DEJ0010240MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. Mai 1955 Bekanntgemacht am 4. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf einen konischen Behälter aus Papier, Karton od. dgl. zur Aufnahme
von Milch oder anderen, vorzugsweise flüssigen Füllgütern. Insbesondere bezieht sich die Erfindung
auf die Formgebung des kleineren, durch einen Bodenverschlußteil verschlossenen Behältermantelendes,
durch die eine Verbesserung der Ineinanderstapelbarkeit derartiger Behälter erreicht
wird. Weiterhin bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung der
Behälter.
Behälter dieser Art bestehen im allgemeinen aus einem zunächst flach liegenden Behältermantelzuschnitt,
der zur Erzeugung eines konischen Behältermantels um einen Formdorn zu einem Konus
geklebt wird. Die obere und untere Öffnung des so gebildeten Behältermantels wird dann durch Einsetzen
eines Verschlußteiles oder durch Umformen von Teilen des Behältermantels zu einem Faltverschluß
geschlossen. Derartige, der Aufnahme von Milch oder von anderen Flüssigkeiten dienende und
nur für einen einmaligen Gebrauch bestimmte Behälter sind bekannt und weisen zur Ermöglichung
der Ineinanderstapelung eine konische Form auf. Die lager- und versandraumsparende Stapelung
dieser Behälter ist von großer Bedeutung, da die Herstellung dieser Behälter im allgemeinen durch
Papierverarbeitungsbetriebe : erfolgt, um dann an
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den Zwischenverbraucher geliefert zu werden, der das Füllen und Schließen der Behälter vornimmt.
Beim Ineinanderstapeln solcher Behälter ergibt sich nun als Nachteil, daß infolge der Konizität
eine Verkeilung der ineinandergestapelten Behälter insbesondere im Bereich des Bodenquerschnittes
eintritt. Diese. Verkeilung erschwert das Entstapeln der Behälter und kann beim maschinellen
Vereinzeln zu Störungen führen. Weiterhin wird
ίο durch diese Verkeilung eine Beschädigung der vorzugsweise
aus Paraffin bestehenden Behälterschutzschicht bewirkt, so daß der Behälter undicht
werden kann oder daß abgestoßene, das Behälterinnere verunreinigende Paraffinteilchen zurück-
bleiben.
Zur Behebung dieser Schwierigkeiten wird vorgeschlagen, den 'Behältermantel' im Bereich des
kleineren, durch das Bodenteil verschlossenen. Behältermantelendes nach dem Behälterinnern einzuziehen,
so daß der an der Übergangsstelle zwischen dem so· erzeugten eingezogenen Teil und dem
übrigen Teil des Behältermantels gebildete, nach dem Behälterinnern vorspringende ringförmige Ansatz
beim Ineinanderstapeln der Behälter als Auflage für die Bodenfläche des nächsten Behälters
dient. Durch diese Maßnahme wird die erwähnte Verkeilung und damit die Beschädigung der Paraffinschicht
der Behälter vermieden, da in jedem Behälter eine Auflagefläche in Form eines ringförmigen
Ansatzes gebildet ist, gegen den sich der folgende Behälterboden abstützt.
Die Ausbildung des Behälters im Bereich des Bodenverschlusses ist weiterhin so getroffen, daß
das eingezogene Behältermantelende von dem Bodenteil deckelartig außen umfaßt wird, wobei
die Höhe der einen rechten Winkel zur Bodenteilfläche bildenden Zarge im wesentlichen der Breite
des eingezogenen Behältermantelendes entspricht. Der Vorteil eines derartigen deckelartigen Bodenverschlußteiles,
dessen Zarge den zugeordneten Behältermantelrand außen umfaßt, liegt in der leichten
Verbindungsmöglichkeit von Deckel und Behältermantelrand, da dieser Vorgang ohne weiteres durch
von außen wirkende Preßwerkzeuge auf dem Formdorn vorgenommen werden kann, wobei in vorteilhafter
Weise die Bodenteilebene im wesentlichen in der durch die untere Behältermantelkante bestimmten
Ebene liegt.
Weiterhin ist die Anordnung so getroffen, daß
50. die Einziehung des Behältermantels so bemessen ist, daß der Außendurchmesser des aufgesetzten
Bodenverschlußteiles die Flucht der konischen Behälterwandung nicht überschreitet. Damit ist die
Gewähr gegeben, daß der Innendurchmesser des Behälters im Bereich des vorspringenden ringförmigen
Ansatzes etwas größer ist als der Außendurchmesser des unteren Verschlußteilquerschnittes,
so daß die Voraussetzungen für ein verklemmungsfreies loses Ineinanderstapeln der Behälter gegeben
sind. . .
