DEM0015971MA - - Google Patents

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DEM0015971MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. Oktober 1952 Bekanntgeniacht am 23. August 1Θ56
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Kettenflorgewebe, bei dem der Flor aus thermoplastischem Kunststoff besteht und auf ein Verfahren zu seiner Herstellung. Hierbei ist nach der Erfindung mindestens ein Teil der Florbüschel an den Enden als Verhakungsmittel ausgebildet.
In dieser Weise ausgebildete Gewebe eignen sich vor allem dazu, bei Kleidungsstücken, Vorhängen od. dgl. einen wirksamen Verschluß zu ermöglichen, der beispielsweise Knöpfe, Reißverschlüsse od. dgl. ersetzt und der sich durch große Anschmiegsamkeit, unsichtbare Anordnung und Vermeidung stark auftragender Elemente auszeichnet.
Gegenstand der Erfindung ist zugleich ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Kettenflorgewebes. Dieses Verfahren besteht darin, daß die Flornoppen mit Hilfe von Schneidruten gebildet werden, deren Schnittrinne in bekannter Weise in einer Seite der Rute liegt, und daß die Noppen über diesen Ruten durch Wärmeeinwirkung stabilisiert werden, bevor ihr vor der Schnittrinne der Rute liegender Schenkel zerschnitten wird.
Die Erfindung bedient sich zu ihrer Verwirklichung einiger Merkmale, die als solche bekannt waren, ohne indessen nach Aufgabenstellung oder Wirkung mit dem Anmeldungsgegenstand übereinzustimmen. So war es an sich, wie erwähnt, bekannt, Florgewebe derart herzustellen, daß der Flor aus einem hochpolymeren Kunstfaden besteht. Anderseits ist es nicht mehr neu, die Noppen von Florgeweben mittels Ruten herzustellen, deren Schnittrinne seitlich liegt. Bekannt war es endlich, einen eigentlichen Verschluß, ζ. B. für Gürtel, so
609 580/124
M 15971 VII/86d
auszubilden, daß an eine biegsame Unterlage Zinken angegossen oder angepreßt werden, die mit verdickten Kopfenden ineinandergreifen.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren' wird nicht etwa ein Verschluß hergestellt, sondern ein normales Florgewebe, das nur eben die Eigenschaft hat, sich auf entsprechendem Gegengewebe kräftig zu verankern, sofern man die beiden Gewebe in ihren Ebenen gegeneinanderzieht. Dies rührt von
ίο den hakenartigen Enden her, die an den Noppen durch seitliches Aufschneiden nach vorangegangener thermoplastischer Verformung der Noppen entstehen.
Neben der Eigenschaft, als Verschluß zu wirken, können die erfindungsgemäß ausgebildeten Florgewebe auch mit großem Vorteil als Reinigungsgeräte verwendet werden, indem man sie beispielsweise auf einen Träger aus Holz, Kunststoff od. dgl. aufbringt und als Bürste benutzt.
In der Zeichnung ist die Erfindung schematisch und beispielhaft verdeutlicht.
Fig. ι zeigt das Schema der Herstellung des Florgewebes;
Fig. 2 gibt die Anordnung zweier ineinander-" 25 gehakter Schichten wieder.
Wie aus Fig. 1 zu erkennen ist, besitzt das Florgewebe ein Grundgewebe, das aus Schußfäden 1 und Kette 2 gebildet wird.
Das Gewebe weist ferner Florfaden 3 auf, die dazu bestimmt sind, die Florfädenschenkel 9 und 10 zu bilden, durch welche im Fertigerzeugnis in der Nähe ihrer Enden Verhakungsmittel 4 gebildet werden.
Die Schuß- und Kettenfäden für das Grundgewebe können selbstverständlich auch in anderer Weise als dargestellt abbinden.
Die Florfaden bestehen aus einem Kunststoff, so daß es möglich wird, ihnen die gewünschte Form zu geben und diese beizubehalten. Als Kunststoff benutzt man vorzugsweise plastische Stoffe, beispielsweise den unter dem eingetragenen Warenzeichen Nylon bekannten Kunststoff.
