DEM0013369MA - - Google Patents

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DEM0013369MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. März 1952 Bekanntgemacht am 23. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Zeitzünder für Sprengkörper, die für kurze Entfernungen, insbesondere als Infanteriewaffe, eingesetzt werden, und betrifft vorzugsweise Zeitzünder für Handgranaten. Die erfindungsgemäßen Zeitzünder können jedoch außer für Handgranaten auch für Gewehrgranaten, Rauchgranaten und Leucht- oder Signalkörper verwendet werden.
In der Beschreibung wird die Erfindung im wesentlichen mit Hilfe eines Ausführungsbeispiels geschildert, das die Verwendung als Handgranatenzünder zeigt, wobei die Merkmale von Zünder und Sprengkörper je nach Verwendungszweck als Übungs-, Spreng- öder Splittergranate und Anwendungsart wie Wurf mit der Hand oder Abschuß im Schießbecher verändert sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Zeitzünder für Sprengkörper, insbesondere Handgranaten, zu schaffen, der erhöhte Sicherheit und verbesserte Einsatzmöglichkeiten gewährleistet und der unbegrenzt lagerfähig ist, so daß die Sprengkörper in gebrauchsfertigem Zustand längere Zeit lagern können.
Es ist bekannt, bei Infanterie-Sprengkörpern, insbesondere bei Handgranaten, die Zeitzündung durch einen unter Federkraft vorschnellenden
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Schlaghammer oder Schlagbolzen auszulösen, der auf ein Zündhütchen auftrifft. Bei den meisten der bisher bekannten Zünder ist die Schlagbolzenfeder ständig gespannt und wird in' dieser Lage durch einen Sicherungshebel gehalten, der seinerseits durch einen Sicherungsstecker, ein Sicherungsband oder eine ähnliche Anordnung gehalten wird, die bei Gebrauch von der Granate entfernt wird. Nach dem Entfernen der ersten Sicherüngseinrichtung
ίο wirkt die gesamte Federkraft auf den Sicherungshebel, der dadurch in eine solche Richtung gedruckt wird, daß der Schlagbolzen oder Hammer auf das Zündhütchen treffen kann. Der Sicherungshebel muß also besonders fest und sicher gehalten werden.
Es sind-weiterhin Sprengkörper bekanntgeworden, die Aufschlagzünder haben, bei denen der Schlagbolzen gegenüber der Zündpille unter Ausnutzung der Fliehkraft verscliwenkt wird. Es wird hierbei jedoch vorausgesetzt, daß der Sprengkörper so geworfen wird, daß er sich überschlägt. Weiterhin sind Aufschlagzünder für Granaten und Handgranaten bekannt, die so wirken, daß eine ringförmige Masse bei plötzlicher Beschleunigung Halterungen verformt oder abschert und ein Sicherheitsorgan freigibt. Auch sind Handgranaten üblich, bei denen ein Aufschlagzünder durch Bewegung einer Masse beim Aufschlag selbst betätigt wird. Weiterhin ist eine Handgranate bekanntgeworden, bei der in Ruhestellung die Schlagbolzenfeder entspannt ist und der Schlagbolzen nicht der Zündpille gegenübersteht. Durch Drehen eines Knopfes wird die Zündpille vor dem Wurf so verschwenkt, daß ihre Öffnung der Schlagbolzenspitze zugewandt ist, wobei der Schlagbolzen seine Stellung nicht ändert. Gleichzeitig wird durch die Drehung die Schlagbolzenfeder aus Klaviersaitendraht gespannt und eine Sperre freigegeben, die beim Wurf durch die' gespannte Schlagbolzenfeder heraus- gedrückt wird.
Den bekannten Anordnungen gegenüber wird gemäß der Erfindung der Fortschritt der einfacheren Handhabung und Konstruktion und der erhöhten Sicherheit erzielt. Weiterhin kann ein Sprengkörper mit dem erfindungsgemäßeii Zünder jederzeit gefahrlos als Spreng- oder Übungsgranate verwendet werden, bei der alle Metallteile, die Splitter verursachen würden, vor der Detonation abfallen. Schließlich ist der Zünder durch die Tatsache, daß die Schlagbolzenfeder erst im Augenblick der Verwendung gespannt wird, praktisch unbegrenzt lagerfähig, da Ermüdungserscheinungen der Feder nicht eintreten können. Gleichzeitig sind durch den Stecker, der das Spannen der Schlagbolzenfeder bewirkt und der seinerseits wiederum gegen unbeabsichtigtes Herausziehen durch eine Zunge gesichert ist, die Zündpille und der Verzögerungssatz gegen jede Berührung geschützt.
