DEO0003814MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. September 1954 Bekanntgemacht am 5. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung an pneumatisch-mechanischen' Wanderhaufenkeimanlagen
zur Grünmalzhersrellung nach dem Patent 883 134.
Bei dieser Anlage wird ein über die ganze Beetbreite reichendes und bis zu den Horden schürfendes
Becherwerk, das auf einem längs des Keimbeetes, vorzugsweise auf dessen Seitenwänden fahrbaren
B-rückenwagen entgegen dem Uhrzeigersinneumläuft, verwendet. Dieses Becherwerk hebt, während
der Brückenwagen langsam längs des Keimbeetes in Richtung auf den Anfang des Beetes zu
. bewegt wird, die Gerste bzw. das Grünmalz an, fördert es um eine bestimmte Strecke entgegen der
Wagenfahrtrichtung zurück und wirft das Keimgut am !rückwärtigen Teil des Wagens wieder ab, wodurch
ein Wandern der Gerste und gleichzeitig ein Fortbewegen des Haufens von Abteilung zu Abteilung
des Keimbeetes herbeigeführt wird,.
Dabei hebt der in Richtung dies natürlichen
Böschungswinkels der Gerste geneigte vordere Teil des Becherwerkes auf dem Wagen die Gerste an,
der waagerecht umlaufende Teil des Becherwerkes fördert die Gerste zurück und wirft durch die nach
seiner waagerechten Bahn erfolgenden Richtungsänderung die Gerste am rückwärtigen Ende des
Brückenwagens wieder ab.
Auf dem zum anhebenden Teil entgegengesetzt
geneigt nach unten verlaufenden; Teil des Becherwerkes gleiten die geleerten Becher bis zu den
509 627/12
O 3814 IVa/'6a
Horden nach unten, um nach abermaliger Richtungsänderung parallel· zum Böschungswinkel der
Gerste wieder ansteigend neuerdings das zu fördernde Keimgut wieder aufzunehmen.
Diese Aufnahme des Keimgutes erfolgt mit den gezahnten. Schürfkanten der Becher.
Diese Aufnahme des Keimgutes erfolgt mit den gezahnten. Schürfkanten der Becher.
Diese beim Fördervorgang mit ihrer Wandung entlang der Böschung des auf der Keimhorde liegenden
Grünmalzes gleitenden Becher rufen leicht
ίο Beschädigungen des Grünmalzes hervor. Es besteht
nämlich die Gefahr, daß durch das Entlanggleiten der Blechfläche des Bechers die zarten Grünmalzkeime
abgerieben werden und außen an den Bechern kleben bleiben. Diese Beschädigung des Grünmaizes
beeinträchtigt die Ausbeute der Anlage, und hat die unerfreuliche weitere Folge, daß die Becher
der Fördervorrichtung verunreinigt werden und häufig gesäubert werden müssen, Was wiederum die
Wirtschaftlichkeit des Herstellungsverfahrens des-
zo halb beeinträchtigt, weil diese häufig notwendig
werdende Säuberung der Becher jeweils ein Anhalten der Anlage bedingt.
Um diese Nachteile zu vermeiden, schlägt die Erfindung
vor, die an einem Endlosband oder Ketten befestigten Becher derart auszubilden, daß im der
Außenwand der Becher unmittelbar unterhalb ihres gezahnten Randes eine Kröpfung vorgesehen wird,
durch die die Außenwand der Becher gegenüber der Böschung des Keimgutes zurückversetzt wird und
deshalb nicht mehr an der Böschung entlanggleitet. Dadurch wird erreicht, daß nicht nur die Zähne
des Bechers selbst, sondern auch der Zahngrund infolge seines stumpfen Anstellwinkels in das Grün-.
