DEP0002518DA - Kraftbetätigte Spannvorrichtung, insbesondere bei Hohlspindeln für Stangenarbeiten - Google Patents

Kraftbetätigte Spannvorrichtung, insbesondere bei Hohlspindeln für Stangenarbeiten

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DEP0002518DA
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Germany
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clamping device
shaft
motor
power
spindle
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Expired
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English (en)
Inventor
Franz Kreutzer
Original Assignee
Paul Forkardt KG, Düsseldorf
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Description

Bei Werkzeugmaschinen, insbes. bei der Massen- oder Serienfertigung, sind Spannzeuge, wie Zwei- oder Dreibackenfutter, Dorne, Zangen u. dgl. bekannt, die mittels Pressluft, Drucköl oder Elektrizität betätigt werden. Hierbei ist es üblich, für diese Spannvorrichtungen besondere Kraftquellen vorzusehen, wie Kompressoren u. dgl., die an der Arbeitsmaschine Pressluft- oder Druckölzylinder bedingen. Oder es werden an der Arbeitsstelle, falls keine Pressluft- oder Druckölanlage vorhanden ist, besondere Elektrospanner mit Einbaumotor benutzt. Die Gesamtanlage für derartige Spannvorrichtungen ist also sehr umfangreich und daher auch teuer.
Um nun den Aufbau derartiger kraftbetätigter Spannvorrichtungen wesentlich zu vereinfachen und zu verbilligen, wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, als Kraftquelle für das Spannzeug die an der Werkzeugmaschine oder der sonstigen Maschinenanlage vorhandene Kraftquelle zu benutzen, z. B. den Hauptantriebsmotor der Maschine. Auf diese Weise wird die besondere Kraftquelle für die Spanneinrichtung gespart.
Bei einer Drehbank o. dgl. kann z. B. der Hauptantriebsmotor nach dem Abschalten des Spindelantriebs vom Spindelstock getrieben oder über besondere Zwischenelemente eine Verschiebewelle mit Ritzel antreiben, das in bekannter Weise in einen Zahnkranz des Spannzeugs eingreift und dieses verstellt. Durch die Verschiebebewegung dieser Welle wird der Motor in eine bestimmte Drehrichtung versetzt, sodass das Spannzeug entweder ge- oder entspannt wird. So kann z. B. einer Bewegung des das Verschieben der Welle bewirkenden Hebels nach rechts einer Rechtsdrehung des Motors und einer Bewegung des Hebels nach links einer Linksdrehung des Hauptantriebsmotors entsprechen. Ist kein umschaltbarer Motor vorhanden, so kann durch die entsprechende Hebelbewegung eine Kupplung o. dgl. zum Ändern der Drehrichtung der Verschiebewelle verstellt werden. Beim Betätigen der Spannvorrichtung muss die Spindel und damit der Grundkörper des Spannzeugs festgelegt sein. Dies kann man z. B. dadurch erreichen, dass beim Abschalten der Spindel diese durch Bremsen, Indexstifte, Raste o. dgl. festgelegt wird.
Vorteilhaft können bei diesem Antrieb der Spannvorrichtung, die Betätigungsorgane, wie die Verschiebewelle, ihr Antrieb und ihre Verstelleinrichtung, sowie das Ritzel ausserhalb der Maschinenspindel angeordnet werden, sodass die Bohrung der Maschinenspindel für Stangenarbeiten o. dgl. ganz frei bleiben kann und nicht durch ein Zugrohr verkleinert wird, wie dies bei den bisher üblichen Hohlspindelspanneinrichtungen der Fall ist. Der vorliegende Antrieb der Spannvorrichtung eignet sich mithin ganz besonders bei Arbeiten von Stangen mit grossem Durchmesser.
Auf der Zeichnung ist schematisch im Schnitt ein Ausführungsbeispiel einer kraftbetätigten Spannvorrichtung gemäss der Erfindung an einer Drehbank mit Hohlspindel dargestellt.
