DE88189C - - Google Patents
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- DE88189C DE88189C DENDAT88189D DE88189DA DE88189C DE 88189 C DE88189 C DE 88189C DE NDAT88189 D DENDAT88189 D DE NDAT88189D DE 88189D A DE88189D A DE 88189DA DE 88189 C DE88189 C DE 88189C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
- A61B3/00—Apparatus for testing the eyes; Instruments for examining the eyes
- A61B3/02—Subjective types, i.e. testing apparatus requiring the active assistance of the patient
- A61B3/024—Subjective types, i.e. testing apparatus requiring the active assistance of the patient for determining the visual field, e.g. perimeter types
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
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- Biophysics (AREA)
- Ophthalmology & Optometry (AREA)
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- Veterinary Medicine (AREA)
- Eye Examination Apparatus (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
in BERLIN.
Perimeter zur Messung im Dunkeln.
Der ärztlichen Praxis fehlte es bisher an einer Methode, das peripherische Gesichtsfeld
auf zuverlässige Weise zu bestimmen.
Dieser Mangel findet namentlich darin seine Begründung, dafs die Bestimmungen im hellen
Raum ausgeführt wurden, wobei es schwer hielt, das Auge der Versuchspersonen auf einen
bestimmten Punkt dauernd zu fixiren und zu verhindern, dafs das von dem Arzt der Peripherie
entgegengeführte Object das Auge der Versuchsperson von dem fixirten Mittelpunkt
ablenkt.
Aufserdem lassen alle bekannten Perimeter eine der wichtigsten Thatsachen aus der physiologischen
Optik aufser Acht. Die Untersuchungen von Hering, v. Kries, König und anderen haben unzweifelhaft dargethan,
dafs tdas an die Tageshelle gewöhnte Auge die Farben nur mit dem' Punkte des deutlichsten
Sehens wahrnehme, während die Farbenempfindlichkeit der Peripherie eine sehr geringe ist. Die Folge davon ist, dafs die im
Hellen vorgenommenen perimetrischen Messungen nur höchst mangelhafte und unvollkommene
Resultate geben können.
Dieselben Forscher haben aber auch nachgewiesen, dafs das für das Dunkel adaptirte
Auge mit dem Punkte des deutlichsten Sehens nut* Hell und Dunkel wahrnimmt, während die
Peripherie hundert bis zweihundert mal farbenempfindlicher ist als bei Tageshelle (v. Kries).
Dieser Uebelstand wird durch das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Dunkelperimeter
ganz beseitigt.
Wie bereits der Titel besagt, werden mit Hülfe dieses Apparates die Versuche nicht mehr
im hellen Räume, sondern im Dunkeln ausgeführt und das Auge der Versuchsperson
durch einen von einer elektrischen Glühlampe erleuchteten Punkt fixirt.
Mit Hülfe dieses Apparates läfst sich das peripherische Gesichtsfeld einer Versuchsperson
sehr genau feststellen und ferner auch bestimmen, in welchen Zonen des Feldes das Auge für
Farben empfindlich ist und wie grofs leuchtende Punkte sein müssen, um überhaupt wahrgenommen,
sowie als eine gewisse Farbe erkannt zu werden. Aufserdem kann auch neben diesen Messungen mit vorliegendem Apparate
bestimmt werden, wie lange ein Lichteindruck von einer gewissen Gröfse auf eine bestimmte
Stelle der Peripherie der Netzhaut wirken mufs, um überhaupt als Farbe wahrgenommen zu
werden, and endlich, wie grofs bei einem Individuum die sogenannte Entschliefsungszeit
ist zwischen der Wahrnehmung von farblosem bezw. farbigem Licht.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Apparat zur Anschauung gebracht.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht,
Fig. 2 einen Grundrifs,
Fig. 3 bis 6 sind Einzelheiten.
Der Apparat ist zweckmäfsig auf einem Kasten A aufgebaut, welcher den Behälter für
eine Trockenbatterie bildet. Am vorderen Ende des Kastens ist eine Kinnstütze B angeordnet,
welche sowohl in der Höhenrichtung, als auch nach beiden Seiten, nach rechts und
nach links verstellbar ist. Am anderen Ende des Kastens, der Kinnstütze gegenüber, ist das
eigentliche Perimeterstativ C aufgeschraubt oder auf andere Weise befestigt. Dieses Stativ trägt
einen Halbkreis D, der eine Gradeintheilung hat. Der Bogen D ist an einer Achse E befestigt.
