DEM0003346MA - Druckplatte mit Bruchsicherung für Steinbrecher - Google Patents
Druckplatte mit Bruchsicherung für SteinbrecherInfo
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Description
Um bei Steinbrechern wertvolle Teile, also Teile, deren Erneuerung schwierig oder mit größeren Kosten verbunden ist, gegen unvorhergesehene Ueberlastungen zu schützen, ist es bekannt, die Druckplatte oder das sonstige Druckübertragungsglied so auszubilden, daß es beim Ueberschreiten einer bestimmten Kraft zu Bruch geht. Zu diesem Zwecke hat man die Druckplatten, bei denen die Brechbacke über einen Kniehebel angetrieben wird, mit Knick- oder Kerbstellen versehen, um sie soweit zu schwächen, daß sie an diesen Stellen beim Ueberschreiten der höchst zulässigen Kraft brechen. Diese bekannte Ausbildung der Druckplatte hat aber den Nachteil, daß bei eintretenden Brüchen stets die ganze Druckplatte erneuert werden muß, und daß ferner die Kräfte, die mit eintretender Knick-, Kerb-, Stanzwirkung oder dergleichen auftreten, rechnerisch nicht genau erfaßt werden können.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß die Druckplatte schräg zur Druckrichtung geteilt ist und ihre Teilung durch Abscherbolzen zusammengehalten werden. Hierbei wird die Neigung der schrägen Teilebene zweckmäßig so gewählt, daß die auf die Abscherbolzen wirkenden Kräfte möglichst klein sind. Der Querschnitt der Abscherbolzen ist so bemessen, daß letztere beim Ueberschreiten der höchstzulässigen Kraft durch Verschieben der Druckplattenteile auf den Schrägflächen abgeschert werden. Die Neigung der Schrägflächen und der Querschnitt der Abscherbolzen lassen sich so genau berechnen, daß das Abscheren der Bolzen
bei einer genau vorher bestimmten Beanspruchung erfolgt. Die Abscherbolzen können leicht ersetzt werden, während die übrigen Teile der Druckplatte unversehrt bleiben.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen der Druckplatte gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Abb. 1 einen Backenbrecher mit der Druckseite in schematischer Darstellung,
Abb. 2 einen Längsschnitt durch die Druckplatte,
Abb. 3 einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform,
Abb. 4 eine Draufsicht auf die Abb. 3,
Abb. 5 ein drittes Ausführungsbeispiel in Seitenansicht.
In der Abb. 1 ist ein Steinbrecher mit einer beweglichen Backe dargestellt, die durch einen Kniehebeltrieb bewegt wird. Der Kniehebeltrieb enthält die beiden Druckplatte 1, 1', die mit ihren Köpfen in den entsprechenden Vertiefungen der zu verbindenden Teile ruhen.
Die in der Abb. 1 dargestellte Druckplatte 1 ist gemäß Abb. 2 durch zwei schräge Schnitte 2 in die beiden Köpfe 3, 3' und ein Mittelstück 4 unterteilt. Die drei Teile sitzen auf einem oder mehreren Abscherbolzen 5, die an den Scherstellen von besonderen Abscherbüchsen 6 umfaßt werden können. Die Kraftübertragung vom Antrieb auf die bewegliche Backe des Backenbrechers beansprucht die Platte 1 auf Druck. Durch die Druckkraft entstehen auf den Schrägflächen zwei Kraftkomponenten, die das Mittelstück 4 herauszudrücken versuchen. Im normalen Betrieb wird dieses Herausdrücken durch die Abscherbolzen 5
verhindert. Ueberschreitet jedoch die zu übertragende Kraft einen bestimmten Höchstwert, so wird das Mittelstück 4 sich unter Abscheren der Abscherbolzen 5 nach unten herausdrücken und dadurch die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Antrieb und der Brecherbacke unterbinden. Das Zwischenstück kann danach mittels des Handgriffes 8 erfaßt werden und nach Einbringen neuer Abscherbolzen 5 und nach Wiedereinsetzen der Köpfe 3, 3' in die ursprüngliche Lage zurück gebracht werden.
Die Neigung der Schrägfläche 2 wird zweckmäßig so gewählt, daß diejenige Kraftkomponenten, die das Mittelstück 4 herauszuschieben versuchen, nur wenig größer sind als die Reibungswiderstände an diesen Schrägflächen 2. Die Abmessungen der Abscherbolzen können infolgedessen gering gehalten werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 und 4 ist zwischen dem Mittelstück 4 und den Köpfen 3, 3' je ein Zwischenstück 10 angeordnet, daß mit einer zur Druckrichtung senkrechten Fläche an den Köpfen 3 und 3' anliegt. Wie Abb. 4 erkennen läßt, weist die Druckplatte in diesem Falle einen mittleren und zwei seitliche Abscherbolzen 5 auf. Die seitlichen Abscherbolzen 5 sind in dem Kopf 3 nicht geführt, sondern ragen z.B. in eine größere Vertiefung 7 des Kopfes 3 hinein. Infolgedessen können sich die Köpfe 3, 3' um den mittleren Abscherbolzen 5 gegeneinander verdrehen und somit genau den zugehörigen Vertiefungen in der Brecherbacke und dem Kniehebeltrieb anpassen. Damit wird die Lebensdauer der Köpfe 3, 3' wesentlich erhöht. Die Länge der Druckplatte 1 kann den jeweiligen Betriebsverhältnissen entsprechend geändert werden. Während bisher hierfür für jede Länge eine besondere Druckplatte vorgesehen werden mußte, genügt es beim Gegenstand der Erfindung, gemäß Abb. 5 eine Einlage 9 vorzusehen. Durch Auswechslung der Einlage 9 kann die Druckplatte jede beliebige Länge erhalten.
Claims (3)
1.) Druckplatte o.dgl. mit Bruchsicherung für Steinbrecher, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckplatte schräg zur Druckrichtung geteilt ist und ihre teile durch Abscherbolzen zusammen gehalten werden.
2.) Druckplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Kopf (3) der Druckplatte (1) unter Einschaltung eines mit einer zur Druckrichtung senkrechten Fläche an ihm anliegenden, gegen ein Mittelstück (4) mit Schrägflächen anliegenden Zwischenstückes (10) um einen mittleren Abscherbolzen (5) drehbar ist, während die seitlichen Abscherbolzen mit Spiel in den Kopf (3) hineinragen.
3.) Druckplatte nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch auswechselbare Einlagen (9) zwischen Kopf (3) und Zwischenstück (10).
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