DEF0017381MA - - Google Patents

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DEF0017381MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. April 1955 Bekanntgemacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 22a GRUPPE 1 INTERNAT. KLASSE C 09 b
F 17381 IVb/22a
Dr. Gerhard Dittmar, Leverkusen, Dr. Rolf Pütter, Düsseldorf,
Dr. Walter Scholl, Köln-Mülheim, und Dr. Fritz Suckfüll, Leverkusen
sind als Erfinder genannt worden
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk
Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Monoazofarbstoffen
Es wurde gefunden, daß man neue wertvolle metallhaltige Monoazofarbstoffe erhält, wenn man diazotierte Amine der Benzolreihe, die in o-Stellung zur Aminogruppe eine zur Komplexbildung befähigende oder in eine solche bei der Metallisierung überführbare Gruppe
HC-
HO tragen, aber frei von Sulfonsäuregruppen und solchen Carboxylgruppen, die nicht der Komplexbildung die- 20 nen, sind und sonst beliebig substituiert sein können, mit Pyrazolonen der folgenden Formel
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F 17381 IVb/22a
kuppelt und auf die so erhaltenen Monoazofarbstoffe, gegebenenfalls auf Gemische solcher Farbstoffe oder ihre Gemische mit anderen metallisierbaren Farbstoffen, metallabgebende Mittel, vorzugsweise chrom- oder kobaltabgebende Mittel, einwirken läßt. In der obengenannten Formel steht X für Alkyl, Aryl,
— CO · NH2, — CO · NH · Alkyl, — CO · N(Alkyl)2,
— CO-O- Alkyl, R ist ein organischer Rest, und der
CH,
HO
HO
Ring B kann weitere, nicht ionogene Gruppen, wie Alkylgruppen oder Halogehatome, tragen.
Von den als Azokomponenten dienenden Pyrazolonen, die Derivate eines heterocyclischen Äthersulfons, beispielsweise eines Benzo-oxathiol-S-dioxyds oder Phenoxthin-S-dioxyds sind, seien im folgenden einige durch ihre Formelbilder wiedergegeben:
CH,
HO
HO
CONH9
CO-OC2H5
HO
HO
O — CH5,
F. 2390
HO
F. 2310
F. 2450
Man erhält diese Pyrazolone, wenn man z. B. aminogruppenhaltige, heterocyclische Äthersulfone, wie sie nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 920 129 zugänglich sind, über ihre Diazoverbindungen in die zugehörigen Hydrazine und diese durch Kondensation mit z. B. Acetessigestern, Benzoylessigestern, Oxalessigestern nach bekannten Verfahren in die entsprechenden Pyrazolone überführt.
Für die Herstellung der Farbstoffe kommen als Diazokomponenten beispielsweise in Betracht: i-Amino-2-oxybenzol, i-Amino-2-oxy-4-nitrobenzol, i-Amino-2-oxy-5-nitrobenzol, i-Amino-2-oxy-4-chlorbenzol, i-Amino-2-oxy-5~chlorbenzol, i-Amino-2-oxy-3, 5-dichlorbenzol, i-Amino-2-oxy-3, 5-dinitrobenzol, i-Amino-2-oxy-3-nitro-5-chlorbenzol, i-Amino-2-oxy-3-chlor-
. . 5-nitrobenzol, i-Amino^-oxy^-methyl-s-nitrobenzol, i-Amino-2-oxybenzol-4-sulfonamid und seine am Sulfonamidstickstoff alkylierten, aralkylierten oder arylierten Derivate, i-Amino~2-oxybenzol-5-sulfonamid, -sulfomethylamid, -sulfodimethylamid, -sulfo-1 methyl-oxäthylamid, -sulfopiperidid, -sulfomorpholid, i -sulfoanilid, -sulfoäthylamid, i-Amino-2-oxy-3-chlor-;
benzol-5-sulfonamid, i-Amino-2-oxy-5-chlorbenzol-3-sulfonamide; i-Amino^-oxybenzol^-alkylsulfone, ι - Amino - 2 - oxybenzol - 5 - alkylsulf one, ο - Aminooxydiphenylsulf one; Anthranilsäure, Anthranilsäuresulfonamide; Aminohydrochinonmethylensulfonäther.
