DEP0003715BA - Einrichtung zur Überwachung des Schaltzustandes bei elektrischen Schalt-, Steuer- oder Regelanlagen - Google Patents
Einrichtung zur Überwachung des Schaltzustandes bei elektrischen Schalt-, Steuer- oder RegelanlagenInfo
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Description
Bei elektrischen Schalt-, Steuer- oder Regelanlagen ist es häufig erforderlich, die vorhandenen Geräte in einer vorgeschriebenen Schaltfolge einzuschalten. Dieses Problem findet sich z. B. bei der Einschaltung eines Großsenders. Es muß hier vermieden werden, daß die Geräte in einer falschen Reihenfolge eingeschaltet werden können, außerdem muß beim Ausfall eines Gerätes das in der "Blockierungsreihe" folgende Gerät abgeschaltet werden.
Für die Kenntlichmachung des eingeschalteten Zustandes hat sich die "Dunkelschaltung", zuweilen auch die "Hellschaltung" eingeführt. Bei der Dunkelschaltung sind im Betriebszustand alle Lampen dunkel, bei der Hellschaltung sind sie hell. Nachteilig ist, daß damit die Kennzeichnung eines Zwischenzustandes nicht gegeben wird, d. h., wenn ein Befehl zwar schon gegeben, aber noch nicht ausgeführt ist, wie etwa bei Geräten mit Vorheizzeit. Der Zeitraum zwischen dem Einschalten der Vorheizung und dem Ablauf der Vorheizzeit wird entweder als eingeschalteter oder als nicht eingeschalteter Zustand gemeldet.
Darüber hinaus ist die vorgeschriebene Reihenfolge der Einschaltung bei einer normalen Schaltung im allgemeinen nicht
ohne weiteres zu erkennen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Überwachung des Schaltzustandes bei elektrischen Schalt-, Steuer- oder Regelanlagen mit in vorgeschriebener Schaltfolge einzuschaltenden Geräten und besteht darin, daß jedem Gerät eine besondere Leitlampe zugeordnet ist, die durch Aufleuchten die Bereitschaft zum Schalten, durch Flackern den Vorgang des Schaltens oder eine Störung am Gerät und durch Erlöschen den beendeten Schaltvorgang anzeigt, wobei in Übereinstimmung mit der vorgesehenen Schaltfolge jeweils nach beendetem Schaltvorgang die Leitlampe des nächstfolgenden Gerätes zum Aufleuchten gebracht wird.
Im folgenden wird als Beispiel eine Schaltung angegeben, bei der die vorgeschriebene Reihenfolge der Einschaltung durch eine sogenannte "Leitlampe" angezeigt wird, die über dem jeweils zu betätigenden Schalter erscheint, außerdem wird ein Zwischenzustand durch ein Flackerzeichen dieser Lampen angezeigt. Die Funktion ist dabei folgende.
Sobald die Leitlampe aufleuchtet, kann der zugehörige Schalter betätigt werden. Nach Betätigung des Schalters beginnt die Leitlampe zu flackern, und zwar solange, bis der Vorgang abgelaufen ist. Dann erlischt die Leitlampe und die Leitlampe des nächsten zu betätigenden Schalters leuchtet auf.
In der Abbildung sind z. B. drei Netzgeräte N(sub)1 + N(sub)3 gezeichnet. Ihnen entsprechen je drei Paar Betätigungsknöpfe "Ein" und "Aus", außerdem drei Kommandorelais K(sub)1 + K(sub)3, drei Quittungsrelais Q(sub)1 + Q(sub)3 und drei Melde- oder Leitlampen L(sub)1 + L(sub)3.