malz eingreift und die Körner aufnimmt, ohne sie zu beschädigen bzw. Keime abzureißen. Die vorher
geschilderte Verunreinigung der Becher durch anhaftende Keime wird weitgehend vermieden, weil
die Außenfläche der Becher praktisch nicht mehr in Berührung mit dem Keimgut kommen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel· der erfindungsgemäß ausgebildeten Becher des in dem
Brückenwagen vorgesehenen Becherwerkes dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι eine Wanderhaufenkeimanlage im Teil-
+5 längsschnitt, auf die sich die Erfindung·bezieht, mit
einem über dem Keimbeet auf dessen Seitenwänden verfahrbaren Brückenwagen, der mit einem Becherwerk
als Förder- und! Wendevorrichtung ausgerüstet ist, \
Fig. 2 einen der Förderbecher, dieses Becherwerkes in Aufsicht,
Fig. 3 einen Schnitt der Fig. 2 nach A-B, durch den die erfindungsgemäße Form des Bechers ersichtlich
ist.
Die Wanderhaufenkeimanlage weist ein, großes gemeinsames Keimbeet 1 auf, bei dem unterhalb
der Horde 2 durch Querwände 3 unterteilte Kammern 4 (Abschnitte) vorgesehen sind, die verschieden
belüftet werden. Auf den Längsseitenwänden S des Keimbeetes 1 ist auf entsprechenden
Schienen ein Brückenwagen 6 fahrbar, der von einem Fahrwerksmotor angetrieben wird. Der
Brückenwagen 6 trägt eine über die ganze Beetbreite ,reichende Endlosfördervorrichtung 7, vorzugsweise
ein Becherwerk, das um eine Achse 8 über die Haufenhöhe in die strichliniert gezeichnete
Stellung geschwenkt werden kann und eine etwa dreieckige Grundform aufweist, so daß der anhebende
Teil des Becherwerkes in Richtung des natürlichen Böschungswinkel« geneigt ist. Nach
Umlenkung läuft das Becherwerk waagerecht am Brückenwagen 6 zurück und wirft durch die nach
seiner waagerechten Bahn. erfolgende Richtungsänderung die Gerste am rückwärtigen Ende des
Brückenwagens 6 wieder ab. Nach weiterer Umlenkung
verläuft das Becherwerk zu dem anhebenden Teil in entgegengesetzter Richtung geneigt nach
unten. Auf dieser Bahn gleiten die leeren. Becher bis zu der Horde 2, um nach abermaliger Rieh-.
tungsänderung wieder parallel zum Böschung«- winkel der Gerste ansteigend neuerdings das zu
fördernde Keimgut wieder aufzunehmen..
Der Brückenwagen 6 erhält einen langsamen
Vorschub in Richtung gegen die erste Abteilung des Keimbeetes hin, wobei das Becherwerk 7
gleichzeitig umläuft. Die Gerste bzw. das Grünmalz wird "hierdurch hochgehoben, dann horizontal
entgegen der Wagenfahrtrichtung eine durch den waagerechten Teil des Becherwerkes 7 bestimmte
Strecke zurückgefördert und am Ende des Brückenwagens 6 wieder abgeworfen. Damit wird sowohl
ein gründliches Wenden der Gerste bzw. des Grünmalzes als auch ein Fortbewegen des Haufens bewirkt
(strichpunktiert angedeutet).
Die Förderbecher 9, die üblicherweise an ihrer Schürfkante mit einer Verzahnung 10 versehen
sind, weisen nach der Erfindung in der geneigt an dem Haufen des Keimgutes entlanggleitendenWandung
11 eine nach rückwärts gerichtete Kröpfung 12 auf, wodurch Beschädigungen des Keimgutes
vermieden werden. ■ '
Claims (1)
- Patentanspruch:Wanderhaufenkeimanlage für Mälzereien, bei der ein längs des Keimbeetes verfahrbarer Ba'ückenwagen mittels eines Becherwerkes das Keimgut anhebt, entgegen der Fahrtrichtung rückbefördert und am Ende des B'rückenwagen<s wieder abwirft, nadh Patent 883 134, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbecher (9) derart ausgebildet sind, daß sie kurz hinter der Schürfkante der an dem Keimgut entlanggleitenden Wandung (11) der Förderbecher (9) eine zur Becher inn en sei te zu gerichtete, die Wandung (11) gegenüber der Schürf kante zurückversetzende Abbiegung (12) aufweisen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen509 627/12 12. 55
Family
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