Erfindungsgemäß ist der Zeitzünder für Sprengkörper, insbesondere Handgranaten, bei welchen in der Ruhestellung der Schlagbolzen gegenüber der Zündpille verschwenkt und die Schlagbolzenfeder entspannt ist und in der Scharfstellung der Schlagbolzen der Zündpille gegenübersteht und die Schlagbolzenfeder gespannt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlagbolzen durch Herausziehen des zwischen Schlagbolzenspitze und Zündpille eingeschobenen Sicherungssteckers der Zündpille gegenübergestellt wird und die Schlagbolzenfeder sich nur nach Verschwenkung von drei sich kraftschlüssig aufeinander abstützenden Hebeln um ihre Zapfen entspannt, wobei das Hebelsystem die Kraft der Schlagbolzenfeder, die auf den äußeren Stützhebel wirkt, untersetzt und dieser seine Verschwenkungsbewegung nur nach seiner Freigabe beginnen kann. Der Schlagbolzen ist mit einem um ein feststehendes Element verschwenkbaren, zentralen Führungsbolzen versehen, welcher die Schlagfeder trägt, deren anderes freies Ende sich auf dem Schlagbolzen abstützt, wobei ein den Schlagbolzen umgebendes Gehäuse, in dem ein Schlagbolzensperrhaken verschwenkbar gelagert ist, einen Zahn trägt, der in den Sicherungsstecker eingreift.
Nach dem Entfernen des ersten Sicherungselements liegt das Hebelsystem so, daß es eine starke Kraftverkleinerung bewirkt, so daß der äußere Hebel durch die Kraft der gespannten Schlagbolzenfeder auf die den Sprengkörper ergreifende Hand nur eine sehr kleine Kraft ausübt. . go
Wenn die Granate beim Wurf die Hand verläßt, wird durch die Federkraft der äußere Hebel verschwenkt, wobei jedoch durch die Kraftverminderung eine Vervielfachung der Weglänge hervorgerufen wird und der äußere Hebel zur Auslösung des Schlagbolzens einen verhältnismäßig langen Weg zurücklegen muß.
Am Ende der Verschwenkbewegung des äußeren Hebels werden dann der Schlagbolzen und damit die Zeitzündeinrichtung oder sonstige Funktionen des Sprengkörpers ausgelöst.
Das erste Sicherungselement ist so angeordnet, daß sein Griffende auf der entgegengesetzten Seite des äußeren Hebels liegt, so daß, wenn die Granate in der Hand gehalten wird, ein ungewolltes Freiwerden des äußeren Hebels und eine falsche Bedienung verhindert werden.
Der als Handgranate beschriebene erfindungsgemäße Sprengkörper kann mit geringfügigen Änderungen der Sicherungselemente auch als Gewehrgranate verwendet werden.
Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Beschreibung und der Zeichnung, in der als bevorzugtes Beispiel eine Handgranate dargestellt ist, erläutert. '
Abb. ι zeigt einen Längsschnitt durch eine Handgranate in gesichertem Zustand;
Abb. 2 zeigt einen Längsschnitt durch die Handgranate der Abb. 1 in scharfem Zustand;
Abb. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Handgranate, und
Abb. 4 eine Draufsicht auf' das Sicherungsband oder erste Sicherungselement.
In den Abb. 1 und 2 hat der eigentliche Sprengkörper 17 der Granate im wesentlichen zylindrische Gestalt. An ihm ist die Zündeinrichtung, welche
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von einem Gehäuse 18 eingeschlossen ist, befestigt. ■ .
Der Zapfen 9 ist ein Teil des Gehäuses i8 oder ist daran befestigt. In dem Zapfen 9 können zwei Hebel eines Hebelsystems, ein innerer Hebel 8 und äußerer Hebel 6, verschwenkt werden.
Zwischen dem inneren Hebel 8 und dem äußeren Hebel 6 ist ein mittlerer Hebel 7 angeordnet, der an einem diametral zum Zapfen 9 angeordneten Zapfen 30 des Gehäuses 18 verschwenkbar ist.
