DEM0002157MA - Anordnung zur Energievernichtung bei Schleusenverschlüssen - Google Patents

Anordnung zur Energievernichtung bei Schleusenverschlüssen

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DEM0002157MA
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Germany
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chamber
lock
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water
destruction
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Expired
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English (en)
Inventor
Kurt Dr.-Ing. Gustavsburg Petrikat
Hans Dipl.-Ing. Gustavsburg Robohm
Heinrich Nauheim Schneider
Original Assignee
Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG, Zweigniederlassung, Nürnberg
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Description

Es ist bei Schleusenverschlüssen, welche das Füllen bzw. Entleeren der Schleusenkammer durch einen am Schleusendrempel gebildeten Schlitz zwischen Drempel und Verschlußkörper bewirken, bekannt, Vorrichtungen zur Energievernichtung anzuordnen. Diese bekannten Vorrichtungen stehen in der Schleusenkammer auf deren Boden und sollen insbesondere die Entstehung einer zu starken Bodenwelle beim Füllen der Schleusen verhindern. Diese Vorrichtungen sind jedoch nicht ausreichend, um in jedem Falle eine ruhige Schiffslage in der Schleusenkammer zu erzielen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Energievernichtung bei Schleusenverschlüssen der obenerwähnten Art, und zwar ist sie beispielsweise bei Hakenklapptoren und auch bei absenkbaren Schleusenverschlüssen wie z.B. Schützen oder Segmentverschlüssen anwendbar, bei deren Öffnung ein Durchflußschlitz zum Füllen bzw. Entleeren der Schleusenkammer freigegeben wird. Bei den zuletzt genannten absenkbaren Schleusenverschlüssen ist zu diesem Zweck am unteren Teil der Stauwand des Verschlußkörpers ein Rücksprung vorgesehen, dem die Dich- tungsleiste am Schleusendrempel derart gegenübersteht, daß beim Absenken des Verschlußkörpers im Bereich des Rücksprunges ein sich erweiternder Durchflußspalt entsteht.
Bei sämtlichen obenerwähnten Schleusenverschlüssen besitzt das durch den Durchflußspalt eindringende Wasser eine erhebliche Energie, die zur Beunruhigung des in der Schleuse befindlichen Schiffes führen kann.
Die Erfindung bezweckt nun, diesen Nachteil zu vermeiden und besteht darin, daß unterhalb des Schleusendrempels eine mit der Schleusenkammer in Verbindung stehende Kammer zur Energievernichtung vorgesehen ist, in welcher das zwischen Drempel und Verschlußkörper durchströmende Wasser durch entsprechende Formgebung des Verschlußkörpers einströmt und dort seine Strömungsenergie verliert.
Um dem in die Kammer zur Energievernichtung einströmenden Wasserstrahl den Hauptteil seiner Energie zu nehmen, ist in der Kammer ein etwa senkrecht zum eintretenden Wasserstrahl liegender Prallkörper angeordnet. Wird die Anordnung nach der Erfindung bei Doppelschleusen mit teilweisem Wasserausgleich verwendet, so wird die Durchlauföffnung zum Wasserausgleichskanal zweckmäßig an der Kammer zur Energievernichtung angeordnet. Um nun das von oben in die Kammer einströmende Wasser vor dem Eintritt durch diese Durchlauföffnung abzuhalten, ist der Prallkörper oberhalb der Durchlauföffnung angeordnet, damit er die Durchlauföffnung gegen den Wasserstrahl abschirmt.
Andererseits soll vermieden werden, daß Wasser, welches durch die Durchlauföffnung in die Kammer zur Energievernichtung eintritt, aus der oberen Öffnung dieser Kammer, die zum Eintritt des vom Schleusenverschluß durchgelassenen Wassers dient, in die Schleusenkammer eintritt, denn dieses aus aus der hochliegenden Öffnung der Kammer austretende Wasser würde von oben in die Schleusenkammer stürzen, wodurch die Gefahr entsteht, daß das Wasser sich auf das in der Schleusenkammer liegende Schiff ergießt. Um dies zu verhindern, springt gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung die die Kammer zur Energievernichtung von der Schleusenkammer trennende Wand oberhalb der Durchlauföffnung zum Ausgleichskanal in die Kammer zur Energievernichtung vor. Das durch die Durchlauföffnung eindringende Wasser nimmt deshalb seinen Weg durch die unter der Trennwand angeordneten Einlauföffnungen in die Schleusenkammer.
Der Verschlußkörper selbst ist zweckmäßig ganz oder teilweise als Schwimmkörper ausgebildet, insbesondere wenn es sich um einen Segmentverschluß handelt.
