DEN0008064MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. November 1953 Bekanntgemacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Zur Herstellung von Dauerwellen wurden bisher stark alkalische Stoffe verwendet, und die durch
diese Stoffe erweichten Haare mußten gewöhnlich durch starke Wärme fixiert werden.
Auch wurden schon lösliche Sulfide und Sulfite
der Alkalien und des Ammoniaks zur Herstellung von Dauerwellen benutzt. .
Diese Haarwellmittel sind, wenn S1Ie in hoher
Konzentration angewendet werden, für das Haar schädlich oder es sind bei Anwendung verdünnter
Lösungen siahr lange Behandlungszeiten zur Erzielung des gewünschten Erfolges erforderlich. Es
wurde nun. auch schon vorgeschlagen, Thioglykolsäure
für die Herstellung von Dauerwellen zu benutzen, und zwar vorzugsweise in Gegenwart von
Ammoniak.
Diese bekannten Haarwellmittel haben den Nachteil, daß sie nach bestimmter Einwirkungsdauer
nestlos wieder ausgewaschen werden müssen. Häufig ist auch noch eine Neutralisation erforder-McIh.
Aus diesen Gründen können Dauerwellen bisher fast ausschließlich nur von gelernten und geübten
Fachkräften hergestellt werden. Es ist bisher kein Verfahren zur Herstellung von Dauerwellen
609 578/454
Claims (1)
- N 8064 IVa/30 hauf kaltem Wege bekannt, das es jeder Frau gestatteit, sich selbst Dauerwellen zu legen, die auch wirklich längere Zeit haltbar sind.Es wurde nun ein solches Verfahren gefunden, das die oben geschilderten Nachteile nicht aufweist und welches dadurch gekennzeichnet ist, daß das gewaschene Haar mit einem Dauerwellwasser folgender ZusammensetzungWasser 1000 gThioglykolsäure 182 bis 240 gAmmoniakwasser (i5QBe) 450 -600 g96°/oiger Alkohol 30 - 50 gDiäthylenglykol 30 - ' 50 gAmmoniumhydrogensulnt[(NH4)HSO3] 15 - 25gAmmoniiumsulforickiat . . 15 - 25 gbefeuchtet, in die gewünschten Locken gelegt, gegebenenfalls mit Haarnadeln fixiert und trocknen gelassen wird.Das zur Durchführung des Verfahrens verwendete Mittel zerstört die Haare nicht, braucht nicht neutralisiert und auch nicht ausgewaschen zu werden, und jedermann ist in der Lage, mit einem solchen Dauerwellwasser selbst Dauerwellen herzustellen. Zusätzliche Vorrichtungen, wie Heizhiauiben u. dgl., sind' nicht mehr erforderlich.Das Verfahren zur Herstellung von Dauerwellen auf kaltem Wege gemäß der Erfindung läßt sich sehr einfach durchführen. Das mit einem guten Shampoon gewaschene Haar wird kräftig gespült und dann getrocknet. Nach dem Trocknen wird das Haar lediglich mit dem Dauerwellwasser befeuchtet und in die gewünschten Locken gelegt. Die Locken werden mit einigen Nadeln befestigt und gegebenenfalls nochmal mit ein wenig Dauerwellwasser befeuchtet.Nun wird das Haar ohne Verwendung einer Trockenhaube oder eines sonstigen Gerätes trocknen gelassen. Nach dem Trocknen werden die Haarnadeln entfernt und das Haar lediglich durchgekämmt.Die auf diese Weise hergestellten Dauerwellen sind von großer Haltbarkeit und brauchen zuweilen-· erst nach mehreren Monaten erneuert zu werden.P1AT Γ XTAN S Γ RUCH:·Verfahren zur Herstellung von Dauerwellen auf kaltem Wege, dadurch gekennzeichnet, daß das gewaschene. Haar mit einem Dauerwellwasser folgender ZusammensetzungWasser 1000 gThioglykolsäure 182 bis 240 gAmmoniakwasser (150Be) 450 - 600 ga6o/oiger Alkohol 30 - 50 gDiäthylienglykol 30 - 50 gAmmoniumhydrogensulfit[(NH4)HSO3] ...... 15 - 25gAmmoniumsulforicinait .. 15 - 25 gbefeuchtet, in die gewünschten Locken gelegt, gegebenenfalls mit Haarnadeln fixiert und trocknen gelassen wird.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 879 756; USA.-Patentschrift Nr. 2389755; britische Patentschrift Nr. 444 312.1 »9 578/Φ54 7. 56
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