DEP0002074BA - Verfahren zur Trocknung der Seelen elektrischer Kabel und Leitungen - Google Patents

Verfahren zur Trocknung der Seelen elektrischer Kabel und Leitungen

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DEP0002074BA
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DE
Germany
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drying
takes place
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electrical cables
dried
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English (en)
Inventor
Otto Dipl.-Ing. Gasser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
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Description

Die Seelen elektrischer Kabel mit Faserstoff-, insbesondere Papierisolierung werden, gleichgültig, ob sie mir Masse getränkt werden sollen oder nicht, in der Regel getrocknet, um die elektronischen Eigenschaften der Isolierung zu verbessern. Dies geschieht üblicherweise in Kesseln, Schränken oder unter Hauben und erfordert einen nicht unerheblichen Zeitaufwand.
Die Erfindung gestattet es, die Trocknung solcher Kabelseele wesentlich zu beschleunigen, wobei ausserdem noch die grossen, kostspieligen Trockengefässe eingespart werden. Die Erfindung besteht darin, dass die zu trocknende Kabelseele fortlaufend durch ein Gefäss, insbesondere ein langgestecktes Rohr, hindurchgeführt wird, in dem sie erwärmt wird. Die Erwärmung der zu trocknenden Kabelseele kann dabei mittels strahlender Wärme, Wirbelstrom- oder Hochfrequenz-Heizung, erfolgen, oder indem das Gefäss von aussen auf beliebige Weise beheizt wird. Die durch die Erhitzung in Dampfform übergehende Feuchtigkeit wird fortlaufend abgesaugt oder weggeblasen. Zur Trocknung kann aber auch ein erhitztes Gas, z.B. Heissluft, Verwendung finden. Dabei kann dieses Gas im Trockenraum unter Überdruck gehalten werden. Das Gas kann dann ausserhalb des Trockenraumes entspannt werden, wodurch es infolge Kondensation die mitgeführte Feuchtigkeit abgibt. Anschliessend wird es wieder verdichtet und im Kreislauf dem Trockenraum zugeführt.
Unter Umständen ist es möglich, die zu trocknende Kabelseele hintereinander durch mehrere Trockenräume oder Heizkörper zu führen, die gegebenenfalls unter verschiedenen Bedingungen arbeiten könne. So kann auf einen Trockenbehälter, in dem die Erwärmung durch strahlende Weise erfolgt, ein weiterer Behälter folgen, der mit Heissluft unter Überdruck betrieben wird, oder umgekehrt. Zweckmässig werden die Abmessungen und Arbeitsbedingungen der Trockenräume gemäss der Erfindung so bemessen, dass die Durchlaufgeschwindigkeit der zu trocknenden Seele auf die übrige Fertigungsgeschwindigkeit , z.B. die Arbeitsgeschwindigkeit der Mantelpresse, abgestimmt wird. Wird bei Kabeln, deren Isolierung noch mit einer Masse getränkt werden soll, dieser Tränkvorgang ebenfalls im Durchlaufverfahren vorgenommen, so ist es durch die Erfindung möglich, die Herstellung elektrischer Kabel von der Verseilung der Leiter über die Bespinnung, Trocknung und gegebenenfalls Tränkung der Kabelseele bis zur Ummantelung in einem Arbeitsvorgang vorzunehmen. Im übrigen ist diese Erfindung nicht für die Trocknung von faserstoffisolierten Kabelseelen anwendbar. Sie kann neben einer Oberflächentrocknung von Kabelseelen mit einer Isolierung aus unhygroskopischen Kunststoffen auch für die Trocknung anderer Stränge, wie Kordeln, Seile u.dgl., Verwendung finden.

Claims (11)

1. Verfahren zur Trocknung der Seelen elektrischer Kabel und Leitungen, Kordeln, Seilen u.dgl., dadurch gekennzeichnet, dass das Trockengut fortlaufend durch ein Gefäss hindurchgeführt wird, in dem die Trocknung erfolgt.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknung durch strahlende Wärme erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknung durch Wirbelstrombeheizung des oder der Leiter erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknung durch Hochfrequenzheizung erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuchtigkeitsdämpfe aus dem Trockenraum abgesaugt oder ausgeblasen werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknung mittels erhitzter Gase, z.B. Heissluft, erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas in dem Trockenraum unter erhöhtem Druck gehalten wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas ausserhalb des Trockenraumes durch Entspannung zur Feuchtigkeitsabgabe gebracht und nach Wiederverdichtung dem Trockenraum im Kreislauf wieder zugeführt wird.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Trockenraum in Form eines langgesteckten Rohres mit Abdichtungen an den beiderseitigen Stirnenden.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trockengut nacheinander durch mehrere, insbesondere auf unterschiedliche Weise beheizte, Trockenräume hindurchgeführt wird.
11. Verfahren zur Herstellung elektrischer Kabel mit - gegebenenfalls massegetränkter - Faserstoffisolierung, dadurch gekennzeichnet, dass die Verseilung der Leiter, die Bespinnung, die Trocknung gemäß Verfahren nach Anspruch 1 und gegebenenfalls Tränkung der Kabelseele sowie die Ummantelung in einem Arbeitsgang erfolgen.

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