Die Zeichnung bringt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung bei einer Schleuse mit einem Segmentverschluß, und zwar zeigt:
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt gemäß I-I der Fig. 2 und
Fig. 2 einen waagerechten Schnitt gemäß II-II der Fig. 1.
Ein Segmentkörper 1, der ganz oder teilweise als Schwimmkörper ausgebildet ist, ist mittels zweier Arme 2 um eine Achse 3 schwenkbar. Unmittelbar hinter dem unteren Ende 4 der Stauwand setzt der Rücksprung 5 an. Oberhalb des Rücksprunges 5 besitzt die Stauwand einen zylindrischen Abschnitt 6. Der Verschlußkörper 1 trägt einen oberen Ansatz 7, der so groß bemessen ist, daß er das Wasser noch staut, wenn die Durchflußöffnung zwischen dem Drempel 8 und dem Rücksprung 5 seine größte Breite erreicht hat. Unterhalb des Drempels 8 ist eine Kammer 9 zur Energievernichtung angeordnet, in welche das Wasser infolge entsprechender Formgebung des Rücksprunges 5 geleitet wird. Das durchströmende Wasser trifft hier zunächst auf einen Prallkörper 10 und gelangt von dort aus auf eine weitere Prallwand 11 an der Trennwand 15 zwischen Kammer 9 und Schleusenkammer 16, bis es durch einen Kanal 12 großen Querschnittes der Schleusenkammer zugeführt wird. Mit 13 ist die Höhe des Stauspiegels bezeichnet. Die punktierten Linien 14 geben die Stellung des Segmentverschlusses nach dem Absenken an.
Die Zeichnung stellt eine Schleusenkammer dar, die mit einer zweiten gleichartigen Schleusenkammer eine Doppelschleuse bildet, bei welcher, um Wasser zu sparen, ein teilweiser Wasserausgleich zwischen den beiden Schleusenkammern vorgenommen werden kann. Dem Wasserausgleich dient ein Ausgleichskanal 17, der mittels Durchlauföffnung 18 mit der Energievernichtungskammer 9 verbunden ist. Diese Durchlauföffnung 18 ist unterhalb des Prallkörpers 10 angeordnet, der ihn infolgedessen gegen den vom Verschlußkörper aus eintretenden Wasserstrahl abschirmt. Der beim Umlaufbetrieb durch die Durchlauföffnung 18 in die Kammer 9 eintretende Wasserstrom trifft auf die Trennwand 15. Derjenige Teil 19 dieser Trennwand, der oberhalb der Durchlauföffnung 18 liegt, springt in die Kammer 9 vor. Dadurch wird verhindert, daß der durch die Durchlauföffnung 18 eintretende Wasserstrahl nach oben ausweicht und durch die Öffnung 20 in die Schleusenkammer gelangt. Wasser nämlich, das durch die Öffnung 20 in die Schleusenkammer eintritt, würde das in der Schleuse liegende Schiff von oben treffen. Das durch die Durchlauföffnung 18 eintretende Wasser strömt infolge der beschriebenen Anordnung der Trennwand ausschließlich durch den Kanal 12 an der Sohle der Schleusenkammer in diese ein. In dem Ausgleichskanal 17 sind ferner Ablenkwände 21 und 22 angeordnet, die das aus der Nachbarkammer einströmende Wasser gleichmäßig durch die Durchlaufskanäle 18 abströmen lassen. Der Ausgleichskanal 17 kann schließlich mit der Kammer 9 durch einen am Boden befindlichen Durchbruch 23 verbunden werden. Dieser Durchbruch dient zur Erzeugung einer Bodenwelle in der Schleusenkammer.

Claims (4)

1.) Anordnung zur Energievernichtung bei Schleusenverschlüssen, welche das Füllen bzw. Entleeren der Schleusenkammer durch einen am Schleusendrempel gebildeten Durchflußspalt zwischen Drempel und Verschlußkörper bewirken, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Drempels (8) eine mit der Schleusenkammer in Verbindung stehende Kammer (9) zur Energievernichtung vorgesehen ist, in welche das zwischen Drempel (8) und Verschlußkörper (1) durchströmende Wasser infolge entsprechender Formgebung des Verschlußkörpers einströmt.
2.) Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kammer (9) zur Energievernichtung ein etwa senkrecht zum eintretenden Wasserstrahl liegender Prallkörper (10) angeordnet ist, der bei Doppelschleusen mit teilweisem Wasserausgleich die Durchlauföffnung (18) zum Ausgleichskanal (17) abschirmt.
3.) Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kammer (9) zur Energievernichtung von der Schleusenkammer (16) trennende Wand (15) oberhalb der Durchlauföffnung (18) zum Ausgleichskanal (17) schräg in die Kammer (9) vorspringt.
4.) Anordnung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Wasserausgleichskanal (17) Ablenkwände (21) angeordnet sind.

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