DEP0001770BA - Kurzwellentherapiegerät für Bestrahlung und Kaustik - Google Patents

Kurzwellentherapiegerät für Bestrahlung und Kaustik

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DEP0001770BA
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Germany
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voltage
caustic
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short wave
radiation
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Inventor
Rudi Berlin Stahn
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Description

Bei dem erfindungsgemässen "Kurzwellentherapiegerät für Bestrahlung und Kaustik" handelt es sich um einen netzbetriebenen Kurzwellen-Röhrensender. Erfindungsgemäss wird als Netzteil ein Niederspannungstransformator verwendet, bei dem durch eine Addition von Primär- und Sekundärspannung bei Verminderung der eigenen Uebertragungsleistung die volle Betriebsspannung erreicht wird und die Umwandlung derselben in hochgespannten Gleichstrom erfolgt.
Mit der Erfindung wird der Zweck verfolgt, ein neues Kurzwellengerät für Bestrahlungstherapie und Kaustik zu schaffen, das in seiner Leistung den Anforderungen an bisher bekannte Geräte 20 bis 30-fachen Volumens und etwa 6-fachen Gewichtes mehr als genügt und dabei in Wirkung, Form und Handhabung bisherigen Geräten gegenüber wesentliche Vorteile bietet.
Nach dem bisherigen Stand der Technik wird bei Kurzwellentherapiegeräten mit Röhrensendern die gesamte für die Senderöhren erforderliche Speiseleistung aus einem Hochspannungstransformator in Wechselspannung entnommen, der zwecks Erreichung der notwendigen Betriebssicherheit durch stärkere Isolationsmittel grössere Dimensionen erforderlich macht, als Niederspannungstransformatoren gleicher Leistung. Weiter fand zur Entnahme der Leistung bisher eine Anpassungswicklung bestimmten Widerstandes Verwendung, die entweder aperiodisch ohne Drehkondensator oder bei Resonanzeinstellung mit Drehkondensator als kapazitiven Abgleich die Entnahme der optimalen Leistung bei den verschiedenartigen zu behandelnden Körperteilen nicht gestattete. Bei starken Körperteilen war daher eine Unteranpassung und bei schwachen eine Ueberanpassung zu verzeichnen. Dadurch war es bisher notwendig die durchschnittliche Leistung eines solchen Geräts höher zu veranschlagen und in vielen Fällen diese durch Vorschaltwiderstände in der Speiseleitung zu drosseln, was einen unvergleichlich höheren Aufwand an Primärleistung und Material (grosser Umfang - hohes Gewicht) zur Folge hatte. Diese Umstände machten daher die Ausführung in schrankartigen Geräten in einer Durchschnittshöhe von 70 cm bei einem Gewicht von 28 bis 50 kg notwendig.
Bei der Kaustik (Verwendung der Geräte mit einem Zubehörteil in Form einer hochfrequenzführenden Nadel bzw. Schlinge zum chirurgischen Trennen von Gewebe) waren bisher durch die Betreibung des Senders mit Wechselspannung bzw. bei Verwendung seit langem bekannter Funkenstrecken insofern Nachteile gegeben, als in jedem Fall die gegebene Modulation der Sendeleistung eine starke Funkenbildung durch die über der Durchschnittsleistung liegende Spitzenleistung verursachte, die sich in der Praxis als ausserordentlich störend bemerkbar machte und seit langem Abänderung erheischt. Weiter weisen gerade durch die genannten Nachteile die bekannten Geräte starke Rundfunkstörungen auf.
Die technische Aufgabe, die mit der Erfindung gelöst wird, bestand in der Schaffung eines Geräts in kleinster Form, das andere Geräte übertrifft in Bezug auf: induktive Resonanzeinstellung und vollendete Anpassung, die Nutzbarmachung von Niederspannungstrafos durch Verdopplergleichrichtung, sowie die weitgehende Ausschaltung von Rundfunkstörungen und Funkenbildung bei der Kaustik.
