DEP0003054DA - Verfahren zur Herstellung von Aminocarbonsäuren aus ihren Lactamen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Aminocarbonsäuren aus ihren LactamenInfo
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Description
BADISOBB A I I'L I I- * SOH-IiBlH
Unser Zeichens 0,Z» 15 159« Et/Ha» ¥c/ftfu. Ludwigshafen a,Rhein, 11 »Januar 1946
Verfahren, ssur Herstellung^ypn Aminpoarbonjäuren^ug^ihren ^
Zur Herstellung von Aminocarbonsäuren aus ihren lactamen wurden bisher die Lactame mit wässrigen Lösungen starker Säuren oder
fixer Alkalien erhitzt und aus den dabei erhaltenen Lösungen von •salzen der Aminocarbonsäuren diese selbst durch vorsichtiges Neutralisieren
mit Basen bzw. Säuren in Freiheit gesetzt. Dabei gehen die zur Behandlung der lactame und die zum Neutralisieren verwendeten
Chemikalien ale solche verloren.
Es wurde nun gefunden, dass man in einfacher Weise und nahezu ohne Chemikalienverbrauch. Aminocarbonsäuren aus ihren Lactamen
herstellen kann, wenn man die Lactame in Gegenwart von Wasser mit solchen organischen„Basen erhitzt, die unterhalb der Zersetzungstemperatur des betr« Lactams sieden oder mit Wasserdampf flüchtig
sind, und aus den erhaltenen wässrigen Lösungen die organischen Ba~ sen abdestilliert. Es hat sich nämlich gezeigt; dass die Salze aus
den orgaiischen Basen und Aminocarbonsäuren verhältnismässig leicht hydrolysiert werden, sodass nicht nur ein etwaiger Überschuss der
organischen Base, sondern auch der an die Aminosäure salzartig gebundene Anteil restlos abdestillierbar ist.
Geeignete Ausgangsstoffe sind z.B« das Butyrolactam und das Caprolactam und ihre am Stickstoff- und/oder an den Kohlenstoffatomen
durch Alkyl- oder Alkylengruppen substituierten Derivate» Als organische Basen eignen sich insbesondere sekundäre Amine, wie
Diäthylamin, Piperidin oder Pyrrolidin,
^i e Umsetzung der Lactame mit den Basen erfolgt in Gegenwart von Wasser bei gewöhnlicher oder rascher bei erhöhter Temperatur,
gegebenenfalls unter erhöhtem Druck, wobei man vorteilhaft einen Überschuss der Base anwendet. Man kann dabei so verfahren, dass
man nur einen Teil des Lactams spaltet und die Umsetzung dann abbricht. Man destilliert schliesslich das ümsetzungsgemisch, gegebenenfalls
unter vermindertem Drauk und erforderlichenfalls unter Einleiten von Wasserdampf, bis die Base vollständig entfernt ist.
Das Destillat» das neben Wasser die angewendete Base enthält, kanns
erforderlichenfalls nach, einer an sich bekannten Anreicherung, wieder für den gleichen Zweck verwendet werden. Das Verfahren kann
auch in fortlaufendem Betrieb ausgeführt werden*
Der rückstand, der die Aminocarbonsäure, gegebenenfalls neben mehr oder weniger grossen Mengen unveränderten Lactams» enthält,
kann für manche Zwecke als solcher verwendet oder nach an sich be~ kannten Vorfahren, z.B^ durch Extraktion mit Chloroform* in Lactam
und Aminocarbonsäure zerlegt werden,,
Man kann die erfolgte Spaltung des Lactams in Aminocarbonsäure durch eine einfache .Farbreaktion feststellen,, die auf öer bekannten
Violetifärbung bicarbonat-alkalischer Lösungen von Aminocarbonsäuren mit Benzoehinon beruht. Durch Titration der Lösung des trockenen
Umsetzungsgemisches in absolut-alkoholischer Lösung oder durch Extraktion mit Chloroform» das nur das Lactam löst9 kann man die
Ausbeute an Aminocarbonsäure und das Ausmaß der Spaltung quantitativ ermitteln,
100 G-ewichtsteile f-Aminocapronsäurelactam werden mit 1000 Sewichtsteilen Wasser und 75 G-ewichtsteilen Piperidin 2 Stunden lang
auf 95 bis 100° erhitzt. Man destilliert sodann das Wasser und das Piperidin vollständig ab. Der erhaltene farblose Aküekstand gibt in
bicarbonat-alkalischer Lösung mit Benzoehinon eine intensiv violette Farbreaktion« Die Titration in abiolut-alkoholiioher Lösung ergibt t
da«» er neben niohtgeapaltenem Laotarn 25 $· { »Aminooaproniaure enthält.
Das aus Wasser und Piperidin bestehende Destillat kenn ohne weiteres für einen neuen Ansatz verwendet werden»
Pa tentanapruchΛ
Verfahren aur Herstellung von Aminocarbonsäuren aus ihren Lactamen durch Behandeln mit basisch wirkenden Mitteln in Gegenwart von
Wasser und Zerlegen der erhaltenen Salze der Aminocarbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, dass man als basisch wirkende Mitte}, flüchtige
organische Basen verwendet» mit denen man die Lactame in Gegenwart von Wasser erwärmt, und aus den erhaltenen wässrigen Lösungen
die salzartig gebundenen und die gegebenenfalls nicht gebundenen organischen Basen durch Destillation entfernte
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