DEM0001550MA - Greiferwindwerk mit Einmotorenantrieb. - Google Patents
Greiferwindwerk mit Einmotorenantrieb.Info
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Description
Greiferwindwerke mit Einmotorenantrieb und einer mechanischen Kupplung zwischen Schließ- und Haltetrommel werden wegen ihrer Billigkeit gern verwendet, da sie eine Reihe guter Eigenschaften haben. Sie erlauben ohne Nachsteuern durch den Kranführer ein leichtes Eindringen des Greifers in das Fördergut. Hierzu wird die Haltekupplung lose eingestellt, sodaß sie dem Zug der Halteseile nur einen geringen Widerstand entgegensetzt. Weiter kann ohne besondere Steuerbewegung vom Schließen auf Heben übergegangen werden, da die lose eingestellte Kupplung die Halteseile stets straff hält und Schlappseil während des Hubvorganges nicht entstehen läßt. Andererseits sind bei den Einmotorwindwerken auch Nachteile vorhanden. Das Durchrutschen der Kupplung verschleißt die Kupplungsbeläge, sodaß sie in kurzen Zeitabständen erneuert werden müssen. Außerdem muß die Kupplung für das Greifen und Heben des vollen Greifers lose eingestellt, für das Senken des offenen Greifers dagegen stark angezogen werden. Es werden deshalb meist zwei Kupplungen vorgesehen: Eine leicht eingestellte Rutschkupplung für das Greifen und Heben des geschlossenen Greifers und eine kräftig wirkende Kupplung für das Senken und Heben
des geöffneten Greifers. Hierdurch wird die Anordnung kompliziert und die Verschleißteile werden vermehrt. Auch die Steuerung der Einmotorenwinden ist nicht einfach. Erfolgt sie mit Handhebeln und Gestängen, dann muß der Kranführer bei schweren Winden eine verhältnismäßig große Kraft aufwenden. Da auch oft eine direkte Steuerung der Winde nicht möglich ist, ist man zur elektrischen Steuerung der Kupplungen und Haltebremsen übergegangen. Hierbei macht aber die sichere freifallose Umschaltung der Haltebremse und Kupplung Schwierigkeiten.
Nach der Erfindung werden diese Nachteile der Einmotorenwindwerke beseitigt, jedoch die in ihrem grundsätzlichen Aufbau liegenden Vorteile voll beibehalten und darüber hinaus weitere erreicht. Die Erfindung besteht darin, daß die Verbindung der Schließtrommel mit der Haltetrommel durch eine Wirbelstromkupplung erfolgt. Diese Kupplung kann durch Veränderung des Erregerstromes in ihrer Mitnahmefähigkeit nach Wunsch verändert werden. Sie kann also beim Greifen und Heben des vollen Greifers schwach eingestellt und beim Heben und Senken des geöffneten Greifers auf volle Mitnahmefähigkeit geschaltet werden. Irgendein Kraftaufwand durch Bewegen schwerer Gestänge ist nicht notwendig. Da die Mitnahmekräfte nicht durch Reibung erzeugt werden, sondern magnetischer Art sind, ist kein Verschleiß vorhanden. Die an sich bekannte Bauart der Wirbelstromkupplung gestattet eine leichte und sichere Abführung der entstehenden Wärme. Durch rein elektrische Maßnahmen ist es möglich, die Wirbelstromkupplung und den Bremslüftmagneten der Haltebremse so zu schalten, daß eine freifallose Umkupplung dieser beiden Elemente sichergestellt ist, d. h. daß die
Bremse in demselben Augenblick einfällt, wenn die Kupplung gelöst wird. Die Wirbelstromkupplung kann auch in einfacher Weise ferngesteuert werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Der Motor 1 treibt über ein Vorgelege 2 und Zahnradübersetzung 3 die Schließtrommel 4 an. Von letzterer wird über ein Ritzel 5 eine Welle 6 gedreht, an deren einem Ende der mit der Feldspule versehene Innenteil 7 einer Wirbelstromkupplung 8 befestigt ist. Der Außenteil 9 derselben ist ebenfalls drehbar und einerseits mit einer Bremse 10 und andererseits mit einem Ritzel 11 verbunden, das über ein Stirnrad 12 die Haltetrommel 13 antreibt. Der Feldspule der Wirbelstromkupplung wird der Strom in bekannter Weise über Schleifringe zugeführt.
Die Anwendung der Wirbelstromkupplung bei einem Einmotorenwindwerk ermöglicht außer den schon vorgenannten noch folgende zusätzliche Vorteile. Durch Veränderung der Erregung der Kupplung kann die relative Geschwindigkeit zwischen Haltetrommel und Schließtrommel während der Bewegung verändert werden, sodaß der Greifer ebenso wie bei den Zweimotoren-Windwerken und bei den Windwerken mit Umlaufgetrieben bekannter Bauart während der Bewegung geöffnet oder geschlossen werden kann. Wird z.B. der offene Greifer gesenkt, dann kann der Haltetrommel 13 durch Schwächung des Kupplungsfeldes eine Übergeschwindigkeit erteilt werden, die zum Schließen des Greifers führt. In derselben Weise kann der geschlossene Greifer wieder geöffnet
werden, wenn durch Verstärkung des Kupplungsfeldes die Haltetrommel 13 gegenüber der Schließtrommel 4 verzögert und dadurch die Halteseile gegenüber den Schließseilen verkürzt werden. Für diese Veränderung des Greiferzustandes ist jedoch notwendig, daß die mechanische Übersetzung zwischen Schließ- und Haltetrommel so gewählt wird, daß bei vollkommener Mitnahme der Wirbelstromkupplung die Haltetrommel 13 nicht mit derselben Geschwindigkeit, sondern langsamer läuft, als die Schließtrommel 4. Mit dem erfindungsgemäßen Einmotorenwindwerk können also alle die Bewegungen ausgeführt werden, zu denen bisher ein Zweimotorenwindwerk bezw. ein Greiferwindwerk mit Umlaufgetriebe notwendig war.
Claims (4)
1.) Greiferwindwerk mit Einmotorenantrieb, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Schließtrommel (4) mit der Haltetrommel (13) durch eine Wirbelstromkupplung (8) erfolgt.
2.) Greiferwindwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirbelstromkupplung (8) ferngesteuert wird.
3.) Greiferwindwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die relative Geschwindigkeit zwischen Haltetrommel und Schließtrommel durch Veränderung der Kupplungserregung geändert wird, sodaß hierdurch zusätzliche Greiferbewegungen während des Arbeitens durchgeführt werden können.
4.) Greiferwindwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Übersetzung zwischen Hub- und Haltetrommel so gewählt ist, daß bei schlupfloser Kupplung die Seilgeschwindigkeiten an Hub- und Haltetrommel verschieden sind.
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