DEP0003205BA - Antrieb für den Schwingarm von Präge- oder Druckmaschinen für Adressendruckplatten - Google Patents
Antrieb für den Schwingarm von Präge- oder Druckmaschinen für AdressendruckplattenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf den Antrieb für den Schwingarm von Präge- oder Druckmaschinen für Adressendruckplatten mittels Kurbel o.dgl. Bei Prägemaschinen wirkt der Schwingarm auf Spreizhebel ein, die zwei gegeneinander arbeitende Doppelhebel steuern, deren Enden je einen Stempel für die Prägetypen tragen. Bei Druckmaschinen bildet der Schwinghebel den Druckarm, an dessen Ende das Druckkissen angeordnet ist. Bisher wurde der Schwingarm durch einen Kurbeltrieb bewegt. Es lassen sich dadurch zwar ohne weiteres die erforderlichen Drücke erzielen, der Arbeitsdruck während des Prägens oder beim Abdruck ist jedoch verhältnismässig kurzzeitig. Die Arbeitsergebnisse würden sich daher verbessern lassen, wenn erreicht würde, dass bei gleichem Arbeitsrhythmus die Druckdauer verlängert würde. Dann hätte beim Prägen das Plattenmaterial mehr zeit zum Fliessen. Beim Druckvorgang könnte dann die Druckfarbe besser auf das zu bedruckende Papier übertragen werden. Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass
zwischen Schwingarm und der durch die Kurbel hin- und herbewegbaren Schubstange ein Kniehebelpaar eingeschaltet ist. Die Bewegungscharakteristik eines solchen Antriebes zeigt die erwünschte verlängerte Druckeinwirkung. Die Bewegungsverhältnisse lassen sich insbesondere noch dadurch auf den gewünschten Zweck abstimmen, dass der eine Lenker an der Maschine gelagert ist und die Schubstange zwischen diesem Lager und dem Kniegelenk an dem Lenker angelenkt ist.
Weitere wesentliche Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung an Hand einer Prägemaschine beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 eine Prägemaschine mit einem Antrieb gemäss der Erfindung in Seitenansicht und
Fig. 2 die Bewegungscharakteristik des Schwingarmes der Maschine nach Fig. 1.
Die in Fig. 1 dargestellte Prägemaschine bekannter Bauart besitzt zwei gegeneinander arbeitende Hebel 1, 2, an deren Arbeitsende je ein Stempel 3 und 4 angeordnet ist. Zwischen den Doppelhebeln 1 und 2 sind in an sich bekannter Weise die Typenträger 5 und 6 angeordnet, die sich mit Hilfe des Handrades 7 in die jeweils gewünschte Stellung bringen lassen. Zwischen den Steuerenden der Doppelhebel 1 und 2 ist ein Paar Spreizhebel 8 angeordnet, deren Gelenk 9 an das Arbeitsende des an der Maschine gelagerten Schwingarmes 10 angeschlossen ist.
Bisher wurde der Schwinghebel 10 mit Hilfe eines Kurbeltriebes bewegt. Abweichend hiervon ist erfindungsgemäss das Arbeits-
ende des Schwingarmes 10 an ein Kniehebelpaar angeschlossen, das aus einem kürzeren Lenker 11 und einem längeren Lenker 12 besteht. Der Lenker 12 ist bei 13 in dem Maschinengestell gelagert. Zwischen dem Lager 13 und dem Kniegelenk 14 ist das Ende einer Schubstange 15 angelenkt, die mit Hilfe einer Kurbel antreibbar ist. Die Kurbel wird unter Zwischenschaltung einer Eintourenkupplung über einen Riementrieb von einem Elektromotor 17 angetrieben. Die Eintourenkupplung ist durch einen Fusschalter 18 einschaltbar.
Fig. 1 zeigt den Antrieb in Ruhestellung. Wird die Eintourenkupplung durch Bedienen des Fusschalters 18 eingeschaltet, so vollführt die Kurbel 16 eine volle Umdrehung. Die von dem Antriebsteil während dieser Umdrehung eingenommene äusserste Arbeitsstellung ist strichpunktiert eingezeichnet.
Fig. 2 veranschaulicht die Wirkung der Erfindung gegenüber der bisherigen Bauart.
Auf der Abszisse ist der Kupplungsweg und auf der Ordinate der Weg der Prägestempel aufgetragen. Die gestrichelte Linie veranschaulicht die Charakteristik der bisherigen Bauart, die ausgezogene Linie die Charakteristik der Maschine nach der Erfindung. Der Vergleich beider Kurven zeigt, dass sich die Druckwirkung mit dem Antrieb nach der Erfindung über einen längeren Abschnitt des Kupplungsweges erstreckt als mit dem bisher bekannten Antrieb.
Die Erfindung lässt sich auch bei Adressendruckmaschinen zum Steuern des auf- und abbewegbaren Druckarmes anwenden.
Neben der erwünschten Verlängerung der Druckperiode wird durch
die Erfindung auch noch das Arbeitsgeräusch verringert.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Auch dienen die in den Patentansprüchen verwendeten Bezugszeichen lediglich der Erläuterung.
Claims (2)
1.) Antrieb für den Schwingarm von Präge- oder Druckmaschinen für Adressendruckplatten mittels Kurbel o.dgl., dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Schwingarm (10) und der durch die Kurbel hin- und herbewegbaren Schubstange (15) ein Kniehebelpaar eingeschaltet ist.
2.) Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Lenker (12) an der Maschine gelagert ist und die Schubstange (15) zwischen diesem Lenker (13) und dem Kniegelenk (14) an dem Lenker (12) angelenkt ist.
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