DEM0021773MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 3. Februar 1954 Bekanntgemacht am 2. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei Maschinen zum Zwicken der Fersen oder Spitzen von Schuhwerk mittels Scheren wird der
Leistenträger mit dem außerhalb der Maschine aufgesetzten Leisten zunächst leicht in die
Maschine eingeschwenkt, um dadurch den Schuh den Werkzeugen der Maschine gegenüber einzustellen,
worauf er zwecks endgültiger Bearbeitung des Schuhes auf mechanischem, hydraulischem oder
pneumatischem Wege fest in die Maschine eingezogen wird. Beim Einschwenken des Leistenträgers
war der Arbeiter bisher genötigt, den Schuh mit einer Hand zu halten und das Einschwenken
selbst mit der freien Hand an einer anderen Stelle des Leistenträgers zu bewirken. Im
Hinblick auf die an die Leistung der Maschine und des Arbeiters in der modernen Schuhfabrikation
gestellten hohen Anforderungen erwies sich diese Art der Bedienung als zu zeitraubend, da hierdurch
die Leistung der Maschine nicht voll ausgenutzt werden konnte.
Durch die Erfindung wird dieser Nachteil vermieden und der Anzug des Leistenträgers bei
hydraulischer Betätigung durch einen Einschwenkvorgang selbst so gesteuert, daß es möglich ist,
zugleich mit dem Aufsetzen des Leistens den Leistenträger nach einem kurzen Ankippen hydrau-
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M21773 VU17lc
lisch fest in die Maschine einzuziehen, ihn ohne weiteres Zutun des Arbeiters bis zur Beendigung
des Arbeitsganges unter Druck zu halten und ihn schließlich in Abhängigkeit vom. Maschinenantrieb
unter gleichzeitiger Rückführung des Steuerkolbens automatisch wieder, auszulösen.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einem
Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Es ist Fig. ι eine teilweise geschnittene Seitenansicht
ίο der Steuerung in der Ruhelage und
Fig. 2 dieselbe Ansicht in der Arbeitslage.
An dem Ständer ι einer Fersen- oder Spitzenzwickmaschine ist der Leistenträger 2 an dem Fuß lager 3 um einen Bolzen schwenkbar angelenkt.
An dem Ständer ι einer Fersen- oder Spitzenzwickmaschine ist der Leistenträger 2 an dem Fuß lager 3 um einen Bolzen schwenkbar angelenkt.
An seinem oberen Ende befindet sich auf der unter Federdruck stehenden Stange 4 die nicht dargestellte
Leistenauflage, mit welcher der eingeleistete Schuh den Werkzeugen der Maschine dargeboten wird. Ebenfalls an seinem oberen Ende
ist der Leistenträger mit einem Auge 5 versehen, an dem die mit dem Triebwerk der Maschine, im
vorliegenden Falle einem hydraulischen Arbeitskolben, verbundene Zugstange 6 angelenkt ist. An
Stelle eines kippbaren Leistenträgers kann die Maschine natürlich auch mit einem geradlinig
bewegten Leistenträger versehen sein. .
Unterhalb der Stange 6 befindet sich die Hebelanordnung, welche beim Einschwenken des
Leistenträgers 2 auf den Steuerschieber des Arbeitskolbens einwirkt. Diese besteht.im wesentlichen
aus zwei ungefähr parallelen Hebeln 11
.„. und 12, die mit ihren Drehpunkten 13 bzw. 14 am.
Maschinenständer angelenkt sind und als Lenker für die obere Steuerstange 15 durch die untere Verbindungsstange
16 dienen.- Die Steuerstange 15
steht mit den Hilfskolben 17, 18 in Verbindung, während die Stange 16 durch einen seitlich um den
Bolzen 19 verschwenkbaren Anschlag 20 mit einem Mitnehmer 21 am Leistenträger 2 im Eingriff
steht. Der Mitnehmer 21 bewegt sich beim Einschwenken des Leistenträgers 2 in der bogenförmigen
Bahn 2ia und nimmt ihn dabei über den
Anschlag 20 in Richtung des Maschinenständers mit, wobei der Anschlag 20 unter der Einwirkung
der Lenker 11, 12 einen kurzen Bogen 20a beschreibt.
