DEM0017428MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEM0017428MA
DEM0017428MA DEM0017428MA DE M0017428M A DEM0017428M A DE M0017428MA DE M0017428M A DEM0017428M A DE M0017428MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
motor
speed
motors
wire
phase
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Februar 1953 Bekanntgemacht am 30. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In dem Patent 901 313 ist ein Antrieb für an ein Drehstromnetz angeschlossene Mehrfach-Drahtziehmaschinen beschrieben, bei dem jeder Zug von einem Einphasenwechselstrom-Repulsionsmotor mit verstellbarer Bürstenbrücke angetrieben wird. Derartige Motoren haben gegenüber bekannten in der Drehzahl regelbaren Drehstrommotoren den Vorzug der Billigkeit und der in sehr weiten Grenzen stetig regelbaren Drehzahl, wobei der Umstand, daß die Drahtziehmaschinen stets eine größere Anzahl von Zügen und dementsprechend Motoren besitzen, eine gleichmäßige Belastung des Drehstromnetzes sicherstellt.
Die Erfindung bezweckt eine weitere Ausgestaltung des aus Einphasenwechselstrom-Repulsionsmotoren bestehenden Antriebes, durch die ein unerwünschtes Pendeln der Motoren vermieden werden soll. Einphasenwechselstrom-Repulsionsmotoren haben eine für Drahtziehmaschinen an sich erwünschte Hauptstromcharakteristik, d. h., die Drehzahl ist stark von der Belastung abhängig. Tritt aus irgendwelchen Gründen eine Änderung der Belastung des Motors der letzten Ziehscheibe ein, so wird diese Drehzahländerung sogleich auf die vorhergehenden Motoren übertragen. Die Änderung der Ziehgeschwindigkeit der vorhergehenden
609 616/370
M 17428 VIHb/21 c
Motoren kann wieder zu einer Belastungsänderung des Motors der letzten Stufe führen, so daß es unter ungünstigen Umständen zu Pendelungen in der Drehzahl aller Motoren kommen kann, die sich zu erheblichen Beträgen aufschaukeln können. Um diese Pendelungen zu vermeiden, dient erfindungsgemäß als Antriebsmotor für die letzte Ziehscheibe nicht ein Einphasenwechselstrom-Repulsionsmotor, sondern ein Motor, dessen Drehzahl von der Belastung weitgehend unabhängig ist, also ein Motor mit Nebenschlußcharakteristik. Vorzugsweise dient zum Antrieb der letzten Ziehscheibe ein polumschaltbarer Drehstromasynchronmotor, also ein Motor, der mit verschiedenen Drehzahlen betriebsmäßig laufen kann. Er b.[e^et so .die Möglichkeit, in Verbindung mit dem.., mehrstufigen Zahnradgetriebe zwischen Motor umPZiehscheibe die praktisch vorkommenden Geschwindigkeiten für die letzte Stufe einstellen zu können.
Die Verwendung eines in der Drehzahl nicht oder nur in engen Grenzen regelbaren Motors für die letzte Ziehscheibe hat weiter den Vorteil, daß ein unerwünschtes Herabsetzen der Ziehgeschwindigkeit durch Eingriffe des die Maschine Bedienenden verhindert ist. Der weite Regelbereich der Einphasenkollektormotoren gibt dem Bedienenden die Möglichkeit, im Betrieb die Ziehgeschwindigkeit der letzten Ziehscheibe weitgehend zu ändern, also auch herabzusetzen, da die Geschwindigkeit der anderen Motoren jederzeit durch Verstellung der Bürstenbrücke der Geschwindigkeit des letzten Motors angepaßt werden kann. Das führt im Betrieb meist dazu, daß die Ziehgeschwindigkeit der letzten Stufe unnötig weit herabgesetzt und so die Maschine nicht im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit ausgenutzt wird.
