DEP0000919BA - Beeinflussung des Hysteresefaktors bei Ferritkernen - Google Patents

Beeinflussung des Hysteresefaktors bei Ferritkernen

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DEP0000919BA
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DE
Germany
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hysteresis factor
influence
ferrite cores
hysteresis
ferrite
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Expired
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English (en)
Inventor
Friedrich Meyer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Publication date

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Description

Bekanntlich können die Wirbelstrom- und Wachwirkungsverluste bei der Herstellung von Eisenpulverkernen durch geeignete Massnahmen herabgesetzt werden, während die Hystereseverluste, also die stromabhängigen Verluste, durch die gleichen Massnahmen garnicht oder nur wenig herabgesetzt werden können. Für viele Verwendungszwecke ist es erwünscht, vornehmlich den Hystereseverlust auf einen möglichst kleinen Betrag herabzudrücken, und zwar sucht man den sogenannten Haustieren <Formel> klein zu halten. Die vorliegende Erfindung offenbart hierfür einen bei der Herstellung von Ferritkernen zu beschreitenden Weg, der sich dadurch kennzeichnet, dass die Größe des Hysteresefaktors durch die zur Sinterung gepresster Oxyd- und/ oder Ferritpulver dienende Temperatur und/oder die Sinterzeit geregelt wird.
Stellt man beispielsweise aus Nickeloxyd, Zinkoxyd und Eisenoxyd bestehendes, gegebenenfalls auch Verunreinigungen bis zu 1% wie Kieselsäure enthaltendes Pulvergemisch her und presst dieses nach weiteren hier im einzelnen nicht interessierenden Arbeitsgängen wie Anfeuchten, gegebenenfalls Zusatz von Fliessmitteln mit Ausdampfung ihrer Lösungsmittel usw. zu einem Kern, so ergibt sich bei einer Sintertemperatur von beispielsweise 1350°C ein Ferritkern hoher Permeabilität, dessen Verlustbeiwerte ebenfalls hoch liegen. Demgegenüber erhält man aber bei einer Sintertemperatur, welche bei beispielsweise bis 1300°C liegt, aus dem gleichen Pulvergemisch einen Ferritkern, dessen Permeabilität um etwa 50% niedrigerer liegt, während die Hystereseverluste aber auf etwa 1/30 gesunken sind. Daraus erkennt man, dass durch geeignete Wahl der Sintertemperatur der Hysteresefaktor <Formel> dem gewünschten Anwendungszweck angepasst werden kann. Ähnliche Ergebnisse kann man durch Wahl der Sinterzeit oder durch Wahl der Zeit und der Temperatur erzielen. Die gleichen Möglichkeiten zur Beeinflussung des Hysteresefaktors sind gegeben, wenn man die Kerne statt aus Oxydpulvergemischen aus Ferritpulver herstellt, gleichgültig ob das Ferritpulver durch Mahlen einer aus einem Oxydpulvergemisch bei einer bestimmten Temperatur gesinterten Ferritmasse oder auf andere Art hergestellt ist.

Claims (2)

1. Verfahren zur Beeinflussung des Hysteresefaktors bei Ferritkernen, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse des Hysteresefaktors durch die zur Sinterung gepresste Oxyd- und/oder Ferritpulver dienende Temperatur und/oder Zeit geregelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das zur Erzielung eines kleineren Hysteresefaktors bei tieferer Temperatur und/oder kürzerer Zeitdauer gesintert wird als zur Erzielung eines größeren Hysteresefaktors.

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