DEP0002929BA - Sucher für photographische Kameras - Google Patents
Sucher für photographische KamerasInfo
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Description
Sucher für photographische Kameras, die mit mehreren Kamera-Objektiven ausgerüstet sind, müssen mit einer Wechselvorrichtung des dem Kamera-Objektiv zugeordneten Bildausschnitts versehen sein.
Dies wird bei den bekannten Einrichtungen dadurch erreicht, dass entweder die Grösse der Bildausschnittmaske verändert wird, oder ein Objektiv mit veränderlicher Brennweite benutzt wird oder mehrere Objektive trommelartig vereinigt sind, die einzeln wahlweise vor den unveränderlichen Sucher-Bildausschnitt geschoben werden.
Die erstgenannte Methode hat den Nachteil, dass bei Verwendung längerer Kamera-Objektiv-Brennweiten das Sucherbild und damit der Betrachtungswinkel zu klein und damit die Betrachtung ungenau wird.
Die zweite genannte Methode erlaubt keine scharf begrenzte Bildfeld-Betrachtung. Ein Sucher hat jedoch gerade den Zweck, besonders bei Verwendung langer Objektiv-Brennweiten, die genauen Begrenzungen des aufzunehmenden Objektes zu ermitteln. Verschwommene Bildkonturen mindern erheblich den Wert eines Suchers.
Sucher der letztgenannten Methode vermeiden die genannten Nachteile. Diese Sucher erlauben die Betrachtung eines für alle Kamera-Objektive gleich grossen, scharf begrenzten Bildfeldes.
Sucher für photographische Kameras, bei denen sich der Sucher ausserhalb der Kamera-Objektivmitte befindet, benötigten bei der Einstellung von Objekten unter der Entfernung "unendlich" einen Ausgleich der Parallaxe, die zwischen den vom Kamera-Objektiv und dem Sucherobjektiv wiedergegebenen Objekt-Ausschnitten auftritt. Die bekannten Einrichtungen führen den Parallaxen-Ausgleich dadurch herbei, dass das Sucher-Objektiv verschoben oder dass der Sucher geneigt wird.
Die Verschiebung eines Sucher-Objektivs mit trommelartiger Anordnung der verschiedenen Sucher-Objektive hat den Nachteil, dass bei einem Wechsel des Sucher-Objektivs jedesmal die Sucher-Entfernung neu eingestellt werden muss. Auch der für die Anbringung von
Entfernungsskalen vorhandene Platz ist so gering, dass man nur wenige Entfernungsstrichmarken anbringen kann.
Neigt man dagegen den Sucher, so wird die ermittelte Aufnahme-Entfernung nur einmal eingestellt und die Sucher-Objektiv-Trommel kann zur Auswahl des gewünschten Objektivs bzw. Bildausschnitts jeweils bis zum Anschlag oder bis zum Einspringen in eine Raste gedreht werden.
Die bisher bekannten Neigungseinrichtungen verwenden mit Excenter verbundene Hebel, die an dem Sucherfuß angebracht sind und über eine ebenen Skala bewegt werden. Bei den geringen Abmessungen des Sucherfußes sind Hebel und Skala derart klein, dass eine genaue Einstellung nur mit Schwierigkeiten möglich ist.
Der Gegenstand der Erfindung betrifft einen Sucher mit trommelartig angeordneten Sucherobjektiven und einer Neigungseinrichtung, die durch Drehung eines um das ganze Suchergehäuse gelegten Ringes betätigt wird, welcher gleichzeitig die sehr grosse Entfernungsskala trägt.
Der bei den bisherigen Konstruktionen im Sucherfuß untergebrachte Excenter zum Neigen des Suchergehäuses ist gemäss der Erfindung auf die maximal mögliche Ausdehnung vergrössert worden. Ein um das Suchergehäuse herumgelegter Ring ist an einer Aussenfläche mit einer excentrisch zum Ringmittelpunkt angeordneten Steuerfläche oder Steuernute versehen, welche sich an ein Gleitstück legt, das an dem mit der Kamera verbundenen Sucherfuß fest gelagert ist. Der Ring trägt ferner in seiner ganzen Ausdehnung die sehr grosse Entfernungsskala. Im Gegensatz zu einem kleinen Hebel kann der Excenterring von Hand leicht auch um den kleinsten Winkel gedreht werden, sodass eine genaue Einstellung auf der mit dem Ring verbundenen sehr grossen Entfernungsskala ermöglicht wird.