Die Verwendung eines nicht regelbaren Motors für den letzten Zug hat weiter den Vorteil, daß auf die selbsttätige Verstellung der Bürstenbrücke der Einphasenmotoren in Abhängigkeit von der Drahtspannung verzichtet werden kann. Es genügt jetzt eine Verstellmöglichkeit der Drehzahlen der einzelnen Motoren von Hand vorzusehen. An Stelle der selbsttätigen Verstellung der Bürstenbrücken erfolgt ihre Verstellung über kleine, in der Drehrichtung umschaltbare Elektromotoren, die von Hand durch Plus- und Minuskontakte in der einen oder anderen Richtung einschaltbar sind, so daß durch kürzere oder längere Betätigung der Kontakte jede gewünschte Verstellung erreichbar ist. Der Bedienende hat;..dann die Möglichkeit, je nach dem sichtbaren Spannungszustand der Drähte die Bürstenbrücke in dem einen oder anderen Sinne so lange verstellen zu können, bis der Draht in allen Zügen in der gewünschten Weise gespannt ist. Vorteilhaft ist mit jedem Zug eine Anzeigevorrichtung verbunden, die dem Bedienenden die Höhe der Dirabtispanriiunig anzeigt.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben, die in schematischer Darstellung von einer sechszügigen Drahtziehmaschine die . Ziehscheiben, die Ziehdüsen, die Antriebsmotoren und ihre elektrische Schaltung zeigt.
Die Ziehscheiben.der Maschine sind mit 1 bis 6, die zugehörigen Ziehdüsen' mit 7 bis 12 Und die Umlenkrollen zwischen den Zügen mit 13 bezeichnet. Die Ziehscheiben 1 bis 5 werden von Einphasenkollektormotoren 14 angetrieben, der Antrieb ist durch Riemen 15 angedeutet. Bei der praktischen Ausführung sind Motor und Ziehscheibe durch ein mehrstufiges Zahnradgetriebe gekuppelt. Die Regelung der Einphasenkollektormotoren geschieht durch Verstellung der Bürstenbrücke. Hierzu dienen kleine Elektromotoren 16, die über eine Schnecke 17 ein Schneckenrad 18 antreiben, das mit der Bürstenbrücke gekuppelt ist. Die einzelnen Motoren 16 sind über einen an sich bekannten Schaltkasten 19 mit je einem Plus- und einem Minuskontäkt an das, Drehstromnetz 20 angeschlossen, mit dem auch über Schalter 21 in mögliehst gleichmäßiger Verteilung auf die einzelnen Phasen die Einphasenkollektormotoren verbunden sind. Die Motoren 16 sind in beiden Drehrichtungen einschaltbar, durch Drücken des Pluskontaktes kann jeder Motor 16 und damit die Bürstenbrücke des zugehörigen Einphasenmotors in der Richtung höherer Drehzahl und durch Drücken des Minuskontaktes in der Richtung niederer Drehzahl des Kollektormotors verstellt und so die Ziehgeschwindigkeit erhöht oder vermindert werden.
Zum Antrieb der letzten Ziehscheibe 6 dient ein Drehstromasynchronmotor 22, der über einen Schalter 23 an das Drehstromnetz anschließbar und zweckmäßig polumschaltbar ausgebildet ist, d. h. mit mehreren Drehzahlen laufen kann und in der praktischen Ausführung ebenfalls über ein mehrstufiges Zahnradgetriebe mit der Ziehscheibe 6 gekuppelt ist. Durch entsprechende Wahl der Polzahl dieses Motors und der Getriebestufe kann die Geschwindigkeit der letzten Scheibe- bei der Einrichtung der Maschine in Anpassung an den zu ziehenden Draht so gewählt werden, daß die Leistungsfähigkeit der Maschine voll ausgenutzt wird.
Um den Spannungszustand des Drahtes 30 in den einzelnen Zügen für den Bedienenden leicht erkennbar zu machen, ist der Draht zwischen jeder Ziehscheibe und der Umlenkrolle 13 über eine Rolle 24 geführt. Diese Rolle ist drehbar an einem Hebel 25 gelagert, der schwenkbar auf dem Zapfen 26 der Rolle 13 angeordnet ist. Am Hebel 25 greift eine Feder 27 an, deren anderes Ende an der Maschine . befestigt ist. Diese Feder hält der von der Drahtspannung auf die Rolle 24 ausgeübten Kraft das Gleichgewicht, d. h. der Spannungszustand der Feder und damit der Schwenkwinkel des Hebels 25 bildet ein Maß für die Drahtspannung. Um dies sichtbar zu machen, ist mit dem Hebel 25 ein Zeiger 28 verbunden, der an einer Skala 29 das Maß der Spannung abzulesen gestattet.
, Um insbesondere beim Anlaufen der Maschine ein Gleiten zwischen dem Draht 30 und der Ziehscheibe zu verhindern, ist um jede Ziehscheibe 1 bis 6 (Abb. 2 und 3)· ein federndes Stahlblech 31 gelegt, um das sich der Draht ein oder mehrere Male je nach der gewünschten Reibung herumlegt.
