DEM0018263MA - - Google Patents
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Description
M 18263 VII/86 d
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Einknüpfen von Perserknoten in Webketten
• auf Teppichknüpf maschinen, bestehend aus Greiferröhren
mit längs verschiebbaren Greiferhaken und ■ 5 Zahnstangenantrieb.
Die Schwierigkeit, einen Perserknoten zu knüpfen, liegt darin, daß der eine von zwei Kettenfäden
voll, der andere nur zur Hälfte vom einzuknüpfenden Polfaden umschlungen werden muß und die
ίο Kettenfäden nach der Umschlingung wieder zusammenliegen
müssen. Soweit Einrichtungen der vorerwähnten Art für die Herstellung von Perserknoten
dienen, zeigen sie den erheblichen Nachteil, daß der Kettenfaden, der bekanntlich stark gespannt
sein muß, durch Umlegen um eine der Greiferröhren überspannt wird, was zu einem Reißen
des Kettenfadens führen kann, wenn nicht zusätzliche Einrichtungen zur vorübergehenden Lockerung
der Spannung vorgesehen sind. Außerdem ao zeigen die bekannten Knüpfwerkzeuge einen verhältnismäßig
verwickelten Aufbau.
Diese Mängel werden bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß dadurch
beseitigt, daß von den paarweise zusammenarbeitenden, gleichsinnig gedrehten Greiferhaken, der
eine rechtwinklig nach innen abgebogen und mit dieser Abwinkelung in der Anfangsstellung parallel
zum zweiten Greiferhaken nach unten gerichtet ist.
In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 einen Längsschnitt senkrecht zur Zeichenebene durch beide Greiferröhren, Fig- 3 das offene Gehäuse;
Fig. 5 bis 7 läßt das Einknüpfen des Florfadens in die Kette erkennen;
Fig. 4 verdeutlicht die Lage der Kettenfäden in der Stellung des Greifers gemäß Fig. 6.
Im Lagergehäuse 1 sind die Greiferröhren 2 und 3 mit ihrem Antrieb und ihren Greiferhaken 4
und S gelagert. Die Zahnstange 6 ragt in die Öffnung 7 (Fig. 2) des Gehäuses hinein und greift mit
ihrer Verzahnung in die entsprechende Verzahnung der Greiferröhre 2 ein. Ein Zwischenrad 8 wird
von der Greiferröhre 2 angetrieben und dreht die Greiferröhre 3 mit dem Greiferhaken 5. Auf diese
Weise führen beide Greiferröhren eine gleichsinnige Bewegung aus. Fig. 3 läßt die Lage des Zwischenrades
8 zu der Verzahnung der Greiferröhren 2 und 3 erkennen. Die Greiferhaken 4 und 5 sind in
ihren Greiferröhren 2 bzw. 3 in bekannter Weise nur längs verschiebbar gelagert. Die Bewegung des
Greifers als Ganzes, die Aufundabbewegung der Zahnstange 6 und die Längsbewegung der Greiferhaken
4 und 5 werden in bekannter Weise durch Exzenterantrieb gesteuert.
Der Knüpf vorgänge ist in den Abb. 4:bis 7 ver-1
anschaulicht. Fig. 5 zeigt die Anfangsstellung der
Greiferhaken 4 und 5, und Fig! 6 zeigt die Stellung
dieser Haken nach einer Drehung der Greif erröhren um i8o°. Fig. 7 zeigt den in. die Kette eingeknüpffcera
Polfadieni 11 nach Rückdirehungder Greiferhaken
in die Anfangsstellung. Mit 9 und 10 sind die Kettenfäden bezeichnet. Es ist ersichtlich, daß der
Haken 4 in der Anfangslage zwischen die beiden Kettenfäden 9 und 10 greift, während der
Haken 5 neben dem Kettenfaden 10 liegt. Wenn die Greiferröhren 2 und 3 mit ihren Greiferhaken 4
und 5 um i8o° im Uhrzeigersinne gedreht werden, wird in der Stellung gemäß Fig. 6 der Polfaden 11
erfaßt und durch die in Schlitzen 12 an den Greiferröhren
2 und 3 geführten, zurückgezogenen Greiferhaken 4 und 5 an den Gegenhaken 13 und 14
der Greiferröhren festgehalten. Aus Fig. 4 ist die Lage der beiden Kettenfäden 9 und 10 im Greifer
noch besser erkennbar.
Der abwärts gerichtete Teil des Greiferhakens 4 ist gegenüber dem Greiferhaken 5 verkürzt. Dadurch
ist vermieden, daß er beim Aufwärtsdrehen fälschlich benachbarte Kettenfäden erfaßt. Wenn
bei der Aufwärtsbewegung der Zahnstange 6 die Greiferröhren und -haken entgegen dem Uhrzeigersinne
in die Anfangslage zurückgedreht werden, so. wird der Polfaden gemäß Fig. 7 um den Kettenfaden
9 vollständig, um den Kettenfaden 10 nur zur Hälfte herumgeschlungen, wobei die in der Stellung
nach Fig. 6 gespreizten Kettenfäden wieder vollständig zusammengeführt sind. Der Perserknoten
ist somit hergestellt. go
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Einknüpfen von Perserknoten in Webketten auf Teppichknüpfmaschinen,
bestehend aus Greiferröhren mit längs verschiebbaren Greiferhaken und Zahnstangenantrieb,
dadurch gekennzeichnet, daß von den paarweise zusammenarbeitenden, gleichsinnig gedrehten Greiferhaken (4 und 5) der eine (4)
rechtwinklig nach innen abgebogen und mit dieser Abwinkelung in der Anfangsstellung
parallel zum zweiten Greiferhaken (5) nach unten gerichtet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der rechtwinklig nach innen abgebogene Greiferhaken (4) kürzer als der
zweite (5) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnstange (6)
eine der Greiferröhren (2) unmittelbar und die zweite (3) über ein Zwischenrad (8) antreibt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 140 187, 257 130.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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