In dem Spindelstock 1, der Drehbank o. dgl. ist die Hohlspindel 2 gelagert, die über Zahnräder 3, 4, 5 und 6 von dem angeflanschten Motor 7 angetrieben wird. Am Ende der Hohlspindel befindet sich das kraftbetätigte Spannzeug, z. B. ein Dreibackenfutter 8. Durch einen Handhebel 9 wird der Spindelantrieb z. B. mittels einer Verschiebemuffe 10 vom Hauptantriebsmotor 7 abgeschaltet und stattdessen eine Verschiebewelle 11 der Spannvorrichtung über Zahnräder 12, 13, 14, 15 eingeschaltet. Statt über diese Zwischenräder kann der Antrieb der Verschiebewelle aber auch von jeder anderen Welle des Spindelstocks abgeleitet werden.
Um nun die Spannvorrichtung zu verstellen, muss die Verschiebewelle 11 mit dem Ritzel 16 nach rechts in die gezeichnete Stellung verschoben werden, damit das Ritzel 16 in den Zahnkranz 17 des Futters 8 zum Verstellen der Spannbacken 18 eingreifen kann. Zu diesem Zweck betätigt man den Hebel 19, durch den mittels der Welle 20 und Nocken 21 o. dgl. die Welle 11 verschoben wird. Diese Verschiebung kann man erreichen, wenn man den Hebel 19 nach links oder auch nach rechts dreht. In der Mittellage des Hebels ist die Verschiebewelle 11 nach links verschoben, sodass das Ritzel 16 ausser Eingriff ist. Durch die Schwenkbewegung des Hebels 19 werden nun auch elektrische Kontakte (nicht dargestellt) betätigt, durch die der Motor 7 entweder in Rechts- oder Linksdrehsinn geschaltet wird, sodass das Spannzeug ge- oder entspannt wird. Gleichzeitig wird auch durch diese Bewegung des Hebels 19 oder aber auch schon durch die Betätigung des Handhebels 9 die Spindel 2 z. B. durch Bremsen, Stifte o. dgl. (nicht dar- gestellt) festgelegt, damit bei der Verstellung des Zahnkranzes 17 der Spanneinrichtung der Grundkörper 8 des Futters feststeht und sich nicht drehen kann.
Wie ersichtlich, liegen bei dieser Ausführungsform des Spannzeugantriebs alle Betätigungsglieder ausserhalb der Hohlspindel 2, deren Bohrung auf diese Weise für Stangenarbeiten frei bleibt und restlos ausgenutzt werden kann.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, so können natürlich auch andere Spanneinrichtungen als Futter, z. B. Dorne, Zangen o. dgl., in ähnlicher Weise von der Kraftquelle der Maschine aus zur Verstellung angetrieben werden. Auch ist es nicht notwendig, dass dieser Kraftantrieb der Spannvorrichtung vom Hauptmotor aus erfolgt, zumal bei Grosswerkzeugmaschinen kann natürlich auch der Antrieb von einem anderen Motor, wie z. B. einem Vorschubmotor o. dgl., aus erfolgen. Vorteilhafterweise wird man auch die Verschiebung der Welle 11 und das Umschalten der Motordrehrichtung so vornehmen, dass man die Spannvorrichtung sowohl spannen als auch entspannen kann, während das Ritzel in Eingriff mit dem Zahnkranz ist. Durch entsprechende Ausbildung des Schalthebels 19 ist auch dies ohne weiteres möglich.

Claims (5)

1.) Kraftbetätigte Spannvorrichtung, insbes. bei Hohlspindeln für Stangenarbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass als Kraftquelle für das Spannzeug (8) die an der Maschine vorhandene Kraftquelle, z. B. der Hauptantriebsmotor (7), benutzt wird.
2.) Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass z. B. bei Drehbänken nach dem Abschalten des Spindelantriebs (2) vom Hauptantriebsmotor (7) dieser vom Spindelstockgetriebe oder über Zwischenelemente (12 - 15) eine Verschiebewelle (11) mit Ritzel (16) für das Spannzeug antreibt.
3.) Spannvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Bewegung des die Verschiebewelle (11) betätigenden Hebels (19) nach der einen oder anderen Richtung die Drehrichtung dieser Welle (11), z. B. durch Änderung der Motordrehrichtung, bestimmt wird.
4.) Spannvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschinenspindel (2) beim Abschalten vom Motor (7) durch Bremsen, Indexstifte, Knarren o. dgl. festgelegt wird.
5.) Spannvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsorgane für die Spannvorrichtung, wie z. B. die Verschiebewelle (11), Ritzel (16) und der Antrieb dieser Welle (11), ausserhalb der Maschinenspindel (2) angeordnet sind.

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