Die Chromierung bzw. Kobaltierung der Monoazofarbstoffe erfolgt zweckmäßig nach solchen aus der Literatur bekannten Verfahren, die erfahrungsgemäß zu sogenannten 2 : i-Komplexen führen, also Komplexen, in denen auf 1 Metallatom etwa 2 Farbstoffmoleküle enthalten sind.
Man kann die metallabgebenden Mittel auch auf zwei verschiedene Farbstoffe der beschriebenen Gruppe bzw. auf zwei Monoazofarbstoffe einwirken lassen, von denen einer der beschriebenen Gruppe angehört, der andere ein bekannter, metallisierbarer Monoazofarbstoff ist. Die dabei entstehenden sogenannten Mischkomplexverbindungen lassen sich auch in reiner Form darstellen, wenn man zunächst die 1 : i-Komplexe herstellt (1 Metall auf 1 Farbstoffmolekül) und diese mit einem weiteren Molekül eines metallfreien Färb-Stoffs zum 2 : i-Komplex umsetzt.
.609578/436
F 17381 IVbJ'22a
Die erhaltenen Farbstoff-Metallkomplex-Verbindungen sind neu. Sie eignen sich zum Färben von Harzen, Lacken und plastischen Massen. Infolge ihres guten Ziehvermögens und ihrer hervorragenden Echtheitseigenschaften werden sie jedoch vorzugsweise zum Bedrucken oder Färben von Materialien tierischen Ursprungs, wie Leder, Wolle, Seide, verwendet. Auch synthetische Fasern, wie Fasern aus Polyamiden und Polyurethanen, werden sehr echt gefärbt.
Gegenüber bekannten vergleichbaren Farbstoffen der deutschen Patentschrift 842 089 zeichnen sich die erfmdungsgemäß erhältlichen Farbstoffe durch ein besseres Neutralziehvermögen und bessere Waschechtheit aus.
Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung. Gewichtsteile und Volumteile der folgenden Beispiele stehen im Verhältnis Kilogramm zu Liter.
Beispiel 1
a) 18,8 Gewichtsteile i-Amino-2-oxybenzol-5-sulfonamid werden in 75 Volumteilen Wasser und 25 Volumteilen Salzsäure (d · 1,16) gelöst, durch Zugabe von Eis auf o° gekühlt und mit 7 Gewichtsteilen Natriumnitrit, die vorher in 30 Volumteilen Wasser gelöst wurden, diazotiert. Die so erhaltene Diazoverbindung läßt man in eine Lösung von 26,6 Gewichtsteilen des Pyrazolone der Formel
CH,
HO
0-CH2
in 130 Volumteilen Wasser, die 5 Gewichtsteile Natriumhydroxyd und 20 Gewichtsteile Soda enthält, einlaufen. Durch Zugabe von etwa 100 Gewichtsteilen Eis wird die Temperatur unter + 5° gehalten.
Die Kupplung ist nach wenigen Stunden beendet, der ausgefallene Farbstoff der Konstitution
H2N-SO2
N = N
0H
GH.
wird abgesaugt.
b) Der Filterkuchen wird in 2000 Volum teilen Wasser und 5 Gewichtsteilen Natriümhydroxyd bei 950 gelöst. Innerhalb von 15 Minuten läßt man unter gutem Rühren eine Lösung von 7,5 Gewichtsteilen Kaliumbichromat und 13,8 Gewichtsteilen Glukose in 50 Volumteilen Wasser zufließen. Man hält das Reaktionsgemisch noch 30 Minuten auf 950, läßt dann auf 65° abkühlen und scheidet bei dieser Temperatur die entstandene Farbstoff-Chromkqmplex-Verbindung durch Zugabe von 200 Gewichtsteilen Steinsalz und 6 Volumteilen Eisessig ab.