Um ein Gewebe der in Fig. 1 angegebenen Art herzustellen, geht man in derselben Weise vor \vie bei der Herstellung von Ketteneamt unter Verwendung von Ruten, mit denen die Flornoppen 6 gebildet werden. Jede Rute 5 besitzt eine seitliche Längskerbe 7 zur Führung des Reißmessers 8, welches dazu bestimmt ist, die Noppen 6 aufzuschneiden. Um dabei stabile Häkchen 4 von bleibender Form zu erhalten, werden vor dem Zerschneiden der Noppen 6 die Ruten 5 derart erhitzt, daß der darüberliegende Faden endgültig in seiner Form fixiert wird. Die Erwärmung der Ruten kann dadurch erfolgen, daß beispielsweise ein elektrischer Strom durch sie hindurchgeführt wird. Die Ruten 5 können aber natürlich auch in anderer Weise erhitzt werden. So könnten beispielsweise hohle Ruten vorgesehen und durch diese Dampf geschickt werden.
Nachdem die fixierten Noppen 6 aufgeschnitten worden sind, behalten die aufgerichteten Fäden ihre Form bei, es stehen also Fadenschenkel 9, deren Enden die Form eines Hakens haben, und gerade Fadenschenkel. 10 nebeneinander.
Wenn, wie aus Fig. 2 hervorgeht, zwei Gewebestücke der in Fig. 1 dargestellten Art um 900 gegeneinander verdreht, aufeinander angeordnet werden, werden sich die Fadenschenkel 9 des einen Gewebestückes an den Fadenschenkeln 9 des anderen infolge der Häkchen 4 verhaken.
Die beiden Gewebestücke haften dann, zumal wenn die Anzahl der Häkchen 4 je Flächeneinheit groß ist, fest aneinander, und es ist nötwendig, kräftig an den beiden Gewebestücken zu ziehen, um sie< voneinander zu trennen.
Derartige Gewebestücke können, wie schon erwähnt, verwendet werden, um die üblichen Verschlußvorrichtungen, wie beispielsweise Reißverschlüsse sowie gewöhnliche Knöpfe, Druckknöpfe und andere Verbindungen, zu ersetzen. Es. genügt, ein Gewebestück der oben beschriebenen Art an dem Rand von Kleidungsstücken, Vorhängen u. dgl. anzunähen, welche zusammengehalten werden sollen. Ein einfacher Druck der beiden Gewebestücke aufeinander sichert sofort deren Verhaken. Eine genügend starke Zugwirkung, die auf eine der beiden aneinanderhaftenden Schichten ausgeübt wird, ermöglicht deren Trennung.
Ein durch die beschriebenen Mittel verwirklichter Verschluß bietet auch noch den Vorteil, ein gewisses Spiel zwischen den zu vereinigenden Stücken zuzulassen, da diese einander nicht notwendigerweise immer genau gegenüberliegen müssen. Zudem wird sich bei der Ausübung einer Kraft der Verschluß lösen, bevor eine Zerstörung des Gewebes auftritt, was besonders für. den Fall wichtig ist, daß ein Florgewebe in Eingriff mit einem Gewebestück mit empfindlichen Maschen gebracht wird.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Kettenflorgewebe mit aus thermoplastischem Kunststoff bestehendem Flor, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil der Florbüschel an den Enden als Verhakungsmittel ausgebildet ist.
2. Verfahren zum Herstellen eines Kettenflorgewebes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flornoppen mit Hilfe von Schneidruten gebildet werden, deren Schnittrinne in bekannter Weise in einer Seite der Rute liegt, und daß die Noppen über diesen Ruten durch Wärmeeinwirkung stabilisiert werden, bevor ihr vor der Schnittrinne der Rute liegender Schenkel zerschnitten wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2499898;
deutsche Patentschrift Nr. 806 960.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© -609- 530/124 8. 56

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