616/370'
M 17428 VIIIb/21 c
Dieses Blech federt beim Lockerwerden der Drahtwindungen auf, legt sich gegen die Drahtwindungen und wird von diesen mitgenommen, so daß eine gleitende Reibung zwischen Draht und Ziehscheibe beim Lockerwerden der Drahtwindungen vermieden wird, d.h. dann, wenn die nachfolgende Ziehscheibe weniger Draht abnimmt, als die vorhergehende Ziehscheibe dieser zuführt.
Durch die Einfügung des Stahlbleches ist der Nachteil vermieden, daß die Drahtoberfläche durch die in den Drahtwindungen gleitende Ziehscheibe beschädigt wird. Vorteilhaft ist an dem Stahlblech, d. h. an der der Ziehscheibe zugewandten Seite, ein Bremsbelag 32 angebracht, einmal, um im Betrieb die Reibung zwischen Ziehscheibe und Stahlblech zu erhöhen, d. h. eine sichere Mitnahme zu erreichen, und zum anderen, um bei aufgefedertem Stahlblech, d. h. bei locker gewordenen Drahtwindungen, eine Beschädigung des Stahlbleches durch* die Ziehscheibe zu verhindern.
Ein Gleiten zwischen Drähten und Ziehscheibe tritt betriebsmäßig bei jedem Anlassen der Maschine ein, da hierbei die Motoren 1 bis 6 nacheinander, beginnend mit dem Motor i, angelassen werden, also zum Schluß der Motor 6. Wird hierfür ein Drehstromasynchronmotor verwendet, so geschieht das Anlassen in Verbindung mit einer der bekannten Schaltungen, die ein Anlassen des Motors mit langsam steigender Drehzahl gestatten.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Mehrfach-Drahtziehmaschine mit Antrieb jedes Zuges durch einen Elektromotor mit regelbarer Drehzahl nach Patent 901 313, bei der jeder Zug durch einen Einphasenwechselstrom-Repulsionsmotor mit verstellbarer Bürstenbrücke angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die letzte, die Geschwindigkeit der vorhergehenden Züge bestimmende Ziehscheibe durch einen Motor mit Nebenschlußcharakteristik, vorzugsweise durch einen polumschaltbaren Drehstromasynchronmotor in Verbindung mit einem Zahnradstufengetriebe angetrieben wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 616/370 8. 56

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3011719C2 (de)
DE958940C (de) Mehrfach-Drahtziehmaschine
DE60300261T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Übertragen von mechanischer Energie auf die Zugwagen einer Sortiereinrichtung
DE2842145A1 (de) Universalmotor mit bremsschaltung
DEM0017428MA (de)
DE3346743A1 (de) Warenabzugseinrichtung fuer strickmaschinen
DE666202C (de) Elektromotorischer Antrieb fuer eine Spinnmaschine mit einem staendergespeisten Kollektornebenschlussmotor
DE54197C (de) Regelungseinrichtung für elektrische Strömumwandler
DE256402C (de)
DE757705C (de) Elektromotorischer Antrieb fuer eine Aufwickelvorrichtung mit selbsttaetiger Zugeinstellung und grossem Drehzahlregelbereich
DE757942C (de) Schaltung zum Betrieb der Rollenmotoren zu beiden Seiten von Metallwalzgeruesten
DE660522C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Regelung der Erregung von Synchronmaschinen
DE49364C (de) Verfahren und Einrichtungen zur selbstthätigen Regulirung der Strombewegung in elektrischen Strömvertheilungsanlagen
DE205302C (de)
AT145451B (de) Selbsttätige Regeleinrichtung für mehrere parallel arbeitende, spannungsregelnde Lichtmaschinen auf Fahrzeugen.
DE244849C (de)
DE25001C (de) Verfahren und Apparate zum Reguliren der elektrischen Kraftübertragung
DE337392C (de) Sicherheitsvorrichtung fuer Foerdermaschinen
DE525505C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Regelung eines Holzschleifers
AT114413B (de) Umformeranordnung.
DE230638C (de)
DE67691C (de) Schaltvorrichtung für elektrische Treibmaschinen, deren Regelung durch wechselnde Einschaltung in Stromkreise verschiedenen Spannungsunterschiedes einer Mehrleiteranlage erfolgt
DE284542C (de)
DE273144C (de)
DE311994C (de)