache und zweckmäßige Anordnung ergibt sich auch, wenn man zwischen den Schalthebel und das verschiebliche Nadelbett unter Weglassung der Versatzkurve einen am Maschinengestell horizontal schwenkbar gelagerten Doppelhebel einfügt. Dies hat den besonderen Vorzug, dass die Nadelbettverschiebung und die Schalthebelschwenkung in der gleichen Richtung erfolgen. In den Fällen, in denen das vordere Nadelbett verschoben werden soll, kann man auch so vorgehen, dass der Schalthebel, als Doppelhebel ausgebildet, mit seinem einem Ende direkt die am vorderen Nadelbett sitzende Versatzleiste betätigt. Im Regelfalle wird dabei das Schalthebelende in eine parallel zur Nadelbettstirnkante verlaufende Kulisse der Versatzleiste eingreifen, damit das Nadelbett zugleich auch bei jeder Versatzstellung herabgelassen werden kann.
Eine bewährte Ausführungsform des Erfindungsgedankens besteht schließlich darin, dass der Schalthebel eine um eine vertikale Achse drehbare Scheibe betätigt, in der eine Versatzkurve als Führung eines Zapfens ausgespart ist, welcher die Versatzleiste des Nadelbettes steuert.
Weitere Einzelheiten der erfindung ergeben sich aus der Zeichnung, die verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergibt.
Figur 1 zeigt in Draufsicht eine Versatzleistung unter Verwendung einer normalen Versatzkurve.
Figur 2 zeigt in Draufsicht eine Versatzeinrichtung, bei welcher die Versatzkurve durch einen Doppelhebel ersetzt ist.
Figur 3 zeigt in Draufsicht eine Versatzeinrichtung für das vordere Nadelbett.
Figur 4 zeigt in Draufsicht und Figur 5 in einem Längsschnitt dazu eine weitere Versatzeinrichtung gemäß der Erfindung.
In Fig. 1 bezeichnet 5 das vordere und 6 das hintere Nadelbett einer Flachstrickmaschine. 7 ist die am hinteren Nadelbett montierte Versatzleiste, die mit der Versatzkurve 8 zusammenarbeitet. Die letztere sitzt auf einer Büchse 9, welche durch die Kurbel 10 gedreht werden kann.
Die Steuerung der Versatzeinrichtung erfolgt durch einen Schalthebel 11, der an der Vorderseite der Strickmaschine angeordnet ist und um die vertikale Achse 12 in waagerechter Ebene geschwenkt werden kann. Es ist im Zeichnungsbeispiel als
T-Stück ausgebildet, könnte aber natürlich auch anders gestaltet sein. Sein freies Ende 13 ist mit der Kurbel 10 über einen Lenker 14 verbunden. Da dieser Lenker Bewegungen in verschiedenen Ebenen ausführen muss, ist er an seinen Enden mit Kugel- oder Kreuzgelenken 15, 16 versehen.
Durch die Horizontalbewegung des Schalthebels 11 wird ein erheblicher Kraftweg für die Versatzsteuerung erreicht und damit ein sehr feinfühliges Schalten ermöglicht.
Fig. 1 veranschaulicht in Verbindung mit der neuartigen Versatzsteuerung zugleich eine sehr zweckmäßige und vorteilhafte Einrichtung zur Anzeige des jeweiligen Versatzmaßes.
An dem Maschinengestell 17 ist eine scheibenförmige Blende 18 befestigt, die einen fensterartigen Ausschnitt 19 aufweist. Unterhalb der Blende ist eine Anzeigescheibe 20 angebracht, die sich zusammen mit dem Schalthebel 11 um die Achse 12 drehen kann und eine gemäß den Versatzstufen eingeteilte Skala 21 aufweist. Im Fenster 19 ist also das jeweils eingestellte Maß des Versatzes abzulesen. Die Anzeigescheibe 20 besitzt im übrigen eine Reihe von Bohrungen 22, deren jede einer Versatzstufe entspricht und in die zur Absteckung eines Versatzbereiches Stifte 23m 24 eingesetzt werden können. Die letzteren finden bei der Bewegung des Schalthebels ihren Anschlag an einem Absatz 25 bzw. am Ende eines Führungsschlittens 26 der Blende
Bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung gemäß mFig. 2 ist der wiederum um eine Vertikalachse 12 schwenkbare Schalthebel 11 als gerade gesteckter Doppelhebel ausgebildet, der über eine Kulissenführung 30, 31 mit dem um die Achse 32 des Maschinengestells schwenkbaren Doppelhebel 33 zusammenarbeitet.
Der Doppelhebel seinerseits greift mittels der Kulissenführung 34, 35 an den Versatzhebel 36 des hinteren Nadelbettes an. Die Zeichnung lässt ohne weiteres erkennen, dass Schalthebel und Nadelbett sich beim Versatz in der gleichen Richtung bewegen, was die Versatzschaltung besonders einfach macht. Im übrigen ist unterhalb des Hebels 11 ein Sektor 37 mit Rasten 38 angebracht, die zur Arretierung des Schalthebels 11 in den einzelnen Versatzstufen dienen.
Im Falle der Fig. 3 handelt es sich ebenfalls um einen geradegestreckten, doppelarmigen Schalthebel 11, der mit einer Rastenscheibe 37 zusammenarbeitet. Der kürzeste Hebelarm des Schalthebels greift mittels eines Zapfens 40 in eine Kulissenführung 41 des mit dem vorderen Nadelbett 5 verbundenen Versatzhebels 42. Die Bewegungen des Schalthebels werden so auf kürzestem Wege dem zu versetzenden Nadelbett mitgeteilt, das infolge der Kulissenführung in jeder Versatzstellung auch herabgelassen werden kann. Natürlich lässt sich diese Ausführungsform der Erfindung auch mit jeder anderen Verbindung zwischen Schalthebel und Versatzleiste bzw. Nadelbett verwirklichen, sofern dieselbe sowohl das Verschieben als auch das Herablassen des Nadelbettes gestattet. Schalthebel, Rastenscheibe und Nadelbett können dabei, wie es im Zeichnungsbeispiel gedacht ist, in parallelen Ebenen liegen oder auch gegeneinander derart abgewinkelt sein, dass der Schalthebel z.B. völlig horizontal liegt.
Bei der Konstruktion nach den Figuren 4 und 5 handelt es sich darum, zwischen Schalthebel und Nadelbett wiederum eine Steuerkurve einzuschalten, indessen anders, als nach dem Prinzip der Fig. 1.
Mit dem um die vertikale Achse 12 drehbaren Schalthebel 11 ist eine Scheibe 45 verbunden, die mit Kugelrasten 46 entsprechend den Versatzstufen des Nadelbettes 5 versehen ist. In dieser Scheibe ist eine Führungskurve 47 für die Versatzleiste 48 des Nadelbettes 5 ausgespart. Ähnlich wie im Falle der Fig. 3 weist die Versatzleiste eine Kulisse 49 auf, in die ein durch die Führungskurve 47 ragenden Bolzen 50 greift. Der Bolzen seinerseits sitzt in einem Klötzchen 51, das in einer Führung 52 der die Achse 12 tragenden Konsole 53 gleitet.
Wird der Schalthebel 11 geschwenkt, so dreht sich auch die Scheibe 45, deren Kurve 47 den Bolzen 50 und über diesen die Versatzleiste 48 bewegt. Eine Einrichtung dieser Art, die bei entsprechender Anordnung auch für das hintere Nadelbett verwendbar wäre, hat neben ihrer gedrängten, kompakten Bauart auch den großen Vorzug, dass die durch das Stricken verursachte Wechselbeanspruchung des Nadelbettes von der Kurvenscheibe 45 aufgenommen wird und der übrige Versatzmechanismus davon unberührt bleibt, sodass Ungenauigkeiten von Bohrungen usw. nicht möglich sind.
Auch die Einrichtung nach den Fig. 4 und 5 ist, wie dies bei jedem der Ausführungsbeispiele möglich wäre, mit einer Anzeigevorrichtung versehen, indem die Scheibe 45 mit einer Skala 55 ausgestattet ist, welche unter dem Fenster 56 einer feststehenden Blende 57 sichtbar wird.
Einzelheiten der Erfidnung können auch anders als in den Zeichnungsbeispielen ausgeführt werden. Sie braucht insbesondere das Merkmal, dass sich der Schalthebel an der Maschinenvorderseite befinde, nicht zu bedeuten, dass dieser Hebel in seiner Gesamtheit vor der Maschine liegt. Worauf es ankommt, ist, dass der Schalthebel von der Maschinenvorderseite aus bequem erreicht und bedient werden kann, ohne dass sich der Stricker mühevoll strecken oder bücken müsste.