Darstellung der Arbeitsweise: (Zeichnung 1)
Das Gerät erhält aus dem Netz die Betriebswechselspannung von 220 V <Nicht lesbar> durch Betätigung des Einschalters S. Die Glimmlampe G zeigt durch Aufleuchten an, dass das Gerät unter Strom steht. Die Netzspannung wird dabei an die Primärwicklung des Niederspannungstransformators Tr geführt, der zunächst sekundär für die Röhren 1, 2 und 3 und 4 die erforderlichen Heizspannungen liefert (Wicklungen 1, 2 und 3). Er erzeugt weiter eine Sekundärspannung von beispielsweise 220 V <Nicht lesbar> . Addiert mit der für diesen Zweck bisher noch nicht verwerteten Primärspannung von 220 V <Nicht lesbar> wird die Gesamtspannung von 440 V <Nicht lesbar> mit Hilfe der zwei Gleichrichterröhren Rö 3, Rö 4 und der Ladekondensatoren C 1, C 2 in Spannungsverdopplungsschaltung in eine Hochspannung (Anodengleichspannung) von etwa 1000 V umgewandelt. Diese dient als Betriebsspannung für den Sender, der nach bereits bekannten Prinzip als Gegentakt-Sender aus den Pentoden Rö 1, Rö 2 mit ihren dazugehörigen Arbeitswiderständen R 1, R 2 und R 3 und dem als Anodenwiderstand arbeitenden Resonanzkreis Kr besteht. Die mit dem Resonanzkreis in magnetischer Kopplung befindliche Spule Sp entnimmt dem Sender die Hochfrequenzleistung, die nun über den neuen Regler L mit seinem induktiven Resonanzabgleich, die Hochfrequenzkondensatoren C 3, C 4, die Zuführungskabel K 1, K 2 und die Elektrodenplatten P 1, P 2 zu dem zu bestrahlenden Körperteil A geführt wird. A ist als Kette von Blind- und Wirkwiderständen anzusehen. Da bei der gewählten Wellenlänge von 7 m die Wirk- und Blindwiderstände des Körpers in der selben Grössenordnung liegen, wird mit dem hier gewählten neuen induktiven Resonanzabgleich durch den Regler L automatisch für jeden Körperteil die günstigste Anpassung hergestellt. Dieses Verfahren steht im Gegensatz zu der bisher bekannten kapazitiven Resonanzeinstellung.
Zur chirurgischen Verwendung des Geräts (Kaustik) wird als bisher bereits bekannte Methode eine Bestrahlungselektrode durch ein Zubehörteil ersetzt, dass in bekannter Form aus einem Isoliergriff mit einer Nadel o.ä. als Schneidwerkzeug besteht.
Die Resonanzanzeige erfolgt in ebenfalls bekannter Form durch ein Amperemeter I, das in die Anodenleitung des Senders eingeschaltet ist. Durch den Schalter S wird das Gerät wieder stromlos gemacht.
Das Gerät ist nach bekannten mechanischen Grundsätzen aus Chassis mit Aufbauteilen, Haube mit Traggriff und den Armaturen aufgebaut; siehe Zeichnung 2a. Die mechanische Ausführung des zur Verwendung gelangten neuen Reglers L (Zeichnung 2b) im besonderen ist wie folgt:
An dem metallischen Träger m ist mit Hilfe der Isolierbuchsen k und b die aus starkem Kupferdraht gewickelte Spule g freitragend und isoliert befestigt. Durch die Spule ist - drehbar befestigt an dem Träger m und in seiner Höhe gehalten durch die Stellringe a und l - die aus Isoliermaterial bestehende Achse geführt. Auf der Achse c befindet sich der metallische Körper e, der auf c durch Schrauben befestigt ist. Der Körper e trägt das Lager f, woran das Scharnier h drehbar angebracht ist. Das metallische Scharnier trägt den aus zwei Federn bestehenden Abnehmer i, der auf der Spule schleift. Die an der Spule g fest angebrachte Feder d schleift kontaktabnehmend auf dem Körper e. Der Regler wird an den Punkten n und o angeschlossen.
Die Arbeitsweise des Reglers ist wie folgt:
Die von der Spule Sp entnommene Hochfrequenzleistung wird in einer Phase über den Regler L geleitet; sie tritt am Punkt n ein und verlässt diesen bei dem Punkt 0. Die durch einen Drehknopf zu betätigende Achse c führt den an ihr befindlichen Abnehmer i bei Betätigung auf der Spule g entlang und bewirkt hierdurch die Kurzschliessung eines Teils der Spule g über die Feder d. Hierbei wird die Resonanz innerhalb des Verbraucherkreises (Spule Sp, Regler L, Hochfrequenzkondensatoren C 3, C 4, Kabel, Elektrodenplatten und Patient) induktiv eingestellt. Hierbei wird der Kreiswiderstand automatisch dem Wirkwiderstand des Körpers angepasst, da bei der gewählten Wellenlänge von 7 m die Wirk- und Blindwiderstände des Körpers in derselben Grössenordnung liegen. Da der Resonanzabgleich und die Anpassung somit gleichzeitig erfolgen, ist die jeweils beste Einstellung lediglich an dem Maximal-Ausschlag des Amperemeters I festzustellen.
Der wesentliche Fortschritt der durch diese Erfindung erreicht wird, besteht in folgenden Momenten:
1. Der Netzteil (Zeichnung 1) mit dem Niederspannungstransformator Tr, bei dem durch eine Addition von Primär- und Sekundärspannung eine geringere eigene Uebertragungsleistung erforderlich wird als bei normaler sekundärer Stromabnahme und bei Hochspannungstransformatoren. Dieses Verfahren macht die bisherige Verwendung von raumraubenden und schwereren Hochspannungstransformatoren unnötig. In diesem Zusammenhang setzt die Verwendung eines Gleichrichters in Verdopplerschaltung die bei bisheriger Wechselstromspeisung des Senders gegebene Modulation der Sendeleistung und damit die dadurch verursachte starke Funkenbildung mit ihren erheblichen Nachteilen in der Praxis auf ein Minimum herab und ermöglicht die Herstellung einer Hochspannung aus einer Niederspannung.
2. Der Regler L (Zeichnung 2b), der gleichzeitig die Funktionen eines Abstimmungs- und Anpassungsreglers hat, ermöglicht die vollendete Anpassung an die differierenden Dimensionen der verschiedenen Körperteile bei geringstem Aufwand und optimaler Leistung. Die Ausführung dieses 2-Zwecke-Reglers macht den kontinuierlichen Abgleich im 7 m Wellenbereich in einfachster raumsparender Form möglich.
3. Die Konstruktion schafft unter der Benutzung der erwähnten Aggregate ein die bisherigen Nachteile in technischer Hinsicht beseitigendes Gerät, das ausserdem als tragbares, handliches und in der Bedienung denkbar einfaches Objekt für Arzt und Personal in Klinik und Praxis von eminenter Bedeutung ist. Es hat bei einem Gewicht von 5 kg Abmessungen von nur 16 x 16 x 25 cm (Zeichnung 2a).
4. Die Beseitigung der Rundfunkstörungen ist ein weiterer technischer Fortschritt, da bei dieser Konstruktion die bisher üblichen Störungen - zumindest über einen Umkreis von 5 m hinaus - in Zukunft ausgeschaltet werden.

Claims (3)

1. Kurzwellentherapiegerät für Bestrahlung und Kaustik, dadurch gekennzeichnet, dass als Netzteil ein Niederspannungstransformator verwendet wird, bei dem durch eine Addition von Primär- und Sekundärspannung bei Verminderung der eigenen Uebertragungsleistung die volle Betriebsspannung erreicht wird und die Umwandlung derselben in hochgespannten Gleichstrom erfolgt.
2. Kurzwellentherapiegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Regler L als Abstimmungs- und automatischer Anpassungsregler mit kontinuierlicher, induktiver Resonanzeinstellung benutzt wird.
3. Gerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse eine kleine Form mit den Höchstmassen von 16 x 16 x 25 cm aufweist.

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