Sie stellt getrocknet ein braunes Pulver dar, das sich in Wasser orangefarben löst. Wolle wird aus ameisensaurem Bade in echten rotstichigen Orangetönen gefärbt.
Zu dem gleichen Farbstoff gelangt man, wenn man zur Herstellung des metallfreien Farbstoffes an Stelle des i-Amino-2-oxybenzol-5-sulfonamids als Diazokomponente i-Amino-2-methoxybenzol-5-sulfonamid verwendet und den erhaltenen Monoazofarbstoffe der Formel
H2N-SO
N = N
OCH,
HO
CH3
0-CH2
nach bekannten Verfahren (vgl. z. B. die französische Patentschrift 1 083 204) entmethylierend chromiert, z. B. mit essigsaurem Chrom in Äthylenglykol oder Formamid bei 1400.
c) Der nach Beispiel 1, a) erhaltene Filterkuchen wird in 2000 Volumteilen Wasser und 2,5 Gewichtsteilen Natriumhydroxyd bei 8o° gelöst und mit 115 Volumteilen einer Kobaltsalzlösung versetzt, die 2,95 °/0 Kobalt enthält und wie folgt bereitet wurde: 281 Gewichtsteile krist. Kobaltsulfat werden in 1000 Volumteilen Wasser gelöst. Diese Lösung wird unter kräftigem Rühren 500 Volumteilen einer 25 %igen wäßrigen Ammoniaklösung zugesetzt. Dann wird so lange Luft eingeblasen, bis eine Probe beim Zusatz von 10 %iger Natronlauge keine Fällung mehr ergibt/und mit Wasser auf 2000 Volumteile aufgefüllt. . '
Die Bildung der Kobalt-Komplex-Verbindung ist nach wenigen Minuten beendet. Man läßt auf 700 abkühlen, versetzt mit 200 Gewichtsteilen Steinsalz und vervollständigt die Abscheidung der Farbstoff-Kobaltkomplex-Verbindung durch Abstumpfen mit Eisessig.
Getrocknet stellt die Farbstoff-Kobaltkomplex-Verbindung ein gelbbraunes Pulver dar, das sich leicht in Wasser mit gelber Farbe löst. Sie färbt Wolle aus neutralem Bade in Gelbtönen von hervorragenden Echtheiten gleichmäßig.
F 17381 IVb/22a
Die folgende Tabelle beschreibt weitere Farbstoff-Metallkömplex-Verbindungen, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten werden, wenn man an Stelle des i-Amino-2-oxybenzol-5-sulfonamids äquivalente Mengen der in Spalte 2 verzeichneten Amine
als Diazokomponenten verwendet und im übrigen 65 analog verfährt.
Tabelle 1
I 2 Farbton de
auf \
Chrom
komplex
.. 4
Bei-
' spiel
Diazokomponente
aus '
Orange r Färbung
Volle
Kobalt
komplex
Bemerkungen
2 i-Amino-2-oxv-Ii-nitrobenzol Rot
τ Amino-2-oxv-4-nitrobenzol Gelbstichig
rot
Orange
4 i-Amino-2-oxy-5-methyl-3-nitrobenzol.. Gelbstichig
orange
5 i-Amino-2-oxybenzol-5-äthylsulfon .... desgl. Gelbbraun
6 i-Amino-2-oxybenzol-5-n-propylsulfon.. desgl. desgl. Neutralziehvermögen etwas
besser als der Farbstoff
des Beispiels 5
7 3-Amino-4-oxy-diphenylsulfon-(i, i') ... Rotstichig
orange
desgl.
8 i-Amino-2-oxybenzol-5-sulfomethylamid desgl. Braungelb
9 i-Amino-a-oxybenzol-S-sulfodimethyl-
amid
desgl. desgl. Neutralziehvermögen etwas
besser als der Farbstoff
des Beispiels 8
Scharlachrot desgl. Neutralziehvermögen etwas
schlechter als der Farbstoff
des Beispiels 9
IO i-Amino-2roxyber
methyl-N-oxyätr
desgl. Orange
lzol-5-sulfonsäure-N-
lylamid
Rot desgl.