Der innere Hebel 8 trägt auf halber Länge einen . Ansatz 19,' den das Gabel ende 1 eines Führungsbolzens 20 für die schraubenförmige Schlagbolzenfeder 2 verschwenkbar umgreift. Die Zündeinrichtung besteht außer dem Führungsbolzen 20 und der Schlagbolzenfeder 2 aus einer zylindrischen Glocke 21, die auf der Feder 2 ruht und in ein becherförmiges Element 22 eingeschoben ist. Das becherförmige Element 22 ist an seinem gegenüber dem Gabelstück 1 gelegenen Ende geschlossen und trägt außen an seinem Bodenstück eine Schlagbolzenspitze 23. Somit ist die Schlagbolzenfeder 2 zwischen dem Boden der Glocke 21, welche in Verbindung mit dem Gabelstück 1 steht, und dem becherförmigen Element 22 eingeschlossen. Diese Elemente werden alle von einem Gehäuse 24, ebenfalls in Gestalt eines zylindrischen Bechers, der in axialer Richtung auf der Glocke 21 gleiten kann, umschlossen. Der Boden des becherförmigen Gehäuses 24 ist mit einer axialen Bohrung zum Durchtritt der Schlagbolzenspitze 23 versehen und trägt seitlich einen Zahn 25. Ein Drehzapfen 27, um den der Schlagbolzensperrhaken 5 schwenkbar ist, ist an der Seite des Gehäuses 24 angebracht.
Das vorspringende Ende 28 des Schlagbolzensperrhakens greift durch einen Schlitz im Gehäuse 24 und greift mit seiner Oberkante unter den becherförmigen Schlagbolzen 22, während seine Unterkante auf dem Rand des Schlitzes im Gehäuso24 aufliegt. An seinem auf der anderen Seite des Drehzapfens 27 gelegenen Ende trägt der Haken 5 einen Arm 29, welcher durch einen Schlitz des Zwischenhebels 7 hindurchgreift und so auf dem Zwischenhebel 7 ruht, daß der Haken 5 nicht in der Richtung geschwenkt werden kann, in der "sein vorderes Ende 28 den Boden des becherförmi-' gen Schlagbolzens 22 freigibt.
Der Zahn 25 greift in eine Aussparung 31 (Abb. 4) eines metallischen Sicherungsbandes 3 ein, welches das erste Sicherungselement des Zünders des Sprengkörpers oder der Handgranate bildet. Das Sicherungsband 3 ist mit einer umbiegbaren Zunge 32 versehen, welche durch den außerhalb der Gehäuse (18 der Zündeinrichtung und 17 des eigentliehen Sprengkörpers) liegenden äußeren Hebel 6 hindurchgeführt und umgebogen ist. Die Zunge 32 verhindert somit, daß der Hebel 6 zur Betätigung der Zündeinrichtung geschwenkt werden kann.
An seinem anderen Ende ist der Sicherungsstecker 3 mit einem Griff oder Ring 13 versehen, mit dem sich das Band aus der Zündeinrichtung herausziehen läßt. Der Stecker 3 hat die Gestalt eines flachen rechteckigen Streifens und liegt zwischen dem Zündhütchen 4 und der Auslöseanordnung und bildet somit einen mechanischen Schutz für das Zündhütchen. Es wurde bereits erwähnt, daß der Zahn 25 des Gehäuses 24 in eine Aussparung 31 des Sicherungsbandes 3 eingreift und somit die Lage der Zündeinrichtung gegenüber dem Sicherungsband 3 festlegt. Wenn das Sicherungsband 3 eingefügt ist, wird durch das Eingreifen des Zahnes 25 in die Aussparung 31 das Schlagbolzengehäuse 24 und damit die gesamte Zündeinrichtung in einer gegenüber der Achse des Sprengkörpers geneigten Lage gehalten, SO' daß die Schlagbolzenspitze 23 vom Zündhütchen 4 entfernt und die Feder 2 völlig entspannt ist.
Der außerhalb des Gehäuses 18 der Zündeinrichtung und des Gehäuses 17 des Sprengtopfes angeordnete Hebel 6 ist in der gesicherten Stellung durch die Zunge 32 des Sicherungsbandes 3 gegen eine Verschwenkbewegung blockiert. Auf dem gleichen Drehzapfen 9 ist auch der innere Hebel 8 : drehbar. Das freie Ende des Hebels 8 ruht auf dem Zwischenhebel 7 in einem Punkt in der Nähe seines Drehzapfens 30. Der Hebel 7 ruht mit seinem freien Ende unter dem äußeren Hebel 6 in einem Punkt in der Nähe des1 Drehzapfens 9. Durch die Lage der Auflage- und Drehpunkte der einzelnen Hebel werden die Lastarme wesentlich größer als die Kraftarme, wodurch die auf den inneren Hebel 8 einwirkende Kraft in geringerer Größe auf den Hebel 7 einwirkt und sich dann auf den Hebel 6 mit einer Größe überträgt, die nur einen Bruchteil der Ausgangskraft beträgt.