Bei der Herstellung derartiger Behälter wird erfmdungsgemäß
so verfahren, daß unter Verwendung eines mit einem zylindrischen Ansatz versehenen
konischen Formdornes. der zunächst flach. liegende
Behältermantelzuschnitt in bekannter Weise um den Formdorn herumgelegt und zu einem Konus
geklebt und zur Erzeugung der zylindrischen Einziehung im Bereich der kleineren Behältermantelöffnung
durch Ziehwerkzeuge der abgesetzten Form des Dornes angepaßt wird, worauf anschließend der
zylindrische Teil des Behältermantels mit der Zarge des Bodenverschlußteiles Umfaßt wird.- .. ■ .
Zur Vereinfachung des Arbeitsganges kann auch so verfahren werden, daß das Einziehen des zylindrischen
Behältermantelrandes in einem Arbeitsgang mit der vom flach liegenden Zuschnitt ausgehenden
Verformung des Bodenteiles und der Verpressung der Bodenteilzarge mit dem Behältermantelrand
vorgenommen wird.
-Fig. ι zeigt einen Schnitt durch das mit dem
Bodenverschlußteil verschlossene Behälterende in stark vergrößertem Maßstab;
. Fig. 2 zeigt eine Mehrzahl ineinandergestapelter Behälter, teilweise im Schnitt;
Fig. 3 bis 8 veranschaulichen die verschiedenen Verfahrensstufen bei der Herstellung des Behälters;
Fig. 9 bis 13 veranschaulichen eine Abwandlung der mit Fig. 3 bis 8 gezeigten Arbeitsgänge bei
der Herstellung des Behälters.
Wie Fig. ι und 2 erkennen lassen, liegt ein
Behälter, vor, der aus einem konischen Behältermantel ι gebildet wird, dessen größeres Ende nach
erfolgter Füllung entweder durch Faltung der Wandungsteile des Behältermantels oder durch Einsetzen
des nicht dargestellten Verschlußteiles verschlossen wird, während das kleinere Ende des
Behältermantels mit einem deckelartigen Bodenverschlußteil 2 verschlossen wird, dessen Zarge 3
den zugeordneten Behältermantelrand außen umfaßt und mit diesem durch Klebung verbunden ist.
Zur Erhöhung der Standfestigkeit des Behälters springt die Verschlußteilfläche 4 gegenüber der
durch die Zarge 3 und der Verschlußteilfläche gebildeten Kante etwas zurück.
Wie weiterhin aus Fig. 1 hervorgeht, ist das kleinere Behältermantelende 5 nach dem Behälterinnern
derart eingezogen, daß sich ein zylindrischer Teil ergibt, dessen Breite im wesentlichen der Höhe
der Zarge 3 entspricht. Durch diese Formgebung bildet sich in dem Bereich zwischen dem eingezogenen
zylindrischen Teil und dem übrigen konischen Teil des Behältermantels 1 ein nach dem
Behälterinnern vorspringender ringförmiger Ansatz 6, der, wie in Fig. 2 veranschaulicht, beim Ineinanderstapeln
der Behälter als Auflage für die Bodenfläche des folgenden Behälters dient. Die Abmessungen
des eingezogenen zylindrischen Teiles sind so gehalten, daß der Außendurchmesser des
aufgesetzten Verschlußteiles 2 die Flucht der konischen Behälterwandung nicht überragt, womit
die Voraussetzung für ein verklemmungsfreies Ineinanderstapeln der Behälter gegeben ist.
