DE629565C - Vorrichtung zum Beeinflussen des in das Objektiv eines photographischen Apparates oder in einen Belichtungsmesser einfallenden Lichtbuendels - Google Patents
Vorrichtung zum Beeinflussen des in das Objektiv eines photographischen Apparates oder in einen Belichtungsmesser einfallenden LichtbuendelsInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B17/00—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
- G03B17/02—Bodies
- G03B17/12—Bodies with means for supporting objectives, supplementary lenses, filters, masks, or turrets
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beeinflussen des in das Objektiv eines
photographischen Apparates oder in einen Belichtungsmesser einfallenden Lichtbündels
durch einen beweglichen Lichtregler. Die Vorrichtung nach der Erfindung ist bestimmt
für Aufnahmen oder Lichtmessungen, die im Freien vorgenommen werden, und dient in
an sich bekannter Weise zu dem Zweck, den
ίο störenden Einfluß des Himmels zu beseitigen.
Dieser besteht darin, daß bei Aufnahmen im Freien die für das Aufnahmeobjekt ermittelte
Belichtungszeit für den mitphotographierten Himmel in der Regel zu lang ist, so daß der
Himmel überbelichtet wird. Bei Lichtmessungen im Freien ist der ermittelte Meßwert
zufolge der außerordentlichen Helligkeit des Himmels meistens zu hoch und die z. B. mit
einer Photozelle so ermittelte Belichtungszeit für das eigentliche Aufnahmeobjekt zu kurz.
Die Erfindung besteht in der besonderen
Ausgestaltung der Vorrichtung, die diesen schädlichen Einfluß des Himmels beseitigen
soll. Im Strahlengange des Apparates wird mindestens ein senkrecht zum Strahlengang
verschiebbarer Schirm und ein frei schwingendes Pendel vorgesehen, welches über eine
Stellvorrichtung mit dem Schirm derart verbunden ist, daß der Schirm entsprechend der
Neigung der Kamera zur Horizontalen mehr oder weniger in den Strahlengang geschoben
wird. Die Menge des vom Himmel in den Apparat fallenden Lichtes wird verringert,
wenn der Apparat gegen den Himmel geneigt wird, und vergrößert, wenn der Apparat mehr
gegen die Erde zugeneigt ist. Als solche Schirme können Farbfilter oder Blenden zur
Verwendung kommen. Da die Höhe des Horizontes verschieden sein kann, ist bei einer Ausführungsform der Erfindung die
Höhenlage des Schirmes wie auch die Lage der untersten Kante desselben entsprechend
der Höhe und der Form des Horizontes einstellbar.
Bekannt sind Anordnungen an photographischen Kameras zum Verhindern des Aufundniederpendelns
des Horizontes auf dem Bild bei Kinoaufnahmen, bei welchen der Aufnahmeapparat auf schwankendem Boden
steht, wobei ein Pendel zum Kompensieren dieser Schwingungen der Kamera Anwendung
findet.
Im vorliegenden Falle wird das Pendel jedoch zur Regelung des Lichteinfalls verwandt.
Ausführungsformen zeigen die Abbildungen, und zwar die
Abb. ι in Seitenansicht, die
Abb. 2 in Vorderansicht die erfindungsgemäße
Anordnung, am Objektivträger eines photographischen Apparates, die
Abb. 3 in Seitenansicht, die Abb. 4 in Vorderansicht die erfindungsgemäße
Anordnung an einem optischen Belichtungsmesser, die
Abb. 5 in Seitenansicht, die Abb. 6 in Vorderansicht die erfindungsgemäße
Anordnung an einer photoelektrischen Zelle zum Beeinflussen der Lichtmenge, die
Abb. 7 in Seitenansicht, die Abb. 8 in Vorderansicht die erfmdungsgemäße
Anordnung zum Beeinflussen des Stromkreises einer photoelektrischen Zelle, die Abb. 9 in Vorderansicht und die
Abb. io in Seitenansicht das Vorderteil 1 eines photographischen Apparates, die
so Abb. 11 in Vorderansicht und die
Abb. 12 in Seitenansicht eine weitere Ausführungsform.