Abb. ι zeigt den Sprengkörper in gesichertem Zustand, d. h. mit dem das Zündhütchen abdeckenden Sicherungsstecker 3, mit ■ schräg gestelltem Schlagbolzen, einer ungespahnten Schlagbolzenfeder 2 und durch die Zunge 32 blockierten Sieherungshebeln.
Wenn mit Hilfe des Griffes oder Ringes 13 der Sicherungsstecker 3 herausgezogen wird, werden das Zündhütchen 4 aufgedeckt und über den Zahn 25, welcher in die Bohrung 31 des Sicherungs-Steckers 3 eingreift, die Zündeinrichtung und das daran befestigte Gabelstück r um den Ansatz 19 des inneren Hebels 8 geschwenkt. Die Verschwenkbewegung dauert so lange, bis das becherförmige Gehäuse 24 gegen die Rast 33 anstößt und die Schlagbolzenspitze 23 nach dem völligen Entfernen des Sicherungssteckers dem Zündhütchen 4 gegenübersteht. Da der Zahn 25 kraftschlüssig auf einem geradlinigen Weg geführt ist, wird durch die Verschwenkbewegung das becherförmige Gehäuse 24 gegenüber dem Führungsbolzen 20 angehoben.. Da auf dem becherförmigen Gehäuse 24 die untere Kante des Ansatzes 28 des Hakens 5 ruht, wird auch dieser und mit ihm das becherförmige Element 22 nach oben bewegt, und da der Führungsbolzen 20 wegen des dort anliegenden Hebels 8 diese Bewegung nicht mitmachen kann, die Schlagbolzenfeder 2 gespannt. Während diese Bewegungen ausgeführt werden, liegt der obere Hebelarm 29 des Hakens 5 immer am Hebel 7 an," so daß der Haken nicht verschwenkt werden kann und den Schlag-
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bolzen im gespanntem Zustand hält. Die Kraft der Feder 2 wirkt über das glockenförmige Elemental und das Gabelstück ι auf den Ansatz 19 des inneren Hebels 8 und damit auch über den mittleren Hebel 7 auf den äußeren. Hebel 6, der bestrebt ist, sich infolge der zuvor beschriebenen Kraftverminderung nur mit geringer Kraft um den Zapfen 9 zu drehen.
Offensichtlich ist aber die Verschwenkbewegung des Hebels 6 unmöglich, solange die Waffe in der Hand gehalten wird. Wenn der Sprengkörper dagegen fortgeworfen wird, d. h. wenn die Waffe die Hand verläßt, oder der Hebel 6 auf andere Weise freigegeben wird, beginnt er unter der Kraft der Feder 2 sich zu verschwenken. Die Drehzapfen des Hebelsystems sind so angeordnet, daß der Hebel 6 mindestens um 45° verschwenkt werden muß, bevor sich der Hebel 7 so weit anheben kann, daß der Arm 29 des Hakens 5 frei wird. Sowie der Hebeiao arm des Hakens 5 freigegeben ist, dreht sich der Haken 5 um seinen Zapfen 27, und sein Ansatz 28 gibt das becherförmige Element 22 frei, worauf die Schlagbolzenfeder 2 sich dann plötzlich entspannt und der Schlagbolzen 22, 23 den Zünder 4 und damit die Detonation des Sprengkörpers auslöst.
Da alle Teile des Hebelsystems aus Metall bestehen, können sie bei der Detonation gefährliche Splitter ergeben, die den Werfer gefährden. Aus diesem Grunde sind beispielsweise für Übungszwecke die Hebel SO' angeordnet, daß nach einer ausreichenden Verschwenkung des Hebels 6 und nachdem das Zündhütchen angeschlagen wurde, die Hebel auf der Wurfbahn von dem Sprengkörper abfallen können, so- daß die detonierende Granate keinen dieser Teile mehr enthält.