Bei der Herstellung dieser Behälter wird so verfahren,
daß ausgehend von der in Fig. 3 gezeigten Stellung der zunächst noch flach liegende Zuschnitt
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des Behältermantel'S ι an den konischen Formdorn
7, der an seinen oberen Enden einen zylindrischen
Ansatz 8 aufweist, angelegt wird und in bekannter Weise um den Formdorn 7 herumgelegt
und zu einem mit Fig. 4 gezeigten Behältermantel geklebt wird. Ein auf und ab gehendes ringförmiges
Ziehwerkzeug 9 wird, wie mit Fig. 5 veranschaulicht, auf den zylindrischen Ansatz 8 des Formdornes
7 aufgeschoben und bewirkt damit das Einziehen des Behältermantelendes 5 und dessen Anpassung
an die Form des Dornes 7. Als nächster Arbeitsgang wird dann, wie in Fig. 6 gezeigt, der
Zuschnitt des Verschlußteiles 2 oberhalb des Formdornes 7 vorgebracht. Der Zuschnitt des Verschlußteiles
2 kann dabei eine völlig ebenflächige Form haben oder aber, wie in Fig. 6 a veranschaulicht,
durch einen vorangegangenen Arbeitsgang bereits durch teilweises Aufrichten der Zarge 3 vorgeformt
sein. Nach dem Vorbringen des Verschlußteil-Zuschnittes wird dieser, wie in Fig. 7 gezeigt,
durch einen Formstempel 10 gegen die Stirnseite des Formdornes 7 gepreßt, während ein mit dem
Formstempel 10 zusammenarbeitendes ringförmiges Ziehwerkzeug 11 die Zarge 3 des Verschlußteiles 2
unter Anpassung und Anpressung an das zylindrische Behältermantelende aufrichtet, so· daß nach
Ablauf der Arbeitsgänge das kleinere Ende des Behälters die mit Fig. 8 veranschaulichte Form
aufweist.
Als Bindemittel findet z. B. ein thermoplastisches Kunstharz Verwendung, das bei der Zuschnittherstellung
auf das Verschlußteil und bzw. oder auf die Außenseite des Behältermantelrandes 4 aufgebracht
worden ist und unter der Einwirkung von durch nicht dargestellte Heizelemente erwärmten
Zieh- und Preßwerkzeugen klebefähig gemacht wird.
Zur Vereinfachung der Arbeitsgänge kann auch in der in Fig. 9 bis 13 veranschaulichten Weise
verfahren werden. In diesem Fall wird unter Fortfall des mit Fig. 5 dargestellten Arbeitsganges und
unter Beibehaltung der übrigen Arbeitsgänge zunächst der Zuschnitt des Behältermantels 1 an den
Formdorn 7 angelegt (Fig. 9) und um den Formdorn herum zu einem Behältermantel umgeformt und geklebt
(Fig. 10). Das Vorbringen, Umformen und Verpressen des Verschlußteiles 2 (Fig. 11 und 12)
erfolgt in der vorbeschriebenen Weise, wobei gleichzeitig das Einziehen des zylindrischen Behältermantelendes
5 vorgenommen wird. Fig. 13 zeigt entsprechend Fig. 8 den fertiggestellten Behälter.
Claims (5)
1. Konischer Behälter aus Papier, Karton od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der Behältermantel
(1) im Bereich des kleineren, durch das Bodenteil (2) verschlossenen Behältermantelendes
(5) nach dem Behälterinnern eingezogen ist, so daß der an der Übergangsstelle zwischen
dem so erzeugten eingezogenen Teil und dem übrigen Teil des Behältermantel'S gebildete,
nach dem Behälterinnern vorspringende ringförmige Ansatz (6) beim Ineinanderstapeln der
Behälter als Auflage für die Bodenfläche des nächsten Behälters dient.
2. Konischer Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eingezogene Behältermantelende
(5) von dem Bodenteil (2) außen umfaßt wird, wobei die Höhe der einen rechten Winkel zur Bodenteilfläche (4) bildenden
Zarge (3) im wesentlichen der Breite des eingezogenen Behältermantelendes (5) entspricht.
3. Konischer Behälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch .gekennzeichnet, daß die Einziehung
des Behältermantelendes (5) so^ bemessen ist, daß der Außendurchmesser des aufgesetzten
Bodenverschlußteiles (2) die Flucht der konischen Behälterwandung (1) nicht überschreitet.
4. Verfahren zur Herstellung von konischen ' Behältern gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß unter Verwendung eines mit einem zylindrischen Ansatz (8) versehenen konischen Formdornes (7) der znnächst flach
liegende Behältermantelzuschnitt in bekannter Weise um den Formdorn (7) zu einem Behältermantel
(1) geklebt und zur Erzeugung der zylindrischen Einziehung im Bereich der kleineren
Behältermantelöffnung durch Ziehwerkzeuge
(9) der Form des Dornes angepaßt wird, worauf der zylindrische Teil des Behältermantels mit g0
der Zarge (3) des Bodenverschlußteiles (2) umfaßt wird,
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Einziehen des zylindrischen Behältermantelendes (5) in einem Arbeitsgang
mit der vom flach liegenden Zuschnitt ausgehenden Verformung des Bodenteiles (2) und
der Verpressung der Bodenteilzarge (3) mit dem Behältermantelrand vorgenommen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschriften Nr. 583 038.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
«09 655/76 9.56
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