DEM0017079MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. Januar 1953 Bekanntgemacht am 3. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Gerät zuir Geschlechtsbestimmung,
besonders für Küken. Der Gegenstand der Erfindung dient dazu, dies zu ermöglichen,
diese Arbeit leichter auszuführen, die Geschlechtsbestimmung sicher durchzuführen, ohne
dabei das zu untersuchende Tier izu schädigen.
Zu diesem Zweck war es unter anderem üblich, eine kleine, in der Hand gehaltene Sonde in die
Kloake des Tieres einzuführen; um hierdurch das ίο Geschlechtsorgan des Tieres zu erkennen·:
Dieses Organ ist in dem untersuchten Zustande
meist sehr klein und durch die Darmwand hindurch nur für sehr geübte Augen zu finden und zu erkennen.
Die Sonde wurde hierbei mit der einen Hand ständig gehalten und freihändig eingeführt.
Eine sichere feinfühlige Einführung der Sonde ist hierbei zweifelhaft, da die mechanische Führung
der Sonde und die Aufhebung dessen Eigengewichts fehlt. Ein sehr schnelles Arbeiten ist ausgeschlossen,
da nur eine Hand frei ist, mit der allein die Küken in eine bestimmte Lage in die Hand gebracht
und gehalten werden müssen. Bei der großen Zahl und der Schnelligkeit von Untersuchungen
ist die Haltung des Tieres mit der Hand geboten. Es ist zwar bekannt, den Tierkörper in einer
diesem angepaßten Unterlage zur Untersuchung
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einzufügen und festzulegen. Diese Einfügung ist jedoch umständlich sowie zeitraubend und entbindet
nicht von dem Halten mit der Hand. Bei der Enge und Empfindlichkeit des Darmes, in den die
, 5 Sonde zur Beobachtung eingebracht wird, und der Zartheit der Tiere ist eine nicht feinfühlige mechanische,
sondern freihändige Einführung der Sonde bei schneller Betätigung schwierig, wenn man
Schäden an den Tieren vermeiden will. Diese
ίο Schnelligkeit ist bei der großen Zahl von Untersuchungen
jedoch notwendig.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der zur Beobachtung dienende Teil mit Sonde, die in
den Leib des zu bestimmenden Tieres eingeführt wird, pendelnd um den Drehpunkt eines auf festem
Untersatz aufgesetzten Halters angebracht ist uind durch Mittel, z. B. ein Gegengewicht und einen in
der Höhe veränderlichen. Drehpunkt, in einer beabsichtigten Höhenlage gehalten wird und um ein
z. B. durch einen Anschlag einstellbares Maß mit der Hand absenkbar ist. Erfindungsgemäß ist ferner
der zur Beobachtung dienende Teil mit einer Sonde an einem Arm, dessen Ende auf dem Kopf des auf
dem Untersatz festgestellten Halters regelbar schwenkbar gelagert ist, befestigt, der nach unten
einen mantelförmigen Ansatz trägt, der ein verstellbares Gegengewicht izum Regeln des Armausschlages
besitzt und 'den einstellbaren Anschlag,
z. B. eine Stellschraube, aufweist.
Weitere Einzelheiten der erfindungiSgemäßen Gestaltung besitzt außer einigen besonderen Ausführungen
der vorherigen Teile die Sonde zum Beobachten der untersuchten Stelle. Gegenüber bekannten
Ausführungen -mit Beleuchtung und Sehrohr
ist diese erfindungsgemäß am anderen Ende des Pendelarmes, besonders schwenkbar, an einem
Halterohr angebracht, das zwei Röhren unter einem Winkel von etwa 1200 zueinander aufweist, von
denen die eine das Licht über ein Prisma an die Beobachtungsstelle übermittelt, die andere die Beobachtung
über ein zweites Prisma und vorzüglich eine Vergrößerungslinse vermittelt. Erfindungsgemäß
sitzen die 'beiden etwa gleichseitigen Prismen mit den Grundflächen nebeneinander im Halterohr
auf einem Prismenstuhl, und letzterer trägt
unter den Prismen und mitten zwischen diesen die Sonde.