In den Abb. ι und 2 ist vor der Objektivfassung ι in einer ortsfesten Führung 3 ein
Verlauffilter 2 in lotrechter Richtung, verschiebbar. Das Filter ist bei 4 an dem horizontalen
Arm 5 eines Winkelhebels aufgehängt, welcher um den ortsfesten Zapfen 6
frei schwingt und an seinem lotrecht stehenden Arm S" mit einem Gewicht 7 beschwert
ist. Steht die Kamera normal waagerecht, so bedeckt der untere Teil des gefärbten Teils
des Filters 2 das Objektiv ungefähr bis zur Hälfte, so daß das Filter auf die von oberhalb
des Horizonts kommenden Strahlen, also für den Himmel wirksam ist. Wird die Kamera
nach unten geneigt, so hebt das Gewicht das Filter entsprechend, so daß- ein kleinerer
Teil desselben als früher wirksam ist. Wird hingegen die Kamera nach oben geneigt, so
senkt das Gewicht das Filter 2 abwärts, so daß ein größerer Teil desselben wirksam ist.
Im Sinne der Erfindung1 kann die Beeinflussung der in einen Apparat einfallenden Licht-menge
mit Hilfe der oben beschriebenen pendelartigen Aufhängung an Stelle eines Filters auch mit einer anderen Verdunkelungsvorrichtung,
z. B. einer mit dem Pendel gesteuerten, an sich bekannten Blende erfolgen.
Eine solche Ausführungsform zeigen die Abb. 3 und 4, bei welchen die Einstellung
der Blende 8 eines Belichtungsmessers 9 mit dem Pendelgewicht 10 über den Winkelhebel
11, 12 erfolgt, welcher um den Zapfen 13
schwingbar gelagert ist und in dessen Schlitz 14 der an der Fassung der Blende 8 befestigte
Zapfen 15 eingreift.
Auf die beschriebene Art läßt sich auch die Wirkung der in eine Photozelle einfallenden
Lichtmenge regeln, insbesondere bei Photozellen, die an photographischen Apparaten
oder an Belichtungsmessern zum Zwecke des Messens der Intensität der Beleuchtung vorgesehen
sind. Auch dort wird eine Verdunkelungsvorrichtung mit dem beschriebenen Pendel vorteilhaft gesteuert. In den Abb. 5
und 6 ist 16 die Photozelle, vor welcher das Verlauf filter 17 in der Führung 18 lotrecht
bewegt werden kann. Die Aufhängung über den Winkelhebel 19, 20 mit dem verstellbaren
Pendelgewicht 21 ist ähnlich der Aufhängung gemäß den Abb. 1 und 2.
Um beim Arbeiten mit einer Photozelle die übermäßige Einwirkung des blauen Lichtes
des Himmels zu kompensieren, kann man an Stelle einer Verdunkelungsvorrichtung mit
Hilfe des beschriebenen Pendels mit der gleichen Wirkung auch einen im Stromkreis der
Zelle liegenden regelbaren Widerstand beeinflussen. Eine solche Lösung ist in den Abb. 7
und 8 gezeigt. Hier bedeutet 21' die Photozelle eines Belichtungsmessers, in dessen
Stromkreis 22 ein Indikator 23 und in Reihe mit diesem ein Regel widerstand 24 eingeschaltet
ist. An dem Regelwiderstand gleitet der Kontakt 25, welcher am oberen Ende des zweiarmigen Hebels 26 vorgesehen ist. Das
am unteren Ende des zweiarmigen Hebels 26 angeordnete Gewicht 27 schwingt den Hebel
26 um den Drehpunkt 28 und mit ihm den Kontakt 25, je nachdem die Zelle mehr oder
weniger gegen den Himmel geneigt wird, wodurch mehr oder weniger Widerstand in den
Stromkreis 22 eingeschaltet wird.
Da der Horizont nicht bei jeder Aufnahme in der gleichen Höhe liegt, kann im Sinne der
Erfindung die Vorrichtung auch so ausgebildet werden, daß die Verdunkelungsvorrichtung
entsprechend der Höhe des Horizontes einstellbar ist. Die Abb. 9 und 10 zeigen
eine solche Ausführungsform, und zwar für den Fall, daß das Objektiv 29 und der Sucher
30 übereinander angeordnet sind. Das Filter
31 ist im verschiebbaren Rahmen 32 gefaßt,
in dessen oberen Ausschnitt 34 vor dem Sucher 30 ein horizontaler Strich 35 vorgesehen
ist, welcher im Sucherbild in der gleichen relativen Höhe liegt wie der untere Rand des farbigen Feldes des Filters vor dem
Objektiv. Der Rahmen 32 ist mit der Schraube 36 in der Höhe verstellbar. Die
Stellschraube 36 und die Führung 37 des Rahmens 32 sind an einem Träger 38 befestigt,
welcher wieder in der ortsfesten Führung 39 in lotrechter Richtung verschiebbar ist und vom Pendel 40 gesteuert wird, welches
an den im Apparat befestigten Zapfen 41 schwingt und mit dem Zahnsegment 42 in die
am Rahmen 38 befestigte Zahnstange 42' eingreift. Die Marke 35 wird im Sucherbildfeld
jeweils den Verhältnissen entsprechend mit Hilfe der Schraube 36 entsprechend der
Höhe des Horizontes eingestellt, wobei gleichzeitig und zwangsläufig auch das Filter 31
verschoben wird.
