CH280657A - Kurzwellengerät. - Google Patents
Kurzwellengerät.Info
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Description
Kurzwellengerät.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Kurz wellengerät, das insbesondere für therapeutische Zwecke oder zum Schwei#en von Kunststopfen verwendet werden kann.
Bei den bisher bekannt gewordenen Kurzwellentherapiegeräten mit Röhrensendern wurde die gesamte für die Senderöhren erfor derlielle Speiseleistung einem Hochspannungs- transformator entnommen. Diese Einrichtun- gen haben den Nachteil, dass zur Erreichung der notwendigen Betriebssicherheit ein Transformator verwendet werden muss, dessen Isolation fiir die ganze sekundär auftretende IIochspannung dimensioniert werden muss.
Dieser Nachteil wird gemäss der Erfin dung dadurch vermieden, dass man im Netzteil des Gerätes einen Niederspannungstrans- i'ormator vorsieht, der über einen Spannungsverdoppler den Hochfrequenzgenerator speist.
Vorzugsweise können beim Niederspannungs- transformator die Primär und Sekundärwiek- lung in Hintereinanderschaltung angeordnet sein.
Zweckmässigerweise kann die vom Nieder spannungstransformator abgeleitete Gesamtspannung einem aus Gleichrichterröhren und Kondensatoren bestehenden Spannungsver- doppler zugeführt werden, dessen Ausgangs- spannung die Anodengleichspannung für den Tloehfrequenzgenerator bildet.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbei- spie] des Erfindungsgegenstandes dar. Es zeigt :
Fig. 1 das Schaltschema des Gerätes,
Fig. 2 die zur Abstimmung dienende In duktivität und
Fig. 3 eine Aussenansicht des Gerätes.
Der Netzteil 1 des Gerätes (Fig. 1) erhält aus dem Netz 1 die Betriebsweehselspannung von 220 Volt durch Bedienung des Einsehalters 2. Die Glimmlampe 3 zeigt durch Aufleuchten an, dass das Gerät unter Spannung steht. Hierbei wird die Netzspannung an die Primärwicklung 4 des Niederspannungstrans- formators 5 geführt, in dessen Wicklungen 10, 11 und 12 die Heizspannungen für die Röhren 6, 7 und 8, 9 erzeugt werden.
Es wird weiter eine Sekundärspannung von beispielsweise 220 Volt in der Sekundärwicklung 13 erzeugt, die, addiert zur Primärspannung von 220 Volt, die Gesamtspannung von 440 Volt ergibt, und mit Hilfe der beiden Gleichrichterröhren 8, 9 und der Glättungskondensato- ren 14, 15 in einer Spannungsverdoppelungs- schaltung in eine Hochspannung (Anodengleichspannung) von etwa 1000 Volt umgewandelt wird. Diese Spannung dient als Be triebsspannung für den Sender B. Im An odenkreis des Senders ist ein Amperemeter 16 eingeschaltet. Der Sender enthält zwei in Gegentakt geschaltete Pentoden 6, 7.
Mit ihren dazugehörigen Arbeitswiderständen 17, 18, 19 und dem als Anodenwiderstand arbeitenden Resonanzkreis 20. Die Verwendung von Pentoden mit gleitender Schirmgitter- spannung hat den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Trioden in weiten Grenzen an ver schiedene Arbeitswiderstände angepasst wer den können, weil sich die Sehirmgitterspannung automatisch nachreguliert.
Die mit der Anodenkreisspule induktiv gekoppelte Spule 21 entnimmt dem Sender die Hochfrequenzleistung, die über die regelbare Induktivität 22, die Hochfrequenzkondensa- toren 23, 24 und die Zuführungskabel 25, 26 den Behandlungselektroden 27, 28 und dem zu behandelnden Korper 29 zugeführt wird.
Durch Abstimmung der Induktivität 22 kann für die verschiedenen Abmessungen des zu behandelnden Körpers die günstigste Anpas- sung eingestellt werden. Die Induktivität 22 ist an einem metallischen Träger 31 (Fig. 2) mit Hilfe von Isolierbuchsen 32, 33 befestigt.
Sie besteht aus einer aus starkem Kupferdraht gewickelten Spule 34, die freitragend und isoliert an dem Träger 31 befestigt ist.
Durch den Innenraum der Spule ist eine Achse 37 geführt, die am m Träger 31 befestigt ist. Durch den Innenraum der Spule ist eine Achse 37 geführt, die am Träger 31 drehbar befestigt und in ihrer Stellung durch die aus Isoliermaterial bestehenden Stellringe 35, 36 gehalten wird. Auf der Achse 37 ist ein durch in der Zeichnung nieht dargestellte Schrau- ben befestigter metallischer Kontaktkörper 38 angeordnet, der einen um eine zur genannten Achse 37 senkrechte Achse 39 drehbaren Arm 40 trägt. An dem aus leitendem Matera. 1 bestehenden Arm 40 sind zwei aus Federn bestehende Abnehmer 41 befestigt, die auf der Spule schleifen.
Eine weitere an der Spule fest angebraehte Feder 42 schleift kontakt- a. bnehmend a. uf dem Kontaktkorper 38. Die Induktivität wird an den Punkten 43, 44 in den Verbraucherkreis C eingeschaltet.
Die mittels der Spule 21 entnommene Hochfrequenzleistung wird über die Induk tivität 22 geführt. Die durch den Drehknopf 45 (Fig. 3) zu betätigende Achse 37 führt den an ihr befindliehen Abnehmer 41 bei Drehung auf den Windungen der Spule 34 entlang und bewirkt hierdurch die Kurzschlie- ssung eines Teils der Spule 34, über die Teile 41, 40, 39, 42. Hierbei wird die Resonanzfre- quenz des Belastungskreises 21 bis 29 ver ändert und kann so eingestellt werden, dass der Innenwiderstand des Senders automatisch dem Widerstand des menschlichen Körpers angepasst wird.