In der Abbildung 1 ist der Gegenstand der Erfindung im Querschnitt und in der Abbildung 2 in einer Seitenansicht dargestellt.
Auf dem Gehäuse 1 ist der Excenterring 2 drehbar angeordnet. Der Sucherfuß 3 ist mit Hilfe der beiden Stifte 4 mit dem Suchergehäuse drehbar verbunden. Das Gleitstück ist als Rolle 5 ausgebildet und dreht sich in dem Sucherfuß. Eine Druckfeder 6 drückt den Excenterring 2 und damit das Suchergehäuse 1 auf die Rolle 5.
Auf der Ringfläche 7, welche mit dem Excenterring 2 ein Ganzes bildet, ist die Entfernungsskala aufgezeichnet. Auf dem aus der Ringskala herausschauenden Teil 8 des Gehäuses 1 ist ein Zeiger 9 angebracht.
Dreht man den Excenterring 2, so wächst der Abstand zwischen Gehäuse-Mitte und Rollen-Auflagepunkt (siehe Abb. 1). Das Suchergehäuse wird nach vorn unten (in der Abb. 2 nach links unten) geneigt; die geeichte Entfernungsskala 7 läuft dabei an dem Zeiger 9 vorbei und erlaubt eine sehr genaue Entfernungs-Einstellung.
Bei der in Abbildung 1 gezeigten symmetrischen Ausführung des Excenterringes 2 ergeben sich für eine volle Umdrehung jeweils zwei gleiche Stellungen auf der Entfernungsskala. Es ist zweckmässig, die beiden Hälften der Entfernungsskala nach zwei Maßeinheiten zu eichen, z.B. nach Meter und engl. Fuß.
Das Justieren der Lage der Rolle 5 und des Excenterringes 2 zueinander wird erleichtert, wenn die Rollenachse in ihrer Höhe verändert werden kann. Lagert man die Rollenachse in einer excentrisch durchbohrten Schraube, so kann man das erstmalige Einstellen der Rollenhöhe leicht vornehmen.
Bei Auswechslung der Objektivbrennweiten oder der Maßeinheiten ist es zweckmässig die Skala auswechselbar zu gestalten.
An Stelle der excentrisch ausgebildeten Aussenfläche des Ringes kann man auch eine Steuernute vorsehen, in welche ein Gleitstück greift, welches an die Stelle der Rolle 5 tritt.
Will man für besonders genaue Messungen, wie z.B. bei Kino-Aufnahme-Geräten, die ganze ringförmige Skala ohne Wiederholung der Entfernungsmarken ausnutzen, so kann man die Steuerfläche oder Steuernute als eine durch eine Stufe geschlossene eingängige Spirale ausbilden.
Claims (4)
1) Sucher für photographische Kameras, insbesondere für mit mehreren Objektiven verschiedener Brennweite ausgerüstete Kameras, bei denen der Parallaxenausgleich durch Neigen des Suchers durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung durch einen das Suchergehäuse umschliessenden drehbaren und mit einer Skala versehenen Ring (2) herbeigeführt wird, der eine excentrisch zum Ringmittelpunkt angeordnete Steuerfläche oder Steuernute trägt, welche gegen eine Rolle (5) oder ein Gleitstück bewegt wird, das an dem mit der Kamera verbundenen Sucherfuß (3) fest gelagert ist.
2) Sucher für photographische Kameras nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle oder das Gleitstück in dem Sucherfuß veränderlich gelagert ist und damit der Abstand zwischen Rolle oder Gleitstück und Mittelpunkt des Excenter-Ringes verändert werden kann.
3) Sucher für photographische Kameras nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem Excenter-Ring angebrachte Skala auswechselbar angeordnet ist.
4) Sucher für photographische Kameras nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die excentrisch zum Ringmittelpunkt angeordnete Steuerfläche oder Steuernute die Form einer durch eine Stufe geschlossenen eingängigen Spirale hat.
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