Erst durch die erfindungsgemäß 'gelenkte Einführung der Sonde in den Tierleib, die, einmal eingestellt,
sich im wesentlichen gleichartig wiederholen läßt und die erfkidungsgemäße Gestaltung
des Gerätes zur Beobachtung ist eine wesentlich schnellere und sichere Bedienung unter größtmöglicher
Schonung der Tiere möglich, so daß wesentliche neue technische Wirkungen von fortschrittlicher
Bedeutung in dem allgemeinen Erfindungsgedanken und in den besonderen Ausführungen
vorliegen.
Der E rfindungs gegen stand ist in einem Ausführungsbeiispiel
dargestellt, und zwar zeigen die .
Abb. I bis III das Gerät im Ansichten von vorn, der Seite und oben sowie die
Abb. IV eine Einzelheit vergrößert.
Das Gerät besteht aus einem Halter 10 und zugleich Träger für einen daran pendelnd mit einem
Arm 20, 21 aufgehängten rohrförmigen Körper 22 zur Beobachtung mit der Sonde 28. Der Halter 10
besteht aus einer z. B. rohrförmigen Stange, die in dem Untersatz 1 mit einem stabilen Fuß teleskoparti'g
ausziehbar auf einer Stange 2 gehalten ist. Die Stange 2 ist im Deckel 6 des Untersatzes 1
durch eine Schraube gehalten. Der Untersatz 1 stellt einen Behälter dar, der alle elektrischen Teile
für die Umformung, Regelung und Zuführung des elektrischen Stromes für die Birne 26 im Beobaehtungsgerät
enthält. Ein üblicher Stecker 3 ergibt die Verbindung zum Anschluß an ein Stromnetz.
Ein nicht dargestellter kleiner Transformator im Untersatz ermöglicht die Verwendung des zugeführten
Stromes für eine Birne niedriger Spannung, die durch einen eingebauten Widerstand
durch eine Seihraube 5 von außen geregelt wird. Der ausziehbare Halter ι ο ist durch eine Schraube 9
in einem Ring 8 über einem S teil ring 7 der festen Stange am Sockel 1 ein- und feststellbar. Am Ende
oben trägt der Halter 10 Querkger 17, 17', in die
beidseitig einstellbare konische Lagerstifte 18, 19 eingreifen. Diese Lagerstifte sitzen in den parallelen
Querflädhen eines Mantels 11, 12, der um die Achse des Lagers 17, 17' pendelt. Die Lagerstifte sind
durch Muttern und Verschraubung in den Mantelflächen gehalten, wobei der eine Stift vorzugsweise
fest, der andere zum Zusammensetzen und Auseinandernehmen verstellbar ist.
DerTVlantel 11,12 aus Metall mit zwei parallelen
Querflächen dehnt sich über etwa einen viertelkreisförmigen Umfang aus und trägt links (Abb. I)
in der Begrenzungsfläche 14 ein verschiebbares Gegengewicht 16, das durch Verschraubung 15 gehalten
wind. In der anderen Mantelbegrenzumgsfläche 12 sitzt ein einstellbarer Schraubstift 13, der
einen am Halter 10 beim Absenken des Armes 20 einstellbaren Ansahlag bildet, um das gleichmäßige
Absenken zu· gewährleisten.