Dies ist deshalb möglich, weil bei der gewählten Wellenlänge von etwa 7 m die Wirk- un Blindwiderstände des mensch- lichen Korpers in der gleichen Grössenord nung liegen. Da die Resonanzeinstellung des Verbraueherkreises auf die Frequenz des Senders und die Anpassung des Verbraucherwiderstandes auf den Innenwiderstand des Senders gleichzeitig erfolgen, ist die jeweils beste Einstellung lediglieh an dem Maximalausschlag des Amperemeters 16 festzustellen.
In der Fig. 3 ist die handliche äussere Form des Gerätes dargestellt. Es besteht aus der Haube 46, an deren Oberseite der Traggriff 47, der Drehknopf 45 für die Abstim- mung, das Amperemeter 16, der Schalter 48 und die beiden Anschlussstutzen 49, 50 der Leitungen 25, 26 und an deren Seiten Kühl öffnungen 51 angebracht sind.
Da eine annähernd homogene Durchflu- tung des menschlichen Körpers dann eintritt, wenn die Blind-und Wirkwiderstände des zu behandelnden Körperteils einander unge fähr gleich sind, und dies bei etwa 7 m Wellenlänge erreicht ist, so wird bei der in duktiven Resonanzeinstellung erreicht, dass gleichzeitig und automatisch Widerstandsan- passung erfolgt.
Da beim t'bergang wu grosseren Körperteilen sowohl der kapazitive wie der Wirkwiderstand grösser wird, ist es für die Resonanzeinstellung notwendig, dass die Induktivität vergrössert wird, womit in vorteilhafter Weise automatisch auch der Kreis widerstand grösser wird und damit die An- passung erreicht ist.
Bei der chirurgischen Verwendung (Kaustik) ist die eine der Behandlungselektroden durch ein Zubehörteil, wie eine an einem Isoliergriff befestigte Nadel, Schlinge oder dergleichen Schneidwerkzeug, ersetzt. Bei der Verwendung des Gerätes zum Schweissen von Kunststoffen wie Igelit, Mipolam usw. werden die Bestrahlungselektroden durch Spezia]schweisselektroden ersetzt. Das Gerät wird aus Chassis mit Haiibe und Traggriff und Arma turen, wie Amperemeter, Abstimmdrehknopf und Schalter, aufgebaut.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Kurzwellengerät, dadurch gekennzeichnet, dass im Netzteil des Gerätes ein Niederspan nungstransformator vorgesehen ist, der über einen Spannungsverdoppler einen Hochfre- quenzgenerator speist.UNTERANSPRtSCHE : 1. Kurzwellengerät naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beim Niederspannungstransformator die Primär-und Se kundarwieklung in Hintereinanderschaltung angeordnet sind.2. Kurzwellengerät nach Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass die vom Nieder spannungstransformator abgeleitete Gesamtspannung einem aus Gleiehriehterröhren (8, 9) und Kondensatoren (14, 15) bestehenden Spannungsverdoppler zugeführt wird, dessen Ausgangsspannung die Anodengleichspannung für den Hochfrequenzgenerator bildet.3. Kurzwellengerät nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hochfrequenzgenerator zwei im Gegentakt geschaltete Pentoden (6, 7) aufweist.4. Kurzwellengerät nach Unteransprueh 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hoehfre- quenzleistung dem Sender über eine mit dem Resonanzkreis (20, 20a) des Generators induktiv gekoppelte Spule (21) entnommen und über eine von Hand regelbare Induktivität (22) den Behandlungselektroden zugeführt wird.5. Kurzwellengerät nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeiehnet, dass es auf einer Wel lenlänge von etwa 7 m arbeitet.6. Kurzwellengerät nach Unteransprueh 5, dadurch gekennzeichnet, dass die regelbare In duktivität aus einer in Isolierbuchsen (32, 33) freitragend gelagerten Spule (34) aus Kupferdraht besteht.7. Kurzwellengerät nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine drehbar am Spulenträger (31) gelagerte, durch Stellringe (35, 36) gehaltene Achse (37) aus Isoliermaterial im Innern der Spule (34) koaxial angeordnet ist.8. Kurzwellengerät naeh Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Achse (37) ein metallischer Kontaktkorper (38) mittels Klemmschrauben befestigt ist, der einen um eine zur ersten Achse senkrechte Achse drehbaren Arm (40) trägt, der mit zwei federnden Abnehmern (41) den Spulendraht (34) beidseitig federnd umfasst (Fig. 2).9. Kurzwellengerät nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass am obern Spulenende eine Kontaktfeder (42) fest angebraeht ist, die auf dem Kontaktkorper (38) leitend schleift.10. Kurzwellengerät nach Patentanspruch, ausgebildet zur Verwendung bei Hochfre- quenzchirurgie, dadurch gekennzeiehnet, daR f3 die eine der Behandlungselektroden durch eine an einem Isoliergriff befestigte Nadel gebildet ist.11. Kurzwellengerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät aus Chassis mit Haube (46), Traggriff (47) und Armaturen, wie Amperemeter (16), Abstimmdrehknopf (45) und Sehalter (48), aufgebaut ist.12. Kurzwellengerät nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät in Form eines tragbaren Gerätes mit den Höchstmassen von 15 X 15 X 20 cm und einem Gewicht von etwa 5 kg ausgeführt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH280657D CH280657A (de) | 1949-05-27 | 1949-05-27 | Kurzwellengerät. |
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1949
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