DEM0001107MA - Sattel für Zweiradfahrzeuge - Google Patents
Sattel für ZweiradfahrzeugeInfo
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Description
Die Sättel an Fahrrädern sind bisher allgemein so ausgeführt worden, dass über ein festes Untergestell unter Zwischenschaltung von Druckfedern bzw. auch Druck- und Zugfedern, die aus Leder, Kunstleder oder anderen geeigneten Stoffen hergestellte Sitzfläche aufgesetzt war. Im wesentlichen ist seit Jahrzehnten an dieser Bauart nichts geändert worden. Als Neuerung hat sich lediglich allgemein eine Sattelanordnung eingeführt, bei welcher die Sitzfläche aus dünnem weichen Leder oder Kunstleder besteht. Die Sitzfläche erhält eine Unterlage aus Filz oder Gummi und ist auf dünne lange Zugfedern aufgebaut, die sich als Tragfläche unter der eigentlichen Sitzdecke in verschiedenen Anordnungen befinden.
Bei den Motorradsätteln kennt man namentlich bei Motorfahrrädern im wesentlichen die oben skizzierten, bei Fahrrädern üblichen Konstruktionsarten mit dem Unterschied, dass die Sitzflächen grösser gebaut sind.
Bei Motorrädern hauptsächlich ist man dann dazu übergegangen, den Sattel vorne an der Nase drehbar aufzuhängen, so dass also der Sattel sich um den vorderen Aufhängepunkt dreht. Man ist auch weiter dazu übergegangen, bei sogenannten Schwingsätteln die vordere Aufhängung ein Stück vor die Sattelnase zu verlegen. Laufend unternommene Versuche beweisen, dass die Sattelkonstruktionen für das Zweirad-Fahrzeug im allgemeinen und damit für das schnellaufende Motorrad vollkommen ungenügend sind, denn auch bei den sog. Schwingsätteln, die um die vordere Sattelaufhängung drehbar sind, werden erst die Fahrstösse unmittelbar und zwar an einer empfindlichen Stelle auf den Körper übertragen und als Reaktion erfolgt dann die Drehbewegung des Sattels. Der Sattel selbst bleibt deshalb an der vorderen Aufhängung immer ungefedert.
Die Erfindung zeigt eine Sattelkonstruktion, die eine grundsätzliche Änderung der Federungseigenschaften bringt.
Die Sattelkonstruktion besteht
1 aus der Aufhängung
3 dem Schwebearm
2 der Feder und
4 dem eigentlichen Sitz.
Der Sattel bzw. die Sitzfläche ist auf dem Schwebearm befestigt. Der Schwebearm ist in weitem Abstand von der Sattelsitzfläche am Rahmenunterrohr in der Lagerschale drehbar gelagert. Als Federelement 2 wird eine Gummibandfeder bzw. auch eine Stahlfeder verwendet. Durch die Länge des Hebelarmes a plus b schwingt der Sattel praktisch senkrecht in seiner ganzen Fläche, so dass ein vollkommen stoßfreies Fahren erreicht wird.
Ein wesentlicher Vorteil liegt noch darin, dass das Federelement nach rechts und links verschoben werden kann, so dass der Federweg des Sattels nach dem Körpergewicht des Fahrers eingestellt werden kann.
Claims (4)
1. Sattel für Zweirad-Fahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass der Sattel auf einem besonderen Hebelarm befestigt ist.
2. Sattel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Hebelarm mindestens in der halben Entfernung der Sattellänge, nach Möglichkeit aber an dem am weitesten entfernten Punkt des Fahrgestells, z.B. dem unteren Rahmenrohr, mittels des Schwebearmes drehbar aufgehängt ist.
3. Sattel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Federelement eine Gummibandfeder, eine Gummitorsionsfeder oder eine Stahlfeder verwendet wird, welche die Verbindung des freischwingenden Schwebearmes mit dem Rahmen des Fahrzeugs, z.B. dem Oberrohr, herstellt.
4. Sattel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Verschieben des Federelements auf dem Schwebearm die Abstände (a und b) verändert werden können und dadurch die Einstellung des Sattels für verschiedene Fahrergewichte zur Erreichung gleicher Federwege (h) des Sattels ermöglicht wird.
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