DE977563C - Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen

Info

Publication number
DE977563C
DE977563C DEN10099A DEN0010099A DE977563C DE 977563 C DE977563 C DE 977563C DE N10099 A DEN10099 A DE N10099A DE N0010099 A DEN0010099 A DE N0010099A DE 977563 C DE977563 C DE 977563C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hysteresis loop
magnetic cores
manganese
nickel
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN10099A
Other languages
English (en)
Inventor
Cornelis Jacobus Esveldt
Evert Willem Gorter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Application granted granted Critical
Publication of DE977563C publication Critical patent/DE977563C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/01Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
    • C04B35/26Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on ferrites
    • C04B35/265Compositions containing one or more ferrites of the group comprising manganese or zinc and one or more ferrites of the group comprising nickel, copper or cobalt

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Soft Magnetic Materials (AREA)
  • Hard Magnetic Materials (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)
  • Magnetic Ceramics (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)
  • Permanent Field Magnets Of Synchronous Machinery (AREA)

Description

Magnetkerne mit einer nahezu rechteckförmigen Hystereseschleife sind für verschiedene Anwendungen von Bedeutung. Man verwendet diese Art von Kernen unter anderem für sogenannte »magnetische Speicher« (siehe z. B. W. N. Papian, Proceedings of the I. R. E., April 1952, S. 475 bis 478, und D. R. Brown und E. Albers-Schoenberg »Electronics«, April 1953, S. 146 bis 149). Solche magnetischen Speicher werden unter anderem in Rechenmaschinen und selbsttätigen Piloten verwendet. Eine andere Anwendung finden diese Kerne in magnetischen Schaltern.
Das Maß, in dem die Form der Hystereseschleife der Rechteckform nahekommt, kann auf verschiedene Weise quantitativ ausgedrückt werden. Ein
üblicher Maßstab ist z. B. der Quotient
Br
Zur
Erläuterung der Bedeutung dieses Quotienten wird auf Fig. i, eine schematische Darstellung eines Teiles einer Sättigungsmagnetisierungskurve, hingewiesen. In dieser Figur bezeichnet BT die remanente Induktion und Bcl die Induktion, bei der die Hystereseschleife sich gerade schließt. In der Praxis ist es oft nicht einfach, Bcl mit großer Genauigkeit zu messen. Es läßt sich jedoch auf einfache Weise ein Näherungswert für Bci finden, indem zwei Werte der Induktion nach teilweiser Magnetisierung bzw. teilweiser Entmagnetisierung (mit Zwischenzeit-
709 511/4
licher Sättigung) bei der gleichen Feldstärke gemessen werden. Die Feldstärke wird so gewählt, daß die genannten Induktionswerte um mehr als ι °/o, aber weniger als 3 % voneinander verschieden sind. Der Mittelwert der beiden Induktionswerte ergibt dann einen annähernd richtigen Wert für Bci-Auf diese Weise wurden die im folgenden erwähnten Messungen durchgeführt, für die ein ballistisches Galvanometer verwendet wurde. Der Quotient -^- wurde stets an einem ringförmigen Ma-
gnetkern mit einem konstanten Querschnitt des ferromagnetischen Materials längs des ganzen Ringumfanges und mit einem Außendurchmesser von maximal i,6mal dem Innendurchmesser gemessen.
Als Maß dafür, wie weit die Form der Hystereseschleife der Rechteckform angenähert ist, läßt sich auch eine Verhältniszahl (R8) max angeben. Für die Bedeutung dieser Größe wird auf die vorerwähnte Literatur hingewiesen. Vollständigkeitshalber folgt hier noch eine kurze Erörterung an Hand der Fig. 2, auch eine schematische Darstellung eines Teiles einer Magnetisierungskurve, die sich auf einen Fall bezieht, in dem die Entmagnetisierung anfing, bevor die magnetische Sättigung erreicht war. Die Größe (Rs) max wird definiert als
Der Quotient
Bn
ist eine Funktion der
angelegten größten Feldstärke Hm. Es ergibt sich, daß dieser Quotient für einen bestimmten Wert von Hm, der meistens wenig von der Koerzitivkraft Hc verschieden ist, einen Maximalwert hat. Dieser Maximalwert des Quotienten wird durch das Symbol (R5) max bezeichnet. Die zur Bestimmung von (Rs) max erforderlichen Messungen von B{Hm) und Β,-, \ können auch wieder mit Hilfe eines bal-
listischen Galvanometers durchgeführt werden. Als Meßgegenstände dienen auch in diesem Falle ringförmige Magnetkerne mit einem konstanten Querschnitt des magnetischen Materials längs des ganzen Ringumfanges und mit einem Außendurchmesser von maximal i,6mal dem Innendurchmesser.