Claims (8)

1) Versatzeinrichtung für Nadelbetten von Flachstrickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebung des Nadelbettes über ein Zwischenglied durch einen an der Maschinenvorderseite in vorzugsweise horizontaler Ebene verschwenkbaren Schalthebel bewirkt wird.
2) Versatzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalthebel (11) einen im Bereich des Scheitelpunktes um eine senkrechte Achse (12) drehbar gelagerten Winkelhebel darstellt, dessen eines Ende gelenkig mit einer Versatzkurve (8) gekuppelt ist.
3) Versatzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Schalthebel (11) und Kurbel (10) der Versatzkurve (8) ein Lenker (14) eingeschaltet ist, dessen Enden Kugelgelenke oder Kreuzgelenke (15, 16) aufweisen.
4) Versatzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalthebel (11) als Doppelhebel ausgebildet ist, dessen über die Schwenkachse (12) hinausragendes Ende mit dem zu verschiebenen Nadelbett (6) durch einen z.B. am Maschinengestell gelagerten, schwenkbaren Doppelhebel (33) gekuppelt ist.
5) Versatzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalthebel (11) als Doppelhebel ausgebildet ist, dessen über die Schwenkachse (12) hinausragendes Ende mit dem verschieblich angeordneten vorderen Nadelbett (5) durch eine Versatzleiste (42) gelenkig verbunden ist.
6) Versatzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalthebel (11) eine um seine Schwenkachse drehbare Scheibe (45) steuert, in der eine
Versatzkurve (47) als Führung eines Zapfens (50) ausgespart ist, welcher die Versatzleiste (48) des zu verschiebenen Nadelbettes mitnimmt.
7) Versatzeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Führungskurve (47) hindurch in die Versatzleiste (48) greifende Zapfen (50) in einem Klötzchen (51) sitzt, welches in einer Führung (52) der die Scheibe (45) tragenden Konsole (53) gleitet.
8) Versatzeinrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das über die Schwenkachse hinausragende Ende des Schalthebels (11) bzw. der Zapfen (50) in eine das Herablassen des Nadelbettes (5) gestatteten, parallel zur Nadelbettstirnkante verlaufende Kulisse (49) der Versatzleiste (42 bzw. 48) eingreift.

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