Um mit dem Einschwenken des Leistenträgers 2 dessen hydraulischen Einzug in die Maschine zu bewirken, wird die Steuerstange 15
durch den Lenker 12 nach links gezogen, wodurch sich der Steuerkolben 17 auf die andere Seite des
Öldurchganges 22 legt und der Kolben 18 zwischen die Kanäle 23 unid 24, wiie i.n Fig.. 2 dargestellt.
Das bisher durch den Kolben 17 gesperrte öl kann nunmehr von der ölpumpe 25 durch die Kanäle 23
und 22 hinter den Vorschubkolben 26 der Hydraulik, eintreten, der dadurch nach rechts aus
dem Zylinder 27 heraustritt, wodurch der Arbeitskolben 28 in die Lage versetzt wird, zunächst öl
durch eine nicht gezeichnete Bohrung, und ein , Ventil aus dem Behälter 29 zu saugen, und nach
dem Austritt des. Kolbens 26 aus dem Zylinder 27 durch, diesen hindurch direkt unter die Druckwirkung
der Pumpe 2.5. zu gelangen. Hierdurch wird der Leistenträger 2 über die. Zugstange 6 fest
in die Maschine eingezogen·. Em Nachlassen des Druckes ist nicht zu befürchten, da der Arbeitskolben in seiner Arbeitslage immer unter dem
Druck der Ölpumpe steht, so daß durch die Bearbeitung des Schuhes etwa auftretende Schwankungen
sofort wieder ausgeglichen werden. Der Abfluß des Öles findet auf beliebige Weise statt;
aus dem Steuerzylinder erfolgt der. Rücklauf durch das Rohr 30. Da die hydraulische Einrichtung an
sich keinen Bestandteil der Erfindung bildet, wurde vorstehend nur auf den zum Verständnis der
Wirkungsweise der Erfindung benötigten Teil derselben Bezug genommen und auch dieser nur in der
Zeichnung dargestellt.
Der Lenker 12 ist als dreiteiliger Hebel ausgebildet,
dessen, zwei Arme,-wie bereits erwähnt,
mit den*Stangen 15 und 16 verbunden sind, während
der dritte Arm I2„ an eine senkrechte Stange 35 angreift, die.mittels einer Lasche 36 am Ständer 1
der Maschine angelenkt ist. An der Stange 35 befindet- sich eine Anschlagnase 37, die beim Ein-
und Ausschwenken des Leistenträgers 2 durch den Hebelarm I2fl auf und nieder bewegt wird. Diese
Einrichtung bewirkt im Zusammenhang mit einer als loses Glied ausgebildeten Klinke 4.7 nach beendetem
Arbeitsgang die Zurückführung des Leistenträgers in seine Ausgangsstellung. Die Arbeitsweise ist folgende: ■ ;
Im Antrieb der Maschine befindet sich eine Sperrscheibe 40, die mit einem inneren Kurvengang
versehen ist, auf dem die an einer Stange 41 drehbare
Rolle 42 sitzt. In der in Fig. 1 dargestellten Lage der Rolle ist die Kupplung ausgeschaltet, was
jeweils am Ende eines Arbeitsganges der Fall ist. Wenn nun nach einem Arbeitsgange die Rolle 42
aus der Stellung der Fig. 2 in die untere Rast der
Kurve einfällt, so bewegt sich die Stange um den entsprechenden geringen Betrag nach unten und
nimmt dabei einen mit einem Stift 43 versehenen
Bund mit. Ein am Maschinengestell angelenkter Klinkenhebel 44 greift mit seinem Schlitz 45 über
den Stift 43 und trägt an seinem freien Ende eine um den Bolzen 46 seitlich ausschwingbare Klinke
47, die unter der Spannung der Feder 48 steht. ' Beim Abwärtsgang der Stange drückt die Klinke 47
die Nase 37 und damit die Stange 35 nach unten, wodurch der Hebel I2„ um seinen Drehpunkt 14
aus der Lage der Fig. 2 in diejenige nach Fig. 1 schwingt und die Stange 16 nach links geschoben
wird, wobei der Anschlag 20 dem Mitnehmer 21
um den Bolzen 19 entgegen dem Zuge der Feder 20;,
seitlich ausweicht.. Gleichzeitig wird der Steuerschieber so umgeschaltet, daß der Kolben 18 die
Bohrung 24 freigibt, durch welche das Öl gegen einen auf der anderen Seite des Arbeitskolbens 28
angeordneten, in der Zeichnung jedoch nicht dargestellten, durch Schlitze gesteuerten Vorschubkolben
geleitet wird, der dem Kolben 28 eine kurze Bewegung, nach links erteilt. Hierdurch wird der
Leistenträger 2 so weit nach außen- bewegt, bis er
durch sein Eigengewicht von selbst in· die Ruhelage nach Fig. 1 zurückkippt.
