DEN0005902MA - - Google Patents

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DEN0005902MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. August 1952 Bekanntgemacht am 22. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 54g GRUPPE 11 20 N 5902 VII/54 g
Heinrich Nase, Frankfurt/M.
ist als Erfinder genannt worden
Heinrich Nase, Frankfurt/M.
Verblender mit aus runder Nut und Feder bestehender Stoßverbindung, insbesondere zur Verkleidung von Ladenverkaufs- und
Schaustellungseinrichtungen
Die Erfindung bezieiht sich auf einen Verblender, insbesondere zum Verkleiden von Laden-Einrichtungsteilen, wie Verkauf stischem,· Schaufenstereinsätzen, Kühlschränken od. dgl.
Insbesondere in Fleisoherläden werden der Örtlichkeit angepaßte, geschwungene Ladeneinrichtungen verwendet, deren Verkleidung elegant ausgestattet sein soll. Man hat deshalb bisher für eine solche Verkleidung Materialien, benutzt, die wie Sperrholz oder Kunststoffptlatten biegsam waren, um die runden Teile belegen zu können. Auch hat man Holzplatten verwendet, die jalousieartig senkrecht nebeneinander gesetzt wurden und meist unhygienisch waren. Starre, etwa keramische od. dgl. Platten, im besonderen Majolikaplatten, oder Platten aus starrem Kunststoff, konnten bisher für derartige Zwecke nur geringe Verwendung finden, da sie bis zu einem rechten Winkel nicht
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N 5902 VII/54 g
fugeiidiclit abgewinkelt werden können. Die bekannten, mit Metallscharnieren versehenen Anordnungen sind zu kompliziert, nicht fugendicht, unansehnlich und auch nicht hygienisch.
Es sind zwar Verblonder bekannt, die mit Stoßkanten aus Keder und Nut ausgestattet sind. Hierbei ist aber ein rechtwinkliger IMatteiistoß zweier benachbarter Verblender nicht möglich, ohne daß der gegenseil ige llalt verlorengeht und ohne daß ίο an der Stoßstelle Hohlräume entstehen, die mit Mindemiüelii ausgefüllt werden müßten, wodurch der (iesainteiiKlruck der Verkleidung gestört werden kann.
Nach der Erfindung werden z. 15. keramische oder lvunststoff-1 Matten als Verblender mit aus runder Nut und Keder !«stehender Stoßverbindung derart geformt, dall das Verblenderende als nahezu zylindrische Keder ausgebildet ist, während die zugehörige Nut des Nachbarverblenders nur von einer kleineren Wölbung gebildet wird, d. h. daß die Keder einen größeren, die Nut dagegen einen kleineren als halbkreisförmigen Querschnitt hat, wobei der Kederkreis so hinterschnitten ist, daß sich an ihn Bogienzungssdliultern für den größten Winkclaussehlag anschließen. Man kann mit dieser Gestaltung beliebige Winkelstellung bis zu 900 zweier benachbarter Verblender fugendicht vornehmen. Die Verblender können hierfür am einen Ende mit einer Keder und am anderen, entgegengesetzten mit einer Nut verseilen sein.
Anstatt die Köder aus einem Stück mit dem Verblender zu machen, kann die Keder allein als Einzelstück, etwa als blankpoliertes Metallrohr, hergestellt sein. Es sind in diesem Kalle beide Verblenderkanten konkav gewölbt und umschließen das Gelenkstück, etwa ein Rohr.
Die Oberfläche des Verblenders kann in bekannter Weise jede beliebige Gestaltung ha1>en, z. H. konkav oder konvex gewölbt, geriffelt oder in Spezialformen gewölbt.
Durch die Drehbarkeit in den Gelenken kann
jede beliebige Wölbung, etwa auf der Vorderseite eines geschwungenen Ladentisches, gebildet werden, natürlich auch die geraden Teile zwischen den Bögen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht.
