DE37860C - Wägeapparat für orthopädische Diagnose - Google Patents

Wägeapparat für orthopädische Diagnose

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DE37860C
DE37860C DENDAT37860D DE37860DA DE37860C DE 37860 C DE37860 C DE 37860C DE NDAT37860 D DENDAT37860 D DE NDAT37860D DE 37860D A DE37860D A DE 37860DA DE 37860 C DE37860 C DE 37860C
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Germany
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scales
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weighing apparatus
person
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DENDAT37860D
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G19/00Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups
    • G01G19/44Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups for weighing persons

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Measurement Of The Respiration, Hearing Ability, Form, And Blood Characteristics Of Living Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Die Fig. ι bis 3 zeigen, den Apparat von vorn, von der Seite und von oben gesehen; Fig. 4 ist die Abbildung einer von den beiden in dem Apparat befindlichen Decimalwaagen; Fig., 5 ist eine schaubildliche. Ansicht des Apparates.
Der Apparat besteht aus einem hölzernen Kasten von 0,74 m Länge, 0,69 m Breite und 0,35 m Höhe. Das Bodenbrett des Kastens steht nach rechts und links hin um -6 cm vor, um die Schrauben S, Fig. 1, 2, 3 und 4, sowie die Handhaben M, Fig. 1, 2, 3 und 5, zu tragen.
In diesem Kasten befinden sich zwei aus Eisen construirte Decimalwaagen von je 50 kg Tragkraft, deren Tragschalen je 0,35m lang und 0,30 in breit sind.
In Fig. 4 ist eine solche Decimalwaage abgebildet. Die Decimalwaagen sind in dem hölzernen Kasten auf dessen Bodenbrett mittelst je vier Schrauben mit Flügelmuttern angeschraubt und so neben einander gestellt, dafs ihre Waagschalen O, Fig. 3 und 5, auf welche der zu Untersuchende gestellt wird, an dem Deckel des hölzernen Kastens frei zu Tage treten. Aus der schau bildlichen Zeichnung, Fig. 5, wird dieses Verhältnifs klar. Der zu Untersuchende steht in aufrechter Haltung mit je einem Fufs auf je einer Waagschale, und zwar in deren mittlerem Theil P, Fig. 3; er kann nach Wunsch seinen Füfsen die möglichst bequeme Haltung mit leicht nach aufsen gewendeten Fufsspitzen geben.
Um die Decimalwaagen bequem reinigen oder in Stand setzen zu können, sind sie leicht zugänglich oder herausnehmbar gemacht, indem der hinter den Waagschalen befindliche Deckeltheil des hölzernen Kastens durch Anbringung der Gelenke V, Fig. 3 und 5, aufklappbar gemacht ist und in geschlossenem Zustande durch die Klammer c, Fig. 2, befestigt wird.
Das Bodenbrett des hölzernen Kastens besitzt an seinen' vier Ecken je eine Stellschraube S, Fig. i, 2, 3 und 5, mittelst welcher der Kasten genau waagrecht gestellt werden kann. Zu diesem Zwecke ist auf der Vorderseite des Kastens das Senkloth L, Fig. 1 und 5, angebracht. Dieses Senkloth ist auf der Zeichnung dargestellt.
Die Vorderseite des hölzernen Kastens enthält jederseits neben dem Senkloth L je einen Ausschnitt, aus welchem die Gewichtsschalen Q, Fig. i, 2, 3 und 5, und der Waagbalken der Decimalwaagen 0,10 m weit frei heraustreten, damit man die nöthigen Wägungen bequem ausführen kann (s. Fig. 5), ■
An beiden Seiten des Bodenbrettes des Kastens sind je eine eiserne Handhabe M, Fig. i, 2, 3 und 5, angebracht, an welchen der Apparat bequem gefafst und getragen werden kann. ' Weiterhin ist an der linken Seite des Kastens ein Geländer G, Fig. 1, 2, 3 und 5, aus Hohleisen befestigt; es dient dem zu Untersuchenden als Stütze und zum Festhalten beim Hinauf- und Hinabsteigen, sowie bei etwaigem Wanken während der Untersuchung. Das Geländer ist bei dem Buchstaben U, Fig. ι, 2 und 5, mit Hülfe von Zapfen und . Klammern auseinandernehmbar und zusammensetzbar gemacht, um den ganzen Apparat bequemer verpacken zu können.
An der Rückseite des Kastens befindet sich eine senkrecht aufsteigende^ leicht ab- und aufschraubbare eiserne Stange A, Fig. ι, 2 und 5, von 0,80 m Höhe; sie wird durch zwei seitliche, leicht ari- und abschraubbare eiserne Seitenstützen F, Fig. 1, 2, 3 und 5, gesichert. . An der durch den Buchstaben H bezeichneten Stelle, Fig. 1, 2, 3 und 5, wird eine weitere Stange B, Fig. 1, 2 und 5, von gleicher Länge mittelst eines eisernen Zapfens eingesetzt; die Stange B ist hohl und nimmt bei der Schraube J, Fig. 1, 2 und 5, am oberen Ende von B eine dünnere auf- und abschiebbare eiserne Stange D auf, so dafs die drei in einander schiebbaren Stangen A B und D insgesammt eine Länge von 2 m (s. Fig. 5) erhalten können. Die Zusammensetzung der ganzen Stange aus mehreren Stücken hat den Zweck, den .Apparat bequem verpacken zu können.
