DEP0001084DA - Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten aus Harzsäuren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten aus Harzsäuren.

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DEP0001084DA
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DE
Germany
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parts
resin acids
sub
ethylene oxide
groups
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Fred Engel
Otto Dr. Roser
August Dr. Spaeth
Josef Dr. Stadler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG
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Description

Es wurde gefunden, dass man aus Harzsäuren in Wasser lösliche oder leicht verteilbare Umwandlungsprodukte erhalten kann, die einer vielseitigen industriellen Verwendung fähig sind, wenn man auf die freien Harzsäuren bzw. ihre Substitutionsprodukte oder auf ihre Ester, Salze, Anhydride, Amide oder Halogenide solche Mengen Äthylenoxyd oder Polyäther entsprechender Molekulargrösse oder solche liefernde Verbindungen einwirken lässt, dass in das Molekül des Ausgangsstoffes mindestens ein Polyglykolätherrest mit 8 oder mehr -C(sub)2H(sub)4O-Gruppen eintritt, und gewünschtenfalls im Reaktionsprodukt noch vorhandene umsetzungsfähige Atome oder Gruppen mit hierfür geeigneten Verbindungen umsetzt. Statt des Äthylenoxyds kann man auch Gemische von Äthylenoxyd und Propylenoxyd verwenden oder Äthylenoxyd und Propylenoxyd in Stufen nacheinander zur Anwendung bringen oder Polyäther verwenden, die ausser -C(sub)2H(sub)4-O-Gruppen auch noch -C(sub)3H(sub)6-O-Gruppen enthalten.
Für das beschriebene Verfahren geeignete Harzsäuren sind beispielsweise Abietinsäure, Primärsäure, Isopimarsäure, Sapinsäure, hydrierte Abietinsäure, Kolophonium oder das Kondensationsprodukt aus Kolophonium und Maleinsäure, ferner ihre Substitutionsprodukte, beispielsweise solche, die als Substituenten Halogen, Nitro-, Amino-, Hydroxyl-, Sulfhydryl- oder Sulfonsäuregruppen enthalten. Zur Gewinnung der beschriebenen Produkte ist die Einführung mindestens eines Polyätherrestes mit 8 oder mehr Äthylenoxydresten, z.B. 12, 20, 50 oder mehr -C(sub)2H(sub)4-O-Gruppen, erforderlich. Die in den Endprodukten noch enthaltenen freien OH-Gruppen oder sonstigen umsetzungsfähigen Atome oder Gruppen können gewünschtenfalls noch mit reaktionsfähigen Verbindungen umgesetzt werden, z.B. mit Schwefelsäure, Fettsäuren, Isocyanaten und dergleichen. Halogenatome können z.B. gegen organische Reste ausgetauscht werden.
Die nach dem beschriebenen Verfahren erhältlichen, in Wasser löslichen und leicht verteilbaren Produkte besitzen eine hohe schutzkolloide Wirkung und sind überraschenderweise auch in Gegenwart von Alkalien oder Säuren anwendbar, ohne dass sie ihre Wirkung einbüssen. Sie eignen sich vorzüglich als Wasch- und Reinigungsmittel, z.B. für Schweisswolle, als hochwirksame Egalisier- und Durchfärbehilfsmittel für die verschiedensten Farbstoffgruppen, als Dispergiermittel für Fette, Öle, Wachse, Wollfett und Harze sowie für Pigmente aller Art, zum Beuchen und Abkochen von Baumwolle, zum Glätten der Ketten in der Weberei und Wirkerei, sowie als Netzmittel. Die Produkte können auch zusammen mit anderen Stoffen, z.B. Appretur- und Verdickungsmitteln, Schädlingsbekämpfungsmitteln, Riechstoffen, pharmazeutischen Mitteln, organischen Lösungsmitteln, Mineralölen, Fetten, Wachsen und dgl., verwendet werden.
Die in den nachstehenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1:
490 Teile Kolophonium werden im Autoklaven auf etwa 160° erhitzt, worauf man 930 Teile Äthylenoxyd, zweckmässig in Gegenwart von etwa 2 Teilen Ätzkali oder Natriummethylat, nach und nach unter Rühren einpresst. Der Arbeitsdruck beträgt etwa 10 at. Nachdem die Gesamtmenge Äthylenoxyd eingepresst ist, erhitzt man das Reaktionsgemisch noch solange, bis der Druck nicht mehr weitere fällt.
Man erhält auf diese Weise ein viskoses, in Wasser leicht lösliches Öl. Das Produkt besitzt ein ausgezeichnetes Waschvermögen. Seine vorzügliche Beständigkeit erlaubt auch die Anwendung in alkalischen und sauren Bädern, selbst bei Kochtemperatur.
Beispiel 2:
Man lässt in einem Rührgefäss auf 170 Teile Kolophonium
280 Teile eines Polyglykoläthers vom Molekulargewicht 546 bei 250°, zweckmässig in Gegenwart von etwa 2 Teilen p-Toluolsulfonsäure, einwirken. Das Erhitzen wird unter Abdestillieren des bei der Reaktion gebildeten Wassers solange fortgesetzt, bis die Säurezahl auf einen Wert von etwa 12 gesunken ist. Das erhaltene Produkt eignet sich zum Anteigen und Lösen der verschiedensten Farbstoffe und als Egalisierhilfsmittel.
Beispiel 3:
Auf 33 Teile Isopimarsäure bringt man 40 Teile Äthylenoxyd in Gegenwart von etwa 3 Teilen Ätznatron oder Natriumäthylat oder Natriumacetat bei einer Temperatur von 140 bis 170° und einem Druck von 3 atü zur Einwirkung. Das erhaltene wachsähnliche Produkt eignet sich ausgezeichnet zum Glätten von Ketten, in der Weberei und Wirkerei. Seine leichte Wasserlöslichkeit gewährleistet im Gegensatz zu den bisher zu diesem Zweck verwendeten Präparaten, wie Paraffin und Stearin, eine leichte Auswaschbarkeit und verhindert Schwierigkeiten beim nachfolgenden Färben.
Beispiel 4:
In einem Rührautoklaven lässt man auf 330 Teile Abietinsäure 880 Teile Äthylenoxyd, zweckmässig in Gegenwart von etwa 5 Teilen Ätznatron, unter den in Beispiel 1 genannten Bedingungen einwirken. Das erhaltene Produkt ist ausserordentlich kalkbeständig. Selbst in Wasser von 100° D.H. tritt keine Abscheidung auf. Es lässt sich mit Vorteil in Toilette- oder Badeseifen einarbeiten, wodurch deren Härtebeständigkeit wesentlich erhöht wird. Ferner eignet es sich als Zusatzstoff bei der Herstellung von Seifenpasten und anderen kosmetischen Mitteln, wie Rasierseife, Rasiercremes, Zahnpasten usw.
Statt der Abietinsäure kann man auch 365 Teile einer chlorierten Abietinsäure verwenden.
Beispiel 5:
Man lässt man 264 Teile Äthylenoxyd unter den in Beispiel 1 genannten Bedingungen auf 65 Teile Kolophonium einwirken. Das erhaltene Kondensationsprodukt eignet sich als Appreturmittel sowie als Zusatz beim alkalischen Abkochen von Baumwolle, wobei es die Bildung der gefürchteten Beuchflecken verhindert.
Beispiel 6:
Auf 130 Teile des Kondensationsproduktes aus Maleinsäureglycerinester und Kolophonium lässt man in mehreren Portionen 200 Teile Äthylenoxyd bei 150° und 10 atü in Gegenwart von 3 Teilen Natriumhydroxyd solange einwirken, bis keine Druckabnahme mehr erfolgt. Das erhaltene Produkt lässt sich als Dispergier- und Netzmittel verwenden.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten aus Harzsäuren, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die freien Harzsäuren bzw. deren Substitutionsprodukte oder auf ihre Ester, Salze, Anhydride, Amide oder Chloride solche Mengen Äthylenoxyd oder Polyäther entsprechender Molekulargrösse oder solche liefernde Verbindungen einwirken lässt, dass in das Mol des Ausgangsstoffes mindestens ein Polyglykolätherrest mit 8 oder mehr -C(sub)2H(sub)4-O-Gruppen eintritt und gewünschtenfalls im Reaktionsprodukt noch vorhandene umsetzungsfähige Atome oder Gruppen mit hierfür geeigneten Verbindungen umsetzt.

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