II Gelb Orange
12 i-Amino-2-oxybenzol-4-sulfonamid .... Blaustichig-
13 i-Amino-2-oxybenzol-4-sulfomethylamid Rot
i-Amino^-oxy-S-chlorberizol^-
sulfonamid
15 i-Aminobenzol-2-carbonsäure
Aminohydrochinonmethylensulfonäther
OH
I
y^ So2
C
)—CH2
609578/436
F 17381 IVbI 22a
Beispiel
i8,8 Gewichtsteile i-Amino-2-oxybenzol-5-sulfonamid werden in der im Beispiel ι beschriebenen Weise diazotiert und mit einer Lösung vereinigt, die 30 Gewichtsteile des Pyrazolons der Formel
HO
in 130 Volumteilen Wasser, 5 Gewichtsteile Natriumhydroxyd und 26 Gewichtsteile Soda enthält. Wenn die Kupplung beendet ist, wird der ausgefallene Farbstoff abgesaugt.
Der Filterkuchen wird in der im Beispiel 1, b) angegebenen Weise in die Chromkomplexverbindung übergeführt. Diese stellt getrocknet ein orangebraunes Pulver dar, das Wolle aus neutralem Bade in echten rotstichigen Orangetönen gleichmäßig färbt. Gegenüber der Farbstoff-Chromkomplex-Verbindung des Beispiels i, b) zeigt die vorliegende ein deutlich verbessertes Ziehvermögen aus neutralem Bade und eine verbesserte Wasch- und Walkechtheit.
Die Kobalt-Komplex-Verbindung des vorstehenden Monoazofarbstoffs, erhalten nach dem im Beispiel 1, c) beschriebenen Verfahren, stellt getrocknet ein gelbbraunes Pulver dar, das Wolle aus neutralem Bade in echten braunstichigen Gelbtönen von guter Gleichmäßigkeit färbt.
Die folgende Tabelle 2 beschreibt weitere Metallkomplexverbindungen von Farbstoffen, die erhalten werden, wenn man in vorstehendem Beispiel (bzw. im Beispiel 1) an Stelle des dort verwendeten Pyrazolons die in Spalte 2 verzeichneten Pyrazolone als Azokomponente einsetzt und sonst analog verfährt:
Tabelle
30 Beispiel
Azokomponente Farbton der Färbung auf Wolle
Chromkomplex
Kobaltkomplex
HO
Orange
Gelb
CH.
O—CH9
18
HO
trübes,
rotstichiges
Orange
Braungelb
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F 17381 IVbI 22a
I HO 2 ro Il CH3 Cl 3 sr Färbung
Wolle
Kobaltkomplex
Beispiel Azokomponente Farbton d(
auf ■<
Chromkomplex
I SO2 Rot Orange
19 ; 0-CH2
HO
Il \s -Π.Γ
N
Orange
20 j SO2
\ /—
Beispiel 46,5 Gewichtsteile des Farbstoffs der Konstitution
H2N-SO2
0H
N = N
HO
-CHo
0-CH2 und 43,1 Gewichtsteile des Farbstoffs der Formel
60S 578/436 O2N
= N-
CH3
OH
SO9
0-CH2
werden zusammen in 4000 Volumteilen Wasser und
Gewichtsteilen Natriumhydroxyd bei 95° gelöst.
Zu dieser Lösung läßt man unter Rühren innerhalb
von 15 Minuten eine Lösung von 16,5 Gewichtsteilen
Kaliumdichromat und 30 Gewichtsteilen Glukose in 125 Volumteilen Wasser zulaufen. Man hält das Reak-
F 17381 IVb/22a
tionsgemisch noch 30 Minuten auf einer Temperatur zwischen 95 und 100°. Dann läßt man auf 700 abkühlen, streut 300 Gewichtsteile Steinsalz ein und vervollständigt die Abscheidung der Misch-Chromkomplex-Verbindung durch Eintropfen von etwa 5 Volumteilen Eisessig.