Am oberen Ende der Stange D geht in rechtem Winkel die 0,8 m lange Stange E, Fig. 2 und 5, ab, welche in der Metallhülse am oberen Ende der Stange D verschiebbar und festschraubbar ist.
Vom vorderen Ende der Stange E geht ein Senkloth K, Fig. 1, 2 und 5, ab, mit dessen Hülfe die jedesmalige Körperhaltung des auf den Waagschalen der Decimalwaagen stehenden zu Untersuchenden geprüft werden kann, mag der zu Untersuchende diesem Senkloth die Vorderseite, wie in Fig. 5, oder die Rückseite zukehren. Das Senkloth K ist in der Zeichnung dargestellt.
Der ganze Apparat hat den Zweck:
1 i. zu messen, wie viel seines Gesammt-, körpergewichtes der zu Untersuchende bei aufrechter Körperhaltung auf dem rechten und wie viel auf dem linken Beine trägt;
2. zu bestimmen, wie sich bei der in 1. vorgenommenen Haltung die Längsachse des Körpers und die einzelnen Körpertheile, z. B. die Wirbelsäule, die Schultern, der Brustkasten, das Becken u. s. w., zu dem Senkloth K verhalten;
3. zu untersuchen, ob sich durch Unterlagen von Platten unter den einen oder ananderen Fufs oder durch Tragenlassen von Gewichten in der einen oder anderen Hand während der Untersuchung die auf jedem Bein lastende Körpergewichtsmenge gleichmäfsig vertheilen oder auch auf der einen oder anderen Seite vermindern oder vermehren läfst, um den etwa abnormen Wuchs oder die schlechte Körperhaltung zu verbessern.
Da nun durch zwei Waagen allein die Mangel in dem Bau eines Körpers nicht ermittelt werden können, war es zu diesem Zwecke nothwendig, dieselben mit einem Senkblei zu verbinden, welches genau in der Mitte zwischen den beiden Waagschalen aufgehängt ist. Durch das Zusammenwirken der beiden Waagen mit diesem Senkblei ist der vorgesetzte Zweck nun vollkommen erreicht. Um die thatsächliche Belastung eines jeden Fufses zu ermitteln, dazu reichen allerdings zwei Waagen aus, um aber aus der gefundenen Belastung den für die Diagnose nöthigen Schlufs ziehen zu können, tnufste das Senkblei den beiden Waagen zu Hülfe gebracht werden, da eine richtige Diagnose bekanntlich nur durch die Vergleichung des zu diagnoscirenden Objectes mit dem Normalobject möglich ist. Der Normalbau eines Menschen ist aber bekanntlich der, bei welchem die vom Scheitel nach dem Oscarrum gezogene Linie den Körper in zwei gleich schwere Theile theilt.
Diese Normallinie wird nun aber durch das genau in der Mitte zwischen den beiden Waagschalen aufgehängte Senkblei dargestellt. Der Apparat bildet also gewissermafsen das Normalphantom, mit Hülfe dessen jeder abnormale Körperbau eines Menschen erkannt und gemessen werden kann, was bis jetzt zum Zweck einer orthopädischen Diagnose noch nicht möglich war.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat für orthopädische Diagnose, bestehend aus einem Gestell, dessen Boden von gleich hohen Waagschalen zweier Decimalwaagen gebildet wird, in Verbindung mit einem Senkblei, welches über den Waagschalen, und zwar genau in der Mitte zwischen beiden von einem Ständer herunterhängt.
    .Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT37860D Wägeapparat für orthopädische Diagnose Expired - Lifetime DE37860C (de)

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DE (1) DE37860C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3027761A (en) * 1959-12-15 1962-04-03 Stephen J Lauro Device to quantitatively determine the unbalance of a human body
DE19505592C1 (de) * 1995-02-18 1996-04-18 Hydraulik Nord Gmbh Hydraulische Lenkeinrichtung mit Lastsignal
DE19505897A1 (de) * 1995-02-21 1996-08-22 Detlef Talg Verfahren zum Erkennen und Auswerten von Ungleichgewichten bei Körpern und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

Cited By (3)

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DE19505592C1 (de) * 1995-02-18 1996-04-18 Hydraulik Nord Gmbh Hydraulische Lenkeinrichtung mit Lastsignal
DE19505897A1 (de) * 1995-02-21 1996-08-22 Detlef Talg Verfahren zum Erkennen und Auswerten von Ungleichgewichten bei Körpern und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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