Die gleiche Granate mit dem gleichen Zünder kann auch, wie es in Abb. 3 dargestellt ist, als Splittergranate ausgeführt sein, wobei dann zwischen der Außenwand 17 und einem die Sprengladung umschließenden Innenmantel 10 und Bodenstücken 34 enganliegend eine durch die Sprengwirkung zu zerlegende Schraubenfeder 11 eingefügt ist. Durch diese wird eine wesentlich größere Splitterwirkung erzielt als bei Granaten mit bereits zuvor zerlegten Splitterwandungen, da die Schraubenfeder eine große Menge von Splittern wirksamer Größe erzeugt, die in einem beachtlichen Bereich noch wirkungsvoll sind. Weiterhin ist bei der Defensivgranate am Zündergehäuse 18 noch eine Zunge 12 vorgesehen, die im, Gegensatz zu der Anordnung bei der Sprenggranate nach dem Auslösen der Zündung das Abfallen, des Schlagbolzens und der anderen Zünderteile verhindert, wodurch sich die Zahl der Splitter noch erhöht. Die Sprenggranate kann auch auf größere Entfernung, z. B.
als Gewehrgranate, verschossen werden und kann
, auch an. ihrer Unterseite mit einem rohrförmigen Ansatzstutzen mit kleinen Flügeln als Leitwerk versehen sein. In dem letzteren Fall kann zum Ab-.
schießen der Granate dann ein normales Gewehr benutzt werden.
Ohne diese besonderen Ansatzstutzen kann die Granate auch mit einem Granatwerfer abgeschossen werden. In beiden Fällen wird die Granate aber, ohne das erste Sicherungselement, d. h. den Stecker 3, zu entfernen, ins Gewehr oder in den Granatwerfer eingeführt. Das Entfernen des ersten Sicherungselements geschieht beim Abfeuern völlig selbsttätig, da das Griff ende 13 des Sicherungssteckers 3 ein so großes Gewicht hat, daß durch seine Beharrung beim Abfeuern der Stecker 3 herausgezogen und gleichzeitig die Schlagbolzenfeder 2 gespannt wird. Dieses Merkmal verdient ganz besondere Beachtung, da hierdurch Bedienungsfehler oder Unfälle verhindert werden. Wenn die Granate durch unbeabsichtigtes Senken der Mündung der Waffe herunterfällt oder nicht abgeschossen werden soll, kann sie gefahrlos wieder aufgehoben oder der Waffe entnommen, werden, ohne besondere Vorsicht anwenden zu müssen, da sich die Granate noch immer in völlig gesichertem Zustand befindet.
Ein weiteres Merkmal der Granate besteht darin, daß der Zeitzünder einen Stoff enthält, der bei seiner Reaktion kein Gas entwickelt. Auch das Zündhütchen, das zum Auslösen des darunter befindlichen Zeitzündsatzes eine beachtliche Hitze erzeugt, bewirkt keine Detonation. Somit können, da. keinerlei Gasdruck entsteht und keine Gaszufuhr erforderlich ist, das Zündhütchen 4, der Zeitzündsatz 14, die Verstärkungsladung 15 und die Sprengkapsel 16 in einem hermetisch abgeschlossenen Gehäuse untergebracht werden (Abb. 2). Hierdurch wird für die Lagerung und die Verwendung der Zündeinrichtung der Vorteil erzielt, daß keine besondere Vorsicht gegen Witterungsschäden und gegen das Eindringen von Feuchtigkeit erforderlich ist.
Es läßt, sich, z. B. die Feder so anordnen, daß sie in entgegengesetzter Richtung wirkt, wenn die 10a Zündung nicht durch Schlag, sondern durch Reibung eingeleitet werden soll oder die Granate für Feuerwerks-, Lichtsignal-, Rauchsignal-, Nebelzwecke od. dgl. vorgesehen ist.

Claims (8)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Zeitzünder für Sprengkörper, insbesondere Handgranaten, bei welchem in der Ruhestellung der Schlagbolzen, gegenüber der Zündpille verschwenkt und die Schlagbolzenfeder entspannt ist und in der Scharfstellung der Schlagbolzen der Zündpille ,gegenübersteht und die Schlagbolzenfeder gespannt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der1 Schlagbolzen (22) durch Herausziehen des zwischen Schlagbolzenspitze (23) und Zündpille (4) eingeschobenen Sicherungssteckers (3) der Zündpille (4) gegenübergestellt wird und die Schlagbolzenfeder (2) sich nur nach Verschwenkung von drei sich kraftschlüssig aufeinander abstützenden Hebeln (6, 7, 8) um ihre Zapfen (9, 30) entspannt, wobei das Hebelsystem (6, 7, 8) die Kraft der Schlag- 125. bolzenfeder (2), die auf den äußeren Stützhebel
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    (6) wirkt, untersetzt und dieser seine Verschwenkungsbewegung nur nach seiner 'Freigabe beginnen kann.