Der Mantel trägt oben am Kopf 16 den Arm 20,
dessen nach oben zeigende auf rechte Lage vor dem Absenken im den Stellungen in. den Abb. I und II
gezeigt ist. In Abb. I ist punktiert angedeutet die waagerechte, abgesenkte Lage des Armes mit dem
Mantel 14' links. An dem Arm 20 in eimer Gabel 21 ist am Ende ein Halterohr 22 mit dem etwa
symmetrisch gestalteten Beoibachtumgsgerät mittels zwei Zapfen 23, 23' gelagiert. Die Zapfen tragen
Gewinde für Muttern 24, 24', mit denen das Halterohr 22 in einer beabsichtigten Lage festgestellt
werdfem kann. Das Halterohr trägt links eine Röhre 25 mit einer darin angebrachten Kleimvoltbirme 26,
die über ein Prisma 30 mit einem Kondensor 31
die Beleuchtung, für die Beobachtung an die zu untersuchende Stelle liefert. Das etwa gleichseitige
Prisma 30 ist in dem Halterohr 22 auf dem Prismenstuhl
33 angeordnet. Dieser Stuhl trägt gleichzeitig daneben ein zweites Prisma 31, das in etwa
dem ersteren entspricht und dem Sehrohr 29 die Beobachtung übermittelt. Das Sehrohr 29 besitzt
eine nicht dargestellte Verstärlierlinse, die einstell-
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bar ist. Der Prismenstuhl 33 trägt nach unten die Sonde 28. Die vorgenannte Kleinvoltfoirne 26 erhält
im Gerät den Strom durch eine angedeutete Leitung (Abb. I und II)1, die von dem Sockel 1
durcih die Halter 2, 10 über das Lager 17, 17' und
von hier durdh den Arm 20 über eine Leitung 27
zur Birne geht. Die etwa symmetrische Anordnung der beiden Röhren 25 und 29 geschieht im Hinblick
auf die Aufhängung des Beobaehtungsgerätes und ergibt mit den beiden nebeneinander angeordneten
Prismen eine eindeutige Trennung der Strahlen.
Das Gerät wird zunächst in einer Lage mit dem erhobenen Arm 20 gemäß Abb. I so eingestellt, daß
■dieser um etwa die Eindningtiefe der Sonde in den Tierleiib abgesenkt wird. Hierzu wird das Gegengewicht
16 durch dlie Verstellschraube 15 in der
Mantelfläche 14 so eingestellt, daß der Arm 20 die nichtige Lage erhält. Der Mantel weist hierbei nach
unten. Ferner wird durch Probieren des Absenkens
ao die Stellschraube 13 so eingestellt, daß die richtige
Lage beim Absenken erreicht wird- Der Mantel erhält nach dem Absenken links etwa die Stellung
14' und die Sonde die entprechende Lage 28' an dem Hialterdhr 22' in etwa waagerechter Lage. Die
Halterhöhe wird vermittels einer Stellschraube 9 an dem Stellring 8 in der richtigen Höhe so eingestellt,
daß das Sondenende sich etwas über der Kloake des Kükens befindet, wenn der Sortierer in.
einer Hand, die Unter der Sonde auf der Tischplatte aufliegt, das Küken im Untersuclhungsgriff
hält. Das Gerät ist also auf die jeweilige Handgroße
des Sortierers einstellbar. Das Beobachtungsrohr 29 wird so gedreht und durch die Muttern 24,
24' an dem Halterohr 22 so eingestellt, daß das Sehrohr sich bei eingeführter Sonde in Augenhöhe,
d. h. vor dam Auge des Sortierers befindet. Das Gerät ist so zur bequemen Handhabung auf die
Körpermaße des Sortierers eingestellt und steht nach Einschaltung des Stromes über dem Schaltknopf
4 über ein Kabel am Lichtnetz arbeitsibereit
da. Durch den kleinen Regelwiderstand: hat der Sortierer die Möglichkeit, die Beleuchtung im
Gerät durch, die Schraube 5 am Sockel rechts zu ändern.