Bei den Anwendungen ferromagnetischer Materialien mit einer nahezu rechteckigen Hystereseschleife handelt es sich meistens um AVechselströme hoher Frequenz, und es kommt also darauf an, das Auftreten von Wirbelströmen möglichst zu beschränken. Bei Verwendung ferromagnetischer Legierungen kann dies gewissermaßen dadurch erfolgen, daß der Magnetkern aus gegeneinander isolierten, sehr dünnen Schichten des ferromagnetischen Materials zusammengebaut wird. Es ist jedoch oft äußerst schwierig, aus diesen dünnen Schichten Kerne mit einer nahezu rechteckigen Hystereseschleife zusammenzubauen. Bei hohen Frequenzen ist es daher vorteilhaft oder sogar notwendig, magnetisch weiche, ferrioxydhaltige Materialien mit Spinellstruktur zu verwenden. Diese Stoffe haben an sich bereits sehr geringe elektrische Leitfähigkeit.
Für die Brauchbarkeit des betreffenden Magnetkerns für magnetische Speicher und magnetische Schalter ist es weiter eine wesentliche Bedingung, daß die Koerzitivkraft Hc niedrig (vorzugsweise nicht mehr als 10 Oersted und vorzugsweise sogar weniger als 5 Oersted) sein soll, da sonst zu starke Magnetfelder erforderlich sind, um die Magnetisierung des Kerns ihr Vorzeichen umkehren zu lassen.
Gemäß der Erfindung hat es sich ergeben, daß Ferritwerkstoffe für Magnetkerne, die eine nahezu rechteckförmige Hystereseschleife aufweisen, dadurch erhalten werden können, daß ein Gemisch aus Nickel-, Mangan- und Eisenverbindungen in einer oxydierenden Gasatmosphäre mit einem Sauerstoffgehalt von 20 Volumprozent oder mehr auf eine Temperatur von 1400 bis 14750 C erhitzt wird, wobei die Anteile der Nickel-, Mangan- und Eisenverbindungen so gewählt werden, daß eine Verbindung der Formel
χ NiO · (i - χ + y) MnO · Fe2O3
entsteht, wobei χ und y zwischen 0,1 und 0,8 bzw. zwischen ο und 0,5 liegen und χ + y j> 0,2 ist.
Magnetkerne, die aus mindestens einer nach diesem Verfahren hergestellten Verbindung bestehen, eignen sich vorteilhaft für die obenerwähnten Verwendungszwecke.
Beispi el
Ein Gemisch aus Nickelkarbonat, NiCO3, Mangancarbonat, MnCO3, und Eisenoxyd, Fe2O3, wird 5 Stunden in Alkohol gemahlen und· darauf während ι Stunde bei 9000 C in Luft vorerhitzt. Nach Abkühlung wird das Reaktionsprodukt wieder 2 Stunden in Alkohol gemahlen, worauf das erhaltene Pulver in Form eines Ringes gepreßt wird. Dieser Ring wird 2 Stunden bei etwa 14500 C in Luft oder in Sauerstoff erhitzt.
Indem das Verhältnis der Nickelcarbonat- und Mangancarbonatmengen im Ausgangsmaterial variiert wird, erhält man Ringkerne verschiedener Zusammensetzung. Nachstehende Tabelle gibt von einigen dieser Magnetkerne die Zusammensetzung,
7?
den Wert des Quotienten-^1, den Wert von (Rs)max
Dcl
und den Wert von Hc an.
Zusammensetzung:
NiO
o,45
0,8
0,6
0,8
MnO Fe2O3 it 0,5
O,7 I 0,7 0,65
0,6 I 0,8 o,7
o,55 I o,75 0,6
0,2 I 0,8 0,6
o,5 I 0,6 o,7
0,4 I o,7 0,65
o,75 I o,7 0,6
o,95 I o,55
i,35
2,8
1,8 2,5

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ι. Verfahren zur Herstellung eines Nickel-Mangan-Ferritwerkstoffes für Magnetkerne, die eine nahezu rechteckförmige Hystereseschleife aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus Nickel-, Mangan- und Eisenverbindungen in einer oxydierenden Gasatmosphäre mit einem Sauerstoffgehalt von 20 Volumprozent oder mehr auf eine Temperatur von 1400 bis 14750 C erhitzt wird, wobei die Anteile der Nickel-, Mangan- und Eisenverbindungen so gewählt werden, daß eine Verbindung der Formel
    χ NiO · (1 — χ + 3;) MnO · Fe2O3
    entsteht, wobei χ und y zwischen 0,1 und 0,8 bzw. zwischen 0 und 0,5 liegen und χ + y j> 0,2 ist.
  2. 2.Magnetkern, dadurch gekennzeichnet, daß er aus mindestens einer nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 hergestellten Verbindung besteht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: 2g
    Deutsche Patentanmeldung St 4840 (bekanntgemacht am 9. 7. 1953);
    schweizerische Patentschrift Nr. 256023;
    Physica III, 1936, S. 464, 482;
    »Electronics« vom April 1953, S. 149.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 580/396 8.56 (709 511/4 2.67)
DEN10099A 1954-01-27 1955-01-23 Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen Expired DE977563C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL184642 1954-01-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE977563C true DE977563C (de) 1967-02-16

