DEM0001717MA - Verfahren zum elektrolytischen Behandeln von Reißverschlußgliedern - Google Patents
Verfahren zum elektrolytischen Behandeln von ReißverschlußgliedernInfo
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Description
Reißverschlußglieder werden bekanntlich auf elektro-chemischem Wege mit einem Metallüberzug versehen. Dies geschieht bisher durch ein Galvanisieren in rotierenden Trommeln, die aus Metall bestehen und als Kathode dienen. Die Anode ist in das Bad als Stab oder Platte eingeführt.
Ein solches Verfahren lässt sich aber insbesondere dann nicht anwenden, wenn es sich um die anodische Oxydation von Reißverschlußgliedern aus Aluminium handelt, weil in diesem Falle die sich während des elektro-chemischen Prozesses bildende Oxydschicht durch das gegenseitige Scheuern der Teile beschädigt wird, so dass sich ein unschönes Aussehen der fertigen Glieder ergibt.
Alle Schwierigkeiten, die bei diesem Verfahren auftreten, werden für Reißverschlußglieder gemäss der Erfindung dadurch überwunden, dass die Glieder auf eine metallisch leitende Schiene aufgefädelt werden, die nach dem Auffädeln zu einer Spirale gewunden wird.
Die Schiene dient als Anode. Durch das Winden der Schiene zu einer Spirale werden die Glieder an der einen Seite gespreizt, so dass das Elektrolysebad zwischen die einzelnen Glieder dringen kann. Es ist dabei vorteilhaft, die Spirale so aufzuwickeln, dass die Scheitel der Reißverschlußglieder im Innern der Spirale liegen, da diese Scheitel bei der Benutzung des Verschlusses unsichtbar sind. Besonders vorteilhaft ist es, für die Schiene den gleichen Werkstoff zu verwenden, aus dem die Reißverschlußglieder bestehen, da auf diese Weise der Bildung von Lokalelementen im Elektrolyten vorgebeugt wird. Das Profil der Schiene wird zweckmässig so gewählt, dass es annähernd dem Innenprofil der Reißverschlußglieder entspricht, da diese dann ohne besondere zusätzliche Maßnahmen von der Schiene festgehalten werden.
In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung gegeben. Es zeigen:
Figur 1 eine Schiene mit aufgefädelten Reißverschlußgliedern,
Figur 2 eine Stirnansicht von Figur 1,
Figur 3 die zur Spirale aufgewickelte Schiene.
In den Figuren ist 1 die Schiene, die aus dem Unterteil 2 und dem verstärkten Kopfteil 3 besteht. Auf diese werden die Reißverschlußglieder 4 aufgefädelt, die aus dem Steg 5 und den beiden Schwenkeln 6 und 7 bestehen und die zwischen sich den annähernd herzförmigen Ausschnitt 8 bilden. Nach dem
Auffädeln der Glieder auf die Schiene, was mit den bekannten, in der Reißverschlußindustrie verwendeten Maschinen geschehen kann, wird die Schiene, wie Figur 3 zeigt, zu einer Spirale derart zusammengebogen, dass die Stege 5 in das Innere der Spirale zu liegen kommen. Dadurch spreizen sich die Schenkel 6 und 7 ab, so dass zwischen ihnen Zwischenräume 9 entstehen, in die der Elektrolyt ohne weiteres eindringen kann.
Bei der anodischen Oxydation dient die Schiene als Anode. Durch ihre Formgebung ist dabei für eine gute Kotaktgabe Sorge getragen, wobei die einzelnen Glieder auch noch über ihre Stege 5 Kontakt untereinander haben.
Das Verfahren kann naturgemäss auch bei der Galvanisierung von Reißverschlußgliedern Anwendung finden.
Claims (4)
1.) Verfahren zum elektrolytischen Behandeln, insbesondere zur anodischen Oxydation von Reißverschlußgliedern, vorzugsweise aus Aluminium und Aluminiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Glieder auf eine metallisch leitende Schiene aufgefädelt werden, die nach dem Auffädeln zu einer Spirale gewunden wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufwickeln der Spirale derart erfolgt, dass die Scheitel der Reißverschlußglieder im Inneren der Spirale liegen.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass für die Schiene der gleiche Werkstoff verwendet wird, aus dem die zu behandelnden Reißverschlußglieder bestehen.
4.) Schiene zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil der Schiene mindestens annähernd dem Innenprofil der Reißverschlußglieder entspricht.
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