Dieselbe besteht aus einem Rohr nach Art der Fernrohre, welches innen mit Blenden
ausgerüstet ist. Dieses Rohr E ist mittelst einer Hülse C1 oder dergl. drehbar am oberen Ende
des Stativs C befestigt. Am hinteren Ende der Achse ist eine Kapsel F angeordnet, welche
eine kleine Glühlampe .F1 enthält. Die Pole
der Glühlampe sind durch Leitungsdrähte mit den Polen der Trockenbatterie verbunden.
Am vorderen Ende der Achse ist ein Schieberdiaphragma G angeordnet, welches eine Reihe
ungleich grofser Oeffnungen hat, um den leuchtenden Punkt nach Belieben gröfser oder kleiner
erscheinen lassen (reguliren) zu können.
Auf den beiden Schenkeln des Bogens D ist je ein Reflector H derart angeordnet, dafs
jeder für sich und beide gleichzeitig auf dem Bogen verschoben werden können. Mit Hülfe
dieser Reflectoren ist man im Stande, an der Peripherie des Gesichtsfeldes momentan oder
auch dauernd leuchtende Punkte erscheinen zu lassen. Die Reflectoren sind so eingerichtet,
dafs man mit Hülfe derselben den leuchtenden Punkt gröfser oder kleiner erscheinen lassen
und nicht nur weifses, sondern nach Belieben wechselnd auch farbiges Licht erscheinen lassen
kann.
Wie dje Reflectoren zu diesem Zweck eingerichtet sind, geht aus Fig. 3, welche einen
Reflector im Schnitt zeigt, hervor. Derselbe bildet eine geschlossene parabolische Camera
und enthält im Innern eine mittelst eines Schleifcontactes oder auf andere Weise ebenfalls
an die Trockenbatterie angeschlossene Glühlampe. Eine konische Blende concentrirt das
Licht nach der centralen Oeffnung. Vor der Oeffnung ist ein Momentverschlufs m und
ferner ein mit einer Reihe von Oeffnungen versehener Schieber η angeordnet, mit welchem
man die austretende Lichtmenge reguliren, d. h. den aufleuchtenden Punkt vergröfsern
und verkleinern kann. Indem man mehrere Schieber mit verschiedenfarbigen Diaphragmen
anwendet, vermag man nach Belieben verschieden gefärbtes Licht durch den Reflector
zum Vorschein zu bringen.
Die, Fortbewegung der Reflectoren auf dem Kreisbogen D kann durch verschiedenartige
Vorrichtungen von dem Standpunkt des Beobachters, aus erfolgen. In der bezeichneten
Ausführungsform ist zu diesem Zwecke eine endlose Schnur rangebracht, welche an dem
Reflector Befestigt ist und über die Rollen k k ■läuft. Man kann auf diese Weise die Reflectoren
durch Ziehen an der Schnur in der einen oder der anderen Richtung bewegen.
Ferner ist ein Spiegel S angebracht, durch den die Gradeintheilung des Kreisbogens beleuchtet
werden kann. Der Spiegel ist mit Hülfe von Kugelgelenken s einstellbar urtd
empfängt sein Licht von der Glühlampe, die den leuchtenden Fixirpunkt bildet. Zu diesem
Zwecke ist eine Einrichtung vorhanden, durch welche das Licht der Lampe auch nach hinten
geworfen werden kann. Um die Ablesung zu machen, wirft man das Licht der Lampe mittelst
des Spiegels auf die Gradeintheilung. :
Claims (2)
1. Dunkelperimeter, gekennzeichnet dadurch, dafs eine mit Blenden versehene Glühlampe
den Fixirpunkt bildet und an einem um eine horizontale Achse drehbaren Kreisbogen
verschiebbare, ebenfalls mit Glühlampen versehene und mit einem Momentverschlufs
ausgerüstete Reflectoren angeordnet sind, um im Dunkeln an einer beliebigen Stelle des Gesichtsfeldes einen weifsen oder
farbigen Punkt plötzlich aufleuchten zu lassen.
2. An dem unter 1. beanspruchten Dunkelperimeter Reflectoren, gekennzeichnet durch
■ die Verbindung eines parabolischen Hohlspiegels mit einer darin angebrachten Glühlampe,
einer konischen Blende und einem Diaphragmaschieber, durch welchen der Durchmesser des leuchtenden Punktes verändert
werden kann. ;
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE88189C true DE88189C (de) |
Family
ID=360097
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT88189D Active DE88189C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE88189C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE958779C (de) * | 1953-09-01 | 1957-02-21 | Oculus Optikgeraete G M B H | Kugelperimeter fuer Augenuntersuchungen |
-
0
- DE DENDAT88189D patent/DE88189C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE958779C (de) * | 1953-09-01 | 1957-02-21 | Oculus Optikgeraete G M B H | Kugelperimeter fuer Augenuntersuchungen |
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