DEF0019243MA - - Google Patents

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DEF0019243MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. Juli 1955 Bekanntgemacht am 6. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
F 19243 IVa/57 d
Die Hauptpatentanmeldung F 12194 IV a/57 d behandelt ein photomechanisches Verfahren, zur Herstellung von Druckformen aus sensibilisiertem Polyamidkunststoff, bei dem nach der Belichtung unter der Vorlage mit einem Lösungsmittel unter Mitwirkung mechanischer Mittel bis zur nötigen Drucktiefe durch Herausreiben des an den unbelichteten Stellen nicht gehärteten Kunststoffes entwickelt wird.
Es ist nun wichtig, daß die nach dem Verfahren der Hauptpatentanmesldung herzustellenden Druckformen Druckelemente erhalten, die die für den Hochdruck oder Tiefdruck geeignete konische bzw. napfförmige Gestalt besitzen, da nur derartig geformte Druckelemente auch bei hoher Auflagenzahl einen einwandfreien Druck ergeben. Es ist eine bekannte Erscheinung, daß die durch chemische Auslösung der unbelichteten Stellen der Druckform erhaltenen Druckelemente dem gleichen Angriff des Lösungsmittels in Richtung ihrer Basis als auch in Richtung ihrer Flanken unterliegen. Dieses sogenannte Hinterätzen ist sehr unerwünscht, da die Druckelemente, beL denen die das Druckelement umgebenden Stoffe »blasen1·
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Claims (1)

  1. F 19243 IVa/57 d
    förmig« ausgelöst sind, für den Druck nicht geeignet sind.
    Erfindungsgemäß wird dieses gefürchtete »Hinterätzen« der Druckelemente beim Verfahren der Hauptpatentanmeldung dadurch vermieden, daß für die Entwicklung der Druckform solche Lösungsmittel angewendet werden, durch die der Polyamidkunststoff an den unbelichteten Stellen nur schwach gelöst und zum Quellen gebracht ίο wird. Da an den unbelichteten Stellen das durch Einwirkung des Lösungsmittels entstehende Kunststoffgel unmittelbar bei seiner Entstehung mechanisch entfernt wird, kann das Lösungsmittel an den unbelichteten Stellen tief in den Polyamidkunststoffkörper eindringen,, so dafr die gewünschte Drucktiefe erreicht wird,'· bevor ,das Lösungsmittel die weniger gehärteten "Flanken der Druckelemente angreift. Das mechanische Ausreiben der Druckform erfolgt gleichzeitig mit der chemischen Einwirkung des Lösungsmittels.
    Nachstehend sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
    Zur Herstellung einer Hochdruckform wird eine aus einem Mischpolyamid bestehende. Platte, in bekannter Weise in sich sensibilisieft und nach der . Belichtung unter der Vorlage .mit einem Lösungsmittel behandelt, das den Kunststoff an den unbelichteten, Stellen zum Quellen bringt. Durch mechanisches Herausreiben des' an diesen Stellen entstehenden Kunststoffgels wird die Druckform, bis zur nötigen Drucktiefe entwickelt. Hierbei wird das durch Quellung und Anlösung aufgeworfene Gel durch das Aus reiben so rasch entfernt, daß das, Lösungsmittel in den Kunststoff ohne seitlichen Angriff tief, eindringt..
    Als Druckform eignet sich beispielsweise eine ι mm starke transparente Folie aus p, p-Diaminodicyclohexylmethan und Hexymethylendiaminadi-. pat und Caprolactan, die etwa 3 Minuten in einer Lösung gebadet wird, die aus einem Gemisch von Wasser und Aceton :zu 'gleichen Teilen mit. einem. Zusatz von 5'% Ammoniumbichromat ,. besteht.. Nach dem Trocknen wird die "beidseitig sensibilisierte Folie unter einem Raster- , oder Strich-.. negativ auf nicht lichtreflektierendem Untergrund belichtet. Der durch das Bichromat und durch den Einfluß des Lichtes ausgelöste Prozeß vernetzt in bekannter; Weise das Mischpolyamid'.sq,: daß es ari. den vom Licht getroffenen Stellen auf beiden Seiten der Folie seine Quellfähigkeit und Löslichkeit einbüßt. Durch Befeuchten mit n-Propylalkohol, ■der einen Wassergehalt von 2% besitzt, und Ausreiben des an den unbelichteten Stellen entstehenden Gels mittels einer feinen Bürste wird die Folie entwickelt. . ■ ■■ \ ■-.'■■■ -\ - ■■·<■:-■■ , ■<■■■ ■■ .■ .-χ
    Erwähnt sei ' ferner,'daß' bei einer beidseitig sensibilisierten Folie ein Rückseitenrelief hergestellt werden kann, da die transparente Folie durch das durchfallende Licht auch auf ihrer Rückseite belichtet wird und wie auf ihrer Vorderseite durch den chemisch-mechanischen Ausreibprozeß behandelt werden kann; .
    ;Auch für die Herstellung ,von Tiefdruckformen 'ist das erfindungsgemäße Verfahren geeignet. Als Druckform dient hier gleichfalls eine Platte aus einem Mischpolyamid, die in der angegebenen Weise sensibilisiert und nach der Belichtung unter einer in der Tiefdruckreproduktionstechnik gebräuchlichen photographischerr- Vorlage entwickelt wird. Zweckmäßig wird dann die Platte auf einen festen Metallträger kaschiert. Die Mischpolyamidfolie kann auch vor ihrer Sensibilisierung auf den Metallträger aufgebracht werden,. Bei der Entwicklung der Tiefdruckform durch den mechanischchemischen Ausreibungsprozeß werden zuerst die sogenannten! Tiefen,,; die. ;:b.;ei der Belichtung unter dem photographischen Halbtonpositiv am wenig-'steri Licht' erhielten, und dami die Mitteltöne und Lichter ausgelöst.
    ·■ .· :■-. ■ · PATENTANSPR-UCH:
    Photomechanisches Verfahren ,.nach · Hauptpatentanmeldung Fi2!§4^7d-zur Herstellung von Druckformen aus sensibilisiertem Polyamidkunststoff, der nach der Belichtung unter der Vorlage mit einem Lösungsmittel unter Mitwirkung mechanischer Mittel bis zur nötigen Drucktiefe dürc-h-'-Herausreiben des an den unbelichteten.·.-. Stellen nicht gehärteten Kunststoffes entwickelt wird, dadurch gekenn- : zeichnet, daß .solche Lösungsmittel angewendet werden, durch die der Kunststoff an den unbelichteten Stellen nur schwach gelöst und zum Quellen gebracht wird.

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