  2. 2. Zünder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlagbolzen mit einem um ein feststehendes Element (19) verschwenkbaren, zentralen Führungsbolzen (20) versehen ist, welcher die Schlagfeder (2) trägt, deren anderes freies Ende sich auf dem Schlagbolzen (22, 23) abstützt, wobei ein den Schlagbolzen umgebendes Gehäuse (24), in dem ein Schlagbolzensperrhaken (5) verschwenkbar (27) gelagert ist, einen Zahn (25) trägt, der in den Sicherungsstecker (3) eingreift.
  3. 3. Zünder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlagbolzensperrhaken (5) mit einem Ansatz (28) versehen ist, der durch einen Schlitz des Schlagbolzenführungs-Gehäuses (24) vor den Schlagbolzen (22) greift, wobei ein weiterer Hebelarm (29) des Hakens (5) in einen der Stützhebel (7) so eingreift, daß eine zum Lösen des Schlagbolzens (22) erforderliche Verschwenkbewegung des Schlagbolzensperrhakens' (5) verhindert wird.
  4. 4. Zünder nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (28) des Schlagbolzensperrhakens (5) so auf dem Rand des Führungsgehäuseschlitzes (24) ruht, daß, wenn durch das Herausziehen des Sicherungssteckers oder -bandes (3) der Schlagbolzen verschwenkt wird und der in das Sicherungsband (3) eingreifende Zahn (25) des Führungsgehäuses (24) einen geradlinigen Weg zurücklegt und sich das Gehäuse (24) gegenüber dem Führungsbolzen (20) verschiebt, durch das Anliegen des Ansatzes (28) des Sehlagbolzensperrhakens (5) auf dem Rand des Schlitzes der Sperrhaken (5) angehoben und die Schlagfeder (2) gespannt wird.
  5. 5. Zünder nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützhebelgestänge aus einem inneren (8), einem mittleren (7) und einem äußeren (6) Hebel besteht, wobei der Führungsbolzen (20) für die Schlagbolzenfeder (2) am Ansatz (19) des inneren Hebels (8) verschwenkbar gelagert,' der mittlere Hebel (7) mit einem Halteschlitz für das obere Ende (29) des Sehlagbolzensperrhakens (5) versehen ist und der äußere Hebel (6) den inneren (8) und mittleren (7) Hebel festhält und an der entgegen- gesetzten Seite des Griffendes (13) des Sicherungssteckers (3) an der Außenwandung (17) des Sprengkörpers angeordnet ist.
  6. 6. Zünder nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein gemeinsamer Drehpunkt (9) für den inneren (8) und äußeren (6) Stütznebel diametral zum Drehpunkt (30) des mittleren Hebels (7) angeordnet ist, wobei der innere Hebel (8) an dem mittleren Hebel (7) in der Nähe des Drehpunktes (30) des mittleren Hebels (7) und der mittlere Hebel (7) an dem äußeren Hebel (6) in der Nähe des Drehpunktes
    (9) des äußeren Hebels (6) angreifen.
  7. 7. Zünder nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Halteschlitz im mittleren Stützhebel (7) eine solche Gestalt aufweist, daß er nach dem Entfernen des Sicherungsbandes (3) den oberen Arm (29) des
    . Sehlagbolzensperrhakens (5) freigibt, nachdem die Schlagfeder (2) des Schlagbolzens über den Führungsbolzen (20) den inneren (8) und damit auch den mittleren (7) und den äußeren (6) Stützhebel um einen festgelegten Winkel verschwenkt hat.
  8. 8. Zünder nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem als Sprenggranate ausgestalteten Sprengkörper alle beweglichen Elemente der Auslöse- und Zündeinrichtung so gelagert sind, daß sie, nachdem gezündet ist, in der Flugbahn der Granate abfallen, während bei dem als Splitter-Granate ausgestalteten Sprengkörper in der Gehäusewand (18) des Zünders eine vorspringende Zunge (12), die die normalen Funktionen des Zünders nicht behindert, angeordnet ist, welche die beweglichen Elemente der Auslöse- und Zündeinrichtung festhält.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 702 226, 446 762; französische Patentschriften Nr. 529 444,
    522, 496906, 601 185;
    USA.-Patentschriften Nr. 2 023 938, 1 546 842, 216 587.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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