Die vorgeschriebene Schaltfolge sei: Gerät 1-2-3. Bei der Betätigung des in der Zuleitung + liegenden Hauptschalters
leuchtet zunächst die Lampe L(sub)1 auf. Sie befindet sich über dem Schaltknopf "Ein" des ersten Gerätes und zeigt an, daß dieser betätigt werden soll. Wird er betätigt, so spricht das Relais K(sub)1 an und hält sich selbst über den Arbeitskontakt k(sub)1 und den Schaltknopf "Aus". Gleichzeitig wird über den Umschaltkontakt k(sub)1 die Lampe L(sub)1 an die zum Kontakt f(sub)2 des Flackerrelais F(sub)2 verlaufende sogenannte Flackerschiene gelegt und zeigt durch ihr Flackern den Zwischenzustand an. Durch das Relais K(sub)1 wurde das Netzgerät N(sub)1 eingeschaltet. An den Ausgangsklemmen dieses Gerätes liegt das Blockierungsrelais B(sub)1, das das Quittungsrelais Q(sub)1 steuert. Sobald das Netzgerät N(sub)1 Spannung liefert, spricht B(sub)1 und damit auch Q(sub)1 an. Q(sub)1 bringt zunächst Lampe L(sub)1 zum Erlöschen, schaltet gleichzeitig weiter zum nächsten Gerät. Dadurch leuchtet jetzt die Lampe L(sub)2 auf, der Schaltknopf für das zweite Netzgerät kann also betätigt werden. Hier spielt sich der Vorgang genau wie bei dem ersten Gerät ab, ebenso bei dem dritten Gerät.
Fällt eines der Geräte aus, beispielsweise das Gerät N(sub)2, so wird das Blockierungrelais B(sub)2 und damit das Quittungsrelais Q(sub)2 abfallen. Dadurch beginnt sofort die Lampe L(sub)2 zu flackern und zeigt damit zunächst nur den Zwischenzustand an, d. h. das Gerät ist zwar eingeschaltet, liefert jedoch keine Ausgangsspannung. Wenn dieser Zustand nicht nach einer Einschaltung eintritt, bedeutet das eine Störung und es wird somit eindeutig angezeigt, daß das Netzgerät N(sub)2 ausgefallen ist.
Die beispielsweise beschriebene Schaltung lässt sich natürlich beliebig erweitern, auch für mehrere voneinander unabhängige Blockierungsreihen oder beispielsweise für eine vollautomatische Einschaltung sämtlicher Geräte. Die Schaltung ist auch nicht
auf die Einschaltung von Netzgeräten beschränkt, sondern kann immer da angewendet werden, wo es sich darum handelt, mehrere Befehle in einer vorgeschriebenen Reihenfolge auszuführen. Vorbedingung ist dabei lediglich, daß die Ausführung jedes einzelnen Befehls zurückgemeldet wird und Störungen sofort erkennbar sind.
Die Anordnung an der nach der Erfindung ausgeführten Bedienungstafel hat den Vorteil, daß Bedienungsfehler nach menschlichem Ermessen ausgeschaltet sind und Materialschaden infolge frühzeitigen Erkennens der Störungen weitgehend vermieden wird.
Claims (3)
1. Einrichtung zur Überwachung des Schaltzustandes bei elektrischen Schalt-, Steuer- und Regelanlagen mit in vorgeschriebener Schaltfolge einzuschaltenden Geräten, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Gerät eine besondere Leitlampe zugeordnet ist, die durch Aufleuchten die Bereitschaft zum Schalten, durch Flackern den Vorgang des Schaltens oder eine Störung am Gerät und durch Erlöschen den beendeten Schaltvorgang anzeigt, wobei in Übereinstimmung mit der vorgesehenen Schaltfolge jeweils nach beendetem Schaltvorgang die Leitlampe des nächstfolgenden Gerätes zum Aufleuchten gebracht wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Relaisanordnung, die in ihrer Funktion von dem erfolgten Inbetriebsetzen der einzelnen Geräte gesteuert die Leitlampe des eingeschalteten Gerätes zum Erlöschen und die des nächsteinzuschaltenden Gerätes zum Aufleuchten bringt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, insbesondere bei Großsendern, dadurch gekennzeichnet, daß die Relaisanordnung zwei Relais umfasst, von denen das eine als Blockierungsrelais unmittelbar von dem einzuschaltenden Gerät beeinflusst mit einem Arbeitskontakt den Stromkreis das sog. Quittungsrelais schließt.
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