!'"ig. 1 zeigt die Verkleidung an einem geschwungenen Ladentisch mit zwei Reihen Verblender;
lüg. 2 und 3 sind schematische Darstellungen unterschiedlich nebeneinanderliegender Verblender mit zylindrischen Wulsten und entsprechender Gegenwölbting;
lug. 4 zeigt von oben gesehen eine Profilplatte mit getrenntem zylindrischen Gelenkteil und beiderseitigen konkaven Gelenkwölbungen;
lüg. 5 zeigt schematisch die Enden zweier Verblender an einem Gelenkteil in gerader Linie ausgerichtet.
Der Vorkleider oder Verblender 1 hat nach lüg. 2 an seiner einen Seite einen etwa zylindrischen Wulst 2 als Keder und an der anderen Seite eine entsprechende konkave Wölbung 3 als Nut, die an der Keder 2 der Nachbarplatte 4 paarschlüssig anliegt. Die Keder 2 ist hinterschnitten ausgebildet, damit in die hierdurch entstandene Ausnehmung die Schulter 6 der Nachbarplatte 1 eingreifen kann, wenn zwischen den beiden Platten ein rechter Winkel gebildet werden soll. Der Schwalbenschwanz 7 dient zur Befestigung der Rückseite.
Kig. 3 zeigt eine gerade Vorderwand einer Vorkleidung mit entsprechender Gelenkstellung. Die Winkelverstellung zweier Verblender bis zu go° zueinander kann nur dadurch ermöglicht werden, daß die Keder einen größeren als halbkreisförmigen Querschnitt, die. Nut dagegen einen kleineren als halbkreisförmigen Querschnitt aufweist, damit sie auf dem größeren Umfang der Keder im gewünschten Maße fugendicht gleiten kann.
Anstatt die zylindrische Keder unmittelbar an dem Verblender anzubringen, kann sie auch als Einzelteil hergestellt und verwendet worden. Ein solches Einzelteil kann nach Kig. 4 ein blankpoliertes Rohr 8 sein, das durch das Teil 9 mit der Rückwand fest verbunden und in Abständen angeordnet ist, die der Breite eines Vorblenders entsprechen. Der Verblender 1 wird senkrecht von oben eingeschoben. Aus Kig. 5 ist ersichtlich, daß auch bei solchen Gelenken eine Schwenkung von jeweils 900 aus der Mittellage möglich ist.
Die in Kig. 2 bis 4 gezeigten Verblenderformen können zu einer geschwungenen Voriderwand nach Kig. ι zusammengesetzt werden, wobei dann an den nach außen hervorstehenden Rundungen des Ladentisches, als Übergang von Platte zu Platte, eine größere Kläche des Gelenkwulstes erscheint, während in den Einbuchtungen nur eine Stoßfuge vorhanden ist.
Die Verblender können selbstverständlich auch mit ebener Oberfläche geradlinig waagerecht verlegt werden.
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Verblenders hat den Vorteil, daß eine einheitliche Plattenform verwendet werden kann, so daß die Verkleidung nur aus gleichen Platten., gegebenenfalls in Verbindung mit gleichen Rohren besteht, die in Serie hergestellt werden können.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verblender mit aus runder Nut und Feder bestehender Stoßverbindung, insbesondere zur Verkleidung von Ladenverkaufs- und Schau-Stellungseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Keder (2, 8) einen größeren, die Nut (3) dagegen einen kleineren als halbkreisförmigen Querschnitt hat, an den sich Begrenzungsschultern (5, 6) anschließen, die radial zur Rundung des Gelenkprofils abgeschrägt und so weit voneinander angeordnet sind, daß sie einen rechtwinkligen Plattenstoß zweier benachbarter Verblender gestatten.
2. Verblender nach Anspruch 1, dadurch gckennzeichnet, daß er an einer Stoßkante die
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Feder (2) und an der entgegengesetzten Stoßkante die Nut (3) aufweist.
3. Verblender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er an den beiden entgegengesetzten Stoßkanten (Fig. 4 und 5) mit einer Nut (3) versehen ist und die Feder aus einem zwischen zwei benachbarten Verblendern angeordneten Rohr (8) besteht.
Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nt. 467 069; USA.-Patentschriften Nr. 2 297 115, 2268669.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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