Die Abb. 11 und 12 zeigen eine Lösung,
bei welcher das Filter auch gemäß der Neigung des Horizontes eingestellt werden kann.
43 ist ein vor dem Sucher, 44 ein vor einer Photozelle vorgesehenes Filter, welche einzeln
in je einer der drehbar gelagerten, über die Stange 47 miteinander verbundenen Scheiben
45 bzw. 46 gefaßt sind. Außerdem sind beide Filter mit ihren Trägern 48 und 49 in
Führungen 47 in lotrechter Richtung verschiebbar. Zu diesem Zwecke sind die Filter
48 und 49 mit Zahnstangen 50 und 51 versehen,
an welchen die Zahnräder 52 und 53 der vom Pendel 54 betätigten Welle 55 angreifen
und die Filter gemeinsam und zwangsläufig heben oder senken.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Beeinflussen des in das Objektiv eines photographischen Apparates
oder in einen Belichtungsmesser einfallenden Lichtbündels durch einen beweglichen Lichtregler, gekennzeichnet
durch mindestens einen senkrecht zum Strahlengang des Lichtbündels verschiebbaren
Schirm und durch ein frei schwingendes Pendel, welches über eine Stellvorrichtung
mit dem Schirm derart verbunden ist, daß der Schirm entsprechend der Neigung der Kamera zur Horizontalen
mehr oder weniger in den Strahlengang geschoben wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schirm als
ein Farbfilter ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Lichtregler
eine an sich bekannte Blende mit vom Pendel gesteuerten Lamellen angewendet ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Pendel mit dem Triebwerk einen Träger bewegt, in welchem das Filter diesem Träger gegenüber relativ verschiebbar ist,
um die Anfangsstellung des Filters entsprechend der jeweiligen Höhe des Horizontes
einstellen zu können.
5. Vorrichtung nach dem Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem vom
Pendel gesteuerten Filter eine im Bildfeld des Suchers sichtbare Marke zwangsläufig
derart verbunden ist, daß die jeweilige Stellung des Filters im Strahlengang- des
Objektivs durch diese Marke im Sucher angezeigt wird.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Farbfeld des vom Pendel betätigten Filters in einem im Strahlengang liegenden Teil eine geradlinige Begrenzung hat und
in seiner Fassung drehbar gelagert ist.
7. Vorrichtung nach dem Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere miteinander
zwangsläufig verbundene Filter, von welchen eines dem Objektiv, das zweite einer photoelektrischen Zelle zugeordnet
ist, und welche durch ein gemeinsames Pendel gesteuert sind.
8. Vorrichtung zum Beeinflussen der Stromstärke im Stromkreis der photoelektrischen
Zelle eines lichtelektrischen Belichtungsmessers, dadurch gekennzeichnet,
daß im Stromkreis der P-hotozelle ein Regelwiderstand eingeschaltet ist, dessen
Schleifkontakt von einem frei schwingenden Pendel in Abhängigkeit von der Neigung
der Photozelle gegenüber der Horizontalen gesteuert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HU629565X | 1932-11-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE629565C true DE629565C (de) | 1936-05-07 |
Family
ID=10979797
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER91806D Expired DE629565C (de) | 1932-11-10 | 1933-10-14 | Vorrichtung zum Beeinflussen des in das Objektiv eines photographischen Apparates oder in einen Belichtungsmesser einfallenden Lichtbuendels |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE629565C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1141529B (de) * | 1957-07-05 | 1962-12-20 | Siemens Ag | Fernsehkamera |
-
1933
- 1933-10-14 DE DER91806D patent/DE629565C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1141529B (de) * | 1957-07-05 | 1962-12-20 | Siemens Ag | Fernsehkamera |
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