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M21773VII/71C
Der Hebel 12, i2a steht unter dem Einfluß der
Zugfeder 49, die jeweils durch Überschreitung der Strecklage nach oben oder unten den Hebel in
seiner nach rechts oder links ausgeschwungenen Lage festhält. Nach der beschriebenen Rückführung
des Steuerschiebers 17, 18 kann die Druckflüssigkeit
aus dem Arbeitszylinder durch die Kanäle 22 und 50 wieder in den ölbehälter abfließen, womit
die Lage nach Fig. 1 wiederhergestellt ist.
Da es bei Maschinen der vorbeschriebenen Art mitunter erforderlich ist, einen bereits begonnenen
Arbeitsgang wieder rückgängig zu machen, ist ein Handhebel 55 vorgesehen, durch den das Gestänge
zurückgezogen und dadurch der Abfluß 22, 50 für das öl vorzeitig geöffnet werden kann.
Claims (5)
1. Schuhendenzwickmaschine mit Steuerung des mit hydraulischem Einzug versehenen
ao Leistenträgers, dadurch gekennzeichnet, daß in
Verbindung mit dem Arbeitskolben ein Steuerkolben (17, 18) vorgesehen ist, der durch ein
sich durch den Leistenträger selbst einschaltendes Gestänge den Zufluß des Öles zum Arbeitskolben
(26, 28) regelt und durch ein in dem Gestänge vorgesehenes, vom Mascbinenantrieb
(40) gesteuertes, vorzugsweise loses Glied (47) nach Beendigung des Arbeitsganges mitsamt
dem Gestänge in seine Ursprungslage zurückgeführt wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung eines am Leistenträger (2)
befestigten Mitnehmers (21.) und eines an dem Gestänge ausweichbar gelagerten Anschlages
(20) derart, daß beim Einschwingen des Leis-tenträgers das Gestänge über den, Betrag
eines Teilhubes mitgenommen wird, während beim Rückhub der Anschlag (20) dem Mitnehmer
(21) unter Wirkung einer Feder (2O6) ausweicht.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen einen Teil des Gestänges
bildenden dreiarmigen Hebel (12, I2((), dessen
zwei Arme mit der Schubstange (15) des Steuerkolbens und dem übrigen Gestänge in Verbindung
stehen, während der dritte Arm (i2„)
einen Anschlag (37) in und aus dem Bereich des vom Maschinenantrieb gesteuerten losen
Gliedes (47) bewegt.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der dreiarmige Hebel (12,12O)
des Gestänges von einer durch die Strecklage gehenden Feder (49) in seiner jeweiligen Lage
festgehalten wird.
5. Maschine nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch die Anordnung eines willkürlich
zu betätigenden Hebels (55) od. dgl., der die Rückführung des Gestänges und des Steuerkolbens
(17, 18) während des Arbeitskreislaufes der Maschine jederzeit gestattet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 886 258, 881 457.
Deutsche Patentschriften Nr. 886 258, 881 457.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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