Getrocknet stellt das Reaktionsprodukt ein braunes Pulver dar, das sich in heißem Wasser orangefarben löst. Wolle wird aus neutralem Bade in rotstichigen to Orangetönen gefärbt.
Beispiel 22
49,3 Gewichtsteile des Farbstoffs der Formel
(CH3)2N-SO2
N =
-CH,
OH
HO
SO2
0-CH2
und 49,9 Gewichtsteile des Farbstoffs der Formel
H2N-SO2
<_>-"-" η—ρCH.
κ\ Ν
0H HO7 Y
Cl
SO2
0-CH2
werden in 5000 Volumteilen Wasser bei 85° unter Zusatz von 16 Gewichtsteilen Natriumhydroxyd gelöst. In diese Lösung läßt man im Verlaufe von 20 Minuten unter Rühren 240 Volumteile einer Kobaltsalzlösung ein, die 2,95% Kobalt enthält und nach der im Beispiel i, c) beschriebenen Weise bereitet wurde, tropfen.
Wenn die Kobaltsalzlösung eingetropft ist, hält man noch 15 Minuten auf 850, läßt dann auf 700 abkühlen und isoliert das Reaktionsprodukt durch Einstreuen von 300 Gewichtsteilen Steinsalz und Abstumpfen mit Eisessig auf pH 9.
Die erhaltene Chrom-Mischkomplex-Verbindung stellt getrocknet ein gelbbraunes Pulver dar, das sich in Wasser mit gelber Farbe löst. Wolle wird aus neutralem bis schwach saurem Bade in echten braunstichigen Gelbtönen gleichmäßig gefärbt.
Beispiel 23 47,8 Gewichtsteile des Farbstoffs der Formel
OH
N = N
HO
SO2 O — CH2
und 40,2 Gewichtsteile des Farbstoffs der Formel
OH
HO
O, N
werden in 4000 Volumteilen Wasser und 16 Gewichtsteilen Natriumhydroxyd gelöst, zum Sieden erwärmt und dann mit 100 Volumteilen einer Lösung von 16,5 Gewichtsteilen Kaliumdichromat und 30 Gewichtsteilen Glukose versetzt. Man hält 30 Minuten auf einer Temperatur von 95 bis ioo°, kühlt auf 750 ab und streut 400 Gewichtsteile Steinsalz ein. Der ausfallende braungelbe Niederschlag wird abgesaugt und getrocknet. Man erhält so ein braunes Pulver, das sich in Wasser mit brauner Farbe löst und Wolle aus neutralem Bade in echten Brauntönen färbt.
Die entsprechende Kobalt-Mischkomplex-Verbindung stellt ebenfalls ein braunes Pulver dar; sie färbt Wolle aus neutralem Bade braun; die Färbung ist jedoch wesentlich gelbstichiger als die der Chrom-Mischkomplex-Verbindung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Monoazofarbstoffe^ dadurch gekennzeichnet, daß man diazotierte Amine der Benzolreihe, die in o-Stellung zur Aminogruppe eine zur Komplexbildung befähigende oder in eine solche bei der Metallisierung überführbare Gruppe tragen, aber frei von Sulfonsäuregruppen und solchen Carboxylgruppen, die nicht der Komplexbildung dienen, sind und sonst beliebig substituiert sein können, mit Pyrazolonen der folgenden Formel
    609 578/436
    F 17381 IYbI'22 a
    HC C-X
    HO-C N V
    kuppelt, wobei X für Alkyl, Aryl, -CO-NH2, -CO-NH- Alkyl, -CO-N (Alkyl) 2, -CO-O • Alkyl steht, R ein organischer Rest ist und der Ring B weitere, nicht ionogene Substituenten tragen kann, und auf die so erhaltenen Monoazofarbstoffe, gegebenenfalls auf Gemische solcher Farbstoffe oder ihre Gemische mit anderen metallisierbaren Farbstoffen, metallabgebende Mittel, vorzugsweise chrom- oder kobaltabgebende Mittel, einwirken läßt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 842 089.

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