Zur Untersuchung wird das Küken in die eine Hand genommen, durcheinen leichten Druck vom Kot
entleert und mit der Hand, die auf der Tischplatte
liegt, vorbereitend gehalten. Dann führt man die Sonde durch einen leichten Zug am Körper 22 mit
großer Vorsicht in die Kloake und den Darm des Kükens ein und regelt die Einführungstiefe der
Sonde an der Ansdhilagschraube 13, bis das erwartete
Organ sichtbar wird. Die Einführungstiefe ist dadurch für die Folge geregelt. Nach, erfolgter
Untersuchung schwingt das Gerät beim Loslassen der Hand wieder in seine Anfangsstellung, und
dem Sortierer wird der Blick auf die Kloake und Sonde von neuem freigegeben. Durch die abgewogene
und genau gelenkte Führung der Sonde wird es dem Sortierer ermöglicht, jedesmal sicher
und. zugleich, vorsichtig diie Sonde in den Tierleib
einzuführen. Hierdurch wird ferner ein sehr schnelles Arbeiten möglich, wenn oftmals an einem
Tage eine Vielzahl von Küken bis in die Tausende sortiert werden muß. Durcih das Gegengewicht
wird, das Eigengewicht des optischen Körpers aufgehoben und erreicht, daß der geringste Widerstand
beim Einführen der Sonde durch etwa, unrichtige Haltung des Kükens zu verspüren, ist, so daß Verletzungen
der Küken vermieden werden. Durch die Gewicihtsentlastung und das beim Absenken geführte
Gerät ist eine Hand in der Lage, um die Beobachtung durch Verstellen zu verbessern und
überhaupt das Ganze zu regeln. Schließlich wird
der Sortierer in seiner Arbeit wesentlich, entlastet, .daß er das Gerät nicht zu tragen, sondern lediglich
nur zu lenken -braucht.
Die dargestellte Ausführungsform bietet hinsichtlich Einzelheiten lediglich ein Beispiel, so daß
Änderungen einzelner Teile, besonders auch durch Verwendung verschiedener Rohstoffe und Formen,
in dem Rahmen der Erfindung Hegen.
Claims (5)
- Patentansprüche:ι. Gerät zur Geschlechtsbestimmung, besonders für Küken, mit einem Beobachtungsteil mit Sonde, die in den Leib dies Kükens eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Beobachtung dienende Teil mit.Sonde um den Drehpunkt eines auf festem Untersatz aufgesetzten Halters pendelnd: angebracht ist und durch Mittel, z. B. ein Gegengewicht und den in der Höhe veränderlichen Drehpunkt in einer beabsichtigten Höhenlage gehalten wird und um ein z. B. durcih einen Anschlag einstellbares Maß mit der Hand a'bsenfcbar' ist.
- 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, diaß der zur Beobachtung dienende Teil mit Sonde an einem Arm sitzt, dessen Ende auf dem Kopf des auf dem Untersatz aufgestellten Halters regelbar schwenkbar gelagert ist, nach unten einen mantelförmigen Ansatz trägt, der ein verstellbares Gegengewicht zum Regeln des Armausschlages besitzt und den einstellbaren Anschlag, z.B. eine Stellschraube, aufweist.
- 3. Gerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter für den Lagerkopf der Höhe nach verstellbar, z.B. teleskopartig ausziehbar und feststellbar ist und auf einem stabilen Untersatz sitzt, in dem eine Stromübertragungsquelle zur Sonde mit notwendigen Regelungsorganen für den Beleuchtungsstrom sich befindet.
- 4. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 3 mit Röhren zur Beleuchtung und Beobachtung mittels einer Sonde über Prismen, dadurch gekennzeichnet, daß das Sondengerät am anderen Ende des Pendelarms vorzüglich schwenkbar und einstellbar an 'einem Halterohr angebracht ist, das die Röhren zur Beleuchtung und Beobachtung unter einem Winkel von etwa 1200 zueinander aufweist, von denen das Beleuch-, tungsrohr über ein Prisma mit Kondensor zur609 508/30M 17079 III /45 hBeobachtungsstelle, dais Sehrohr von der Be-.öbadhtungssifeelle über ein Prisma und; vorzüglich eine Vergrößerungslinse zum Auge führt.
- 5. Gerät mit Sonde nach den Ansprächen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Priemen vorzüglich von gleichseitigem Querschnitt mit ihren Grundflächen nebeneinander im Halterohr auf einem Prismenstuhl angeordnet sind, der unterhalb der Prismen und mitten zwischen ihnen die durchsichtige Sonde trägt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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