Family

ID=19750647

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN10099A Expired DE977563C (de) 1954-01-27 1955-01-23 Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen

Country Status (8)

Country Link
US (1) US3030306A (de)
BE (1) BE535198A (de)
CH (1) CH345089A (de)
DE (1) DE977563C (de)
ES (1) ES219748A1 (de)
FR (1) FR1118224A (de)
GB (1) GB763809A (de)
NL (1) NL82278C (de)

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3039965A (en) * 1957-05-06 1962-06-19 Du Pont Ilmenite-type complex manganese oxides and preparation thereof
US3039964A (en) * 1957-05-06 1962-06-19 Du Pont Preparation of ilmenite-type compounds
US2982731A (en) * 1957-06-13 1961-05-02 Sylvania Electric Prod Modified nickel ferrite
US3236777A (en) * 1963-04-12 1966-02-22 Ampex Nickel-manganese-ferrous ferrite

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH256023A (de) * 1941-10-24 1948-07-31 Philips Nv Verfahren zur Herstellung eines ferromagnetischen Kernes mit geringen Verlusten bei Hochfrequenz.

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IT492518A (de) * 1951-10-30
US2715109A (en) * 1954-06-14 1955-08-09 Steatite Res Corp Ferromagnetic ceramic materials with hysteresis loops of rectangular shape

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH256023A (de) * 1941-10-24 1948-07-31 Philips Nv Verfahren zur Herstellung eines ferromagnetischen Kernes mit geringen Verlusten bei Hochfrequenz.

Also Published As

Publication number Publication date
BE535198A (de)
ES219748A1 (es) 1955-06-16
US3030306A (en) 1962-04-17
NL82278C (de)
FR1118224A (fr) 1956-06-01
GB763809A (en) 1956-12-19
CH345089A (de) 1960-03-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE975802C (de) Ferromagnetischer Kern fuer hohe Frequenzen
DE962231C (de) Verfahren zur Herstellung eines gesinterten, aus Mischkristallen bestehenden weichmagnetischen Ferritmaterials fuer Hochfrequenzzwecke
DE202005022087U1 (de) Nanokristalliner Kern für Stromsensoren, ein- und zweistufige Energiezähler und diese integrierende Stromsonden
DE973822C (de) Magnetkern und Verfahren zu seiner Herstellung
DE969525C (de) Verfahren zur Herstellung eines Ferritwerkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen
DE977563C (de) Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen
DE1105213B (de) Magnetostriktiver Vibrator
DE976166C (de) Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezurechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen
DE2431698C3 (de) Verwendung eines gesinterten Magnetits als Ferrit für magnetostriktive Schinger
DE1006090B (de) Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu echteckfoermige Hystereseschleife aufweisen
DE977635C (de) Verfahren zur Herstellung eines Ferritwerkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen
DE976924C (de) Verfahren zur Herstellung eines magnetischen Mischferritmaterials und daraus hergestellter Magnetkern
DE977425C (de) Verfahren zur Herstellung eines Ferritwerkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen
DE1178763B (de) Verfahren zur Herstellung eines Mangan-Ferrit-kernes mit annaehernd rechteckiger Hystereseschleife
DE1239606B (de) Verfahren zur Herstellung von ferromagnetischen Kernen mit weitgehend rechteckfoermiger Hysteresisschleife
DEN0010099MA (de)
DE1062611B (de) Verfahren zur Herstellung eines Ferritwerkstoffes fuer Magnetkerne mit nahezu rechteckfoermiger Hystereseschleife
DEN0009926MA (de)
DE977603C (de) Verfahren zur Herstellung eines Ferritwerkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen
DEN0009931MA (de)
CH337962A (de) Verfahren zur Herstellung eines Magnetkernes mit einem hohen Rechtwinkligkeitsverhältnis der Hystereseschleife und nach diesem Verfahren hergestellter Magnetkern
AT209589B (de) Ferromagnetisches Material, insbesondere für piezomagnetische Schwinger
DEN0009925MA (de)
DEN0010112MA (de)
DE1087507B (de) Verfahren zur Herstellung ferromagnetischen Materials mit rechteckfoermiger Hystereseschleife